DSL Verkabelung

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DandG

Guest
Hallo


Ich habe ein neuen Internetprovider, dieser stellt mit den Zugang über die Telefonbuchse an.

Nun habe ich das Problem, das die dose hier oben nur zu deko in der Wand ist.
Es ist zwar ein Kabel (2 Adern) angeschlossen, aber ich bekomme einfach keine Internetverbindung mit dem Ruter hin.

Unten an der Dose funktioniert alles wie es soll.

Nun die Überlegung, dass das ungenutzte Koaxial Kabel benutzt wird, um eine Leitung nach oben zu pfuschen



Wird das so funktionieren, oder muss ich wiederwillig ein Loch bohren, um das beigelegte Kabel zu verlegen?
 
Bei DSL sollte immer die erste Dose genutzt werden und die anderen Dosen nach Möglichkeit abgeklemmt werden. Eine Leitung so nach oben zu pfuschen wird so nichts bringen.

--- [2016-01-13 17:36 CET] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---

Falls ihr schnurlose Telefone nutzt, dann könntest du die Dose im EG rausklemmen und die Adern sauber verbinden. Dann schließt du die Basisstation oben an den Router an und stellst nur eine Ladeschale ins EG.
 
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  • #3
Telefon wird nicht genutzt.
Die Adern der oberen verschwinden im nirgendwo, an der unteren sind alle Rot
 
Wie viele Adern kommen unten an der Dose an? Zwei oder vier? Standard-Telefonkabel sieht meist so aus:

kabel-te.gif


Gebraucht werden nur die Adern 1a und 1b, das sind die beiden oberen.
 
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  • #5
Unten an der Dose sind die dran, da geht es.
Ich brauch aber oben den Anschluss.

Das Kabel von oben Rot/Gelb/Weiss/Schw. kommt unten an der Dose nicht raus.
 
Ah, okay... Ist vielleicht sonst noch irgendwo eine Dose verbaut? Ansonsten kannst du das ja mal mit dem Koax versuchen, du brauchst die ganz rote Ader und die mit einem schwarzen Ring. Kaputt machen kannst du eigentlich nichts, also probiere es aus.
Ich weiß allerdings nicht, wie störsicher das Ganze ist und wie gut die Übertragung ist...
 
Ein analoges Telefon kann man über so ein Koaxkabel schalten. Aber sicher keinen DSL-Anschluss, egal ob hochbitratig oder nicht. Das Vorhaben ist von vorneherein zum Scheitern verurteilt.

Ich würde daher auf jeden Fall schauen, wohin das Kabel der F-Dose führt. Vermutlich geht es zum im Keller. In einem reinen Einfamilienhaus sollte der Kasten i. d. R. nicht versperrt sein (erst recht nicht, wenn der Hausanschluss vor ~1985 gelegt wurde). Dort kann man dann auch selbst problemlos die Dose umklemmen, ggf. mit LSA-Plus-Werkzeug (aber ist eigentlich ist das Hoheitsgebiet der Telekom, also bitte nur was dran ändern, wenn man sich sicher ist und sorgfältig arbeiten).

Außerdem bitte auch die TAE-Dosen untereinander tauschen, damit das eine offizielle Installation mit 1. TAE wieder wird (zwecks ).

Bei DSL sollte immer die erste Dose genutzt werden und die anderen Dosen nach Möglichkeit abgeklemmt werden. Eine Leitung so nach oben zu pfuschen wird so nichts bringen.
Diese Aussage ist Quatsch. Bei einer korrekten Reihenschaltung (Kontakte 5-6) von TAE-Dosen kann jede Dose verwendet werden, solange nur eine einzige TAE verwendet wird. Die nachfolgenden TAE-Dosen werden dann einfach abgeschaltet, wenn in einer vorderen Dose ein Kabel eingesteckt wird. Nur eine Parallelschaltung (Kontakte 3-4 oder 2. Ader in 1-2) von TAE-Dosen ist nicht zulässig.
 
Ich würde es mit dem Koax Kabel ausprobieren. Warum sollte das schlechter sein als zwei verdrillte Drähte. Generell kann man sagen, dass ein PPA nur dem Netzanbieter etwas nützt, da er mit einer Messung eben diesen messen kann. Ich erlebe es täglich das diese Dinger Ärger machen. Zumal in den meisten Fällen die Federkontakte in den N-Buchsen oxidiert sind, sodass der Sync in der F-Buchse grottig ist. Der Netzanbieter sagt dann: Leitung ist in Ordnung und der Kunde hat die A-Karte...
 
Du wechselst von einem zu einem Kabeltyp. Mit beiden Kabeltypen kann man Daten übertragen. Allerdings muss das Endgerät auch auf genau diesen Kabeltyp abgestimmt sein, sonst funktioniert das nicht. Bei DSL kann bereits eine Unsymmetrie von 3-4% dazu führen, dass der Anschluss nicht mehr korrekt funktioniert und das sollte hier dann der Fall sein, da das gegenphasig eingespeiste Signal für eine Übertragung in einem Kabelschirm nicht ausgelegt ist. Vor allem, wenn man dann auch noch unterschiedliche Medien miteinander mischt.

Wie schon gesagt, ein analoges Telefon könnte man auf diese Art und Weise problemlos übertragen. Vermutlich würde es sogar noch mit ISDN Uk0 funktionieren, da ISDN noch relativ unempfindlich ist. Aber kein DSL.

Generell kann man sagen, dass ein PPA nur dem Netzanbieter etwas nützt, da er mit einer Messung eben diesen messen kann. Ich erlebe es täglich das diese Dinger Ärger machen.
Zu einer ordentlichen Telekom-Installation gehört ein PPA dazu. Auch wenn er Dir nicht gefällt, ist es dennoch ein deutschlandweiter Standard. Dass Dosen mal kaputt gehen, ja passiert. Aber in den meisten Fällen fehlt es doch woanders und es sind Endgeräte kaputt oder falsch angesteckt oder falsch konfiguriert. Irgendwo muss man mit einer Prüfung erst einmal anfangen um halbwegs festzustellen, ob ein Leitungsfehler vorliegt - auch wenn sie nicht perfekt ist (bei einer Verschaltung des Anschlusses könnte man z. B. auch die TAE eines anderen Hauses gut messen).

Sollte nach erneuter Prüfung der Endgeräte kein Fehler festzustellen sein, muss man dann bei der Hotline auf den Techniker bestehen, auch wenn sie keinen Leitungsfehler feststellen kann.
 
Als MA eines großen deutschen Telko-Anbieters würde ich dir was husten, die erste TAE zu verbasteln!

Du musst für dein Vorhaben rum wie num ne Strippe ins erste OG ziehen. Entweder indem du unten ein Patchpanel montierst und von da an den Router gehst und das Kabel ins 1. OG hochziehst (Aufwand!), oder aber du legst halt einfach ne Doppelader auf die letzten beiden Kontakte und friemelst dir die zweite TAE dran. Alles andere ist unzulässig, nervig und führt zu Fehlern. Dazu gehören unter anderem Parallelschaltungen und das rumgefummel mit Coax. Bitte nein.

Ist die zweite TAE ein eigener Anschluss, also mit Leitung direkt auf den APL, oder ist das die "zweite TAE", bei der halt irgendwo das Kabel hin ist? Kannst ja mal durchprüfen ;)
 
Ihr sprecht von nicht zulässig, unzulässig...
Wäre das strafrelevantes Verhalten, wenn ihr die erste TAE Dose einfach selbst modifiziert?
Oder geht es um die nicht Kompatibilität des Vorhabens?
 
Strafrelevant ist das eher nicht. Rechtlich gesehen ist der Kabelweg bis zur 1. TAE immer noch Hoheitsgebiet der Telekom. Treten bis dort Störungen auf, werden diese i. d. R. von der Telekom kostenfrei behoben, sofern der Kunde nicht für die Störung verantwortlich ist. Allerdings sieht die Standardbauweise heutzutage nicht mehr vor, dass die 1. TAE mittels Innenleitung in die Wohnung verlegt wird. Diese sieht nur noch vor, dass die 1. TAE direkt neben dem APL installiert wird - alle weitere Verkabelung wird dem Kunden zusätzlich in Rechnung gestellt oder muss vom Kunden selbst verlegt werden.

Verursacht man nun als Endverbraucher eine Störung des eigenen oder sogar fremden Anschlusses, weil man im Hoheitsgebiet der Telekom gebastelt hat, so werden einem die Technikerkosten in Rechnung gestellt. Sollte aber diese zweite TAE (wie oben schon geschrieben) bereits bis zum APL verkabelt sein und man legt sie mit dem korrekten Werkzeug sauber auf und tauscht die falsche Dose durch eine offizielle 1. TAE, so ist das zwar prinzipiell nicht erlaubt, sollte aber nicht weiter nachweisbar sein (da das Leitungsnetz nach dem APL nicht dokumentiert ist). Allerdings sollte man hier dann wirklich sauber arbeiten und zumindest halbwegs wissen, was man tut.


In jedem Fall, ein Koaxkabel vor der 1. TAE zu verbauen, wäre zum einen nicht zulässig, zum anderen wird es auch nicht funktionieren.
 
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