Einem
Es wird als „das dreckige Geheimnis der Technologie-Branche“ bezeichnet: Bei vielen GMail-Konten lesen neben den Nutzern selbst auch App-Entwickler-Firmen und Dienstleister die eingehenden Nachrichten. Das ist erlaubt, wenn eine Genehmigung der Nutzer eingeholt wird. Vielen Betroffenen dürfte jedoch kaum klar sein, in welchem Umfang sie Dritten mit der Einwilligung Zugriff auf ihre private Korrespondenz gewähren.
Manche Entwicklerfirmen durchforsten die Mailboxen mit Hilfe automatisierter Scripts. Andere lassen Mitarbeiter nach Nachrichten suchen, die sich beispielsweise zum Trainieren der eigenen Software eignen.
Häufig sind es die Anbieter von Dienstleistungen wie Reiseplanern oder Preisvergleichs-Portalen, die sich entsprechende Zugriffsrechte auf die Konten ihrer Kunden sichern. Auch die Betreiber alternativer GMail-Clients sichern sich oft derartige Befugnisse. So soll der CEO des Unternehmens, dass den populären Mailclient „Edison“ entwickelt, gegenüber dem Wall Street Journal zugegeben haben, dass seine Mitarbeiter die E-Mails von hunderten Kunden gesehen hätten. Er behauptete, ein solches Vorgehen sei in der Branche normal. Diese Aussage wird bestätigt durch die Aussagen von rund einem Dutzend Programmierern. Sie gaben gegenüber dem Wall Street Journal an, im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit dieser Praxis begegnet zu sein.
Auch Google selbst bestätigte die Angaben des Wall Street Journal. Ein Unternehmenssprecher betonte allerdings, dass für ein solches Handeln die Einwilligung der Nutzer erforderlich sei. Google selbst, so der Sprecher, greife nur in dringenden Ausnahmefällen auf die E-Mails seiner Kunden zu. Dazu zählen beispielsweise sicherheitsrelevante Vorfälle oder schwerwiegende Systemfehler. In diesen Fällen frage Google seine Kunden aber in jedem Fall gesondert um Erlaubnis.
Autor: Annika Kremer
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zufolge lesen Drittfirmen Nachrichten auf einer Reihe von GMail-Konten mit. Dies geschieht auf legalem, aus Datenschutz-Sicht aber höchst bedenklichem Wege.Der App-Entwickler liest mit
Es wird als „das dreckige Geheimnis der Technologie-Branche“ bezeichnet: Bei vielen GMail-Konten lesen neben den Nutzern selbst auch App-Entwickler-Firmen und Dienstleister die eingehenden Nachrichten. Das ist erlaubt, wenn eine Genehmigung der Nutzer eingeholt wird. Vielen Betroffenen dürfte jedoch kaum klar sein, in welchem Umfang sie Dritten mit der Einwilligung Zugriff auf ihre private Korrespondenz gewähren.
Manche Entwicklerfirmen durchforsten die Mailboxen mit Hilfe automatisierter Scripts. Andere lassen Mitarbeiter nach Nachrichten suchen, die sich beispielsweise zum Trainieren der eigenen Software eignen.
Dienstleister und alternative GMail-Clients
Häufig sind es die Anbieter von Dienstleistungen wie Reiseplanern oder Preisvergleichs-Portalen, die sich entsprechende Zugriffsrechte auf die Konten ihrer Kunden sichern. Auch die Betreiber alternativer GMail-Clients sichern sich oft derartige Befugnisse. So soll der CEO des Unternehmens, dass den populären Mailclient „Edison“ entwickelt, gegenüber dem Wall Street Journal zugegeben haben, dass seine Mitarbeiter die E-Mails von hunderten Kunden gesehen hätten. Er behauptete, ein solches Vorgehen sei in der Branche normal. Diese Aussage wird bestätigt durch die Aussagen von rund einem Dutzend Programmierern. Sie gaben gegenüber dem Wall Street Journal an, im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit dieser Praxis begegnet zu sein.
Google nimmt Stellung
Auch Google selbst bestätigte die Angaben des Wall Street Journal. Ein Unternehmenssprecher betonte allerdings, dass für ein solches Handeln die Einwilligung der Nutzer erforderlich sei. Google selbst, so der Sprecher, greife nur in dringenden Ausnahmefällen auf die E-Mails seiner Kunden zu. Dazu zählen beispielsweise sicherheitsrelevante Vorfälle oder schwerwiegende Systemfehler. In diesen Fällen frage Google seine Kunden aber in jedem Fall gesondert um Erlaubnis.
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Autor: Annika Kremer
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