Außerdem sind das da irgendwie die "falschen Kreise". Kommt mir zumindest so vor. Alle eher vornehm, wenig fluchen usw.
Bis Mitte der Siebziger mag das gegolten haben, doch allerspätestens seit Bobbele sind diese Zeiten vorbei.
Mittlerweile ist Golf zum "Volkssport" geworden. Da neue "Zugpferde" nicht wirklich in Sicht sind und das Medieninteresse entsprechend gering ist, bewegt sich Tennis langsam aber sicher Richtung Randsportart.
Spiele seit nunmehr 40 Jahren Tennis, auch in der Mannschaft. Vornehm sind wir nicht und Flucherei gehört zu unseren leichtesten Übungen, ich schwör'.

Wegen Rücken- und Knieproblemen (die nicht vom Sport kommen) konzentriere ich mich seit einiger Zeit aufs Doppel. Es hat mir schon immer mehr Spaß gemacht.
Am liebsten spiele ich Mixed, dort gibt es für uns keine Gegner, sondern nur Opfer.

Liegt allerdings nicht an mir, sondern an meiner starken Partnerin, die früher Bundesliga gespielt hat.
Gebe mich dabei gerne mit der Statistenrolle zufrieden und konzentriere mich dafür voll aufs

Apres-Tennis.
Badminton und Tischtennis habe ich früher gelegentlich und nur aus Gaudi gespielt, mich aber dann aus Zeitgründen aufs Tennis konzentriert.
Squash habe ich nach einigen kläglichen Versuchen aufgegeben, da ich wegen starker Kurzsichtigkeit mit dem kleinen und viel zu schnellen Ball nicht klar kam. Habe mich auch in der engen Box nie wohlgefühlt, die Sache war mir auch zu anstrengend und schweißtreibend.
Tennis ... dürfte aber die Sportart sein, die man am langsamsten spielen kann...
Ich meine, wenn man sich als Rentner die Bälle nur zuspielen möchte.
Auch beim "zuspielen" muss man nicht wenig laufen, es sei denn man kann die Bälle wirklich punktgenau platzieren.
Man benötigt auch entsprechende Ausdauer. Mein längstes Dreisatz-Einzel ging über 3:50 h und direkt danach musste ich Doppel spielen. Das ging dann bei 35 Grad schnell verloren...
Wir haben im Training auch schon wie die Profis fünf Sätze gespielt, allerdings mit Pausen und bei angenehmeren Temperaturen.
Unterschätzt bitte die Oldies nicht. Wir können nicht alles, aber durchaus einiges durch Routine und Taktik wettmachen.