• Hallo liebe Userinnen und User,

    nach bereits längeren Planungen und Vorbereitungen sind wir nun von vBulletin auf Xenforo umgestiegen. Die Umstellung musste leider aufgrund der Serverprobleme der letzten Tage notgedrungen vorverlegt werden. Das neue Forum ist soweit voll funktionsfähig, allerdings sind noch nicht alle der gewohnten Funktionen vorhanden. Nach Möglichkeit werden wir sie in den nächsten Wochen nachrüsten. Dafür sollte es nun einige der Probleme lösen, die wir in den letzten Tagen, Wochen und Monaten hatten. Auch der Server ist nun potenter als bei unserem alten Hoster, wodurch wir nun langfristig den Tank mit Bytes vollgetankt haben.

    Anfangs mag die neue Boardsoftware etwas ungewohnt sein, aber man findet sich recht schnell ein. Wir wissen, dass ihr alle Gewohnheitstiere seid, aber gebt dem neuen Board eine Chance.
    Sollte etwas der neuen oder auch gewohnten Funktionen unklar sein, könnt ihr den "Wo issn da der Button zu"-Thread im Feedback nutzen. Bugs meldet ihr bitte im Bugtracker, es wird sicher welche geben die uns noch nicht aufgefallen sind. Ich werde das dann versuchen, halbwegs im Startbeitrag übersichtlich zu halten, was an Arbeit noch aussteht.

    Neu ist, dass die Boardsoftware deutlich besser für Mobiltelefone und diverse Endgeräte geeignet ist und nun auch im mobilen Style alle Funktionen verfügbar sind. Am Desktop findet ihr oben rechts sowohl den Umschalter zwischen hellem und dunklem Style. Am Handy ist der Hell-/Dunkelschalter am Ende der Seite. Damit sollte zukünftig jeder sein Board so konfigurieren können, wie es ihm am liebsten ist.


    Die restlichen Funktionen sollten eigentlich soweit wie gewohnt funktionieren. Einfach mal ein wenig damit spielen oder bei Unklarheiten im Thread nachfragen. Viel Spaß im ngb 2.0.

Anime Laberecke

Steev

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Ich muss hier mal gerade kommentieren, weil der Thread gerade online ist. Animeklassiker von 1986. Kinderfilm, ach naja, ich gehe damit mal zu Bett jetzt und schaue den mir an... :)
...Ok doch dann ein Kinder-Anime, aber nett gemacht.
 
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sasuke_91

Die kleine Hilfe

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"Nett gemacht" ist eine ziemliche Untertreibung, finde ich :D
Der Film ist sehr gut, ob er nun vorrangig an Kinder gerichtet ist oder nicht. Die meisten Ghibli-Filme gefallen mir sehr.
 

Alexiell

It's only the rain

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Auf der Durchreise
In letzter Zeit habe ich mir zwei Serien bei Netflix angesehen, von denen ich links und rechts gehört hatte, wie toll sie sein sollen. Das schon mal vorweg: Mir hat beides nicht gefallen.

Zunächste wäre da Yakuza goes Houseman. Eigentlich ein Short-Clip Anime, bei dem eine Folge so 3 min geht, wobei hier immer mehrere Clips aneinandergereiht werden, so dass eine Netflix Folge 16 min hat. Jeder Clip ist aber völlig unabhängig und zusammenhangslos vom Rest.
Die Grundprämisse ist zugleich der Running Gag und Alleinstellungsmerkmal zugleich: ein bis vor kurzem noch berühmt berüchtigter und vor allem gefürchteter Yakuza ist jetzt nur noch Hausmann, geht die alltäglichen Aufgaben wie Kochen oder Schlussverkauf aber mit der selben Ernsthaftigkeit an, wie einst die Yakuza Geschäfte. Er verunsichert auch am laufenden Band alle Leute mit seiner immer noch extrem bösen Yakuza Ausstrahlung.

Das muss man einfach lustig finden, und bei mir hat's leider nicht gezündet. Mehr als eine Folge habe ich dann tatsächlich auch nicht geschaut, weil ich nicht erwarte, dass da wirklich inhaltlich noch mehr kommt. Mein einziges Highlight war der Clip, der sich allein um einen Spaziergang der Hauskatze drehte - also nichts mit dem eigentlichen Figuren und Themen der Serie zu tun hatte.
Es gehört wohl mit dazu, bzw wird auch in den Clips thematisiert und vielleicht später aufgeklärt, aber man weiß eigentlich nicht, warum er jetzt plötzlich Hausmann ist. Anscheinend weil seine Frau eine erfolgreiche Karriere hat, die sie total in Beschlag nimmt, so dass sie keine Zeit hat, das Haus zu hüten. Irritierend fand ich aber, dass das an sich Null angesprochen wird und die beiden auch Null Chemie miteinander haben, wenn sie dann mal zusammen zu sehen sind. Was kaum vorkam, es geht eigentlich auch nur um ihn. Jedenfalls könnte sie auch seine Schwester sein oder platonische Bekannte, es würde keinen Unterschied machen. Eine große Wohnung haben sie auch nicht, auch keine Kinder. Warum überhaupt einer von beiden Vollzeit Haushüter sein muss, ist mir an der Stelle generell nicht klar.

Optisch hat es mir eigentlich ganz gut gefallen. Man muss aber wissen, dass es spärlich animiert ist und primär über Standbilder funktioniert. Mehr wie ein colorierter, abgefilmter Manga. Selbst die Geräusche, die in Manga hingeschrieben werden, wurden exakt so übernommen, obwohl sie hier ja zu hören sind. Das ist ein Detail, das ich tatsächlich etwas nervig fand. Ansonsten hatte ich mit dem Stil an sich keine Probleme.

Das andere ist Great Pretender. Auch hier hat's mir von Folge 1 an nicht gefallen, weil aber die Rede davon war, zum Ende hin würde es sich tonal deutlich ändern, habe ich durchgeschaut, alle 14 Folgen - um dann mit Schrecken festzustellen, dass es noch eine zweite Staffel a 9 Folgen gibt..! An der Stelle hatte ich aber schon zu viel drin versenkt, um es nun nicht zu Ende zu bringen. Und da ich eh ständig am vorspulen war, hat eine Folge bei mir kaum 10 min gedauert.

Es geht um Edamame, der sich für den geilsten Trickbetrüger Japans hält, dann Laurent reinlegen will, seinerseits ein großer Schwindler, und eh Edamame sich versieht, ist er in den USA und dreht mit Laurent und seiner Bande mehr oder weniger freiwillig immer wieder Dinger. Zwar kehrt er ihnen ab und an den Rücken, landet aber immer wieder in Laurents Fängen. Alles läuft im Grunde die ganze Zeit exakt gleich ab und ist recht rasch vorhersehbar. Was sie da teils an Aktionen durchziehen, verlangt einem doch auch recht viel Suspense of Disbelief ab.

Die Serie ist sehr laut und schrill, mit überzeichneten Charakteren rechts und links. Alles dreht ständig am Rad und alles will scheiße lustig sein und dramatisch zugleich. Die angekündigte Veränderung der Atmo habe ich so nicht allzu nennenswert wahrgenommen. Jede der Figuren hat natürlich ihre ganz eigenen tragische Vergangenheit, die später in ein paar Folgen etwas beleuchtet wird, und da ist es manchmal etwas weniger laut und auf Slapstick bedacht. Das war's aber auch schon, und ich empfand den Mix eher als etwas befremdlich. Die zweite Staffel ist dann primär ein großer Twist im Twist, der mich nur mit den Augen hat rollen lassen. Von der finalen Szene nach den Credits ganz zu schweigen.

Die Optik ist auch ein komischer Mix, der nicht zusammen passt. Die Charaktere sind gezeichnet wie man es gewohnt ist. Dabei auch sehr viel überdreht mit ihren Grimassen etc. Die später gezeigte Dorothy hat für mein Gefühl ein sehr merkwürdig überzogen gezeichnetes Gesicht. Ansonsten aber wie gesagt, alles recht "normal".
Das Problem sind die Hintergründe, die überhaupt nicht zum Rest passen. Obwohl ich sie für sich genommen sehr hübsch finde. Ohne deutliche Outlines wird hier fast impressionistisch mit vielen kleinen Farbflächen die Umgebung dargestellt. Als hätte jemand einen Aquarellfilter über ein Foto gelegt mit Sättigung auf Maximal. Wie gesagt: Für sich genommen, echt hübsch anzusehen. Nur sticht alles andere völlig heraus und passt gar nicht zusammen.
 

Alexiell

It's only the rain

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War eher so eine meh Season für mich.

Bakuten / Backflip ist ein klassischer Sportanime. Neuer Junge tritt der Gruppe für Rhytmische Sportgymnastik bei. Allerdings ganz ohne die typischen Geräte, also eher mehr Bodenturnen, trotzdem aber mit Musik und Rhythmus und glitzernden Kostümen. Das ganze bleibt dabei relativ – achtung, Brüller – bodenständig, ohne Fantasiefiguren sondern durchaus realistischen Übungen. Nur das Abdunkeln der Halle mit Scheinwerfer auf die Athleten bei der Kür ist der übliche Blödsinn, der mich schon bei Yuri on Ice gestört hat. Das wird bei einem Wettkampf nie gemacht, da es die Orientierung und Sicht der Sportler negativ beeinflusst. Kommt natürlich aber episch – und man spart sich die Animation des Publikums im Hintergrund, schätze ich.

Zunächst hat es mir eigentlich ganz gut gefallen, weil sie sehr viele Übungen gezeigt haben und ganze Küren. Schnell findet aber das allermeiste nur noch abseits der Matte statt. Wie gewohnt geht es um all die Wünsche und Träume etc pp der Jungs und wie sie sich näher kennen lernen und Spaß zusammen haben.
Wenn es dann doch mal wieder auf die Matte ging hat mich leider extrem gestört, dass man hier doch deutlich den Einsatz von CGI sieht. Zudem lassen sie während der Kür dann gerne die Kamera komplett ausrasten, mit ständigen Schnitten, Perspektivwechsel und absurde Winkel, was es schier unmöglich macht, den Abläufen der Gruppe konstruktiv zu folgen.
Fand ich schade.

Ähnlich meh ging ich aus Joran the Princess of Snow and Blood raus.
Das ganze spielt in Japan, in so einer Umbruchszeit zur Industrialisierung und mit gewissem Steampunkflair. Joran hat wortwörtlich blaues Blut, was ihr besondere Kräfte verleiht, aber auch dazu führt, dass ihr ganzer Clan abgeschlachtet wurde. Sie gehört einer Geheimorganisation an, die Aufträge für die Regierung macht. Joran ist nur dabei, weil sie auf Rache für den Mord an ihrer Familie aus ist.

Das ganze artet dann schnell in eine Art Spionage-Thriller aus, wo jeder lügt und betrügt und nichts ist, wie es scheint und hast du nicht gesehen. Gerade eine Figur stach für mich völlig raus, mit mehr Wendungen und Sinneswandlungen als eine kurvige Bergstraße. Da hat am Ende für mich nichts mehr viel Sinn ergeben. Vielfach hat sich alles auch im Kreis gedreht und unglaublich gezogen. Über Folgen hinweg geht es darum, zu Punkt X zu kommen, nur um dann umzudrehen, wieder an Punkt Y zu sein – und das ganze von vorne.
Und unterm Strich wollen die Hauptcharaktere doch eigentlich nur den Mann fürs Leben finden und in Frieden mit Kind und Kegel auf dem Land leben.

Mein kleines Highlight war Mars Red. Ähnlich wie bei Joran haben wir hier Japan von einst mit Steampunkeinschlag, und als übernatürliche Komponente gibt es hier Vampire, verborgen vor den Augen der Leute. Eine Einheit der Polizei ist auf sie spezialisiert und besteht dabei selbst primär aus rekrutierten Vampiren, die versuchen ihre Menschlichkeit zu wahren. Angeführt werden sie von Maeda, der zunächst die Hauptperson scheint, vielfach werden aber ganz andere Figuren in den Fokus gerückt. Im Hintergrund gibt es dann die üblichen Intrigen und jeder gegen jeden Geschichten, die zur schleichenden Eskalation führen. Ein Erdbeben, das einst tatsächlich stattfand, wird ebenfalls in die Story eingebunden.

Ich mochte die eher dunkle und teils melancholische Atmosphäre sehr gern. Vor allem Maeda hat mir auch sehr gefallen – der stille, stoische Protagonist, bei dem die ganze Zeit mehr dahinter zu stecken scheint. Er hat mich am meisten interessiert, entsprechend enttäuscht war ich, dass er dann doch viel in den Hintergrund rückt und auch diverse Fragen, die er aufwirft, nicht beantwortet werden oder sehr spät und sich dann als sehr irrelevant entpuppen.
Generell hab ich Mars Red als stellenweise recht sperrig empfunden. Die Erzählweise wirkt teils etwas konfus und wenig klar, manchmal auch etwas sprunghaft, als ob man ein paar wichtige Szenen verpasst hätte. Übermäßig originell ist der Plot ebenfalls nicht. Aber wie gesagt: Die Atmo war ganz cool und ich mochte Maeda irgendwie.

Und dann wäre da noch Fairy Ranmaru, ein Magical Boy Anime. Also wie Magical Girl nur genderswap.
Wir haben hier eine handvoll Feen-Männer (jeder repräsentiert ein Element), deren Aufgabe es ist, die von Sorgen geplagten Herzen junger Mädchen und Frauen zu heilen. Diese Zuneigung, die sie dabei sammeln, soll helfen, das zerfallene Feenreich wieder aufzubauen. Dabei gibt es natürlich einen bösen Gegenspieler voller Geheimnisse im Hintergrund, die Feen-Truppe hat auch mal Reibereihen untereinander, und da ist auch die große Frage, wie genau und warum ihre Heimat zerfallen ist.
Die Feen sind dabei als junge High-School Schüler getarnt, die in einer Art Bar zuhause sind, dessen Barkeeper ebenfalls zu ihrer Truppe gehört.
Die Episode folgt meist einem einzelnen der Jungen, der einer Person seine Hilfe anbietet und dann die typische Sailor Moon Transformation hinlegt. Dabei bekommt er nicht nur ein absurdes Kostüm angezogen, sondern wird älter, größer und muskulöser (bis auf einer, der immer Shotacon-Bait bleibt). Zu einem Song mit Lyrics läuft er dann eine Weile sinnfrei geradeaus, bis er in einer Fantasieumgebung ankommt, die das Herz der Klienten darstellen soll. Dort kann es dann mal zu etwas dramatischen Momenten kommen, aber echte Kämpfe sind das auch nicht.
Die Serie gipfelt natürlich in einem epischen Finale voller Enthüllungen und Tränen.

Das… besondere… an Fairy Ranmaru ist der starke Ecchi Einschlag. Die Kostüme sind knapp und sexualisierend/ojektivierend, wie man es sonst nur bei weiblichen Charakteren kennt. Dazu ständige Shots auf den Schritt, Nacktheit und zweideutige Posen und Gesten. Es ist wirklich sehr, sehr weird, was man da über die Zeit geboten bekommt. Natürlich wird auch immer wieder eine Priese Gay Love eingestreut. (Ich musste schon lachen, dass die Regeln der Bar immer wieder explizit betonen, dass Liebe, Sex etc mit dem anderen Geschlecht verboten ist.)
Das ganze ist ein Guilty Pleasure vor dem Herrn und ein absolutes Cringe Fest.
 

sasuke_91

Die kleine Hilfe

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@Alexiell: Du hast aber auch irgendwie merkwürdige Animes geschaut :D Bis auf Backflip habe ich von keinem dieser Animes gehört. Hab mir mal ein paar Bilder zu den restlichen angeschaut und Fairy Ranmaru sieht qualitativ aus wie ein Hentai :uglyngb:

Ich habe die folgenden Animes der letzten Season noch auf meiner Watchlist:
Vivy: Fluorite Eye's Song
86
Odd Taxi

Gesehen habe ich eigentlich nur To Your Eternity, was mir sehr gut gefällt. Ansonsten schaue ich momentan wieder viel One Piece und Gintama.
 

Alexiell

It's only the rain

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Schon wieder mehr eine meh Season. :/

Shiguang Daili Ren / Link Click
Zwei beste Freunde haben die Fähigkeit, über Fotos in die Vergangenheit zu reisen. Der Weißhaarige kann durch die Fotos in die Vergangenheit schauen, während der Schwarzhaarige physisch hinreisen kann und dabei idR den Platz einer Person einnimmt. Das ganze können sie nur für einen bestimmten Zeitraum machen, und oberste Regel ist, die Zukunft nicht zu verändern. Der Weißhaarige, der sehen kann, was wie passieren muss, überwacht aus dem Hier und Jetzt und gibt seinem Kumpel Anweisungen. Meist geht es darum, dass jemand als Auftraggeber zu ihnen kommt, und einer geliebten Person nochmal etwas sagen möchte, also eine verpasste Chance von einst nachholen will.
Sehr schnell eskalieren die Geschichten aber auch, dann geht es um Mord, Kindesentführung und weiß der Geier. Das ist ein ganz merkwürdiger Mix aus banalen Folgen und im nächsten Moment sind sie völlig drüber. Das nimmt im Verlauf auch immer mehr zu. Die Serie endet mit einem harten Cliffhanger, und gerade das Finale überspringt geradezu mehrere Haie gleichzeitig.
Ich persönlich hätte mir gewünscht, viel mehr über die beiden Jungen und ihre Beziehung/Freundschaft zu erfahren, auch wie das alles mit ihren Kräften losging usw. Einer der beiden wird auch von seiner eigenen Vergangenheit geplagt und leidet oft unter der "wir dürfen die Zukunft nicht verändern" Regel. All das wird aber immer nur mal angerissen und nimmt nie größeren Raum ein. Am Ende bleiben die beiden tatsächlich recht blass. Fand ich sehr schade.

Sonny Boy
Hier sollte man sich vorab schonmal etwas durchlesen, worum es eigentlich geht, sonst rafft man leider gar nichts, da man mitten im Geschehen startet. Eine ganze Schulklasse ist wohl samt Schulgelände in eine Paralleldimension rübergerutscht, und alle haben jetzt eine übernatürliche Kraft. Manche mehr, manche weniger, und vor allem muss diese erstmal herausgefunden werden. Bei dem Versuch nach Hause zu kommen reisen sie durch immer mehr Welten, die alle eigene Regeln haben. Und das alles gemischt mit weirder Gruppendynamik, die eine Schulklasse nun mal mit sich bringt.
Ich hab wirklich gar keine Ahnung was ich da eigentlich gesehen habe. Am Ende soll wohl alles eine große Metapher auf das Erwachsen werden sein, Selbstfindung, Charakterdynamiken und alles was mit sowas einhergeht. Alles wirkt oft sehr zusammenhangslos und nur für den Moment da, und mit jeder Folge wird alles noch ein bisschen schräger.
Ich mochte den etwas anders artigen Zeichenstil und es gab einige stimmungsvolle Momente so für sich genommen. Als Gesamtwerk war es mir aber zu schräg und unverständlich.

The Case Study of Vanitas
Mal wieder was mit Vampiren. Vanitas, ein Mensch, aber auch nicht so ganz, kann Vampire mit einem magischen Buch heilen, wenn sie durchdrehen und vom Blutdurst wahnsinnig werden. Er tut sich mit dem Vampir Noe zusammen, und zusammen machen sie sich auf die abenteuerliche Reise, eine Verschwörung in allen Reihen aufzudecken, mit dem Ziel alle Vampire zu retten. Zwar nimmt sich die Serie sehr ernst und ist zuweilen düster und blutig, aber auch mit extrem viel Comedy und Chibi-Einschlag versehen. Den extremen Mix mag ich nicht so, aber Vanitas und Noe entwickeln eine nette Dynamik.
Alles sehr bunt, mit nochmal einer neuen Herangehensweise an Vampire, mit Paris im 19. Jahrhundert als Setting.
Was mir allerdings sehr auf den Keks ging war alles zwischen Jeanne und Vanitas, was einfach nur dummer, nerviger Romance-Fanservice Quark ist und mal so gar nicht geht.

The Detective is Already Dead
Meisterdetektiven nimmt sich unbedarften Burschen zum Assistent, zieht mit ihm zusammen und bearbeitet Fälle, die sehr schnell sehr übernatürlicher Quark sind. Das ganze ist oft eine Rückblende, denn in der Gegenwart ist sie eigentlich längst tot, und unser trauernder Witwer begegnet einem neuen Mädchen, mit dem er Fälle löst, bis am Ende alles zusammen führt.
Ich mag Detektiv Kram eigentlich, deswegen bin ich auch dran geblieben. Wirklich gefallen hat's mir aber nicht. Dafür sind die Charaktere und ihre Pseudo Romanze einfach zu nervig und klischeebehaftet. Ein cringe Dialog nach dem anderen. Oben drauf kommt Fanservice, mit Shots auf Brüste, Bikiniszene, Jigglyphysics, Vakuum-Ganzkörperanzüge usw usf.
Auch die Fälle an sich waren mir schnell zu abgedreht, mit ihrem komischen Magie Kram, inklusive der großen Auflösung am Schluss.

Night Head 2041
Hier muss man erstmal den Stil verdauen, da man sehr deutlich den Einsatz von CGI sieht, der 2D Zeichnungen simulieren soll.
Die Story fängt eigentlich ganz interessant an: In einer Zukunft mit gewissen Sci-Fi Einschlag gibt es Menschen mit übernatürlichen Fähigkeiten, was aber unterdrückt, verheimlicht und die Leute gejagt werden. Hier treffen dann diverse Schicksale aufeinander, im Zentrum zwei übernatürlich begabte Brüder, die sich in der ihnen fremden Umgebung erstmal zurecht finden müssen. Und auf der Gegenseite zwei Brüder, deren Kräfte langsam erwachen, und wohl irgendwie mit den anderen Brüdern eine Verbindung haben.
Mit jeder Folge wird alles größer und verworrener und schlichtweg wirrer. Muss man mögen, mir war es sehr schnell zu drüber.
 

sasuke_91

Die kleine Hilfe

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Habe aus der Summer Season nur The Case Study of Vanitas gesehen. Pandora Hearts gehört zu meinen Lieblingsmangas, weswegen ich unbedingt Jun Mochizukis neues Werk lesen/schauen wollte. Habe 8 Folgen gesehen und bisher gefällt mir die Atmosphäre sehr. Der Anime sieht auch sehr sauber aus. Du hast aber Recht mit der Vanitas/Jeanne Dynamik.
Werde im Anschluss wahrscheinlich den Manga lesen.

Ansonsten wurde in dieser Season To Your Eternity abgeschlossen. Meiner Meinung nach sehr gelungen. Die erste Folge hat bei den meisten wahrscheinlich einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
 

Alexiell

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Habe aus der Summer Season nur The Case Study of Vanitas gesehen. Pandora Hearts gehört zu meinen Lieblingsmangas, weswegen ich unbedingt Jun Mochizukis neues Werk lesen/schauen wollte. Habe 8 Folgen gesehen und bisher gefällt mir die Atmosphäre sehr. Der Anime sieht auch sehr sauber aus. Du hast aber Recht mit der Vanitas/Jeanne Dynamik.
Werde im Anschluss wahrscheinlich den Manga lesen.
Ich hab glatt die Bonuspunkte für die super knuffige Katze vergessen zu erwähnen! :D
 

Erz

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Den besten Anime, den ich seit langem gesehen hatte, war...

Otherside Picnic

Otherside Picnic ist gar nicht so einfach zu erklären. Inhaltlich geht es primär um zwei junge Studentinnen, die sich in einer gefährlichen "Anderswelt" oder "Parallelwelt" zufällig über den Weg laufen und dabei gegenseitig helfen - in erster Linie um zu überleben. denn diese Parallelwelt wird von Geistern bzw. übernatürlichen Kreaturen bewohnt, die gegenüber den Menschen feindselig gesinnt sind. Während einem ihrer ersten Aufenthalte in dieser Parallelwelt haben die beiden jungen Frauen Kontakt zu einem dieser paranormalen Wesen, was dazu führt, dass Sorawo's Auge und Toriko's Hand bzw. Arm durch den Kontakt zu diesem abnormalen Wesen verändert werden. Infolge dessen erhält Sorawo ein heterochromes blaues Auge (zu ihrem natürlichen braunen Auge), womit Sie die wahre Gestalt der paranormalen Wesen sehen kann und Toriko's Arm wird transparant und kann fortan die Wesen und Anomalien berühren bzw. direkt anfassen (und damit vielleicht auch in eine physische Form zwingen).

"Parallelwelt" ist eigentlich auch nicht das passende Wort für diese Welt, in der die physikalischen Gesetzmäßigkeiten nicht gelten. Auch ist diese Welt voller Anomalien, bei denen anzunehmen ist, dass sie für Menschen bzw. reguläre Lebensformen lebensgefährlich sind. Auch ist nicht klar, wie man von der physischen Welt in jene Welt übertritt. Es gibt halt Nexuspunkte (wie ein bestimmter Fahrstuhl, bei dem man in einer vordefinierten Reihenfolge von Stockwerk zu Stockwerk fahren muss, damit ein Übergang entsteht), bei denen die Faktoren unklar sind, warum man in diese Anderswelt übertritt.

Und das macht vielleicht auch den Reiz der Serie aus, dass man nicht weiß, wie all diese Faktoren zusammenspielen. Otherside Picnic gestaltet sich da ziemlich spannend - in einem Moment sitzen die beiden jungen Frauen in einer Bar/ Restaurant und genießen ihr Abendessen und im nächsten Moment können Sie auch in einer unbekannten Zone der Anderswelt herauskommen... und das quasi in einem Bruchteil von einer Sekunde.
Mein Eindruck von Otherside Picnic war auch, dass sich der Anfang wie ein Roman erzählt - ein bißchen so wie ein Fantasy-Roman von Wolfgang Hohlbein (Elfpunk-mäßig). Ähnlich wie bei Wolfgang Hohlbein ist Otherside Picnic auch ziemlich düster. Es gibt schon heftigere Animeserien (Hellgirl, Requiem from the Darkness, Mononoke, Ghost Stories, etc.), aber es ist schon deutlich härter als Natsume Youjinchou oder xxxHolic. Ich will nicht sagen, dass die Serie nicht auch ein paar lustige Momente besitzt, aber ausnahmsweise liegt da nicht der Fokus darauf und das ist vielleicht auch ganz gut so.

Zuerst hätte ich die Serie fast übersehen, weil schon alleine die Beschreibung der Serie relativ feminin herüberkam. Aber insgesamt hat es überhaupt nicht gestört, ob im Endeffekt alle wichtigen Charaktere weiblich waren, usw. Für mich war die erste Staffel mega. Ich weiß schon jetzt, dass ich davon mehr sehen möchte~~

------------------------

Davon abgesehen habe ich auch noch andere Serien gesehen. Altes wie neues.

In / Spectre

Bei In /Spectre steht das Programm schon im Titel: "inspizieren" im übertragenen Sinn. "Inspektrisieren"?

Ich hab schon gesehen, dass Alexiell dazu etwas geschrieben hat. Also spare ich mir das hier. Denn mehr oder weniger sehe ich es im Grunde genauso wie Alexiell. Mich stören weniger die Slapstick-Momente und wo sich die eifersüchtige Youkai-Prinzessin "zänkisch" verhält. Das ist nicht jedermann's Sache, aber das ist in anderen Serien viel schlimmer.
Nur fand ich den Anfang herrlich mysteriös, während die zweite Hälfte der Staffel nur noch um diesen einen Handlungsstrang ging und auch da wurde die spannenden Aspekte noch aus den Folgen gepresst, indem man die ganze Zeit da mehr schlecht als recht herumargumentiert hat. Und auch dieses Herumargumentieren machte eigentlich wenig Sinn.
Wenn man mal sehen möchte, wie die Argumentation in anderen Serien besser funktioniert, dann kann man mal in "ID: Invaded" oder "The Perfect Insider" heineinschauen.


*Ein bißchen Geschwätz am Rande:

Ich springe mal ganz kurz zum Ende der letzten Folge von Staffel 1 von In / Spectre. Warum? Weil dort etwas erwähnt wird... und zwar wie die Serie Geister und übernatürliche Wesen ganz wage kategorisiert. Dabei wird auch nicht wirklich erklärt, was diese Kategorisierungen tatsächlich bedeuten. Trotzdem fand ich diese Erwähnung noch relativ interessant. Dort wird erwähnt, dass... es "Youkai, Ayakashi, Dämonen, Specter, Geister und Mononoke" gibt.
...
Ich weiß, dass ich vor Jahren mal einen Artikel aus einer japanischen Zeitschrift gefunden hatte, die es mittlerweile nicht mehr gibt, in der mit Belegen erklärt wurde, wie zwischen Youkai, Ayakashi und Mononoke unterschieden werden konnte. Dementsprechend wurde der illusive Begriff "Mononoke" irgendwann zwischen 800 und 1000 n Chr.(?) das erste mal in einem Schriftstück ganz wage erwähnt. Ich wünschte, ich würde den Artikel noch einmal finden, aber so erinnere ich mich nicht mehr an die Details...

Grob kann man vielleicht sagen, dass "Youkai" dort so als "neutrale" Geisterwesen beschrieben wurden, die den Menschen weder wohlgesonnen, noch böswillig gesinnt waren.
Ayakashi sind demnach böswillige Youkai, denn sie wollen den Menschen schaden. Sowohl Ayakashi als auch Youkai haben eine Erscheinung bzw. Gestalt, die man sehen kann... unter welchen Umständen auch immer.
Mononoke sind da wesentlich komplizierter, denn Mononoke sind die illusiven Geister, die sich nicht zeigen... die man nur indirekt wahrnimmt bzw. auf die man nur indirekt schließen kann. Wenn ich es so richtig verstanden habe.


In der Animeserie Mononoke wird ziemlich am Anfang der 4. Episode erwähnt, dass sich das Wort Mononoke aus den Silben "Mono" für göttlich und "-ke" für Krankheit zusammensetzt. Demnach würde das für die "illusiven Geister" genannt Mononoke bedeuten, dass sie einmal sehr mächtig wären und dass die Mononoke mehr oder weniger zu Recht Menschen bestrafen - mit einer gottesgleichen oder gottähnlichen Strafe. Was ja auch zu dem illusiven Charakter eines Geistes passt, der durch seine Heimsuchung die Menschen krank macht. Und es passt auch zu dem Titel "Prinzessin Mononoke", denn der Fluch dort ist entstanden, als die Menschen das Terrain des Waldgottes beschmutzt und dessen Tiere qualvoll umgebracht haben. So gesehen war der Fluch - das Mononoke - ein Selbsttreiber wie ein Perpetuum Mobile.
Ob das allerdings so richtig ist, ka. Ein Übersetzungsprogramm, dass ich gefunden habe, übersetzt "Mono" als "object" oder "thing". Da wäre jetzt wohl der Artikel zu "Mono itta ware" hilfreich gewesen.
Bei einer Suche bin ich auch mal über eine Diskussion gestoßen, wo über das Wort Mononoke diskutiert wurde und dort wurde damit argumentiert, wie Mononoke sich aus 2 japanischen Schriftzeichen zusammensetzt. Könnte sein, dass es das...


... es diese Diskussion war ka.

Natsume Youjinchou unterscheidet auch... naja ein bißchen. Eigentlich fällt mir da nur eine Situation ein. Die Oni-Folge, wo ein junger Youkai von Oni - die in einer Grube von einem Exorzisten versiegelt wurden, angelockt und dazu verleitet wird, das Siegel zu brechen. Dort wird die Unterscheidung zwischen Youkai und Oni gemacht, welche mit Dämonen verglichen werden. Wobei es da wohl auch noch die Akuma gibt.

In Ghost Hunt wird später zwischen Geistern und Monstern unterschieden. Geister haben keinen physischen Körper und lassen sich deswegen austreiben. Monster wiederum haben einen physischen Körper. Darum kann man Monster nicht mit den üblichen Methoden wie Geister austreiben. Die Frage wäre, ob das für Oni und Akuma auch gelten würde.

Naja... es war nur etwas off topic-Gerede^^'

Subete ga F ni Naru: The Perfect Insider

The Perfect Insider ist eine recht kurze und ziemlich spannende als auch bizarre Krimiserie. Es geht um einen Mord in einem Bunker auf einer kleinen abgeschiedenen Insel Japans, glaube ich.
Es ist nicht die Sorte von Insel, wo Tom Hanks nach einem Flugzeugabsturz strandet und mit sich selbst und einem Volleyball zu reden beginnt. Naja, vielleicht auch das, ka. Es ist eine kleine Insel, die groß genug ist, damit dort eine top-moderne Forschungseinrichtung (für was eigentlich? ach ka) in eine Bunkeranlage mit Netzhautscanner & Co gepresst wurde. Diese Sorte von Insel ist es. Tatsächlich ist die Insel auch ziemlich unwichtig. Der Bunker ist es allerdings schon.
Denn dorthin hat sich eine superintelligente junge Frau, genannt Dr. Magata, hin zurückgezogen. Ganz freiwilig lief das natürlich nicht ab. Es hing damit zusammen, dass Sie verdächtigt wurde, ihre Eltern umgebracht zu haben. Aus der Sicht der Handlung ereignete sich dieses Ereignis vor ca. 15 Jahren. Damals sagte Dr. Magata aus, dass eine Puppe ihre Eltern ermordet hatte und dass diese Puppe irgendwohin entschwunden sei. Und da man ihr den Elternmord nicht direkt nachweisen konnte, kam es zu einer Kompromißlösung, bei der Dr. Magata in dieser stark geschützten Forschungseinrichtung Zuflucht suchen sollte. Dort konnte Sie dann weiterforschen und trotzdem war es vergleichbar mit "Luxus-Freiheitsentzug".

Naja und nun wird ein deduktives Genius auf die Insel in die Forschungseinrichtung eingeladen - eine Person, die seit längerem mit Dr. Magata gechattet hat. Naja, und der Rest wird nicht verraten. Vielleicht ist das schon zu viel gespoilert?~~'
The Perfect Insider ist jedenfalls eine spannende Kurz-Krimiserie, die allerdings ziemlich hart und heftig im Kern ist.

Kekkai Sensen aka Blood Blockade Battlefront

Kekkai Sensen aka Blood Blockade Battlefront spielt in,,, tja, gute Frage... die Handlung startet mit einem Ereignis in New York. Ein großes magisches, wodurch der Schleier zwischen dieser Welt und einer anderen Welt voller Monstrositäten, seltsamer Wesen und Abominations fällt. Der Hulk hätte seine Freude... An der Stelle, wo sich New York befand ist in Folge dessen ein Übergang - eine Art Nexus zwischen beiden Welten entstanden und fortan teilen sich "Erdlinge" und die andere Seite den Raum dazwischen. Die Stadt, die daraus entsteht, nennt sich "Jerusalem Lot" (das wird ja fast schon biblisch, gell?). Jerusalem Lot wiederum ist in einen Nebel gehüllt, der ein wenig verdeckt, dass sich ein riesen Krater unterhalb und um die Stadt herum aufspannt (huh! Abyss!~~). Später wird noch erklärt, was es damit auf sich hat (Vampiere, Noble Blood aka Blood Breeds, Schutzkreise, Untergang, mehrstöckiger Schokoladenkuchen, etc.).
Die einzige Verbindung zur restlichen Erde ist eine Brücke, bei der man mutmaßen könnte, dass es sich dabei um die Brooklyn Bridge handeln könnte.

Naja, und so gelangt der Hauptprotagonist auch irgendwie nach Jerusalem Lot. Unser Hauptcharakter hat während dem großen Ereignis von irgendso einem Wesen alles-sehende Augen verliehen bekommen, während seine Schwester den Preis dafür zahlen musste. Darum hat sich unser Hauptcharakter, der auf den Namen Leonardo Watch hört, postwendend nach Jerusalem Lot aufgemacht, um dort eine Heilung für seine Schwester zu finden.
Und dort trifft er auf Zapp Renfro, welcher Libra angehört, einer Gesellschaft, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, für ein ausgewogenes Gleichgewicht in Jerusalem Lot zu sorgen. Und über Klaus von Reinhertz, dem Leiter von Libra (der Waage), schließt sich dann Leonardo relativ früh in Staffel 1 dieser Organisation an, weil er so hofft, leichter an Informationen zu gelangen, die ihm helfen, das Unrecht an seiner Schwester wiedergutzumachen.

Naja und fortan gilt es Jerusalem Lot zu beschützen, wenn man so will. Blood Blockade Battlefront ist ziemlich abgedreht und bizarr an manchen Stellen und... macht Spaß. Blood Blockade Battlefront stammt von demselben Mangaka der auch Trigun erschaffen hat und das merkt man. Schon alleine durch die schwarzen Katzen: auch wie in Trigun tauchen in Kekkai Sensen mal wieder die schwarzen Katzen mit den großen Kulleraugen auf. Sie sind ein bißchen anders gezeichnet als wie in Trigun, aber man merkt sofort die Parallele.
Darüber hinaus ist Kekkei Sensen ein super mix aus Fantasy, Action und Slapstick und Kekkei Sensen ist vielleicht weird. Glaubt ihr nicht? Könnt ihr euch die kleinste Bedrohung jenseits von Corona vorstellen? Ein fieses, terroristisches Bakterium im Mech-Suit. Sein Gegenspieler ist ein anderes Bakterium im Floh- bzw. Shrimp-Mech. Jaja, hab ja gesagt es ist weird.
Davon abgesehen hat Kekkai Sensen noch einige andere verrückte Charaktere im Angebot. Mein Favorit ist ja Lucky Abrams, aber die anderen (Zapp Renfro, Der Fischmann, Die Werwolf-Lady, usw.) machen die Serie zu einer runden Angelegenheit.

Was mir auch an Kekkei Sensen gefällt ist, das Hintergrund-design: ähnlich wie in New York gibt es in diesem fiktiven Jersualem Lot Streetart und andere Details in der Hintergrundlandschaft zu sehen. Dadurch stellt man sich auch wirklich vor, dass diese Stadt mal New York war. Zu viel darf man natürlich auch nicht erwarten, aber es ist, mir zumindest, schon positiv aufgefallen.
Ob einem Kekkai Sensen insgesamt graphisch gefällt, ist wohl Geschmacksache. Es ist nicht der typische Mainstream-Look der letzten Jahre. Auch, gefällt nicht unbedingt jedem diese action-geladene Weirdness. Am Anfang war ich auch nicht so davon überzeugt gewesen. Das hat sich dann allderings schnell geändert.
Darum würde ich Kekkai Sensen aka Blood Blockade Front empfehlen.
Und naja,... selbst unter Animeserien gibt es da auch nicht so viele, wo der Protagonist mit seinen Kumpels in ein Restaurant zur Mittagspause einkehrt und zusehen muss, wie die "Muschelsuppe" die Kunden verspeist, gell? oO

Fire Force

Bei Fire Force dachte ich anfangs, dass diese Serie von demselben Mangaka stammen muss, der auch Blue Exorcist gemacht hat. Optisch erinnert es extrem an Blue Exorcist.
Inhaltlich eigentlich auch, denn in beiden Serien wird...

Feuer
Dämonen
Brüder
Familie

und ein christlich angehauchter Orden thematisiert.Nur der Fokus ist halt ein wenig anders. Aber im Schnitt kommt es fast identisch herüber. Man hat einen Hauptcharakter, der in einem Feuer seine Mutter und seinen Bruder verloren hat. In dem Feuer läuft er einem Dämon über den Weg. Dieses Ereignis triggert bei ihm seine pyrokinetischen Fähigkeiten - weswegen er sich der Fire Force anschließen möchte. Später wird auch genauer erklärt, wie.
Einerseits tut er dies, damit er das Unrecht, dass seiner Familie zugefügt wurde, bei anderen Familien und Menschen verhindern kann. Andererseits möchte er mehr über sich selbst und diese übernatürliche Bedrohung herausfinden.
Im Zuge dessen wechselt er auf die Trainingsakademie und fängt dann später als Kadett bei Trupp 8 an. Und dort kristallisiert sich heraus, dass unschuldige Menschen durch eine unbekannte Partei in sogenannte "Infernals" verwandelt werden, dass sind Menschen, die spontant entflammen, weiterbrennen und dabei mehr oder weniger ihrer Sinne beraubt werden - wobei das auch nicht ganz korrekt ist. Später kommt nämlich heraus, dass diese Menschen auch in ihrem Zustand als Infernals höchst wahrscheinlich leiden und sehr viel später noch wesentlich mehr (Amaterasu und der olle Prophet und der Adolla-Link bzw. -Burst und Schokosahne mit Kirschen!). Aber man will ja nicht zu viel spoilern.

Wem Blue Exorcist gefällt, dem wird höchst wahrscheinlich auch Fire Force gefallen, denn... der Unterschied ist... tja hm... Die beiden Serien sind echt ein Paradebeispiel für Serien, wo man das Gefühl hat, da wurde irgendwo von einander abgekupfert. Beide Serien sind gut und unterhaltsam. Es gibt eigentlich keinen logischen Grund, warum die eine Serie der anderen vorziehen sollte. Das ist ne echte Gradwanderung xD

Ich persönlich finde nur das "Feuerwehr"-Setting gemixt mit Dämonen etwas weird. Nicht so weird, dass es nicht interessant ist und Spaß macht. Anfangs hatte ich nur etwas anderes erwartet - quasi eine Serie über die Feuerwehr ohne Fantasy und die ganzen christianischen Einflüsse. Dann wiederum zeigt die Serie einmal mehr, wie heuchlerisch damit umgegangen wird. Ist vielleicht auch nicht so schlecht.

Super Cub

Super Cub ist eine "Slice of Life"-Serie um das Thema Motorroller. Es geht um eine Schülerin, die es irgendwie leid ist, nicht motorisiert zu sein. In der Schule und auf dem Heimweg sieht sie neidisch zu, wie andere Teenager / Jungerwachsene mit ihren Motorrollern durch die Gegend fahren, während sie selber noch ins Fahrrad-Pedal treten muss.
Also schaut sie mal bei einem Händler vorbei und schaut sich die dort die verfügbaren Modelle an. Und wie es der Zufall so will, kommt der Händler ein älterer Herr in dem Moment aus dem Laden und spricht das Mädel an und fragt sie, was sie sich denn für ein Modell vorstellen könnte. Sie entgegnet, dass sie Auslagemodelle nicht leisten kann, woraufhin der Besitzer ihr zu einem gebrauchten Modell rädt, dass er vor einiger Zeit ergendwie erstanden hat. Als sie dann fragt, warum dieser gebrauchte Motorroller nur 10000 Yen (etwas weniger als 100 €) kosten würde, erwidert der ältere Mann nur, dass es von einem Unfall stamme, bei dem 3 Teenager gestorben wären.
Wesentlich später wird dann noch erwähnt, dass an ihrer Schule ein Gerücht bezüglich dieses Rollers kursieren würde, dass es verflucht sei, weil damit Schüler ums Leben gekommen waren.

Tja und das ist mehr oder weniger so die Einleitung zu dieser Slice of Life-Geschichte. Sie lernt dann noch, wie man bei S Cubs einen Ölwechsel vollzieht und wie man das S Cub ihren Bedürfnissen anpasst. Und im Zuge ihrer Erfahrungen auf dem S Cub lernt sie neue Freundinnen an der Schule kennen, mit denen sie herumtourt. Es ist nett, es ist harmlos. Es ist im Grunde ein "Feel Good"-Anime.

Mushoku Tensei - Jobless Reincarnation

Moshoku Tensei erinnert an Serien wie "Konosuba", "das Landei vom letzten Dungeon", "Das Dungeon, dass nur ich betreten kann", "die Weise, die lieber Tränke braut", "Ist es falsch Mädels in nem Dungeon aufzugabeln?" (Ernsthaft? 3 Staffeln? Und danach ist immer noch nicht Schluss! Oo)
Ok... ich hab mich nicht an die exakten Titelbezeichnungen gehalten, aber ihr wisst ja, was gemeint ist, gell? Und neben dem Typen, der als Schwein äh Schleim wiedergeboren wurde, wahrscheinlich weil er so ein Arschkriecher... ähem *hust*.. reiht sich halt auch Mushoku Tensei ein.
Gescheiterter Typ stirbt in seinem Leben bei nem LKW-Unglück, während er ein paar Teeanger zu retten versucht und wird in einer RPG-Fantasywelt wiedergeboren.
Btw.: habe "Goblin Slayer" und "Ich wurde aus der Heldenparty geschmissen und betreibe nun einen Duty-free Shop auf dem Lande" vergessen... *nachgeholt*... ~~'
Als Baby entdeckt er schon frühzeitig sein Fable für die Magie und beginnt wie in Fable damit auch frühzeitig - quasi direkt nachdem er lesen kann. Naja, also ohne Schaufel... *Insider*
Naja und so führt das Eine zum anderen... Seine Mutter eine Ex-Heilerin entdeckt wie ihr Sprössling schon frühzeitig ein Loch in die Wandvertäfelung "sprengt" und besorgt ihm eine Magierin als Heimtutor.
Hah, und wer hat nun darauf gewettet, dass daraus eine Heldengeschichte entspringt? Ja,,,! Naja,... so in etwa... ka... Kommt vielleicht noch...
Es ist lustig und macht auch Spaß. Es ist nicht unbedingt das Ding des Jahres, aber unterhaltsam ist Mushoku Tensei in jedem Fall und reiht sich da bei all den anderen (noch) unvollendeten Serien dieser Bauart mit ein.

Listeners

habe ich nach dem ersten Drittel bis zur ersten Hälfte aufgegeben. Vielleicht hole ich's noch nach, ka. Musik-Mech-Kämpfe mit ner bescheuerten Story, wo irgendein Popfreak die Welt zerstören wollte. War das schon die Hälfte, wo das rhytmische Duo von der einen Stadt des Groupy-Lords Richtung Zwergenbingen aufgebrochen war? Spätestens da hat mich die Lust verloren oder andersherum.

My roommate is a Cat

Diese "Slice of Life"-serie hat mir sehr viel Spaß gemacht. Das hätte ich anfangs auch nicht gedacht, weil diese Serie schon recht feminin herüberkommt. Es geht halt um einen jungen Schriftsteller bzw. Manga-Autor, der unter einer speziellen Form der Agoraphobie leidet.
Dazu muss man sagen, dass seine Eltern bei einem Urlaubstrip mit dem Auto ums Leben kamen. Davor war dieser junge Mann schon eher ein häuslicher Typ gewesen und wahrscheinlich hat dieses Ereignis diese Situation - die zur Abkapselung führte, nur verstärkt. Wobei es ist nicht so stark bei ihm ausgeprägt, dass er überhaupt nicht das Haus verlassen kann. Es ist also schwer zu sagen, ob es Agoraphobie ist. Ist wohl ne Gradwanderung.

Als er nun das Grab seiner Eltern auf dem naheliegenden Friedhof besucht, und verzweifelt darüber ist, wie es weitergehen soll, läuft ihm dort eine streunende Katze über den Weg - wobei eigentlich springt sie ihn eher an. Ist wohl eine weitere Gradwanderung. Der kleine Streuner wurde höchst wahrscheinlich durch das Essen angelockt, dass der junge Mann ans Grab seiner Eltern gebracht hatte (was wohl eine Shinto-Tradition in Japan ist (siehe auch "Tokyo Godfathers")).

Jedenfalls entscheidet er sich den kleinen Streuner mit nach Hause zu nehmen. Naja und von da an geht die Geschichte der Beiden halt weiter. Was "My roommate is a cat" interessant macht ist, dass jede Episode einmal aus der Sicht dieses jungen Mannes erzählt wird und dann noch einmal aus der Perspektive der Katze. Und das ermöglicht stellenweise urkomische Blickwinkel.
Es ist eine nette, liebevolle "Slice of Life"-Serie um ein eher trauriges Thema und... naja... wem solche Serien gefallen, der sollte da mal reinschauen.

Demon Hunter

lief jetzt allerdings auch schon im TV auf Pro 7 Maxx. Gefiel mir auch sehr gut. Nur... Säulen? Hashira klang für mich irgendwie besser. Ich wusste allerdings auch nicht, dass es Säule bedeutet. Säule des Feuers, Säule der Insekten, Säule der Liebe... ernsthaft die der Liebe? Es klingt irgendwie...dämlich für mich... Ich hab mich schon gefragt, ob nur ich das so empfinde.

In anderen Serien mag so etwas sicherlich auch vorkommen. Für mich fühlte das sich halt unrund an. Ansonsten gibt es eigentlich nur zu sagen, dass Demon Hunter eine gelungene Action-Fantasy Serie ist - zumindest diese erste Staffel. Ich finde den jungen Blonden mit der Donneratmung sympathisch... "Hone 1 Skill to mastery!". Das wird der neue Monsterstrike!~~

Blame

Den Film zum Manga Blame habe ich gesehen. Soweit ich weiß ist das eine Neufassung, denn es gab wohl schon eine ältere Verfilmung von Blame, die irgendwie floppte. Hat mir sehr gut gefallen, auch wenn die Geschichte eigentlich nicht so viel erzählt.Gemessen daran, wie lang der Gesamthandlungsbogen von Blame ist, ist das allerdings auch eine schwierige Geschichte.
Ich kann nicht wirklich beurteilen, ob dieser Blame-Movie ein flopp ist. Ich hab ein bißchen so recherchiert und gemessen daran, das in dem Manga der Hauptprotagonist Killy mehrere Tausende von Jahren diese, sich autonom fortbauende Megastruktur bereist hat. Irgendwo habe ich auch gelesen, dass dort spekuliert wurde, wie groß die Entfernung wohl war, die er da zu Fuß bereist hatte (und zwar gen Jupiter oder so)

Jedenfalls war der Handlungsbogen des Movies natürlich ein gänzlich anderer, Die Geschichte in dem Movie drehte sich um eine kleine Menschen-Kolonie zwischen zwei Ebenen der Megastruktur oder zumindest lief es darauf hinaus. Und es ging halt darum, wie die Menschen dort um ihr Überleben kämpften und wie sie die Ressourcen für das tägliche Überleben eintrieben - was viele auch nicht überlebt haben.

Gemessen daran, dass dieser Movie nicht auf eine Vorgeschichte einer Animeserie zurückgreifen konnte, ist diese Geschichte schon gut gemacht, denn es muss ja alles selbsterklärend sein, mehr noch wie bei One Piece, Naruto & Co.

Es wäre toll, wenn es zu Blame irgendwann einmal eine Animeserie gäbe, was wahrscheinlich sehr unwahrscheinlich ist, schon alleine weil man so eine langwiedrige und brutale Geschichte nicht im Nachmittagsprogramm ausstrahlen könnte.

Und ansonsten bin ich mal auf Lupin part VI gespannt. Ich wollte noch ein wenig warten, bis genügend Episoden vorrätig sind. Und ansonsten hoffe ich mal wieder auf eine weitere Staffel Natsume Youjinchou.
"Blue Period" und "Shiroi Suna no Aquatope" sehen auch vielversprechend aus.
 
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