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Thema: Erfahrungen: Monetarisierung von Apps

  1. #1

    Erfahrungen: Monetarisierung von Apps

    Hi,

    mich würden eure Erfahrungswerte zur Monetarisierung von Apps interessieren, insofern ihr sie teilen mögt.

    Ich verfolge kein Ziel. Mir ist nur immer mal wieder aufgefallen, dass ziemlich viele Schrottapps entweder knall voll mit Werbung sind oder ein Preisschild dran hängt, diese aber dennoch 20.000 und teils sogar absurd viele Downloads haben. Ich frage mich allerdings, ob diese Counter wirklich so hinkommen oder geschönt sind.

    Was bleibt da abzüglich aller Kosten (Playstoregebühren, ggf. Betriebskosten, Steuern...) tatsächlich bei n Downloads hängen? Ich meine jetzt nicht aus wirklich unternehmerischer Sicht mit allen relevanten Prozessen. Diese sind mir bekannt. Maximal Ebene Kleinstunternehmer oder Freelancer. Vorzugsweise als Privatmann gestartet. Oder mit dem Hobby einfach nebenbei praktischer Weise etwas Taschengeld eingesteckt zu haben.

    Google liefert mir bei solchen Fragen leider nur Links zu irgendwelchen Bausätzen. Bzw. maximal die 30 % Gebühren. Rechnen wir nochmal Steuern grob raus, bleibt ja selbst bei 20.000 DL für 2 € nicht wenig übrig.

    Allerdings, in welchem Zeitraum kommen diese dann DL zustande?

    Bei 7,irgendwas Mrd. Menschen auf der Welt sind 20.000 Idioten ja wahrscheinlich schnell gefunden.

    Viele Grüße

  2. #2
    Warp drölf

    Moderator

    Avatar von godlike
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    Re: Erfahrungen: Monetarisierung von Apps

    Hier mal mein Senf da ich u.A. an der Entwicklung von Apps mitarbeite bzw diese betreue...

    Die Downloads sind zwar nicht geschönt aber zeigen nicht die wirklichen Installationen. Also wenn da steht 20.000 Downloads kann es sein das davon 15.000 wieder deinstalliert wurden (warum auch immer). Geld dafür zu verlangen geht i.O. da die Erstellung ja auch was kostet. Sowie der Betrieb (Server für App-Interne Daten [also so was wie Microsoft Azure], Traffic, Support usw.). Dein Beispiel mit den 2€ pro Download wäre bei 2€ z.B. u.U. gerade mal die Erstellung der App wieder drin. Von dem her. Ist die App etwas komplexer kann die schnell 60 oder 70k kosten. + die laufenden Kosten.

    Das ist jetzt ein Einblick aus einer mittelständischen Firma. Keine Ahnung wie das als Freelancer aussieht. Die werden aber wohl kaum ganz alleine ne App bauen und vermarkten. Das ist doch viel zu aufwändig.ö Außer es ist halt wirklicher Schrott

    Der Weg die App kostenlos anzubieten und dann Werbung zu schalten finde ich da wirklich angenehmer um User zu bekommen. Man kann Werbung ja auch nicht nervig gestalten
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  3. #3
    Vereinsheimer Avatar von Laui
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    Re: Erfahrungen: Monetarisierung von Apps

    Ich weiss nicht ob das hier rein passt, mich nerven diese ganzen WerbungsApps eh. Wie kann man eigentlich im PlayStore sinnvoll nach Apps suchen die keine Werbung beinhalten? Fast alle offiziellen Apps von Google sind ja ohne Werbung, die sind mir aber so nicht namentlich bekannt, aber da sind eigentlich für jeden Bedarf was dabei. Es gibt hier im Android iwie keine Suchfilter, obwohl dieses "enthält Werbung" ja ein festes Merkmal der App ist. Oder kann ich Filter einsetzen oder Suchbegriffe optimieren? Am Anfang fand ich das auch alles toll und knorke die vielen Apps, aber Mittlerweile gibt es ja schon fast Abermillionen sinnlose Apps und die spammen natürlich auch die Suchergebnisse voll. Von Bewertungen lass ich mich auch Dummy maessig leiten, aber welcher der unzähligen QRCode Scanner jetzt der beste ist, kann doch niemand wirklich sagen oder, das als Beispiel.

  4. #4
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    Re: Erfahrungen: Monetarisierung von Apps

    Bei mir hat sich da in den letzten Jahren ganz klar eine Richtung entwickelt:

    1. nur die Apps installieren, die wirklich nötig sind.
    Alles, was irgendwie über den Browser geht, mach ich auch über den Browser. Die meisten Apps werden beim Systemstart mit gestartet und schnüffeln dann im Hintergrund oder nerven halt mit irgendwelchen Statusmeldungen. Und viele Apps bieten nur wenig Mehrwert gegenüber mobile Webseite. Am schlimmsten war der Facebook Messenger. Egal, wie sehr ich das Ding auch konfiguriert hab (alle Benachrichtigungen aus), das Teil hat Akku ohne Ende gezogen, war (ist noch?) extrem aufgebläht und hat einen permanent mit sinnlosen Statusmeldungen zugebombt. Auch die Facebook-App war nicht besser. Im Browser hingegen ist Facebook sehr angenehm zu bedienen. Ebay, Amazon usw. ist nach der Anfangsphase gleich wieder runtergeflogen.

    2. Bevorzugt Apps von Open-Source-Projekten nutzen
    Denn die sind eh nicht auf maximales Profitdenken ausgerichtet.

    3. Apps kaufen, die man wirklich nutzt
    Hab z.B. Titanium Backup, BubbleUPnP, Locus Map, Sygic, MX Player, Nova Launcher gekauft. Die 5€ tun nicht weh, man unterstützt die Entwicklung, und die Werbung ist man auch los.

    4. keine Spiele installieren auf dem "wichtigen" Smartphone
    Spiele sind aufwendiger. Die Kohle muss wieder reinkommen. Gerade bei Gratisspielen wird dann geschnüffelt und genervt. Das Tablet meines Sohnemanns war zeitweise so träge, dass man kaum noch in der App-Liste rumscrollen konnte. Dafür kamen bei jedem Systemstart gleich mal 5-10 Popups, was man alles so an Boni in den installierten Spielen verpasst hat.

  5. #5

    Re: Erfahrungen: Monetarisierung von Apps

    Besten Dank bis hier hin. Meine Frage ist allerdings weiterhin nicht wirklich beantwortet.

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