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Thema: PC im Rackschrank

  1. #1
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    PC im Rackschrank

    Guten Ostermorgen,

    ich bin grad mit der Renovierung des Arbeitszimmers beschäftigt. Unter den Schreibtisch soll da ein 19"-Rackschrank, in den die folgenden Sachen reinkommen sollen:
    • Patchpanel (12 oder 16 Port)
    • Switch
    • Steckdosenzeile mit 8 (oder mehr) Anschlüssen, z.B. sowas hier
    • die Fritzbox
    • die schon bestellte NAS

    Und dabei ist mir der Gedanke bekommen, dass es ja ziemlich sinnfrei wäre, den PC nicht in diesen Schrank zu integrieren, wenn ich mir schon sowas unter den Tisch stell.

    Allerdings gestaltet sich die Suche da gar nicht so einfach.

    Bei Rackschränken gibt's 45cm und 60cm Tiefe.

    Es gibt PC-Gehäuse mit 4HE (17,8cm Höhe), die aber anscheinend alle nur in einen 60cm-Schrank reinpassen würden. Ein ultrakurzes Gehäuse hab ich gefunden. Das ist nur 3 HE (13,35cm) hoch und 30cm lang. Da hab ich aber keine Ahnung, ob ich da ein normales Motherboard mit einer üblichen Graka reinbekomm.

    Die verlinkten Gehäuse und auch der verlinkte Rack sind erst mal nur die ersten Suchergebnisse, damit ich überhaupt rüberbringen kann, um was es mir geht. In den PC selbst muss gar nicht soviel rein. Soll ein Ryzen (x570-Board vermutlich) werden. Eine NVMe soll rein und eine dicke Graka. Mehr brauch ich eigentlich nicht. Eine Priorität für Schrank und Gehäuse gibt es: Es soll leise sein.

    Habt ihr damit Erfahrungen? Nach was such ich da am besten? Das Ganze ist für mich ein vollkommen neues Thema. Mein derzeitiger PC ist 10 Jahre alt (Dell T5500 Workstation).

  2. #2
    SYS64738

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    Avatar von thom53281
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    Re: PC im Rackschrank

    Ich würde mir da zunächst um was Anderes Gedanken machen. Das ist eine ganze Menge Zeug, die Du da in den kleinen Schrank pferchen möchtest. Wenn man sich da mal die maximale Leistungsaufnahme der Komponenten anschaut:

    NAS: max. 120W
    Fritzbox: ~10W
    Switch: max. 60W
    "PC mit dicker Grafikkarte": 600W

    Klar ist, dass die Geräte natürlich im Idle meist weniger verbrauchen. Dir sollte aber trotzdem bewusst sein, dass Du da gerade Geräte in ein Gehäuse steckst, die im Worst-Case (also wenn man mal richtig damit arbeitet) fast 750-800W schlucken können.

    Noch dazu möchtest Du Deinen "PC mit dicker Grafikkarte" in ein relativ kleines Gehäuse setzen, wo es imho auch fraglich ist, wie gut die Luftzirkulation darin sein wird. Denn das Gehäuse sieht jetzt auf den ersten Blick schon so aus, als könnten handelsübliche "moderne" Grafikkarten passen. Allerdings dürften viele davon, vermute ich, oben am Deckel bereits anstehen und damit mindestens die Luftzirkulation gestört. Das mittige Blech, wo normal die HDD sitzt, kann man bestimmt ausbauen. Dadurch gewinnt man wieder etwas Platz. Trotzdem wirst Du imho hier mindestens mit zusätzlichen Lüftern nachhelfen müssen, wenn das überhaupt reicht. Aber in dem Punkt bin ich nun nicht so der Profi.


    Du hast jetzt hier ein Gehäuse mit 12HE herausgesucht. Ich nehme mal an, Fritzbox und NAS werden am Boden platziert? Ich vermute, das NAS wird dadurch 3-4HE trotzdem "verbrauchen". Die Fritzbox kann man ja daneben platzieren. Dazu kommen dann PC mit 3HE, Switch mit 1HE, Patchpanel mit 1HE und die Steckdosen mit 1HE. Dazu vermute ich, dass noch ein Rangierpanel mit 1HE kommt, weil das sonst totales Chaos mit den Patchkabeln wird. Heißt, Du hast bereits 10-11HE verplant, wenn ich das richtig sehe. Viel Platz für zukünftige Erweiterungen bleibt da wohl nicht mehr und so ein Rack wird immer zu klein irgendwann. Erschwerend kommt dazu, dass Du zwar Switch und Patchfeld von vorne ansteckst und auch NAS+Fritzbox umdrehen kannst, den PC aber von hinten anstecken musst. Das könnte interessant werden, je nachdem wie zugänglich das Rack dann noch sein wird.

    Daher würde ich so vom ganz groben Überlegen her, eher dazu tendieren, sowohl das Rack als auch das PC-Gehäuse eine Nummer größer zu nehmen.

  3. #3
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    Avatar von drfuture
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    Re: PC im Rackschrank

    @thom53281: wie sieht es denn mit Fritzbox und racks aus? Das ich mir auch überlegt hatte Fritzbox und nas an einem Ort zu sammeln war ich ebenso gedanklich mit einem kleinen Schrank gespielt, hatte diesen aber aufgrund der Abschirmung wieder etwas verworfen.
    |_|D *`~{ Ich kenne deine Zukunft }~´* |_|D

  4. #4
    SYS64738

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    Avatar von thom53281
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    Re: PC im Rackschrank

    Ja, für WLAN ist so ein Schrank sicher auch nicht optimal. Früher hatte ich auch das selbe grundsätzliche Problem, also einen Metallschrank mit WLAN-Router drin. Allerdings als Router einen Zyxel Speedlink 5501, wodurch ich ganz einfach den Trick machen konnte, dass ich die WLAN-Antennen aus dem Schrank herausstehen ließ. Auch an der Fritzbox kann man externe Antennen montieren, die man aus dem Gehäuse führen könnte. Allerdings muss man dazu das Gehäuse knacken und verliert dadurch Garantie/Gewährleistung.

  5. #5
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    Re: PC im Rackschrank

    Zitat Zitat von thom53281 Beitrag anzeigen
    Ich würde mir da zunächst um was Anderes Gedanken machen. Das ist eine ganze Menge Zeug, die Du da in den kleinen Schrank pferchen möchtest. Wenn man sich da mal die maximale Leistungsaufnahme der Komponenten anschaut:

    NAS: max. 120W
    Fritzbox: ~10W
    Switch: max. 60W
    "PC mit dicker Grafikkarte": 600W
    Der Switch wird weniger brauchen. An den kommen nur 2 PoE-Geräte ran (Ubiquiti Access Points Lite), die jeweils 7 Watt brauchen. Die NAS liegt bei ca. 25W (idle 7 Watt).

    Zitat Zitat von thom53281 Beitrag anzeigen
    Klar ist, dass die Geräte natürlich im Idle meist weniger verbrauchen. Dir sollte aber trotzdem bewusst sein, dass Du da gerade Geräte in ein Gehäuse steckst, die im Worst-Case (also wenn man mal richtig damit arbeitet) fast 750-800W schlucken können. Noch dazu möchtest Du Deinen "PC mit dicker Grafikkarte" in ein relativ kleines Gehäuse setzen, wo es imho auch fraglich ist, wie gut die Luftzirkulation darin sein wird.
    Genau deswegen frag ich ja nach Erfahrungen mit diesen Gehäusen. Bisher findet man dazu so ziemlich rein gar nichts. Sieht so aus, als ob wir damit #Neuland betreten.

    Zitat Zitat von thom53281 Beitrag anzeigen
    Trotzdem wirst Du imho hier mindestens mit zusätzlichen Lüftern nachhelfen müssen, wenn das überhaupt reicht. Aber in dem Punkt bin ich nun nicht so der Profi.
    Ich wollte sogar 'ne Wasserkühlung einbauen - einfach, weil ich es mal ausprobieren will.

    Zitat Zitat von thom53281 Beitrag anzeigen
    Du hast jetzt hier ein Gehäuse mit 12HE herausgesucht. Ich nehme mal an, Fritzbox und NAS werden am Boden platziert?

    Ich vermute, das NAS wird dadurch 3-4HE trotzdem "verbrauchen". Die Fritzbox kann man ja daneben platzieren. Dazu kommen dann PC mit 3HE, Switch mit 1HE, Patchpanel mit 1HE und die Steckdosen mit 1HE. Dazu vermute ich, dass noch ein Rangierpanel mit 1HE kommt, weil das sonst totales Chaos mit den Patchkabeln wird. Heißt, Du hast bereits 10-11HE verplant, wenn ich das richtig sehe. Viel Platz für zukünftige Erweiterungen bleibt da wohl nicht mehr und so ein Rack wird immer zu klein irgendwann. Erschwerend kommt dazu, dass Du zwar Switch und Patchfeld von vorne ansteckst und auch NAS+Fritzbox umdrehen kannst, den PC aber von hinten anstecken musst. Das könnte interessant werden, je nachdem wie zugänglich das Rack dann noch sein wird.
    Wo ich was platzier, weiß ich noch nicht. Ich will sowohl die Rückwand als auch die Seitenwand offen lassen. Das Rackgehäuse kommt an die ungedämmte Außenwand im Arbeitszimmer. Also eine gewisse Grundkälte ist zumindest im Winter vorhanden. Bisher ist die Schätzung so:

    Switch, Patchpanel, Steckdosenleiste - jeweils 1 HE
    NAS: 4 HE, Fritzbox wird daneben hingestellt, d.h. 0 HE

    Damit wären wir bei 7 HE. Dann halt noch 3 oder 4 HE für das PC-Gehäuse. Also ja, du hast Recht, der Schrank wird schon voll. An welche Stelle jetzt was hinkommt, weiß ich noch nicht.

    Das Rangierpanel hatte ich bisher noch nicht im Blick.

    Zitat Zitat von thom53281 Beitrag anzeigen
    Daher würde ich so vom ganz groben Überlegen her, eher dazu tendieren, sowohl das Rack als auch das PC-Gehäuse eine Nummer größer zu nehmen.
    Das hatte ich mir auch schon soweit überlegt. Also ich tendiere zumindest beim Rack auf 60cm Tiefe.

    Mein Schreibtisch soll eine Arbeitsplatte werden. Die haben auch Standardtiefe 60cm. Das weiß ich noch nicht genau, wie ich das mit der Optik gestalte, dass das etwas dezenter aussieht. Nach der bisherigen Positionsplanung, die eigentlich schon feststeht, wird der Schrank voll im Blickfeld stehen.

    Btw. Wlan ist kein Problem. In der Wohnung werden 2 Access Points installiert. Das Wlan der Fritzbox will ich deaktivieren.

  6. #6

    Re: PC im Rackschrank

    1. Das ist ein Netzwerkschrank und kein Serverschrank. Die Bezeichnung bedeutet vor allem, dass der Schrank nicht so tief ist. Dein Switch zB passt dort zB auch nicht rein, ohne dass du die Kabel abknickst und erst recht nicht ohne die Schienen vorne zu versetzen.
    2. Den Schrank muss man nicht knacken, da gibt es immer mind. oben eine Öffnung zum aufmachen, die dafür gedacht ist Kabel rein oder rauszuführen.
    3. Es gibt auch für Fritzboxen Rack-Mount-Kits. Ob das sinnvoll ist oder nicht, muss jeder für sich selbst entscheiden. 1 HE ist eben dann auch weg und unten am Boden werden vmtl eh schon einige draufgehen nur für die NAS. Da passt Modem/Fritzbox auch daneben.
    4. Auch wenn nicht wirklich zum Thema gehörend: Wirklich eine ARM-NAS? Damit nimmt man sich die Möglichkeit einige Dinge zu virtualisieren und/oder zu installieren, welche nur mit INTEL Architektur laufen.
    5. Wenn du mal vor hast eine kleine USV mit in den Schrank zu stellen, was ich grundsätzlich empfehle - müsste man das ggf. bei der Verkabelung und auch der Steckerleiste beachten.
    6. Imho gehört ein Desktop PC nicht in einen solchen Schrank. Da müsste man schon um die Wärme da rauszubekommen Lüfter in den Schrank bauen.


    tl;dr
    Mit einem solchen Schrank wirst du, wenn du alles dort unterbringen möchtest vmtl nicht glücklich werden.


    edit: Der Schrank in grau ist übrigens billiger. Ich hab einen solchen im Keller hängen, der hat damals sogar nur 100 Euro gekostet. Scheint etwas zu schwanken was den Preis betrifft.

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  7. #7
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    Re: PC im Rackschrank

    Zitat Zitat von eraser Beitrag anzeigen
    4. Auch wenn nicht wirklich zum Thema gehörend: Wirklich eine ARM-NAS? Damit nimmt man sich die Möglichkeit einige Dinge zu virtualisieren und/oder zu installieren, welche nur mit INTEL Architektur laufen.
    Japp, definitiv. Ich nutze seit >5 Jahren eine Zyxel-NAS mit einem normalen Linux drauf. Das Ding läuft 24/7 und braucht ca. 5 Watt. Auf dem Teil laufen alle möglichen Dienste, die ich so benötige (Pyload, Git-Server, NFS-Server, Wiki, Datenbank,...). Eine Sache gehört meiner Meinung nach definitiv nicht auf eine NAS: Virtualisierung. Denn das führt das 24/7-Stromsparprinzip ad absurdum. Ich wüsste jetzt auch nichts, was nur unter Intel läuft. Da ich kein Windows hab, ist die meiste von mir genutzte Software Open Source. Und bei der ist die Architektur im allgemeinen egal.

    Auf das Helios spekulier ich schon lange. Wollte mir eigentlich das Helios 4 als Nachfolger meines Zyxel leisten. Aber da kam Anfang des Jahres das Helios 64 raus. Da hab ich zugeschlagen. Das Ding ist nicht ganz billig. Aber es nutzt Open-Source-Firmware, hat dazu noch 2,5-GBit-Netzwerk und kann mit Sata und NVME umgehen. Der perfekte 24/7-Server für mich.

    Zitat Zitat von eraser Beitrag anzeigen
    5. Wenn du mal vor hast eine kleine USV mit in den Schrank zu stellen, was ich grundsätzlich empfehle - müsste man das ggf. bei der Verkabelung und auch der Steckerleiste beachten.
    Danke. Ich werd mich mal einlesen. Klingt vernünftig.

    Zitat Zitat von eraser Beitrag anzeigen
    6. Imho gehört ein Desktop PC nicht in einen solchen Schrank. Da müsste man schon um die Wärme da rauszubekommen Lüfter in den Schrank bauen.
    Deswegen bin ich am Einlesen, Evaluieren und auf der Suche nach Erfahrungen. Die Grundproblematik ist halt die, dass ich in einer Mietwohnung wohn. Ich kann jetzt keinen Serverschrank im Keller unterbringen. Und da ich die Wohnung mit Netzwerk ausstatte, brauch ich halt einen Switch. Dazu kommt die NAS, die Fritzbox und der Desktop-PC. Bei ca. 12-16 Kabeln Ist auch noch ein Patchfeld sinnvoll. Und da ist es halt naheliegend, das ganze Zeug möglichst platz- und kabelsparend zu verstauen, weil halt alles irgendwie unter den Schreibtisch muss.

    Das Abwärmeproblem ist natürlich ein Argument.

    Vielen Dank für die Argumente. Ich werd's in meine Entscheidung mit einbeziehen.

  8. #8

    Re: PC im Rackschrank

    Gern. Und nur um es nochmal zu wiederholen: Dein Switch passt nicht rein. Mit abgeknickten Kabeln meine ich dass du die Tür vorn zumachst und vorn und hinten die Kabel an Tür und Rückwand gequetscht werden. Habe ich immer wieder bei Kunden das Thema.
    Für diesen Beitrag bedankt sich musv

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