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Thema: Fühle mich immer öfter alleine gelassen.

  1. #1

    Fühle mich immer öfter alleine gelassen.

    Hallo,

    kurz zu meiner Person: Ich bin männlich, 20 Jahre alt und studiere im ersten Semester.
    Ich war nie der große Frauentyp, war aber trotzdem glücklich, weil hier und da immer wieder mal was lief und ich ein ausgeprägtes Sozialleben hatte. Und das obwohl mein Selbstbewusstsein nicht immer das allerbeste war.
    Am Anfang des Studiums fühlte ich mich jedoch sehr glücklich. Ich war zufrieden und habe gedacht es geht aufwärts.

    Jetzt im Laufe der Zeit fühle ich mich irgendwie alleine gelassen. Das liegt nicht daran, dass ich keine Freunde habe oder keinen Kontakt zu Kommilitonen pflege. Das liegt glaube ich eher an mir.
    Ich habe wegen dem Studium sehr wenig Zeit. Ich hänge wegen einem sehr schlechten Veranstaltungsplan 48 Stunden in der Woche in der Uni, muss nachbereiten, lernen und treibe Sport.

    Ich bin immer wieder derjenige, der die Leute fragt, wie es ihnen geht. Aber ich selbst wurde noch nie gefragt wie es mir geht. Immer wenn meine Freunde miteinander reden, kann ich nicht mitreden weil ich das Gefühl habe, viele Dinge verpasst zu haben.
    Insgesamt denke ich, dass meine Freunde ohne mich mehr Spaß haben.

    Was ich brauche ist jemanden, mit dem ich reden kann. Während andere immer untereinander chatten und schreiben, habe ich keinen Kontakt zu ihnen. Und das obwohl wir uns doch so gut verstehen.

    Teilweise denke ich darüber nach, dass ich einfach mal eine Auszeit für zwei Wochen nehme und mich auf etwas konzentriere, das mein Leben erfüllt: Kraftsport. Mehrmals denke ich, dass ich mich nur noch darauf konzentrieren sollte und dann mit meinen Leistungen meine Freunde und andere begeistern kann (was für ein Schwachsinn...).

    Ich weiß nicht was auf einmal los mit mir ist. So urplötzlich fühle ich mich fehl am Platz und vermute mal, dass die Leute denken, nur weil ich Informatik studiere ein Nerd o.ä. bin..

    Gibt es Leute, die vielleicht etwas ähnliches durchlebt haben und könnt ihr mir helfen, wie ich es schaffe aus dieser Situation rauszukommen? Ich will nicht immer derjenige sein, der außen vor steht.

    Viele Grüße

  2. #2
    A.C.I.D

    Veteran

    Avatar von Seedy
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    Re: Fühle mich immer öfter alleine gelassen.

    Also ich hab das so erlebt:
    In der Schule hatte man viele Freunde, mit denen man über Jahre zusammen gewachsen ist, hat viel unternommen...
    als das nach der 10. mit den Ausbildungen los ging, hab ich viele Freunde verloren... sie hatten kaum Zeit, neue Leute oder einfach andere Interessen..

    nach dem Abi ging das auch nochmal los, kaum Freunde mehr, da alle sich in die Winde verstreuten...was blieb war nurnoch die harte Elite.
    Als ich dann studierte war, merkte ich wie ich mich immer mehr von meinen Freunden entfernte.

    Freundschaften berufen sich oft auf einen gemeinsamen Nenner.
    Gleiche Schule, gleiche Herkunft, gleiche Musik...irgendeine Ebene auf der man zusammen findet.

    Ich habe viele alte Freunde, mit denen mich heute nichts mehr verbindet... man trift sich einmal im Jahr und redet über alte Zeiten, hilft man sich... ich weiß sie sind da wenn ich sie brauche, aber viel gemeinsam hat man eben nicht mehr, man hat sich auseinander gelebt.

    Beeindrucken musst du deine Freunde sowieso nicht, dass ist ne dumme Idee, du willst ja das sie dich als Mensch mögen und nicht deine Muskeln, oder?

    mein Tipp:
    bewahre die alten Freundschaften auf leichter Flamme und versuch mal neue Freunde zu finden, neue Leute...
    nicht weil die alten schlecht sind, sondern weil man sich einfach Charakterlich entwachsen ist.

    wenn du das Stofflicht schaffst und keine Anwesenheitspflicht hast kannst du auch ab und an mal eine Stunde sausen lassen, wenn du dich Sozial unwohl fühlst werden auch deine Leistungen sinken, also ist das kleinere Übel mal ne Stunde blau machen und dafür nen Freund treffen.
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  3. #3
    střelec

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    Avatar von War-10-ck
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    Re: Fühle mich immer öfter alleine gelassen.

    Manchmal ist das eben so, dass man nicht den Freund findet mit dem man dann auf ewig zusammen ist und jeden Tag abhängt. Sowas ist halt ähnlich wie bei ner Beziehung auch - entweder es ergibt sich was, oder halt auch nicht.
    Wenn du mit den Leuten mit denen du momentan zusammen Dinge machst nicht zufrieden bist such dir neue (beim Krafttraining?). Musst die jetzigen Bekanntschaften ja nicht aufgeben deswegen.

    Ansonsten halt mal mehr zu gemeinsamen Veranstaltungen & Partys gehen. Auch wenns am nächsten Tag morgens wieder mit Uni weitergeht, glaub mir das haben schon einige vor dir gemacht und das Studium auch geschafft.

  4. #4
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    Re: Fühle mich immer öfter alleine gelassen.

    Demnach, was Seedy schreibt, bin ich nicht alleine, dem das passiert.

    Zitat Zitat von Seedy Beitrag anzeigen
    Also ich hab das so erlebt:
    Beeindrucken musst du deine Freunde sowieso nicht, dass ist ne dumme Idee, du willst ja das sie dich als Mensch mögen und nicht deine Muskeln, oder?
    Ja, das sind eben diese total dummen Gedankengänge, die man bekommt, wenn man echt verzweifelt ist.

    Zitat Zitat von Seedy Beitrag anzeigen
    mein Tipp:
    bewahre die alten Freundschaften auf leichter Flamme und versuch mal neue Freunde zu finden, neue Leute...
    nicht weil die alten schlecht sind, sondern weil man sich einfach Charakterlich entwachsen ist.
    Problem hierbei ist leider, dass ich sehr ländlich wohne und mit Studienkollegen was zu unternehmen, ist nicht einfach. Dann muss man immer in die Stadt und feiern ist nicht so ganz drin, wegen dem Heim kommen.

    Zitat Zitat von Seedy Beitrag anzeigen
    wenn du das Stofflicht schaffst und keine Anwesenheitspflicht hast kannst du auch ab und an mal eine Stunde sausen lassen, wenn du dich Sozial unwohl fühlst werden auch deine Leistungen sinken, also ist das kleinere Übel mal ne Stunde blau machen und dafür nen Freund treffen.
    Probiere ich, um mich ein wenig zu entlasten. Vielleicht wird es dann wieder bessern, wenn die Ferien kommen.

    Zitat Zitat von War-10-ck Beitrag anzeigen
    Manchmal ist das eben so, dass man nicht den Freund findet mit dem man dann auf ewig zusammen ist und jeden Tag abhängt. Sowas ist halt ähnlich wie bei ner Beziehung auch - entweder es ergibt sich was, oder halt auch nicht.
    Wenn du mit den Leuten mit denen du momentan zusammen Dinge machst nicht zufrieden bist such dir neue (beim Krafttraining?). Musst die jetzigen Bekanntschaften ja nicht aufgeben deswegen.
    So wie Du das beschreibst, ist es leider bei mir.
    Den Kraftsport betreibe ich mit einem guten Freund, den ich schon länger kenne. Aber für was anderes hat er leider auch keine Zeit. Wegen Studium, Freundin, Familie und anderen Angelegenheiten.

    Zitat Zitat von War-10-ck Beitrag anzeigen
    Ansonsten halt mal mehr zu gemeinsamen Veranstaltungen & Partys gehen. Auch wenns am nächsten Tag morgens wieder mit Uni weitergeht, glaub mir das haben schon einige vor dir gemacht und das Studium auch geschafft.
    Ist wohl leider so. Aber ich komme einfach nicht damit zurecht, dass bei den anderen das Leben irgendwie weiter geht und sie sich weiterentwickeln, die Freundschaft untereinander festigen und sie nicht mal nachfragen wie es mir geht oder einfach mal mit mir reden wollen.
    Manchmal fühle ich mich da echt fremd und unerwünscht. Stress gibt es deswegen nicht, aber es fühlt sich für mich nicht gut an.
    Selbst die Initiative zu ergreifen wird mir mit der Zeit auch zu doof.

  5. #5
    střelec

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    Avatar von War-10-ck
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    Re: Fühle mich immer öfter alleine gelassen.

    Wohnst du im Wohnheim oder alleine? Zumindest bei mir ists so, dass diejenigen die im Wohnheim wohnen ganz natürlich immer zusammen feiern gehen und zusammen abhängen.

  6. #6
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    Re: Fühle mich immer öfter alleine gelassen.

    Nein, ich wohne noch zu Hause bei meinen Eltern.
    Ausziehen ist finanziell leider absolut nicht machbar.

  7. #7

    Re: Fühle mich immer öfter alleine gelassen.

    Es ist nie zu spät, damit anzufangen, Freunde zu haben. Frag die Leute einfach nach ihrer Nummer oder schlage den Leuten eine konkrete Samstagabendplanung vor. Du könntest dich auch einfach neben die Leute setzen und ein Gespräch beginnen und vorschlagen, dass ihr zusammen lernt o.Ä.
    Mit der Zeit findest du bestimmt Jemanden, dem es ähnlich wie dir geht und mit dem du reden kannst, aber Freundschaften brauchen generell viel Zeit zum wachsen, also sei geduldig.
    Ansonsten kann ich dir nur empfehlen, ein oder 2 Module zu schmeißen, weil du sonst womöglich irgendwann drauf gehst xD ich zumindest würde das so machen
    Und bevor du dich ganz einsam fühlst, könntest du vllt deine Familie besuchen?
    Ich habe unterschwellig raus gehört, dass du auch nichts gegen eine Freundin einzuwenden hättest? Dann kann ich dir einen InformatikTipp geben: Beeil dich, die weiblichen Studenten sind schnell vergriffen xD
    LG

    --- [2013-12-01 21:46 CET] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---

    Hab nochmal drüber gelesen ... vielleicht musst du auch etwas an deiner Einstellung ändern? Keiner macht gerne den ersten Schritt, aber bestimmt findest du ein paar Dankbare, wenn du es übernimmst..
    Und wenn dein früheres Sozialleben doof war, dann versuch vllt einfach, innerlich damit abzuschließen und jetzt etwas Neues anzufangen. Öffne dich einfach, zu verlieren hast du ja nichts. Vertrauen muss man investieren, um zu merken, ob/dass es da ist .. nur Mut!
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  8. #8
    ist müde... so müde Avatar von Songbird
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    Re: Fühle mich immer öfter alleine gelassen.

    Hey norway,

    hast du es mal mit dem öffentlichen Studentencafé bzw. Aufenthaltsraum deiner Fachschaft versucht? Es dauert zwar eine Weile reinzukommen, aber meist sind die dort aktiven Menschen aufgeschlossen und nehmen immer gerne neue Gesichter auf. Das könnte womöglich die soziale Lücke zwischen den Abenden mit deinen Freunden füllen. Die meisten Menschen werden stets nur kurzzeitige Begleiter bleiben, aber dein Leben für diesen Teil dennoch bereichern. Und vielleicht bleibt sogar eine Person länger an dir hängen.
    Auch ein guter Weg an aktive und aufgeschlossene Menschen zu kommen, könnte dein Fachschaftsrat/Studentenvertretung/wieesbeidirheißt sein. Meist wird man hier auch nicht dazu gezwungen große Verantwortung zu schultern, aber es hilft enorm ein soziales Leben in der Uni aufzubauen.

    Du solltest zudem nicht zu viel auf das Bild geben, was andere von sich präsentieren. Bedeutet ganz sicher nicht, dass dort mehr wäre.
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  9. #9
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    Re: Fühle mich immer öfter alleine gelassen.

    Du musst als erstes lernen, dass der Begriff Freunde eigentlich für Menschen stehen sollte, sie wirklich solche sind.
    Ich selbst habe genau 3 Stück, die kenne ich mindestens 10 Jahre und auf die kann ich mich verlassen. Das sind wahre Freunde, die kann ich morgens um 3 Uhr anrufen, die kommen dann auch und bringen mir einen neuen Reifen für das Auto nach Novosibirsk...
    Der Rest sind entweder Bekanntschaften, oder Bekannte bzw. wie manche es auch nennen Kollegen.
    Wahre Freunde kann man nicht suchen, die finden dich, da kannst du dich nicht gegen wehren! Du kannst und solltest sie nur in deinen Freundeskreis aufnehmen, wenn sie auf deiner Matte stehen.

    Meinen besten Freund kann ich in mein Wohnzimmer setzen und sagen, "Bleib hier und pass auf den Koffer mit 1.000.000€ auf dem Tisch auf". Nach einer Woche würde ich wiederkommen und es würden gerade mal 50€ fehlen. Die hat er nämlich benutzt, um sich bei MC was zu essen zu holen!

    Wenn du nur hin und wieder mal Leute suchst, mit denen du dich in der Mucki-Bude unterhalten kannst oder die mit dir zusammen die Nachbereitung des Stoffes angenehmer gestalten musst du einfach nur ein wenig aufgeschlossener sein. Solche Menschen sind keine Bekanntschaften für die Ewigkeit. Die sind meistens sowieso nur ähnlich wie du in so einer Situation an einer oberflächlichen Bekanntschaft interessiert und wollen ein wenig Entertainment beim lernen etc...

    Ich würde dir raten, dass du dir dein Umfeld ein wenig anschaust und dich ein wenig anpasst. Wenn die Mädels über Haartönungen quatschen, quatscht du halt darüber und sagst, dass Madame X Farbe X gut stehen würde, oder halt eben nicht... Wenn die Kerle über Autos reden, redest du über dein Traumauto... Schau einfach, dass du dich ein wenig unterordnest. Für den Anfang beobachtest du deine Umgebung und hörst ein paar Tage zu was so erzählt wird, dann passt du dein "Gesabbel" an das Gruppen-Gesabbel an, schon wirst du Anschluss finden . Das geht einfacher als du denkst. Wichtig ist halt nur, dass du schaust, dass du nicht über das Ziel hinaus schießt und nach deinem Einwand peinliche Stille herrscht. Wenn du deine Mitmenschen zum lachen oder schmunzeln bringst, hast du schon die halbe Miete in der Tasche. Mach dich interessant, sei etwas Besonderes, du glaubst gar nicht, wie oft es dann passiert, dass nach deiner Vorstellung Zaungäste kommen und Kontakt zu dir suchen!
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  10. #10
    Hat sich hochgeschlafen-

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    Avatar von Chegwidden
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    Re: Fühle mich immer öfter alleine gelassen.

    TS: Schau mal hier, selbst die ganz Harten haben solche Probleme, bekommen aber gute Tipps

    https://ngb.to/threads/2730-Angst-vo...e-kn%C3%BCpfen

    Was Du jetzt durchmachst ist eigentlich völlig normal, wenn auch belastend.
    Diese Situation wirst Du nach Beendigung des Studiums wahrscheinlich noch mal erleben,
    nämlich wenn sich durch den Beruf das soziale Umfeld wieder ändert.

    Zwischen der 5. und der 10. Klasse habe ich auch gedacht, meine *Bande* und ich wären
    unzertrennlich. Dann haben wir uns getrennt. In verschiedene weiterführende Schulen und
    Ausbildungen. Nach der 12. Klasse wieder. Dann nach der Ausbildung. Aber da hatte ich mich
    schon dran gewöhnt.
    Dann kam der ganz große Bruch, als ich in den Wechseldienst bin. Da fokussierte sich der Bekannten-
    und Freundeskreis fast ausschließlich auf Kollegen, die auch Verständnis für 1000 Absagen hatten.

    (Ein Hauptgrund, warum z.B. Feuerwehrleute, Polizisten, Klinikpersonal, ÖD nur noch untereinander feiern...)

    Die Tipps, die Du hier bereits bekommen hast sind doch schon mal ein Anfang. Studentencafé, etc.
    (Auch wenn ich es selbstverständlich nicht gut finde, wenn ein Mod zum Schwänzen rät )

    Versuche in einem lockeren Kontakt zu den alten Freunden zu bleiben, laufe ihnen aber nicht vor
    Verzweifelung hinterher. Orientiere Dich lieber um, auch wenn's schwer fällt.

    (Vielleicht ist hier im Bord ein User/eine Userin der/die mit Dir auf die selbe Uni geht )
    Für diesen Beitrag bedankt sich lionhead
    Man lässt Menschen nicht absichtlich ertrinken!
    Egal ob kriegsgeflüchtet, armutsgeflüchtet oder Folteropfer!
    Regelt das endlich ordentlich!
    Man lässt Menschen nicht absichtlich ersaufen!

  11. #11

    Re: Fühle mich immer öfter alleine gelassen.

    ...möglicherweise sucht er aber auch was
    anderes als nur small-talk und gelegentlichen Sex,
    das kennt er ja alles schon und weiss wie es geht.
    Für diesen Beitrag bedankt sich lionhead
    gegen alle Flaggen!

  12. #12
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    Re: Fühle mich immer öfter alleine gelassen.

    Die Ideen, wo man neue Leute findet, sind super. Danke schonmal dafür.
    Jedoch möchte ich die Freundschaft mit der anderen Gruppe nicht unbedingt auf Sparflamme stellen, weil es doch ein großer Spaß ist. Ich wünsche mir einfach nur etwas mehr Aufmerksamkeit. Doch die ist schwer zu kriegen. Es sei denn durch eine Beziehung, aber dafür muss man dann auch erstmal Freunde haben, durch die man jemanden kennen lernt oder mit denen man weg gehen kann.

    Und es ist derzeit immer noch sehr schwierig sich damit abzufinden, dass das in den letzten Wochen so schlecht verläuft.

  13. #13

    Re: Fühle mich immer öfter alleine gelassen.

    Aber dein Studium ist auch kein Zuckerschlecken, und ich kenne das so, dass gerade jetzt, mitten im Semester, alle eine Weltuntergangsstimmung haben xD also Kopf hoch, bald ist wieder vorlesungsfreie Zeit!
    Und eine Beziehung ergibt sich, wie du schon sagtest, von alleine
    Viel Glück!
    Ich werde Trolle immer füttern!

  14. #14

    Re: Fühle mich immer öfter alleine gelassen.

    (das Folgende spiegelt meine persönliche Meinung wieder; ob es für dich stimmt mußt du slbst rausfinden. Es mag zeitweise etwas hart klingen, ist aber gut gemeint)


    Du hast hier sehr gute Tipps bekommen, wie du mehr Kontakte finden kannst.
    Aber ich glaube nicht, dass das dir helfen wird.
    Mehr Kontakte ändern nichts.
    Ist wie "mehr Wasser in einen löchrigen Topf gießen".


    Du sagst, dir fehlt die Aufmerksamkeit. Dass sich also jemand für dich interessiert.
    Wie passend, dass dir auffällt, dass keier Dich fragt, wie es dir geht.

    Ich denke, es gibt drei wesentliche Gründe die Frage "Wie geht es dir?" zu stellen:
    1) Höflichkeit (gibts wirklich noch )
    2) Die Person nutzt es als Gesprächsstarter, weil sie unentgeldliche Hilfeleistung sucht
    3) Wirkliches Interesse (weil du diesem Menschen wichtig und wertvoll bist)

    Nun.. aus welchem der Gründe möchtest du denn gefragt werden?

    Du sprichst davon, wie sehr dir das Anerkennungsgefühl der anderen fehlt.
    Dass du kein Frauenschwarm bist, allein gelassen.
    Ehrlich:
    -> ich glaub du brauchst keinen zum unterhalten.
    -> Du brauchst eher jemanden, der dir das Gefühl gibt, dass er dich mag. Sich für dich interessiert.

    Und mittlerweile ertappst du dich beim Gedanken, dieses Interesse durch "Dinge" und "Leistungen" erhaschen zu wollen.. Du weißt auch, dass es nicht klappt.. aber trotzdem spricht das Entstehen dieses Gedankens eigentlich klar aus, dass du dich selbst als _nicht-wertvoll_ einschätzt.

    Kurzer Sprung zurück zu den Top3 Gründen warum man dich nach deinem Befinden fragt - Option 2: Weil du ihnen wichtig und wertvoll bist.
    Fällt dir was auf?

    Das was du in dir spürst.. wie du dich fühlst.. das trägst du auch nach Außen.
    Warum also, sollten dich deine Kollegen und Kontakte (welche dich kaum kennen) also für wertvoll halten?
    Was soll dich in deren Augen wertvoll machen, wenn dir deine gefühlte Wertlosigkeit doch so in's Gesicht geschrieben ist? (ist sie sicher!)

    Manche haben genau das drauf: für eine freizeitorientierte Gruppe wertvoll zu sein.
    Die finden schnell Bekanntschaften, die zu wiederholten Treffen führen.
    Einfach so, ohne viel Aufheben sind sie (-> Liste von Optionen->) unterhaltsam, tragen zum Spaß einer Gruppe etwas bei, sind schlagfertig, hilfreich, haben die verrückten Ideen, haben stets Plan und Durchblick und sagen wo es lang geht (leader), sind in ihrer Art und Weise nachahmenswert (cool), manche sind nett und hilfsbereit, andere haben ein Lächeln welches einfach mitreißend ist wie die ersten Sonnenstrahlen nach 10 Tagen Regenwetter.

    Und wie knüpfen die Sozial-nicht-Top-Talentierten dann Kontakte und finden Freunde?
    Vielleicht in dem sie sich auf den Kern konzentrieren:
    Kontakte knüpfen besteht nicht nur daraus, sich wo dazu zu setzen, still zuzuhören und zu fragen ob du mitgehen kannst.
    Es besteht mehr aus einem ungespielten, echten Interesse am Anderen und der Fähigkeit sich einzubringen (*1)
    Daraus entstehen manchmal die interessantesten Gespräche.. die führen zu Vertrauen.. das führt zu noch mehr Themen.. und das führt zu einem Gefühl der Geborgenheit.
    Man fühlt sich in der Gesellschaft des anderen wohl; weiß man kann sich verlassen und würde auch einiges geben. Das ist.. unglaublich wertvoll. Viel wertvoller als jede Schlagfertigkeit oder Obercoolness.

    Naturtalente? - Viele.
    Alle? - Nein.


    Du bist was du bist.. und du nimmst dich überall hin mit.
    Eine neue Umgebung mag dir am Anfang Hoffnung spenden (hast du erlebt); doch sie braucht nur etwas mehr Zeit um dir zu zeigen, wo du noch zu lernen hast (erlebst du jetzt).

    Im Endeffekt, bist du das was du bist als Summe von dem, was du erlernt, erlebt, gewunschen, umgesetzt und unterlassen hast.
    Das bedeutet, du kannst lernen.
    Doch lernen.. mußt du es selbst.

    Alles was da oben steht, sind keine Vorwürfe. Es sind Optionen. Kommt nur auf die Sichtweise an
    Keine von denen kannst du von heute-auf-gleich lernen.
    Aber was du jetzt gleich machen kannst, ist aufgeben. Natürlich nur, wenn du dich dafür entscheidest

    ciao und alles Gute,
    lionhead.

    ps
    Du hast einen Wert.. nur fühlst du ihn gerade nicht.

    zu (*1 Oder absoluter Ignoranz, so dass Schafe hinter dir her laufen wie wie Autofahrer die im Schneetreiben den Lichtern auf der Autobahn folgen, bis sie in der Garage des Vordermannes stehen).
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    Geändert von lionhead (02.12.13 um 22:10 Uhr)
    Open your eyes, open your mind /
    proud like a god don't pretend to be blind /
    trapped in yourself, break out instead /
    beat the machine that works in your head >>video, lyrics

  15. #15
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    Re: Fühle mich immer öfter alleine gelassen.

    Habt ihr bei euch an der Uni eine Fachschaft? Vielleicht einfach mal da rein setzen, ein Bierchen nehmen und mit den höheren Semestern quatschen. Jetzt nicht über dein Problem, sondern einfach in eine offene Diskussionsrunde setzen. Da kannst du vielleicht "trainieren", was ein gutes Mittelmaß zwischen schweigen und reden ist. Wenn du nämlich da mit Selbstbeweihräucherung anfängst, hört dir einfach keiner mehr zu, und das Thema wechselt, am nächsten Tag erinnert sich aber keiner mehr an dein "Fehlverhalten". Wenn du aber was witziges zu sagen hast, dann lacht der Kreis. Am nächsten Tag erinnert sich da zwar auch keiner mehr dran, aber gut..

    Es ist immer schwer, den ersten Kontakt zu einem Mitstudenten außerhalb der Uni aufzunehmen. Aber sobald da einmal "das Eis gebrochen" ist, läuft das von alleine, und die warten vorm Hörsaal auf dich, und ich finde, schon alleine das wäre schon die Anerkennung, die dir gerade gut tun würde.

    Ging mir Anfang des Semesters ähnlich, neu an der Uni, immer mit Leuten rumgelaufen, die sich anscheinend untereinander dauernd austauschen, ich hatte das Gefühl, außen vor zu stehen. Als dann alle eine Veranstaltung geschwänzt haben (weil sie, ohne mich, auf einer Party waren ), habe ich gesagt "wenn einer von euch mir seine Handynummer gibt, kann ich euch meinen Mitschrieb schicken". Und plötzlich hieß es "ja wir haben da ne WhatsApp-Gruppe, ich füg dich da mal schnell zu", und inzwischen habe ich da das Gefühl, gewertschätzt zu werden. Sobald es einmal läuft, läuft es. Musst ja nur einmal deutlich machen, dass du auch ein interessanter Mensch bist, und eigentlich ist das ja jeder

  16. #16
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    Re: Fühle mich immer öfter alleine gelassen.

    Zitat Zitat von lionhead Beitrag anzeigen
    Du sagst, dir fehlt die Aufmerksamkeit. Dass sich also jemand für dich interessiert.
    Wie passend, dass dir auffällt, dass keier Dich fragt, wie es dir geht.

    Ich denke, es gibt drei wesentliche Gründe die Frage "Wie geht es dir?" zu stellen:
    1) Höflichkeit (gibts wirklich noch )
    2) Die Person nutzt es als Gesprächsstarter, weil sie unentgeldliche Hilfeleistung sucht
    3) Wirkliches Interesse (weil du diesem Menschen wichtig und wertvoll bist)
    Natürlich geht es mir darum, dass die Person sich wirklich für mich interessiert. Insofern hast Du recht, dass es mir wichtig ist von jemandem gemocht zu werden und auch das auch vermittelt zu kriegen.
    Und genau das beruht ja irgendwie auf Gegenseitigkeit. Man braucht immer jemanden, mit dem man über wirklich alles reden kann.
    Es gibt so viele Sachen, die ich erzählen kann, aber niemand fragt danach. Alle reden nur von sich selbst. Der Mensch ist eben egozentrisch.
    Sobald ich von mir selbst aus anfange über irgendwas erlebtes zu sprechen, wird sofort das Thema gewechselt.
    Ist kein tolles Gefühl, sage ich dir. Früher war das irgendwie besser.

    Deinem Text entnehme ich aber, dass ich wirklich viel am Selbstbewusstsein zu arbeiten habe, damit ich nicht wie eine arme Sau mit meinen Kollegen rumhänge.
    (Eigentlich blöd, denn bei seinen Freunden sollte man sich doch immer sicher fühlen..)

    Jeder von meinen Freunden hat weitere Freunde, mit denen sie schreiben und sich unterhalten. Nur ich nicht. Ich stütze mich auf diese Freundschaft, die nicht so ist wie früher. Deshalb macht mir das so viele Sorgen.

    Zitat Zitat von Abbe Beitrag anzeigen
    Ging mir Anfang des Semesters ähnlich, neu an der Uni, immer mit Leuten rumgelaufen, die sich anscheinend untereinander dauernd austauschen, ich hatte das Gefühl, außen vor zu stehen. Als dann alle eine Veranstaltung geschwänzt haben (weil sie, ohne mich, auf einer Party waren ), habe ich gesagt "wenn einer von euch mir seine Handynummer gibt, kann ich euch meinen Mitschrieb schicken". Und plötzlich hieß es "ja wir haben da ne WhatsApp-Gruppe, ich füg dich da mal schnell zu", und inzwischen habe ich da das Gefühl, gewertschätzt zu werden. Sobald es einmal läuft, läuft es. Musst ja nur einmal deutlich machen, dass du auch ein interessanter Mensch bist, und eigentlich ist das ja jeder
    Zu meinen Kommilitonen pflege ich ein sehr freundschaftliches Verhältnis. Zwar jetzt nichts intensives, dass man viel unternimmt o.ä. aber doch sehr locker.
    Ich bin aber bewusst nicht darauf eingegangen, als mir jemand gesagt hat, er war nicht da, weil er keine Lust hatte. Hätte ich ihm zu diesem Zeitpunkt die Aufzeichnungen gegeben, wäre das praktisch ein Startschuss für ihn gewesen immer zu schwänzen.
    Deshalb setze ich da schon bewusst Grenzen.

  17. #17
    Aszendent Stör Avatar von Boesmann
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    Re: Fühle mich immer öfter alleine gelassen.

    Zitat Zitat von norway Beitrag anzeigen
    Hätte ich ihm zu diesem Zeitpunkt die Aufzeichnungen gegeben, wäre das praktisch ein Startschuss für ihn gewesen immer zu schwänzen.
    Das finde ich eine sehr bedenkliche Aussage. Vielleicht bist du manchmal etwas zu absolut mit deinem Urteil über andere Menschen?

    Unabhängig davon kann ich dir nur raten, wenn irgend möglich von zu Hause auszuziehen. Studentenwohnheime sind meist sehr günstig, oft kann man in WGs sogar noch viel billiger unterkommen. Vorteil an beidem ist, dass du automatisch andere Menschen kennenlernst und dein Sozialleben bereicherst.
    Für diesen Beitrag bedankt sich BurnerR

  18. #18
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    Re: Fühle mich immer öfter alleine gelassen.

    @norway: Falscher Denkansatz. Natürlich möchtest du, dass die Leute, die dir wichtig sind, gut durchs Studium kommen, andererseits wird jeder mal Veranstaltungen haben, wo man nicht hingeht. Wer Spaß an dem hat, was einem in der Uni erzählt wird, wird trotzdem weiterhin kommen. Wen es nicht so interessiert, oder Prioritäten woanders setzt, wird nicht so oft kommen, egal, ob er Mitschreibsel bekommt oder nicht

  19. #19

    Re: Fühle mich immer öfter alleine gelassen.

    hm... @norway,
    ..irgendwas stimmt da nicht richtig.
    Deine Aussagen und Antworten fühlen sich merkwürdig an.

    Eigentlich weisst Du ja wie es läuft,
    aber Du merkst wohl dass die Leute trotzdem Abstand halten?

    Wenn dem so ist - was an Dir ist jetzt anners als früher?
    Zeitmangel wird nicht die Hauptursache sein,
    du wirst nicht weniger Zeit haben als andere Studenten.

    Ich glaube dass Du mit Dir selbst unzufrieden bist
    und von anderen etwas haben willst was Du dir selbst
    nicht geben kannst.
    Das merken die Anderen natürlich, zumal das dann
    eine ziemlich einseitige Geschichte ist.
    Für wie authendisch hälst Du dich eigentlich?

    Möglichwerweise trägst Du auch eine Art Bedürftigkeit vor Dir
    her die etwas abschreckend wirken kann.

    Bist du alleine, fühlst Du womöglich ein "inneres Loch", dass du nicht füllen kannst?
    Wie lange hälst Du es denn alleine mit Dir aus
    bevor es unerträglich wird?

    Denke mal darüber nach was das wirklich ist,
    wozu Du andere Menschen um dich haben willst.

    Gruss - kesrith
    gegen alle Flaggen!

  20. #20
    Warp drölf

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    Avatar von godlike
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    Re: Fühle mich immer öfter alleine gelassen.

    Nun ja, es ist halt einfach so das Menschen, die irgendwie selber nicht recht im reinen mit sich sind, eine Art Aura um sich haben. Klar ist das von Mensch zu Mensch verschieden, ich habe jedoch im Leben gemerkt das diese Leute es einfach schwerer haben sich sozial zu verbandeln. Wenn du ein positiver, energiereicher Typ bis, der dazu auch noch relativ interessante Hobby's hat, wird es dir leicht fallen dein Umfeld für dich zu gewinnen. Wobei sich das jetzt auch irgendwie blöde anhört. Du wirst halt irgendwie mehr im Mittelpunkt stehen, gefragt werden bei Themen und andererseits werden die die Leute auch eher zuhören. Strahlst du aber diese Bedürftigkeit (kesrith hat das so schön formuliert) aus, bist dazu noch eher uninteressant (bitte nicht falsch verstehen) schreckt das auch ab.

    Ganz ehrlich ich kenne ich solche Menschen. Ich höre gerne zu, das ganze muss aber im Gleichgewicht ablaufen. Unterbewusst schaffen es aber manche Menschen immer eine Art negative Aura / Stimmung um sich aufzubauen. Kann ich echt schwer erklären aber es ist mir schon oft aufgefallen. Eine Art "angewiesen sein" auf das Umfeld. Klar ist das jeder von uns, auch wenn es viele nicht zugeben, das aber nicht durchscheinen zu lassen (meist passiert das unbewusst weil man sich keine Gedanken drüber macht) lässt einen stark wirken.

    Versteh mich nicht falsch - ich will hier nicht dazu aufrufen ein kaltes Macho-Arschloch zu werden (bin ich auch nicht!), fällt mir auch schwer das in Worte zu pressen, aber wenn du deine Denkweise zu der ganzen Sache änderst könnte das von Vorteil in dieser Entwicklung sein. Sei einfach ein eigenständiger Mensch mit Selbstbewusstsein der ein Ziel verfolgt. Du wirst sehen das die Probleme sich von alleine in Luft auflösen.

    Ich bin kein Psychologe - das ist nur meine Erfahrung in schlecht formulierten Sätzen. Muss nicht der Wahrheit entsprechen. Also bitte nicht drauf festnageln Wenn ich mir am Morgen vornehme - "Heute verändere ich die Welt", mit einem Lachen raus gehe, positiv gestimmt und voller Tatendrang bin, so erfahre ich an dem Tag meist nur Gutes. Frauen lächeln mich an, ich komme ins Gespräch mit Wildfremden. Gehe ich aber mit einer schlechten Einstellung raus, bin verunsichert, so wird das auch auf meine Aura Einfluss nehmen. Hoffe du verstehst was ich meine.

    Und ja, ziehe in ein Wohnheim oder eine WG. Sowas kann auch von Bedeutung sein in deiner Entwicklung.
    Für diesen Beitrag bedanken sich Hanz_Maulwurf, norway
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  21. #21
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    Das frage ich mich immer wieder aufs Neue.
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    Re: Fühle mich immer öfter alleine gelassen.

    Zitat Zitat von lionhead Beitrag anzeigen
    ....

    Ich denke, es gibt drei wesentliche Gründe die Frage "Wie geht es dir?" zu stellen:
    1) Höflichkeit (gibts wirklich noch )
    2) Die Person nutzt es als Gesprächsstarter, weil sie unentgeldliche Hilfeleistung sucht
    3) Wirkliches Interesse (weil du diesem Menschen wichtig und wertvoll bist)

    Leider noch einen Weiteren und mehrere zusätzliche Aspekte.

    4.
    Diese Frage ist bei den allermeisten Mitmenschen zu einer völlig bedeutungslosen Floskel verkommen.
    Das war und ist mein Erleben, Erfahren, Erleiden.

    Zeitweise teste ich die Reaktion auf die Frage: "Wie geht es Dir?"
    mit meiner untypischen Antwort: "Auch schlecht!"

    Es ist einer meiner geliebten "Gesprächsaufhänger".

    Die erneute Antwort erreicht öfters breiteste Streuung.
    Das reicht von herzhaftem Lacher bis zu ungläubigem Kieferklappen mit schieren Ausdruck von Unverstand in der Pupille.
    Oder es freezt eben auch ein bedeutungsloses wie vielsagendes nichts, nada, niente zur versteinerten Gesichtsmimik.

    Nach der Gauss'schen Verteilhäufigkeitskurve,
    "hört" -im Sinne von erfassen, begreifen- die grosse Mehrheit
    die ungewöhnliche Antwort überhaupt nicht und reagiert nicht erkennbar.

    Es kann nicht als richtig gehört sein, was nicht dem gewohnten Standard entspricht.
    Der "Kommunikationshänger" durch überraschende Verblüffung wird zur "Schreckminute", also schon fast zur Ewigkeit.

    Wer hat soviel Zeit, auf eine mögliche Antwort zu warten.

    Wir alle sind -leider- reizüberflutet und es bedeutet oft auch gar nichts,
    wenn sensible Leute irritiert ein Aufmerksamkeitsdefizit vermuten,
    das es letztlich nicht gibt.
    Robuste Naturen mit dem "dicken Fell" hingegen, können gar nicht empathisch "erspüren", dass jemand nur Kontakt sucht,
    um dem Alleingelassensein zu entkommen.

    Unter Psychologen gibt es ein ironisches Begrüssungsritual, wenn sie sich begegnen:
    "Hallo, Herr Kollege, wie geht es mir?
    Wie es Dir geht, weiss ich doch, ich habe Dich schon analysiert."

    Darin steckt viel Wahrheit, wir alle haben idR zwei Ohren zum (Zu)Hören, zwei Augen zu sehen, doch nur einen Mund zum Geräusche abgeben.
    Allermeist mögen wir es gern, dann zu Reden,
    wenn Zuhören die bessere Form der zischenmenschlichen Kommunikation wäre.

    Postings, Threads und Diskussionen dieser Art, sind ein eigenes Thema und besondere Kommunikationsformen und sehr berechtigte Teilmengen mit hohem Effekt.
    Aber auch mit gewaltigen Defiziten für ein zutreffendes Erkennen des Gegenüber.

    Phantasie ist sehr schön, aber auch kein Wissen.

    Noch ein gewichtiger Aspekt, der viel seltener als die verkündete Wahrheit, auch tatsächlich zutrifft.
    Wir flüchten uns alle sind in eine fürchterliche, oft eingebildete, persönliche Zeitnot.
    Wer kennt nicht das Totschlagargument.: "Ich würde gerne ..., aber leider keine Zeit."

    Briefe, die anfangen: "Leider kann ich dir erst jetzt schreiben, ich hatte keine Zeit, zuviel zu tun, blabla ..." beginnen mit einer Lüge.
    Nein, es bedeutuet: Du Empfänger warst mir nicht wichtig genug, um eher zu antworten!
    Da darf man -frau auch- sich berechtigt als im Wert gesunken ansehen, wenn ein Freund so schreibt.

    Entschuldigung, wer schreibt heutzutage noch altmodische Briefe, Mails sind natürlich gemeint.^^
    Tweets, SMS haben schon gar keinen Platz für Erklärungen.
    Da wird ein Statement abgelassen. Basta!

    Bei manchem Zeitgenossen ist das auch ein Fluchtreflex in die Ruhe, weg von dem Anderen, dem Unbekannten, dem "Störer" der eigenen Gedankenwelt und seiner eigenen "Gotthaftigheit".

    Nur die Ruhe kann dann auch wiederum nicht ertragen werden.
    Wer kontemplative Übungen lehrt und lernt, kennt das "nicht zur Ruhe kommen".

    Wir sind alle reichlich ambivalent und zumeist Getriebene.
    Heutzutage sind sehr viele beständig auf der Flucht und kennen weder Ziel noch Plan und kreisen mit Radius Null, d.h. um sich selbst herum, bis der Saft ausgeht, der Stecker gezogen wird.

    Gute Kommunikation braucht aber Gelassenheit und Übersicht,
    möglichst keinen Druck und keine Vorbedingung, ein Ziel erreichen zu müssen, eine ökononische Effizienz erzwingen zu wollen.

    Es ist auch überhaupt nicht einfach, höflich abzusagen, wenn einem Hilfesuchenden nicht zu helfen ist oder man selber dabei überfordert wird.
    Mir macht das auch genug Mühe, stets die richtigen Worte zu finden.

    Zu Zeiten der Aufklärung in den Salons, später in der besten Blüte
    der Wiener Kaffeehäuser, wurde viel "Dampfplauderei" betrieben
    als "l'art pour l'art" und die haben sich freundschaftlich gefetzt.
    Es war jedes Mal eine kulturelle Hochzeit.
    Das fehlt uns im Moment gänzlich, die Ungezwungenheit,
    Worte in die Freiheit zu entlassen.
    Es sei denn hier, anonym, unverbindlich.
    Auch die Zeiten der Neuen Frankfurter Schule mit Wortakrobaten wie Gernhardt, Wächter, Bernstein, u.v.a. sind ja leider ebenso vorbei.

    Wir schwätzen zumeist unter Erfolgsdruck in Wortphrasen,
    es muss schnellstens ein Ergebnis her, wir brauchen die ökonomische Effizienz der Worte.
    Die menschliche Kommunikation reduziert sich auf die (Er)Schlagzeilenlänge der BLÖD-Zeitung.

    Anders, manch Rededuell verkommt zur Verbalschlacht, der Wortkrieg muss einen Sieger kennen,
    die Stammtischhoheit ist die höchste Weihe.

    Kennen wir alle zur Genüge, nicht wahr!

    Den Jüngeren kommt vermehrt nun leider auch noch der Wortschatz mangels Training und Schulung abhanden.
    Geil ersetzt inzwischen hunderte Attribute.
    Die germanische Schlichtsprache als Ersatz-Englisch und Alternativ-Esperanto, dieser "Melodie" fehlen die Zwischentöne für gute zwischenmenschliche Kommunikation.
    Globalisierung der Sprache mutiert zum Silbenbrei, das schmeckt nicht Jedem gut, das schmeckt nie.
    Auch deshalb "verstehen" wir uns immer schwerer und reden herrlich gruselig blöde an uns vorbei.

    Ab einem gewissen Ehrlichkeitsgrad zu sich selbst, wächst auch die Erkenntnis, dass Kommunikation anstrengend sein kann,
    sowieso Arbeit ist, und mitunter pickelhartes "Bohren ganz dicker Bretter" bedeutuet.
    Und klugerweise ersparen wir uns öfters diese Anstrengung.
    Dann doch lieber Jogging oder eine Runde Squash.^^

    Nur noch den geschlechtsspezifischen Aspekt hinterher geworfen:
    Die meisten Jungs tun nunmal besser als sie kommunizieren können.

    Fussballspielende und Sporter sind oft tolle Kerle, solange sie schweigen.^^

    Wer jetzt "Beweise" für meine steilen Thesen einfordert,
    nehme bloss an öffentliche Diskussionen im TV o.ä. Plattformen Anteil.
    Diese Woche war reichlich Anschauungsuntericht für Kommunikationsunfälle.

    norway's Thematik ist hochinteressant, bedeutungsvoll und bewegt offenkundig Viele.
    Das Problem hat extrem viel mit Kommunikationsstörungen zu tun -imho-.

    Konnte selbst nur über die vielen und langen Posts "drüberfliegen" und sah, dass mit grosser Akribie darauf eingegangen wird.
    (Ganz klar, auch bei mir Zeitmangel.^^ )
    Es gibt sehr tolle hilfreiche Antworten, Hinweise, Ratschläge.
    Das genauere Lesen werde ich später noch i-wann nachholen.

    Bitte mich nur als klitzekleine Einmischung in den Faden bewerten.
    Bin hier zufällig reingestolpert auf der Suche nach ganz anderen Antworten, fand es thematisch dann so anregend,
    dass ich kurz zu verweilen wagte und dreist meine "Senfspur" hinterlassen wollte.

    Sry, sollte es unpassend sein, das Stören kann ich nunmal gut.

    Quintessenz
    Es muss auch überhaupt nichts bedeuten und nicht an Einem selbst liegen, nicht(s) gefragt zu werden.
    Es kann sogar Segen sein, nicht aus seiner Deckung zu müssen.
    Das ist doch gut, auch nicht in allem seine Meinung kundtun zu sollen.
    Franz Beckenbauer ist doch Warnung genug.^^
    Wieviel hohle Phrasendrescher und leere Worthülsenstanzer braucht die Welt noch?

    Abraham Lincoln hat das damals so formuliert:
    "Es ist besser zu schweigen und als Idiot verdächtigt zu werden,
    als zu reden und dadurch alle Zweifel zu beseitigen."


    Das Politsprechblech dieser Tage ist ein treffliches Beispiel für:
    "Si tacuisses, philosophus mansisses."

    Sehr frei übersetzt: Schweigen ist Silber, Reden ist Blech.^^
    Die Genauwissenwollenden mögen es mit Latein oder durch Google herausfinden.

    Gut ist aber in jedem Fall, sich selbst zu reflektieren,
    sein eigenes Problem zu erkennen, ggfs. abzustellen, so es bekümmert, lästig wird, Einbusse an Lebensqualität bedeutet.

    Doch bedarf es -imho- zur Analyse und Therapie eines echten Menschenfreundes mit ausgezeichneten Zuhörereigenschaften
    als Spiegelfläche zur Reflexion, wenn nicht sogar professioneller Betreuung.
    Ein öffentlicher Thread kann nach meiner Erkenntnis das nicht genügend leisten, Anhaltspunkte jedoch sehr wohl liefern.

    Der Begriff Freund ist spätestens seit den sozialen Netzwerken a la facebook zu Tode strapaziert.
    Diese Zeitgenossen, gen. echte Freunde, sind höchst seltene "Tiere".

    François VI. de La Rochefoucauld sagt völlig richtig:
    "Der höchste Beweis der Freundschaft ist nicht, einem Freund unsere Fehler, sondern ihm seine bemerkbar zu machen."

    Es würde mich freuen, ein kleines Gedankenkörnchen als Positivum fallengelassen zu haben,
    vor allem auch als weiteren "Trostspender" für den Threadstarter.

    norway, viel Erfolg beim Finden dessen, was Du wirklich suchst!

    Jetzt möchte auch nicht weiter stören.
    LG
    Photonenbieger
    Für diesen Beitrag bedankt sich Hanz_Maulwurf
    Gestatten, dass ich hier liegen bleibe.

  22. #22
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    Re: Fühle mich immer öfter alleine gelassen.

    Zitat Zitat von Abbe Beitrag anzeigen
    @norway: Falscher Denkansatz. Natürlich möchtest du, dass die Leute, die dir wichtig sind, gut durchs Studium kommen, andererseits wird jeder mal Veranstaltungen haben, wo man nicht hingeht. Wer Spaß an dem hat, was einem in der Uni erzählt wird, wird trotzdem weiterhin kommen. Wen es nicht so interessiert, oder Prioritäten woanders setzt, wird nicht so oft kommen, egal, ob er Mitschreibsel bekommt oder nicht
    Das mag stimmen, war mir in dem Moment aber nicht so bewusst und ich dachte erstmal lieber nicht. Er hat jetzt die Woche wieder gefehlt und mich heute Mittag angeschrieben, ob er denn die Aufzeichnungen bekommen könnte. Da habe ich ihm geantwortet, dass ich sie ihm zuschicke. Schließlich möchte ich ja auch, dass mir im Notfall soweit wie möglich geholfen wird.

    Zitat Zitat von kesrith Beitrag anzeigen
    Eigentlich weisst Du ja wie es läuft,
    aber Du merkst wohl dass die Leute trotzdem Abstand halten?

    Wenn dem so ist - was an Dir ist jetzt anners als früher?
    Die Frage stell ich mir auch. Es kann ja nicht sein, dass man sich innerhalb von zwei Monaten so stark verändert, oder? Ich habe eben manchmal das Gefühl, dass andere aus der Gruppe viel interessanter geworden ist.

    Zitat Zitat von kesrith Beitrag anzeigen
    Ich glaube dass Du mit Dir selbst unzufrieden bist
    und von anderen etwas haben willst was Du dir selbst
    nicht geben kannst.
    Und das wäre wohl Anerkennung(?) Bin ich demnach nicht zufrieden mit dem, was ich bisher erreicht habe?

    Ich möchte Menschen um mich haben, die mich so akzeptieren wie ich bin und natürlich will ich auch diese Menschen akzeptieren und mit ihnen viel Erleben.

    Zitat Zitat von godlike Beitrag anzeigen
    Nun ja, es ist halt einfach so das Menschen, die irgendwie selber nicht recht im reinen mit sich sind, eine Art Aura um sich haben.
    Da gebe ich dir zu 100% recht, godlike. Man sieht es vielen Menschen an. Und es gibt viele Menschen, die andere mitreißen können, weil sie eben so energisch sind. Doch ich denke nicht, dass ich das schaffe.

    Es hört sich blöd an, aber mein Selbstbewusstsein schwankt von 100% bis auf unter 50% - wenn man es so ausdrücken möchte. Je nach dem in welcher Lebenssituation ich mich befinde.

    Zitat Zitat von godlike Beitrag anzeigen
    Sei einfach ein eigenständiger Mensch mit Selbstbewusstsein der ein Ziel verfolgt. Du wirst sehen das die Probleme sich von alleine in Luft auflösen.
    Das hier möchte ich nur mal hervorheben, weil es ein sehr wichtiger Satz ist.

    WG/Wohnheim ist aber tatsächlich nicht finanzierbar. Jedenfalls nicht solange meine Eltern noch zusätzlich das Studium vom Bruder finanzieren müssen.

    Zitat Zitat von Photonenbieger Beitrag anzeigen
    ...
    Es tut mir sehr leid, dass ich deine Ausführung in diese drei Punkte zusammenfasse, aber auf jeden Punkt einzeln einzugehen ist wegen der Fülle sehr aufwändig.
    Du möchtest also zum einen ebenfalls zustimmen, dass man zum einen an seiner Ausstrahlung arbeiten muss und zum anderen auch die Kommunikation an solchen Problemen schuld?
    Kommunikation ist in der Tat ein schweres Thema. Aber in diesem Fall nur, weil sie wirklich sehr wenig stattfindet (wie erwähnt: Niemand fragt nach einem "wie geht es dir").

    Eventuell sollte ich das ganze auch wirklich positiver sehen und nicht darauf warten, sondern versuchen mal was interessantes von mir aus zu erzählen und versuchen die Leute zu fesseln.
    Vielleicht fragt auch jemand mal nach, wieso ich denn so glücklich bin, wenn ich strahle? Ich muss versuchen zu erkennen, worauf ich stolz bin.
    Das ist die Theorie und das in die Praxis umzusetzen ist natürlich schwer. Trotzdem muss ich es probieren, sonst wird es nicht besser.

    Zitat Zitat von Photonenbieger Beitrag anzeigen
    Wer kennt nicht das Totschlagargument.: "Ich würde gerne ..., aber leider keine Zeit."
    Das ist auch ein Thema für sich. Meiner Meinung nach gibt es heutzutage wirklich wenig Zeit für andere Leute.

    Zitat Zitat von Photonenbieger Beitrag anzeigen
    Gute Kommunikation braucht aber Gelassenheit und Übersicht,
    möglichst keinen Druck und keine Vorbedingung, ein Ziel erreichen zu müssen, eine ökononische Effizienz erzwingen zu wollen.
    Sonst verhaspelt man sich schnell und kann nicht vor dem Reden nachdenken.

  23. #23

    Re: Fühle mich immer öfter alleine gelassen.

    Moin Norway

    Zitat Zitat von norway Beitrag anzeigen
    Ich habe wegen dem Studium sehr wenig Zeit. Ich hänge wegen einem sehr schlechten Veranstaltungsplan 48 Stunden in der Woche in der Uni, muss nachbereiten, lernen und treibe Sport.
    Jap, die ersten 1 - 4 Semester in nem MINT-Fach sind einfach Scheiße. Ich hab E-Technik studiert und es war das gleiche. Meine Freunde von der Schule, die nach dem Abi ne Ausbildung angefangen hatten, konnten das gar nicht nachvollziehen. Die haben mich eher belächelt, was ich mich so anstelle (bis sie dann selber ein Studium angefangen haben). Soll heißen, blöd, aber das ist leider so.


    Zitat Zitat von norway Beitrag anzeigen
    Ich bin immer wieder derjenige, der die Leute fragt, wie es ihnen geht. Aber ich selbst wurde noch nie gefragt wie es mir geht. Immer wenn meine Freunde miteinander reden, kann ich nicht mitreden weil ich das Gefühl habe, viele Dinge verpasst zu haben.
    Insgesamt denke ich, dass meine Freunde ohne mich mehr Spaß haben.
    Mh, klingt für mich nach etwas oberflächlichen Bekanntschaften. Ich mein, wenn du in dem Freundeskreis nicht eine so prägende Persönlichkeit bist (wer ist das schon?!), dann kann es gut sein, dass sie genauso gut auch ohne dich auskommen. Davon abgesehen, wenn ihre Lebensrealität im Moment eine andere ist können sie genauswenig mitreden, wenn du von deinem Stress im Studium berichtest.

    Ich rate dir, sei deinen alten Freunden gegenüber nicht undankbar. Wenn du übers WE wieder in deiner alten Clique bist und alles läuft, ist es doch ok. Ja, dann musst du dich halt bei den Leuten melden um zu erfahren, was geht. Wenn du nicht mehr so richtig mitreden kannst, dann hör halt einfach zu. Immernoch besser, als am WE alleine in der UNI-Stadt rumzuhängen.

    Dann musst du dir ein neues Umfeld an der UNI aufbauen, sonst schaffst du das nicht. Das ist ne Situation, die bewältigst du nicht alleine. Aber sei beruhigt, mindestens die Hälfte deiner Kommilitonen ist exakt in der gleichen Situation. Du stehst also nicht alleine da. Und die 48 SWS hören auch mal auf. Spätestens ab dem 4. Semester wirds etwas ruhiger. Wenn dir das zuviel ist, wechsel einfach an ne FH oder mach ein duales Studium in ner Firma. Wenn du später einfach nur nen coolen Programmierer-Job willst, brauchst du dafür nicht unbedingt ein UNI-Studium. Soll heißen, du musst dich diesem Stress auf keinen Fall auf Gedei und Verderb aussetzen. Da gibts genug, weniger stressige, Alternativen.

    Jedenfalls, alles nicht so schlimm . Ich wünsch dir ne schöne Weihnachtszeit und LG,
    EDi
    Eine Beziehung ist kein Debattierclub. (BurnerR)
    Es ist immer das Fällige, was einem zufällt. (jomsn)
    Das Wort ist der Schatten der Tat. (Demokrit; grich. Philosoph; ca. 400 v. Chr.)

  24. #24

    Re: Fühle mich immer öfter alleine gelassen.

    Zitat Zitat von norway Beitrag anzeigen
    [...]
    Und das wäre wohl Anerkennung(?) Bin ich demnach nicht zufrieden mit dem, was ich bisher erreicht habe?

    Ich möchte Menschen um mich haben, die mich so akzeptieren wie ich bin und natürlich will ich auch diese Menschen akzeptieren und mit ihnen viel Erleben.

    [...]
    ...hast Du schon mal versucht heraus zu finden
    wie es anderen Menschen mit Dir geht?

    Schon mal den ein oder anderen Man/Frau gefragt was
    ihnen an Dir gefällt und was nicht?

    Oder wann Du ihnen einfach zu viel wirst?

    ist letztlich auch eine Möglichkeit, Kontakte zu pflegen...
    gegen alle Flaggen!

  25. #25
    Aszendent Stör Avatar von Boesmann
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    1

    Re: Fühle mich immer öfter alleine gelassen.

    Zitat Zitat von norway Beitrag anzeigen
    WG/Wohnheim ist aber tatsächlich nicht finanzierbar. Jedenfalls nicht solange meine Eltern noch zusätzlich das Studium vom Bruder finanzieren müssen.
    Gut, deine Eltern können es nicht finanzieren. Wie sieht das bei dir selber aus? Nebenjob/HiWi-Stelle/... ?
    Vor Ort zu wohnen hätte übrigens auch den enormen Vorteil, dass die ganze Fahrerei wegfällt und du sehr viel mehr Zeit zur Verfügung hättest.
    Je konsequenter du dein neues Leben als Student führst, desto leichter wird es. Mit einem Bein in deinem 'alten' Leben feststecken bleiben (lies: weiterhin zu Hause wohnen) ist die Garantie für Frustrationen und unglücklich sein.
    Für diesen Beitrag bedankt sich Hanz_Maulwurf

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