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Thema: VDSL Vectoring Störungen in kurzen regelmäßigen Intervallen

  1. #26
    SYS64738

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    Avatar von thom53281
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    Re: VDSL Vectoring Störungen in kurzen regelmäßigen Intervallen

    Zitat Zitat von Maxmesh Beitrag anzeigen
    Davon mal abgesehen - Jemanden davon zu überzeugen keine Powerline zu benutzten ist einfach nicht die Dauerlösung
    Genau genommen warte ich immer noch auf den Tag wo die Adapter allgemein von der BNetzA verboten werden. Bei ersten Adaptern ist das bereits passiert. Ich will gar nicht wissen, wie hoch die Dunkelziffer an Anschlüssen ist, die durch Powerline gestört wird, die Verursacher aber nie gefunden werden.

    Zitat Zitat von eraser Beitrag anzeigen
    Nachtrag: Du hast mit deinem Beitrag schon trotzdem recht. Das Problem ist nur zB wenn ich unter anderem DLAN verwende mit Phase-Hopping, bringt dir die Trennung relativ wenig, wenn es am Sicherungskasten oder dem HÜP wieder zusammenläuft.
    Wichtig ist eigentlich nur, wie nahe Strom und Telefon auf langen Strecken nebeneinander liegen. In neu gebauten Häusern wird meist beides vom Energieversorger (bzw. dessen Sub) montiert und liegt praktisch nebeneinander. Ältere Häuser wurden aber oft erst nachträglich mit Telefon erschlossen und das Erdkabel kann örtlich dann auch ganz woanders liegen. Dann kann es etwas bringen.

    Außerdem ist das aktuell verwendete Kabel alles andere als optimal für VDSL. Wenn man durch den Austausch des Kabels genug Reserve schafft, einfach nur durch die niedrigere Dämpfung weil die Fehlanpassung der Impedanz wegfällt, so könnte der Anschluss imho durch den höheren SNR auch ausfallsfrei laufen. Allerdings kann man das zuvor kaum abschätzen.

  2. #27
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    Re: VDSL Vectoring Störungen in kurzen regelmäßigen Intervallen

    Zitat Zitat von thom53281 Beitrag anzeigen
    Genau genommen warte ich immer noch auf den Tag wo die Adapter allgemein von der BNetzA verboten werden. Bei ersten Adaptern ist das bereits passiert. Ich will gar nicht wissen, wie hoch die Dunkelziffer an Anschlüssen ist, die durch Powerline gestört wird, die Verursacher aber nie gefunden werden.
    Nicht nur du

  3. #28
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    Re: VDSL Vectoring Störungen in kurzen regelmäßigen Intervallen

    Zitat Zitat von thom53281 Beitrag anzeigen
    Genau genommen warte ich immer noch auf den Tag wo die Adapter allgemein von der BNetzA verboten werden. Bei ersten Adaptern ist das bereits passiert. Ich will gar nicht wissen, wie hoch die Dunkelziffer an Anschlüssen ist, die durch Powerline gestört wird, die Verursacher aber nie gefunden werden.
    Ich bin zwar neu unter den Betroffenen, aber wo darf ich unterschreiben? Kannte bislang nur Legenden und bin heilfroh mir die Arbeit mit den Netzwerkkabeln gemacht zu haben.

    Zitat Zitat von thom53281 Beitrag anzeigen
    Wichtig ist eigentlich nur, wie nahe Strom und Telefon auf langen Strecken nebeneinander liegen. In neu gebauten Häusern wird meist beides vom Energieversorger (bzw. dessen Sub) montiert und liegt praktisch nebeneinander. Ältere Häuser wurden aber oft erst nachträglich mit Telefon erschlossen und das Erdkabel kann örtlich dann auch ganz woanders liegen. Dann kann es etwas bringen.

    Außerdem ist das aktuell verwendete Kabel alles andere als optimal für VDSL. Wenn man durch den Austausch des Kabels genug Reserve schafft, einfach nur durch die niedrigere Dämpfung weil die Fehlanpassung der Impedanz wegfällt, so könnte der Anschluss imho durch den höheren SNR auch ausfallsfrei laufen. Allerdings kann man das zuvor kaum abschätzen.
    Ich denke auch das es am Ende nur ein Rennen zwischen Signal und Rauschen ist, wo man den Abstand vergrößert ist letztendlich egal. Klar könnte es unmöglich sein das Rauschen weiter zu drücken.

    Mittlerweile habe ich den Verdacht, dass die Hauptstromleitungen der Wohnung gemeinsam mit den Telefonkabeln durch die senkrechten Träger verlaufen - Keine Ahnung ob das so üblich ist, aber sowohl die erste TAE als auch der Stromkasten in der Wohnung sind sehr nah zusammen. Ich denke dieses Szenario wäre der EMV-Super-GAU. Also ich glaube das ich am Ende wahrscheinlich doch ne neue Leitung lege, dann weiß ich wenigstens das dort alles in Ordnung ist und der Weg kurz gehalten wurde. Idealerweise lasse ich mir vom Techniker einen eigenen kleinen Verteiler neben dem APL anschließen, dann kann ich wenigstens in Zukunft selber an meinen Anschluss, das wär mir den Aufwand eigentlich schon wert. Und man käme nicht mehr an den frei zugänglichen Zwischenverteiler im Treppenhaus... EWR hat nichtmal Zugangsdaten, da kann jeder Horst an mein Anschluss.

  4. #29
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    Re: VDSL Vectoring Störungen in kurzen regelmäßigen Intervallen

    Ich erlaube mir hier mal einen Doppelpost, weil es Neuigkeiten gibt.

    Ob bei mir jemand Powerline benutzt? Die eigentliche Frage ist wer hier kein Powerline benutzt... Von 7 Nachbarn in dem Gebäude habe ich nur 3 persönlich antreffen können, und bereits 2 Treffer. Einmal TP-Link, einmal Devolo. Beides allerdings die kleinen SISO-Teile im Bereich von 500 MBit. Bislang allerdings alles Telekom-Kunden, zum Teil mit "Internetproblemen" - schiebe ich aber mal auf die Speedport Hybrid die ich hier überall gesehen habe... Ein Nachbar war verständlich irritiert da er die seit 2 Jahren "ohne Probleme" nutzt, aber war zumindest offen sich mal das Problem anzuhören. Aufgrund der Kooperationsbereitschaft meiner Nachbarn die Teile mal kurz außer Betrieb zu nehmen bin ich mir allerdings recht sicher, dass es hier noch mindestens einen dritten Powerliner gibt. Im Nachhinein ist mir erst eingefallen das ein Anbau ebenfalls unsere Leitungen benutzt, da habe ich noch nicht gefragt.

    Das Problem wird durch zahlreiche Freiheitsgrade also immer komplexer... Mehrere Powerline-Adapter die das Spektrum verschlechtern - aber ob diese wirklich für die Abbrüche verantwortlich sind weiß ich nicht. Einen sonstigen EMV-Störer kann ich weiter nicht ausschließen und es wird auch wirklich schwer diesen zu finden bei allem was auf dem Frequenzbereich los ist.

    Nicht wenige hier waren aber überrascht von der DSL-Situation und wussten gar nichts von EWR und das es bei uns 100 MBit gibt. Aus dieser Richtung werde ich also hoffentlich etwas Kooperationsbereitschaft raushandeln können falls ich mal eine kleine Operation zu Updates und Sendeleistungsanpassung starten werden. Hier ist die sagenumwobene Fritz-Powerline 1.01.12 Labor meine letzte Hoffnung, denn die Hersteller bringen für die kleinen Teile ja gar keine Updates mehr raus, SISO sei ja unproblematisch...

    Im Übrigen, gibt es für diese Aussage irgendwo eine Quelle? Ich finde leider gar nichts dazu:
    Zitat Zitat von thom53281 Beitrag anzeigen
    Im Übrigen wird es bei Dir nie alternative Anbieter mit VDSL geben. Dein Kabelverzweiger ist durch EWR in der Vectoring-Liste reserviert und nur die dürfen dort mit VDSL einspeisen.
    edit: Ah ok, habe jetzt herausgefunden das diese Aussage allgemein gilt.
    Geändert von Maxmesh (27.08.19 um 16:29 Uhr)

  5. #30
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    Re: VDSL Vectoring Störungen in kurzen regelmäßigen Intervallen

    Zitat Zitat von Maxmesh Beitrag anzeigen
    Bislang allerdings alles Telekom-Kunden, zum Teil mit "Internetproblemen" - schiebe ich aber mal auf die Speedport Hybrid die ich hier überall gesehen habe... Ein Nachbar war verständlich irritiert da er die seit 2 Jahren "ohne Probleme" nutzt, aber war zumindest offen sich mal das Problem anzuhören.
    Das ist klar, das die T... Kunden mit ihren ADSL Anschlüssen im Verbindung null Probleme haben, ADSL geht ja nur bis max 2.2 MHz.
    Die Devolos fangen ja erst so ab 10 MHz bis ca 70 MHzso richtig an zu Wüten.

    Aber: Es macht doch schon mal ein wenig hoffnung das dein Problem vielleicht doch noch unbürokratisch gelöst werden kann.

    Zum Thema TP-Link, Frag mal nach welche es genau sind, weil:

    Mitteilung Nr. 83/2019

    Gesetz über die elektromagnetische Verträglichkeit von Betriebsmitteln
    (EMVG);

    Aufforderung zur Abgabe einer Stellungnahme zu nichtkonformen
    Geräten mit denen ein Risiko verbunden ist

    Ein Mitgliedstaat der Europäischen Union hat für nachfolgendes
    Gerät eine markteinschränkende Maßnahme nach Artikel 38 Absatz
    4 der Richtlinie 2014/30/EU durchgeführt:

    Angaben zum Gerät:

    Gerätetyp: TP-Link 600M AV2 Powerline Ethernet Bridge
    Modell: PL-802
    Einführer: Microdata Finland Oy, Finnland

    Beschreibung des Risikos:
    - EMV-Störaussendung

    Die nationalen Wirtschaftsakteure können hierzu eine Stellungnahme
    abgeben.

    Die Dauer der Frist zur Stellungnahme beträgt gemäß § 26 Abs. 1
    EMVG vier Wochen ab der Veröffentlichung. Die Stellungnahme
    ist an:

    Bundesnetzagentur
    Referat 411
    Postfach 80 01
    55003 Mainz
    E-Mail: 411.Postfach@bnetza.de

    als Brief oder per E-Mail zu richten.


    Die würden zu den Geräten gehören welche sogar außer betrieb gehen würden sofern es nicht inzwischen ein SW Update gibt.
    @thom53281, bitte korrigiere mich wenn ich da falsch liege

    llk
    Für diesen Beitrag bedankt sich Pleitgengeier

  6. #31
    SYS64738

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    Avatar von thom53281
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    Re: VDSL Vectoring Störungen in kurzen regelmäßigen Intervallen

    Keine Ahnung, ob es da von Seiten Tp-Link mittlerweile eine Stellungnahme gibt. Jedenfalls scheint die BNetzA von den Geräten nicht begeistert zu sein.

  7. #32
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    Re: VDSL Vectoring Störungen in kurzen regelmäßigen Intervallen

    @Maxmesh:

    Gibt es schon was neues, konnte dein Problem inzwischen gelöst werden?

    llk

  8. #33
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    Re: VDSL Vectoring Störungen in kurzen regelmäßigen Intervallen

    Tut mir leid das ich so lange nichts geschrieben habe, aber da das Störungsmuster sich wöchentlich wiederholt geht das ganze nur sehr langsam voran - zumal ich auch nur eine Sache gleichzeitig verändern möchte, das ganze Problem ist sowieso schon spekulativ genug.

    Die einzige Neuerung ist das wir nun das neue Kabel verlegt haben. Weil der Preis bei 30m kaum ins Gewicht gefallen ist habe ich mich für den Overkill entschieden und Draka Cat 8.2 UC Future verlegt - hat nach Specs nochmal eine deutlich bessere Kopplungsdämpfung als Cat 7 und vernachlässigbar bessere Dämpfung. Außerdem war es mit gelb aber auch nochmal etwas neutraler als das übliche Orange.

    Wie mir hier schon prophezeit wurde hat es das Hauptproblem nicht gelöst - weiterhin Resyncs an Sonntagen. Ganz unabhängig vom neuen Kabel habe ich jedoch ein stabiles Set an Störsicherheitseinstellungen für die Fritzbox gefunden, nämlich Erkennung von Funkstörungen (RFI) auf maximale Stabilität und Angestrebte Störabstandsmarge einen Schritt runter vor die höchste Performance. Damit war ich sowohl mit dem alten als auch mit dem neuen Kabel jeweils über eine Woche stabil verbunden.

    Der Witz an der Geschichte ist: Durch das Verlegen der neuen Leitung ist die geschätze Leitungslänge von ca. 260m auf 210m gefallen, was in etwa der Luftlinie zum Verteilerkasten entspricht... Sagte ja Overkill, merkt man wenigstens . In Leitungsdämpfung Down/Up heißt das ein Sprung von 14dB/13dB auf 11db/10dB . Das ganze führt dazu, das ich trotz Störsicherheit weiter meine 100 MBit fast voll bekomme und die Drops bei massiven Störungen nur kurzzeitig in den 90 Mbit Bereich gehen. Lediglich die Anzahl der CRC-Fehler ist sogar gestiegen. Erkläre ich mir dadurch das die Störsignale auch weniger Dämpfung bekommen und die Fritzbox nun zuverlässiger erreichen. Über die Woche komme ich auf einen Durchschnitt von 2 Fehlern pro Minute, war vorher etwas besser. 90% Davon dürften allerdings am Sonntag/Montag einlaufen.

    Alles in allem kann ich so erst mal damit leben, werde die Sache allerdings mal weiter beobachten und in Zukunft eventuell wieder versuchen meinen Anbieter zu kontaktieren. Die Leitungslängen-Ausrede ist immerhin etwas anfechtbarer jetzt. Aber ob sich der Anbieter bzw. die Telekom dafür interessieren wird solang alles stabil läuft? In den nächsten Wochen habe ich allerdings extrem viel um die Ohren und für sowas dann weder Zeit noch Nerven...

    Da ich jetzt allerdings auch weiß das die Störung nicht hauptsächlich im Haus einkoppeln ist die Angelegenheit für mich alleine auch praktisch unlösbar geworden. Mit meinen eigenen Powerline-Adaptern kriege ich nun immerhin praktisch gar keine Störungen mehr aufs Spektrum - Also habe ich nun auch meinen Hauptverdächtigen verloren und praktisch keinen Anhaltspunkt mehr.

    Falls jemand aus den aufgezählten Beobachtung irgendwas wiedererkennt oder schlussfolgert bin ich natürlich weiter für jeden Tipp dankbar.
    Geändert von Maxmesh (16.09.19 um 13:02 Uhr)

  9. #34
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    Re: VDSL Vectoring Störungen in kurzen regelmäßigen Intervallen

    Zitat Zitat von Maxmesh Beitrag anzeigen
    Also habe ich nun auch meinen Hauptverdächtigen verloren und praktisch keinen Anhaltspunkt mehr.
    Naja, so würde ich das nun auch nicht sehen.

    Das Thema ist aus der Betrachtungsweise von jedem Techniker (Telekom/Fremd) schwierig zu behandeln wenn keine Kontrolle über die Technik besteht.

    Die Thematik ist immer relativ einfach zu Lösen wenn die Störquelle permanent und sehr stark auftritt,
    wenn hat der T... Mitarbeiter auch durchaus möglichkeiten zu handeln.

    Wenn aber die Störung nur am Wochenende auftritt, und dein Anbieter kein entsprechendes Monitoring besetzt/oder nicht damit umgehen kann,
    ist und bleibt das schlecht nachvollziehbar auch im Bezug auf andere Teilnehmer im gleichen Kabel, was den verdacht auf einen "Störer" bestärken würde.

    Aber wie gesagt:
    1. Es ist bis heute nicht abschließend geklärt ob die TAL, von den optimalen Parametern für VDSL sauber ist ( nicht nach TAL Parameter zwischen T.. und )
    2. Es ist nicht geklärt ob der MSAN von deinem Anbieter ne macke hat, vielleich auch falsche Settings vorliegen die zu diesem Problem führen usw.

    Ich kann mich da nur wiederholen, tritt deinem Anbieter ordentlich auf die Socken wenn das nicht besser wird.

    Die werden bei den richtigen schritten schon tätig, denn Fehler/Probleme kann man nur bedingt totschweigen,
    und wenn dein Anbieter sich mit dieser Art von Störung nicht auskennt kann es ja trotzdem nicht so bleiben, richtig?

    Die kleinen "TAL Buden" haben durchaus die möglichkeiten und Mittel eine endgültige Entstörung in so einem Fall durchzuführen/zu lassen.
    Das kostet in der Regel nur viel Geld und aufwand worauf die natürlich gern verzichten möchten, wie z.B einer Reduzierung der Bandbreite.

    VG llk

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