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Zur Zeit kommt es zu heftigen Zusammenstößen zwischen Polizei und Protestanten in Port-au-Prince und weiteren Städten Haitis, die bisher mindestens acht Tote und zahlreiche Verletzte gefordert haben. Plünderungen und Brandschatzungen haben große Schäden angerichtet. Oppositionsparteien und andere Gruppen haben zu den Protesten aufgerufen, die am 7. Februar begannen, als sich der Amtsantritt des Staatschefs Jovenel Moïse zum zweiten Mal jährte. Derweil ignoriert Präsident Jovenel Moïse Rücktrittsforderungen. Die weiteren Forderungen der Protestanten sind Aufklärung von Korruption und Maßnahmen gegen Inflation, Armut und wirtschaftliche Stagnation.

Ähnliche Proteste gab es im letzten Jahr bereits mehrmals. Der Präsident konnte die Proteste aussitzen, indem er Minister und Kabinett auswechselte und die Benzinpreiserhöhung zurücknahm. Haiti ist das ärmste Land der westlichen Hemisphäre und steckt seit Jahren in einer Dauerkrise. Mit dem Abzug der Militär- und Polizeikontingente der Uno-Mission im Herbst 2017 hat sich zudem die Sicherheitslage in Haiti verschlechtert.