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Thema: IP-Kameras zu Überwachungszwecken einer Elektroanlage

  1. #1
    SYS64738

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    Avatar von thom53281
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    IP-Kameras zu Überwachungszwecken einer Elektroanlage

    Hallo zusammen!

    Ich hab zwar für das ganze Vorhaben schon so grob einen Plan, aber würde mich dennoch über eine zweite Meinung dazu freuen. Geht konkret um folgendes: Eine Elektroanlage soll überwacht werden. Diese wurde vor etlichen Jahren von einer Person aufgebaut, die leider nicht mehr greifbar ist. Schwierig genug ist es also, wenn es irgendwo zu Problemen kommt. Eine direkte Überwachung einzubauen, ist praktisch unmöglich, weil die Anlage an vielen Stellen nur schwer nachvollziehbar ist.

    Um dennoch zumindest abends auch nochmal einen Blick darauf werfen zu können, war nun mein Vorschlag zur "Linderung" des Problems, vier IP-Kameras im Steuerungsraum zu montieren, um die Anlage auch vom 150m entfernten Haus aus überwachen zu können, ohne mitten in der Nacht da nochmal hinlaufen zu müssen. Über ein vorhandenes Telefonkabel kann ich eine Ethernet-Verbindung mit 10 MBit/s herstellen, mehr geht leider aufgrund der Länge nicht. Das habe ich bereits ausprobiert und funktioniert. Folgende Geräte hatte ich vor, zu verbauen:

    • Switch: TP-LINK TL-SG108E, da ich den ankommenden Port auf 10 MBit/s herunterfahren muss (in der Software des Geräts kann man die Ports entsprechend konfigurieren). Der Switch wird dabei direkt mit dem DSL-Router verbunden, damit man in der Anlage zukünftig auch einen PC mit Internet aufstellen kann.
    • Kamera: DENVER IPC-1020, gibt's bei Pollin gerade für einen unschlagbaren Preis. Datenblatt sieht für mich gut aus, oder irgendwelche Einwände?
    • Anzeige: Raspberry Pi oder Konsorten an einen alten Monitor angeschlossen.


    Wenn ich das richtig sehe, hat die Kamera ja eine JPEG- bzw. MotionJPEG-Ausgabe? Dann könnte ich das ja problemlos im Raspberry Pi z. B. in einem Browser oder ggf. auch Bildbetrachter (wget, dann anzeigen) öffnen und mit ein paar Shortkeys zwischen den Kameras hin- und herschalten. Mehr wird ja im Grunde nicht gebraucht. Spricht sonst irgendwas gerade gegen die Kamera oder gäbe es da bessere Vorschläge? Ich mein, die Software der Kameras wird vermutlich nicht so prickelnd sein, aber sie wird im Grunde nur über LAN-Kabel im LAN betrieben. Andere Einwände oder bessere Vorschläge?

  2. #2
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    Re: IP-Kameras zu Überwachungszwecken einer Elektroanlage

    Moin

    Das hört sich doch gut an.

    Ich würde das ganze jedoch auf Basis von Richtfunk via WLAN realisieren, sofern eine Sichtverbindung besteht.
    Die Geräte die man dafür nutzen kann:
    https://www.mindfactory.de/product_i...e_1006311.html
    https://www.amazon.de/TP-Link-CPE210.../dp/B00OO47F0G

    Damit umgehst du auch das Thema Überspannungsschutz, da das vorhandene Telefonkabel ja höchstwarscheinlich erdverlegt ist, korrekt?

    Es wäre ja äußerst blöd wenn du dir damit dein ganzes Netzwerk wegsämmelst weil beim Gewitter ein indirekter Einschlag ins Kabel einwirkt,
    und schützen kann man sich dagegen eh so gut wie gar nicht. ( spreche aus Erfahrung )
    -> VDSL-Konverter via vorh. Tel-Kabel mit ÜspS zur Werkstatt + Gewitter = Alles, ALLES Kaputt

    Die mögliche Bandbreite wäre dann auch höher für weitere Cams oder andere sachen die man dann übertragen könnte.

    VG llk
    Geändert von llk (25.11.18 um 13:21 Uhr)

  3. #3
    SYS64738

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    Avatar von thom53281
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    Re: IP-Kameras zu Überwachungszwecken einer Elektroanlage

    WLAN hab ich im Grunde eigentlich gar nicht in Betracht gezogen. Aber nein, leider besteht zwischen den Gebäuden keine Sichtverbindung, da steht noch eines dazwischen. Außerdem müsste ich dann ein LAN-Kabel quer durch's eine Gebäude ziehen, um an die Außenmauer zu kommen. Das Telefon-Erkabel läuft dagegen direkt beim Router auf.

    Das Thema Überspannungsschutz ist aber tatsächlich nicht zu vernachlässigen. Dazu hab ich mir auch schon den einen oder anderen Gedanken gemacht. Mehr oder weniger ist es, wie ich hier bereits geschrieben habe. Im Grunde gibt es dafür nur zwei sinnvolle Bauweisen: Komplett offener Schirm oder komplett durchgeerdeter Schirm.


    Heißt also, Bauweise 1: Kabelschirm des Erdkabels beidseitig nicht erden. Ungeschirmte Patchkabel verwenden. Die Adernpaare 4-5 und 7-8 nicht durchverbinden, denn die werden sowieso nicht gebraucht. In den Ethernetbuchsen kommen Übertrager zum Einsatz, weswegen eine komplette Potentialtrennung zwischen Gerät und Erdkabel stattfindet. Das Erdkabel hängt quasi elektrisch gesehen komplett in der Luft. Aktuell ist das auch schon >15 Jahre vor Ort so in der Richtung gebaut mit einem analogen Telefon an der Telefonanlage und es gab noch nie Probleme mit Überspannung. Allerdings hatte ich tatsächlich selbst schon das Problem, dass ein Blitzeinschlag vor meinem Haus vom TP-Link TL-SG108E einen Port abgebrannt hat, dort ist vermutlich der Übertrager durchgebrannt (Kurzschluss). Bei mir kommt auch die Bauweise komplett offener Schirm zum Einsatz.

    Bauweise 2 wäre: Erdkabelschirm beidseitig niederohmig am Potentialausgleich erden. Schirm im Netzwerkkabel weiter durchverbinden bis zum Gerät, d. h. mit Stecker, welcher die Erde durchverbindet. Beidseitig könnte man dann in den Unterverteilungen noch Gasableiter setzen. Ein weiterer Überspannungsschutz wie z. B. Varistoren und Surpressordioden wäre aber nicht möglich, da diese das Signal zu fest verfälschen (bin ja froh, dass das überhaupt geht). Bei alten klassischen Fast-Ethernet-Geräten könnte man noch die Paare 4-5 und 7-8 aberden aber bei modernen Geräten macht das eigentlich keinen Sinn mehr.


    Entweder man macht die eine Bauweise konsequent oder die andere. Mischformen sind eher tödlich. Vermutlich werde ich aber bei der Bauweise offener Schirm bleiben und keine Überspannungsableiter setzen. Aber tatsächlich hast Du mich da gerade noch auf eine Idee gebracht. Als weitere Potentialtrennung bzw. Überspannungsschutz werde ich vorne und hinten DSL-Splitter einbauen. Heißt, das Adernpaar 1-2 vor dem Erdkabel und danach über einen DSL-Splitter (Kontakte Amt zum Erdkabel und DSL zum Switch) und das Paar 3-6 genauso. Eigentlich ziemlich ähnlich zu meinem patentierten Ethernet-over-POTS.

  4. #4
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    Re: IP-Kameras zu Überwachungszwecken einer Elektroanlage

    Zitat Zitat von thom53281 Beitrag anzeigen
    .... Aber tatsächlich hast Du mich da gerade noch auf eine Idee gebracht. Als weitere Potentialtrennung bzw. Überspannungsschutz werde ich vorne und hinten DSL-Splitter einbauen. Heißt, das Adernpaar 1-2 vor dem Erdkabel und danach über einen DSL-Splitter (Kontakte Amt zum Erdkabel und DSL zum Switch) und das Paar 3-6 genauso. Eigentlich ziemlich ähnlich zu meinem patentierten Ethernet-over-POTS.
    Soso, sind die DSL-Splitter als doch noch zu was zu gebrauchen

    Das ist natürlich sehr schade, das es nicht per Funk zu lösen ist da die Problematik mit dem ÜspS dann gar nicht so in den Fokus geraten würde.

    Im Grund macht es schon sinn den Schirm nicht durchzuschalten da der Schirm es ja als erstes Abkriegt beim indirekten Einschlag,
    wenn der Einschlag aber zu nah ist hat man eh verloren, i.d.R hat man dann aber auch ganz andere Probleme als ein defekts Netzwerk.

  5. #5
    SYS64738

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    Avatar von thom53281
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    Re: IP-Kameras zu Überwachungszwecken einer Elektroanlage

    Eine weitere Idee, die ich gerade noch dazu hatte:

    Wenn ich nun zweimal eine 10 MBit/s Strecke zwischen dem Router und dem Switch aufbauen würde, hätte ich nun erstmal theoretisch 20 MBit/s. Aber mit dem Problem, dass sich sofort auf den beiden Uplinks ein Broadcast-Sturm bilden würde, der das Ganze zunichte machen würde. Das darf natürlich nicht passieren. Nun hab ich mir gedacht, da der TP-Link Switch auch VLAN kann: Was wäre denn nun, wenn ich die Ports 1-4 in VLAN1 packen würde und 5-8 in VLAN2? Sozusagen den Switch logisch halbiere? Port 1 und 5 kommen dann als 10 MBit/s beide an den Router, an die anderen Ports die Kameras. Gibt es dann noch irgendwo die Gefahr, dass sich dort ein Broadcast-Sturm bildet oder irgendwelche anderen Probleme, die ich nicht sehe?

    Ansonsten kommen dort im Netzwerk keine VLANs zum Einsatz und machen dort auch keinen Sinn.

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