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Thema: EMV Störer bei Vectoring VDSL

  1. #1
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    EMV Störer bei Vectoring VDSL

    Hallo Zusammen,

    Ich bin neu hier im Forum, und hoffe das ihr mir ein wenig weiterhelfen könnt dieses "Problem" in den Griff zu bekommen.

    Der sehr gut geschriebene und äußerst interessante Thread von thom53281 hat mich auf dieses Forum gebracht.
    https://ngb.to/threads/28896-DSL-St%...?highlight=emv

    Kurz ab, ich habe einen Vectoring VDSL100 Anschluss von der Telekom, welcher eine Leitungslänge von 433 Metern aufweist, mit einem Querschnitt von 0.4 mm²

    Seit circa 13 Wochen werde ich zu den Abendstunden 20-23 im Durchschnitt von einem EMV Störer geplagt, was zur folge hat das mein Anschluss zuerst jede menge
    FEC ( > 1Mio pro min ) und viele CRC errors ( >1000 pro min ) aufweist und nach kurzer Zeit zu Sync-Abbrüchen führt.

    Ich verfüge über Messgeräte wie ( KE3700 u. KE905 ) und notwendige Schließungen um Kabelmessungen machen zu können, ohne dies groß zu erläutern sind die Faktoren wie Isolation, Kapazitäten und Wiederstandssymetrie usw. absolut in Ordnung.

    Die HF-Messung bzw. das HF Spectrum macht sehr eindeutig sichtbar, das sich im Bereich zwischen 6 bis 15 MHz massive Oberwellen durchwandern, die den Pegel des DSL-Ports sehr stark überlagern.

    Ich habe entsprechende Schritte eingeleitet, so das ein Service Ingenieur von der Telekom mehrmals bei mir gewesen ist,
    nur leider immer zu den Zeitpunkten wo der Störer NICHT aktiv war!

    Inzwischen war auch die beauftragte Bundesnetzargentur bei mir gewesen und hat tatsächlich ein defektes Unitymedia Netzteil ( Cisco ) beim Nachbarn zwei Häuser weiter außer Betrieb genommen, dieses Netzteil soll aber Permanent im Bereich von <1Mhz fröhlich vor sich hin gestrahlt haben.

    Die möglichkeit das ich selbst, oder einer meiner Nachbarn im Haus den Störer betreibt ist ausgeschlossen.
    Ich habe bei mir, sowie bei allen im Haus den Strom im genannten Zeitraum mit absprache kurz abgestellt um zu sehen ob es weiterhin auftritt.

    Das Problem besteht leider weiterhin in voller Stärke und ich bin so langsam Ratlos was ich da noch machen kann.

    Vielleicht hat jemand noch einen entscheidenden Tipp.

    LG llk
    Geändert von llk (25.10.18 um 22:30 Uhr)

  2. #2
    SYS64738

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    Avatar von thom53281
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    Re: EMV Störer bei Vectoring VDSL

    Welcher Router kommt denn bei Dir am Anschluss zum Einsatz? Sofern Fritzbox wären für mich Spektrum und DSL-Informationen sowohl im gestörten als auch im ungestörten Zustand interessant.

    Die CuDa hast Du bereits galvanisch komplett überprüft, d. h. einen elektrischen Fehler (z. B. kapazitive Unsymmetrie) kannst Du ausschließen? Wurde schonmal eine andere Doppelader zum Haus probiert (sofern vorhanden)? Der Fehler tritt auch bereits am APL auf? Ist irgendwas über die Nachbaranschlüsse bekannt, dass die ebenfalls Probleme machen (sofern ebenfalls VVDSL)?

  3. #3
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    Re: EMV Störer bei Vectoring VDSL

    Nabend,

    Ich nutze eine Fritzbox 7590, Spectrum mit und ohne Störer im Anhang,
    Die weiteren Messwerte kann ich auch einhängen, jedoch benötigt man den Kurth KExxx Manager um diese öffnen zu können.

    Die Isolation der CuDa liegt bei >5 GigaO, die Kapatitäten der CuDa bei 34,5 und 34,7 nf, die Widerstandssymetrie liegt bei <3 Prozent.
    Ich habe bereits alle zum Haus führenden 6DA getestet, alle haben das gleiche Problem, auch direkt am APL schon.

    Im Haus gibt es noch zwei weitere T-Kunden mit VVDL-100 mit gleichen Symptomen, jedoch alle mit eigener Endleitung.
    Es sind auch weitere 12 Mehrfamilienhäuser in der Straße mit gleichen VZK betroffen, welche mir bisher bekannt geworden sind.

    ( Das zweite FB-Spec ist eine momentaufnahme wo der Störer nicht so reinsemmelt, ich habe kein Screen ohne )

    MFG llk
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  4. #4
    SYS64738

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    Avatar von thom53281
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    Re: EMV Störer bei Vectoring VDSL

    Ok, ja, das sieht wirklich nach einem klassischen EMV-Störer aus. Möglicherweise hilft Dir dazu noch dieser Thread weiter. Von der Art und Weise der Störung sehr ähnlich, wenn nicht gar identisch. Es hat sich im Laufe des Threads herausgestellt, dass das Netzteil eines Elektrorollers dran Schuld war, welches dann von der Bundesnetzagentur sogar abgeschaltet werden musste, da sich die entsprechende Person querstellte. Muss bei Dir aber nicht zwingend das selbe Gerät sein.

    Im Grunde hast Du nicht viele Möglichkeiten. Entweder Du kriegst den Serviceingenieur zur richtigen Zeit an den richtigen Ort oder Du gehst selbst ein wenig auf die Suche. Selbst suchen kannst Du das bei der Stärke sicherlich mit einem gewöhnlichen Kurzwellenradio auf Batteriebetrieb - auf die korrekte Frequenz eingestellt. Dort sollte vermutlich ein starker Brumm in der Nähe des APL zu hören sein, sobald der Störer aktiv ist. Dann mit dem Radio mal die ganze Straße ablaufen und Du kannst das sicher auf eines oder wenige Häuser eingrenzen. Das Haus dann auch stromlos machen ob der Brumm dann weg ist.

    Allerdings bist Du dabei natürlich auf die Kooperationsbereitschaft der entsprechenden Personen angewiesen. Aber freundlich fragen kostet ja schließlich nichts, rechtlich gesehen hast Du allerdings keinerlei Handhabe. Das hat nichtmal die Telekom sondern nur die BNetzA. Wenn die Personen, die stören, einen ADSL2+ oder nur PSTN haben, werden sie Dein Problem möglicherweise nicht verstehen, denn ihr eigener Anschluss läuft dann sehr wahrscheinlich ohne Probleme.

  5. #5
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    Re: EMV Störer bei Vectoring VDSL

    Es gibt neuigkeiten, jedoch keine Erfolgsmeldung ;-(

    Der SI war nun 3 weitere male bei mir, jedes mal ist der Störer erst aufgetaucht wenn er weg war.

    Das einzige was er in seinem Spectrum gesehen hat waren leichte Spitzen von PLC Adaptern die an zwei stellen rund um die 13,3 und 14.7 Mhz das DSL Singal um 0,7 dbm überlagert haben, die Nutzer dieser TP-Schrott AV500 Adapter konnten im gleichen Haus ausfindig gemacht werden, und haben den DSL-As unter last auch nicht merklich beeinflusst.

    Die momentaufnahmen in seinem Spectrum haben aber bei weitem nicht das wiedergespiegelt was bisher so an Trägern aufgetaucht ist wenn er nicht vor Ort war.
    Ich habe mit der Mieterin zum gegebenen Zeitpunkt jedoch mal den Strom abgeschaltet um zu sehen ob die Träger weg sind, dies trifft leider nicht zu.

    Der T..Innendienst hat sich inzwischen auch mal den kompletten MSAN angesehen, und angeblich betrifft das NUR meinen Anschluss und keinen weiteren in der Straße.
    Das kann ich leider nicht bestätigen, weil bereits andere T.. und RSL Kunden mich angesprochen haben die über ähnliche Verhaltensweisen berichtet haben, die zur gleichen Zeit auftreten.

    Ich habe einige Anschlüsse im Offiziellen Rahmen gemessen, und dort ebenfalls diese Verhaltensweisen zur gegebenen Zeit festgestellt.
    Die betroffenen Häuser sind alle im Umkreis von fast 300 Metern ( auch andere Straßenseite ) von mir, der Pegel der Träger welche dort auftauchen ist bei keinem Kunden merklich höher wie bei mir.

    Der SI kann die BNzA nicht beauftragen, da er selbst bisher nichts gefunden hat, und die Messwerte von dem KE sind wohl nicht aussagekräftig genug um es zu Riskieren einen Einsatz auszulösen wo hinterher ggf. nichts gefunden wird.

    Ich habe den rat mit dem Taschenradio nochmal befolgt, jedoch lässt sich der Störer damit überhaupt nicht eingrenzen da im Umkreis von 300 Metern um mein Haus rum der komplette Bereich von 600 KHz bis 1500KHz vollständig ein Hochfrequentes rattern zu hören ist wenn der Störer aktiv ist.

    MFG llk
    Geändert von llk (06.11.18 um 11:33 Uhr)

  6. #6
    SYS64738

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    Avatar von thom53281
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    Re: EMV Störer bei Vectoring VDSL

    Ja, dieses hochfrequente Rattern müsstest Du örtlich mit dem Radio suchen. Dazu eben ggf. mit der Lautstärkeregelung des Radios spielen. Ausnahme wäre, wenn der Störer so massiv ist, dass er den Empfänger des Radios übersteuert und daher an seiner ursprünglichen Quelle im Radio nicht mehr lauter werden kann. Dann ist das Suchen mit dem Radio problematisch.

    Ich sehe aber gerade, dass der KE3700 laut Datenblatt einen rudimentären Spektrumanalysator drin haben muss. Weiß nicht ob das bei Deinem Gerät ebenfalls zutrifft, aber denke schon. Der ist natürlich mit der Qualität der Geräte, die der Serviceingenieur dabei hat, keinesfalls vergleichbar. Allerdings scheint der Störer ja so offensichtlich zu sein, dass man ihn damit vermutlich auch findet.

    Du kannst mit einem solchen Spektrumanalysator auf den Adern im Kabel "mitschauen", so wie ich es in meinem Thread zum EMV-Störer auch getan habe. Dazu gehst Du einadrig (nicht beide Adern, sonst fliegt der DSL raus) auf den Anschluss oder alternativ auch auf freie Adernpaare. Damit sollten die Störeinflüsse nun sichtbar sein, sprich, das was Du suchst. Am KVz kannst Du dann den Endverschluss durchstecken, auf welchen Adern dieses Störsignal am stärksten ist. Anhand der Adern kannst Du dann den APL identifizieren und das vermutlich ebenfalls auf 2-3 Häuser eingrenzen. Ggf. kann Dir da der Serviceingenieur dazu auch ein wenig was erklären, wenn Du freundlich fragst.

    Zitat Zitat von llk Beitrag anzeigen
    Der SI kann die BNzA nicht beauftragen, da er selbst bisher nichts gefunden hat, und die Messwerte von dem KE sind wohl nicht aussagekräftig genug um es zu Riskieren einen Einsatz auszulösen wo hinterher ggf. nichts gefunden wird.
    https://www.bundesnetzagentur.de/DE/...ngen-node.html

    Der Empfang Mittelwelle/Kurzwelle ist bei Dir deutlich gestört, wie Du bereits mit dem Radio herausgefunden hast. Im Grunde könntest Du theoretisch die BNetzA auch selbst verständigen. Allerdings läuft das auf das selbe Problem wie mit dem Serviceingenieur raus, dass auch die zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein müssen.

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