Letzte Woche wurde Juwels (Jülich Wizard for European Leadership Science) in Jülich eingeweiht. Bereits im Juni wurde eine Vorstufe mit 2385 Skylake-Knoten (Xeon Platinum 8168) im Atos/Bull Sequana 1000 im Benchmark getestet. Die 114.480 Rechenkerne erzielten 6,2 PFlops, was im Linpack-Benchmark für Platz 23 der Top500-Liste der Supercomputer reichte. In der ausgebauten Stufe besteht Juwels aus 2511 Knoten mit jeweils zwei Xeon Platinum 8168, wobei 240 die doppelte Speicherkapazität von 240 GByte pro Knoten haben. Ergänzt wird die Hardware mit 48 Acceleration Nodes, die mit Xeon Gold 6148 und vier Nvidia Tesla-V100-GPUs bestückt sind. Bulls Sequana X1000 arbeitet mit hocheffizienter Heißwasser-Kühlung, wodurch der PUE-Wert (Power Usage Effectiveness) nahe 1,0 liegt. Wie üblich wurde bereits die nächste Ausbauphase angekündigt.

Durch die Einweihung in Jülich und vor der Wahl wurde die Einweihung des neuen Supercomputers SuperMUC NG (Next Generation) am Leibniz-Rechenzentrum in Garching bei München vorgezogen. Der SuperMUC NG besteht aus 90 Racks von Lenovo ThinkSystem SD650 DWC und hat eine theoretische Spitzenleistung von 26,7 PFlops und etwa 20,4 PFlops im Linpack-Benchmark. Das Budget des SuperMUC NG samt Betriebskosten beträgt für sechs Jahre rund 96 Millionen Euro, wobei der größte Anteil auf Strom entfallen dürfte.

Deutschland leistet sich den Luxus mit drei Supercomputer, die abwechselnd hochgerüstet werden. Neben Jülich und Garching ist das HLR Stuttgart Teil des deutschen Gauss Centre for Supercomputing.
Wer sich den SuperMUC NG selbst besichtigen möchte, hat am 13.10.2018 am Tag der offenen Tür des Forschungscampus Garching die Gelegenheit die Racks zu bestaunen.