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Thema: Aufruf: Unser Trinkwasser in Gefahr

  1. #51
    A.C.I.D

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    Avatar von Seedy
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    Re: Aufruf: Unser Trinkwasser in Gefahr

    @nik:
    Du kannst doch nicht so nen korrupten Scheißhaufen wie die USA als Beispiel anführen, aber wenn du willst:
    Der Dollar ist noch fast so viel wert wie der Euro und die USA ist zahlungsfähig... klingt also nicht besonders pleite für mich.

    Ich bin nicht so der Fan von Binärdenken.
    Gibt noch nen bisl. mehr als Sozialsmus und Neoliberalenanarchokapitalismus. Sozialkapitalismus, wie er z.B. in Europa und Canada (nachdem Trödöös Vater sie fast bankrottiert hätte, natürlich).
    Der funktioniert imo ganz gut.
    Hat alle vorteile des Kapitalismus und die guten Teile des Sozialismus.

    Wenn heute noch jemand so echten Sozialismus für ne gute Idee hält, dann kann man dem auch nicht mehr helfen.
    Ist oft genug ausprobiert worden, oft genug lief das nur so Semi.
    Wir könnens ja noch mal probieren, aber wartet bitte, bis ich meinen Schutzbunker mit genügend Dosenravioli gefüllt habt. okay?
    Für diesen Beitrag bedankt sich Pleitgengeier
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  2. #52

    Re: Aufruf: Unser Trinkwasser in Gefahr

    Naja Seedy,die USA ist ein mindestens ebenso gutes Argument wie Bolivien.
    Schau Dir mal die Geschichte seit Bolivar an.
    Da hat nicht der Sozialismus zum Übel geführt, sondern eher solche Kleinigkeiten wie Kriege und Revolutionen, Diktaturen und ähnliches.
    Trotzdem hat es Bolivien geschafft die Währungsreserven im Vergleich zum BIP in echte Sphären zu treiben.
    Und der Osten hatte mit echtem Sozialismus halt auch nur den Namen gemein. Das Gemeinwohl, das ultimative Ziel des von Marx proklamierten Sozialismuses wurde doch nicht mal in Entferntesten angestrebt.
    Es wurde eine Machtelite gebildet, die unter sich blieb. Diktatur des Proletariats ist damit nun wirklich nicht vereinbar.
    Die Elite wurde reicher und fett, die anderen hingen am Hungertuch.
    Meine bessere Hälfte kommt aus dem Osten der Republik, ist im Pseudosozialismus aufgewachsen. Sie verbindet den Begriff alleine schon mit solchen Brainfucks wie Planwirtschaft.
    Aber genau diese ist ein wunderbares Beispiel antisozialistischer Führung. Nach Marx wissen ja die Arbeiten und Bauern selbst am Besten was benötigt und wie das Benötigte erzeugt werden muss.
    Wie passt es da, das Väterchen Staat (den es im Kommunismus ja dann nicht mehr geben soll) vorgibt was auf welchen Äckern angebaut werden soll?

    Sozialismus wurde immer genau soweit "implementiert", wie es einer wie auch immer gearteten Elite zum Nutzen diente.
    Kuba ist prinzipiell noch ein kleines Stück weiter gegangen und auch nach wie vielen Jahren noch nicht untergegangen. Trotz etlichen Bemühungen des grossen Nachbarn im Norden.
    Gruß
    braegler

  3. #53
    A.C.I.D

    Veteran

    Avatar von Seedy
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    Re: Aufruf: Unser Trinkwasser in Gefahr

    Mal ne andere Frage:
    Wenn man "die da oben" für nen korrupten inkompetenten Klüngel hält, wie kommt man da noch auf die Idee, ihnen zusätzlich die Kontrolle über die Produktionsmittel zu geben?
    Sollte nicht das gegenteil der Fall sein? "da oben" so wenig Kontrolle wie möglich, damit die nix kaputtmachen, was also einer Privatisierung entspricht?

    Sry, ich kann "Sozialismus ist gut" send by iphone 27 einfach nicht ernst nehmen.
    Ich mein, ich erinnere mich noch an die Horden Westdeutscher, die versucht haben in den gelobten Ostblock zu kommen, deswegen haben die ja auch irgendwann die Mauer aufgebaut.

    Sozial, heißt nicht Sozialistisch und Kapitalistisch heißt nicht Asozial.

    Ich für meinen Teil erfreue mich am Lebensstandard, der im Windschatten des Kapitalismus entstanden ist.

    Der Raubbau der am Sozialsystem betrieben wird, ist auch mir ein Dorn im Auge, verstaatlichen ist dennoch keine Option für mich.
    Außerdem finde ich es ganz gut, dass der Staat nicht die Hoheit über Kommunikation und Transport hat.
    Stellt euch vor was BND und co anstellen würden, wenn ihnen die Scheiße auch noch gehören würde.

    Ich simplifizieren mal:
    Demokratie bedeutet Machtbeschränkung.
    Privatisierung bedeutet Machtbeschränkung.
    Privatisierung bedeutet Demokratie.

    Verstaatlichung bedeutet Macht.
    Macht bedeutet Diktatur.
    Verstaatlichung bedeutet Diktatur.


    Ich versteh einfach nicht wie man auf der einen Seite auf Staatliche Inkompetenz schimpfen kann und ihnen gleichzeitig mehr in die Hand geben will, was sie abfucken können.
    Für diesen Beitrag bedankt sich Pleitgengeier
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  4. #54

    Re: Aufruf: Unser Trinkwasser in Gefahr

    Seedy, hast Du Marxs Kapital mal gelesen? Wirklich interessant und durchaus lesenswert.
    Es geht doch nicht darum, dass "die da oben" die Kontrolle haben.
    Das ist zwar das, wie es in der Welt umgesetzt wurde, aber passt nun nicht wirklich zur Idee dahinter.
    Die Verstaatlichung der Produktionsmittel, wie von Marx beschrieben, ist nur ein Teil des Puzzles. Die anderen hat man aber gut versteckt und nicht in Bild gebracht.
    Man hat nur umgesetzt was, entgegen des Geistes des Sozialismus, zur Stärkung der Elite diente.

    Die Idee des Sozialismus aufgrund des ehem. Ostblocks zu bewerten ist wie die Bewertung der Idee der Automobilität an einer Seifenkiste festzumachen.
    Gruß
    braegler

  5. #55
    offizielles GEZ-Haustier Avatar von Pleitgengeier
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    Re: Aufruf: Unser Trinkwasser in Gefahr

    Zitat Zitat von Schattenfresser II Beitrag anzeigen
    Es gibt so viele schöne Beispiele, in denen man sehen kann was passiert, wenn man auf die Ideen von FDP & Co reinfällt. USA unter Reagan, GB unter Thatcher.. aber hey. wir lernen nichts aus den Fehlern anderer. Wir wollen sie gefälligst alle nochmal selbst machen.
    Und Mao, Stalin, Lenin und viele andere sind schöne Beispiele, in denen man sehen kann was passiert, wenn man auf den Sozialismus hereinfällt.
    Und nur die ersten beiden bringen es auf 150 Millionen Tote, dafür muss der Kapitalismus ziemlich hart privatisieren
    Ich wähle die Partei - sie ist sehr gut!

  6. #56
    Dr. Zyn. Avatar von Novgorod
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    Re: Aufruf: Unser Trinkwasser in Gefahr

    Zitat Zitat von Seedy Beitrag anzeigen
    Bolivien, Venezuela, Canada, der gesamte Ostblock.
    interessanter mix (kanada??), aber die besten beispiele hast du vergessen: china, nordkorea, irak, syrien, somalia, kongo 1-20 usw.. gemein ist allen (bis auf kanada ) die regierungsform und die hat mit sozialismus in etwa soviel zu tun wie die "demokratische republik [-insert country-]" mit demokratie.. und ohne demokratie kann es garkeinen sozialismus geben - wie kann der proletarische pöbel regieren, wenn nicht er sondern irgendwelche reichen arschgeigen regieren, hm? eben.. funktionierenden sozialismus gab (bzw. gibt es wohl immernoch) im kleinen rahmen in den israelischen kibbuzen.. die idee ist historisch betrachtet relativ neu (im vergleich z.b. mit der "res publica" und allen möglichen feudalsystemen) und wurde auf nationaler ebene bisher in keinem land der erde ernsthaft durchgezogen (entweder war es von anfang an ein scam oder die amis hatten was dagegen ).. was auf der großen skala auch nur entfernt in die richtung geht, ist skandinavien, aber die zukunft ist sehr ungewiss, weil es selbst dort keinen eindeutigen gesellschaftlichen konsens darüber gibt..

    das zeigt aber relativ deutlich, dass sozialismus sich nur 1. demokratisch und 2. aus wohlstand heraus entwickeln kann - nicht aus armut durch diktatur, das wäre auch völlig absurd.. aber diese bedingung führt sogleich zum nächsten dilemma: um den wohlstand zu erreichen, wird kapitalismus benötigt (oder ein sehr reicher und gönnerhafter scheich ) und der funktioniert nur durch eine ungleiche verteilung der ressourcen (denn diese sind ja begrenzt), oder einfacher gesagt: ohne arm gibts kein reich und wenn alle reich sind, ist niemand reich.. das wiederum verhindert schonmal von vornherein einen globalen sozialismus und selbst für den wohlhabenden teil der gesellschaft wirds schwierig mit dem sozialismus, weil für sie die gesellschaftliche priorität nicht (echte) demokratie ist, sondern das aufrechterhalten der ungleichverteilung und der schutz vor den nicht wohlhabenden, die (ganz kapitalistisch) ja auch sein stück vom kuchen wollen.. es ist eine art ökonomische feedback-schleife, die äußerst schwer zu durchbrechen ist..

  7. #57
    A.C.I.D

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    Avatar von Seedy
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    Re: Aufruf: Unser Trinkwasser in Gefahr

    Ich bin die "das war kein echter Sozialismus" ausrede leid.
    Wie oft muss man etwas eigentlich probieren und gegen die Wand fahren, bis die Leute einsehen, dass es nicht funktioniert? Gabs da nicht mal nen Zitat von Einstein?

    Produktionsmittel und Staat müssen getrennt bleiben, sonst fängt man sich ne Diktatur ein.
    Ist traurig, aber ist so.

    Ich bin stark dafür das Sozialsystem so weit nach oben zu drehen wie es geht.
    Rente, Krankengeld, Arbeitslosengeld, Krankenversicherung, Kindergeld, bedingungsloses Grundeinkommen, -alles super Sachen.

    Ich find auch das Gewerkschaftsmodell, bei dem die Arbeitervertretung die Hälfte des Aufsichtsrates stellt und jeder Arbeitnehmer einen Anteil an der Firma hält grundsätzlich gut.
    Sobald aber die Produktionsmittel nicht mehr Privat, sonder kommunalisiert sind, kippt das ganze ziemlich schnell ziemlich unschön.


    Ich verteidige den Kapitalismus nicht, weil ich Großkonzerne so geil finde.
    Ich bekämpfe den Sozialismus nicht, weil ich soziales kacke finde.

    Ich mache das, weil ich gerne in relative Freiheit, mit relativen Wohlstand lebe.
    Es ist schon irgendwie auffällig, dass alle Länder mit Wohlstand und Freiheit kapitalistisch sind und alle anderen arm und/oder korrupt.

    Man kann von mir aus, den Kapitalismus sozialisieren so viel man will.
    Doch sobald man anfängt die Produktionsmittel zu kommunalisieren endet das nicht gut.
    Für diesen Beitrag bedankt sich Pleitgengeier
    Elitär, bourgeois und amoralisch

  8. #58
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    Avatar von Metal_Warrior
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    Re: Aufruf: Unser Trinkwasser in Gefahr

    Zitat Zitat von Novgorod Beitrag anzeigen
    funktionierenden sozialismus gab (bzw. gibt es wohl immernoch) im kleinen rahmen in den israelischen kibbuzen.. die idee ist historisch betrachtet relativ neu (im vergleich z.b. mit der "res publica" und allen möglichen feudalsystemen) und wurde auf nationaler ebene bisher in keinem land der erde ernsthaft durchgezogen
    Ich muss da leider mal kurz korrigieren: Ist weder neu noch funktionsunfähig, sondern uralt und wurde bereits auf nationaler Ebene funktionierend durchgeführt - bis die Amis ihn kaputt gemacht haben. Allerdings damals noch im eigenen Land. Die Langen Häuser waren so organisiert. Die Lenape AFAIK auch und ebenso die Cree. Sozialismus kann funktionieren, ist allerdings inkompatibel mit dem Gedanken, Land besitzen zu können (als Eigentümer).
    GCM/IT/S/O d-(--) s+:- a? C++(+++) UL+++(++++)$ P L+++>++++ W++ w@$ M--$ PS+(++) PE(-) Y+(++) PGP++(+++) t+ 5(+) R* !tv b+(++++) DI(++) G++ e+>++++ h(--) y?
    Das Ende ist nahe: Dem Harleyschen Kometen folgt der Gammablitz beim Scheißen.

  9. #59
    Dr. Zyn. Avatar von Novgorod
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    Re: Aufruf: Unser Trinkwasser in Gefahr

    Zitat Zitat von Seedy Beitrag anzeigen
    Ich bin die "das war kein echter Sozialismus" ausrede leid.
    Wie oft muss man etwas eigentlich probieren und gegen die Wand fahren, bis die Leute einsehen, dass es nicht funktioniert? Gabs da nicht mal nen Zitat von Einstein?
    welche ausrede? wo wurde es probiert?

    Es ist schon irgendwie auffällig, dass alle Länder mit Wohlstand und Freiheit kapitalistisch sind und alle anderen arm und/oder korrupt.
    jedes land der erde ist kapitalistisch, aber mit extrem schwankendem grad an wohlstand und freiheit..

  10. #60
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    Re: Aufruf: Unser Trinkwasser in Gefahr

    Zitat Zitat von Pleitgengeier Beitrag anzeigen
    Und nur die ersten beiden bringen es auf 150 Millionen Tote, dafür muss der Kapitalismus ziemlich hart privatisieren
    Die Rechnung wäre mal interessant. Woher kommt die Zahl und welche Zahl würde sich bei gleicher Bemessungsgrundlage für den Kapitalismus ergeben.
    Das Ergebnis dürfte erschreckend sein, denn da werden sicher nicht nur die Opfer von Gewaltverbrechen gezählt.

    Wie braegler gesagt hat, sind die Schriften von Marx durchaus lesenswert. Einerseits ist sein Weitblick zu bewundern, andererseits sollte es aus meiner Sicht mehr als philosophisches Werk betrachtet werden.
    Marx war wohl eher kein Marxist und er nicht zu messen an den Taten derer, die sich auf ihn berufen und nicht für ihre Taten verantwortlich. an ist nicht verantwortlich.*

    1516 schriebThomas Morus "Utopie" , 1623 Tommaso Campanella "Der Sonnenstaat".
    Da spricht man auch allenfalls in einem philosophischen Diskurs und nicht weltanschaulich.


    * Da gibt es auch Beispiele bei anderen Weltanschauungen


    OT

    Spoiler: 

    Wieder ein Beitrag, wo ich mich frage, ob ich da nicht rüber komme, wie "ein Linker". Dabei sehe ich mich selber gar nicht als solcher. Ich versuche mit den Jahren eigentlich immer mehr, unvoreingenommen zu sein.
    Das ngb ist aber ein Beispiel dafür, das Blasen auch anders funktionieren. Hier fallen manchmal schon bei Halbsätzen im Bereich Politik Member ein, die man triggern wird.
    Ich bin immer schon ein Antikommunist gewesen. Sry, wenn das jetzt geschwätzig wirkt, aber ich bin eben gerade wieder aufgewacht, weil es gärt den ganzen Tag in mir, seit ich hier heute "echten Sozialismus" gelesen habe.
    Wenn man das googelt, dann kommen dann Ergebnisse von der M L P D. Und die haben sich letztens bei der Kundgebung gegen das neue Polizeigesetz NRW dermaßen in den Vordergrund gespielt, daß es der Sache schon abträglich war. Wenn es um Bürgerrechte geht, braucht man keine Verfassungsfeinde als Unterstützer.

    Und um die Freiheit zu bekämpfen, braucht es keine Terroristen:

    polizeigesetz-nrw


    J'irai pisser sur votre bombes
    You can educate a fool, but you cannot make him think

  11. #61
    肉まん Avatar von nik
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    Re: Aufruf: Unser Trinkwasser in Gefahr

    Zitat Zitat von Seedy Beitrag anzeigen
    Wie oft muss man etwas eigentlich probieren und gegen die Wand fahren, bis die Leute einsehen, dass es nicht funktioniert?.
    Genau, wann hören sie endlich damit auf, Dinge zu privatisieren, die in Staatshand bleiben sollten.
    Gerade dachte ich, dass das Gehirn faszinierend ist. Dann ist mir aufgefallen, dass das Gehirn selbst das gedacht hat. Arroganter Fleischklumpen.

    Verallgemeinerung ist die Philosophie der Primitiven

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