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Thema: [Reisebericht] Interrail Hauptstädte Skandinaviens

  1. #1
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    [Reisebericht] Interrail Hauptstädte Skandinaviens

    Vor ein paar Jahren habe ich eine kleine Reise im Januar gemacht. Flug war von Helsinki nach Kopenhagen. Nachdem ich mir Kopenhagen und Malmö angeschaut hatte, ging es mit einem Interrail-Ticket nach Göteborg, Oslo und Stockholm. Von Stockholm fuhr ich mit der Fähre wieder zurück nach Finnland.
    Natürlich war ich während der besten Reisezeit unterwegs: Januar. Also viel Regen, Schnee, kurze Öffnungszeiten. Kurzum: perfekt... Nachdem ich aus anderen Gründen bereits Oslo rekapitulierte, dacht ich mir ich schreib mal alles zusammen. Vielleicht kann der ein oder andere von euch meine Berichte ergänzen.

    Kopenhagen

    Kopenhagen ist die Hauptstadt Dänemarks. Auf der Insel Seeland gelegen ist sie die größte Stadt in Skandinavien. Genau hier war ich vor ein paar Jahren für grob zwei Tage. Nachdem ich schon Oslo beschrieben habe, kommt nun Kopenhagen dran. Die Stadt ist sehr einfach zu erreichen, entweder über Flughafen oder Zug. Natürlich kommt man mit dem Auto auch hin. Die Verbindung vom Flughafen hat mir damals sehr gut gefallen: einfach, schnell mit dem Zug und so ausgeschildert, dass man es nicht verfehlen kann. Kopenhagen selbst kann man gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden. Meist wird man in der Innenstadt, vielleicht auch noch in Frederiksberg oder Freistadt Christiania verbringen.

    Sehenswürdigkeiten

    Sehr markant und direkt am Hauptbahnhof gelegen ist Tivoli. Der zweitälteste Vergnügungspark war leider während meines Aufenthaltes geschlossen. Am Rande des Parks läuft der*Andersen Boulevard entlang, an dem sich auch das*Rathaus*befindet. Dieses ist mit vielen Skulpturen geschmückt und wurde im Stil der italienischen und normannischen Renaissance erbaut. Der Rathausturm ist mit 113 m zugleich Dänemarks höchster Turm.

    Weiter gehts über die kleinen Seen, an denen man gut joggen oder Fahrradfahren kann zum botanischen Garten. Hier kann man es aushalten, insbesondere im Sommer Schatten suchen. Im Winter bietet sich das Gewächshaus zum Aufwärmen an. Gegenüber befindet sich das Schloss Rosenborg. Die Sommerresidenz für Christian IV. beherbergt die dänischen Kronjuwelen. In dem Museum kann man u.a. den Elfenbeinthron mit drei silbernen Löwen und die mit Edelsteinen verzierte Goldkrone Christians IV. sehen. Weiter ging es für mich zum Nyboder. Die alten Gebäude, die als Wohnhäuser für die königliche Marine dienten, haben mich fasziniert. Die Häuser stechen mit ihrem Gelb hervor, wobei die klassischen Farben früher weiß und rot waren. Neben den Wohnhäusern befindet sich hier auch eine Kirche und eine Schule.
    Das nächste Highlight für mich war das Kastell von Kopenhagen (Kastellet). Es liegt am Nordrand der Altstadt und ist ein Überbleibsel der alten Stadtbefestigung, nördlich von Schloss Amalienborg. Unterhalt der Festungswälle verläuft eine Promenade, die direkt zur kleinen Meerjungfrau führt. Die ist natürlich DIE Sehenswürdigkeit der Stadt. Sie wurde am 24. August 1913 eingeweiht und ihre Geschichte wird in einem Märchen von Hans Christian Andersen erzählt.

    Von der Meerjungfrau kann man schön zur Amalienborg und Frederikskirche gehen. Die Kirche wird auch Marmorkirche genannt und hat eine der größten freskengeschmückten Kuppeln Europas. Sie ist ein Abbild des Petersdoms in Rom und wurde erst 140 Jahre nach Baubeginn fertiggestellt. Unmittelbar neben der Kirche steht das Schloss Amalienborg, in dem die Königin lebt. Mittags um 12 Uhr findet hier die Wachablösung der Garde statt, die ich eher zufällig sah. Unweit des Schlosses befindet sich der schön gelegene Nyhavn mit all seinen Restaurants. Diese Straße wird von schmucken Giebelhäusern beiderseits des Hafenarms gesäumt. Am westlichen Ende befindet sich der königliche neue Markt. Von diesem wichtigsten Platz der Stadt führen sternförmig Dutzend Straßen weg.

    Das Schloss Christiansborg ist einer der wichtigsten Touristenmagnete der Stadt. Das Gebäude beherbergt das Parlament. An der Nordseite steht die Schlosskirche. Dem schließt sich die Kopenhagener Börse (Børsen) an. Dieser Renaissancebau mit seinen verschlungenen Drachenschwänzen diente bis 1974 als Kopenhagener Börse. Gegenüber liegen die Nationalbank und die Holmenskirche (Holmens Kirke). Von der Börse führt eine interessante Klappbrücke (Knippelsbro) über den Inderhavn nach Amager und zur Erlöserkirche im Stadtteil Christianshavn. Der zweithöchsten Turm Kopenhagens kann über eine angefügte Wendeltreppe bestiegen werden. Von hier ist es nicht weit zur Freistadt Christiania. Die Freistadt Christiania ist eine de facto unabhängige Kommune auf Christianhavn. Sie wurde in vom Militär verlassenen Baracken gegründet und nun befinden sich viele kleine Läden und Cafes hier. Bekannt ist das Café Månefiskeren.

    Ein weiterer schöner Aussichtsturm befindet sich in der Innenstadt, genauer gesagt an der Einkaufsstraße. Der Rundetaarn (Runde Turm) kann über eine 209 m langen, stufenlosen Wendelgang bestiegen werden.

    Ausflüge

    Über die Øresundsbrücke - entweder mit dem Auto, wofür man Maut zahlt, oder mit dem Zug - erreicht man rasch das südschwedische Städtchen Malmö. Eine knappe halbe Stunde südlich von Kopenhagen liegt Roskilde, bekannt für das jährliche Festival und das Wikingerschiffmuseum.

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    Malmö

    Malmö habe ich als Tagesausflug von Kopenhagen besucht. Die Stadt ist nur von der Öresundbrücke von Kopenhagen und damit Dänemark getrennt und liegt in Schonen. Die Stadt kann man gut zu Fuß oder mit dem Rad erkunden. In meinem Hostel befand sich eine gute Studentenkarte mit den Sehenswürdigkeiten von Malmö. Zunächst ging es für mich in die Innentstadt zum Rathaus. Um das alterwürdige Rathaus liegen mehrere Plätze, die allersamt ihren eigenen Charme haben, wie Lilla Torg und Stortorget. Der kleine Platz ist umringt von Fachwerkhäusern. Etwas nordwestlich von der Innenstadt befindet sich das Malmöhus. Das Renaissanceschloss ist umgeben von einem schönen Park mit einer Schlossmühle und kleineren Cafés. Im Schloss befindet sich inzwischen das Stadtmuseum, dessen Ausstellung mir damals gefiel.

    Zum Essen holte ich mir was auf dem kleinen Fischmarkt (Fiskehoddorna), wo neben mir nur Einheimische waren. Gegenüber liegt das von außen interessant aussehende Museispårvägen. Von hier aus ist es nicht weit zum Strandhaus mit Sauna, welches im Meer liegt. Weit sichtbar ist das Wahrzeichen der Stadt: Turning Torso. Der spanische Architekt Santiago Calatrava hat bei dem 190 Meter hohem Hochhaus die Form eines sich drehenden menschlichen Körpers nachempfunden. Von hier aus kann man auch gut das Meer beobachten und die Öresundbrücke sehen.

    Wer Kunst mag, wird die Stadt lieben: hier gibt es mehrere Kunstmuseen. Zudem ist die Küche sehr international.

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    Göteborg

    In Göteborg machte ich leider nur kurz Station und zudem war Winter. Zumindest sah ich ein kleinwenig was. Die Stadt hat mir aber auf die kurze Zeit sehr gut gefallen muss ich sagen.*Göteborg liegt an der Westküste der schwedischen Region Götaland und ist die zweitgrößte Stadt Schwedens. Geprägt ist die Stadt als Hafen-, Handels-, Industrie- und Werftstandort, was einem bei einem Spaziergang schnell auffällt. Wer länger hier ist, kann sich auch das Volvomuseum anschauen. Die Stadt war einst das Zentrum des schwedischen Schiffbaus. In den 1970er Jahren mussten jedoch viele Werften schließen. Die Spuren der Arbeiterklasse sind jedoch immer noch allgegenwärtig. Der Hafen Göteborgs ist trotzdem der größte Skandinaviens.

    Auch die Altstadt kann man gut zu Fuß ergehen. Zudem fahren Straßenbahnen und Busse zu weiter entfernt liegende Ziele. Göteborg wurde im 17. Jahrhundert als wehrhafte Stadt erbaut. Noch heute deutlich sichtbar ist der Wallgraben um das Stadtzentrum. Die ehemals dahinter liegende Stadtmauer wurde leider weitgehend abgerissen. Am Esperantoplatsen sind die Reste einer Bastion erhalten geblieben. Zur Verteidigung der Stadt wurden zusätzlich außerhalb der Stadtmauern Schanzen und Festungen direkt um das Stadtzentrum angelegt. Der Dom liegt auf den Resten des Vorgängers und ist gut sichtbar. Der Rundgang beginnt innerhalb des alten Wallgrabens und führt entlang des Göta Älvs, vorbei am Maritima Museum, der Oper, dem Kronhuset, der deutschen Kirche und dem Dom. Nachdem ich im Winter unterwegs war, konnte ich Maritiman leider nur von außen besichtigen. Das Museum besitzt eine stolze Flotte an älteren Schiffen, u.a. auch ein U-Boot. Das Aquarium, das Schifffahrtsmuseum und der Ostindienfahrer Götheborg sollen ebenfalls sehenswert sein. In der Nähe von Maritiman befindet sich der Jussi Björlings plats mit einer Statue und einem schönen Fotomotiv. Dann folgt man der Prachtstraße Avenyn bis zu ihrem südlichen Ende mit der Statue des Poseidons, eingerahmt von Kunstmuseum, Stadttheater, Konzertsaal und Bibliothek.

    Neben den Resten der Verteidigungsbauten faszinierten mich die ganzen Parks, wie der botanische Garten und der Park Trädgårdsföreningen, die praktischerweise auf dem Weg liegen. Überquert man den Wallgraben beim Esperantoplatsen, kann man einen Blick auf den letzten Rest der ehemaligen Stadtmauer werfen. Von hier gehts in das Stadtviertel Haga zur Haga Nygata. Typisch ist die Bebauung mit Landshövdingehus, die aus Brandschutzgründen unten gemauert und darüber in Holzbauweise errichtet sind. Von Haga aus gehts hinauf zur Skansen Kronan, von wo aus man einen schönen Ausblick genießen kann.

    Fazit: leider zu kurz und Winter.

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    Oslo

    Oslo ist die Hauptstadt und zugleich größte Stadt Norwegens. Sie liegt am Ende des Oslofjordes, was mich damals stark faszinierte. Dank des norwegischen Dichters Bjørnstjerne Bjørnson trägt Oslo den Beinamen Tigerstaden (Tigerstadt). Die beiden Flughäfen der Stadt sind gut mit Expressbussen und teils Zügen mit der Innenstadt verbunden. Von Stockholm und Kopenhagen kann man auch mit dem Zug anreisen, wie ich es machte. Der Bahnhof liegt praktischerweise am Anfang der Fußgängerzone Karl Johans Gate. Die allermeisten Sehenswürdigkeiten der Stadt kann man bequem zu Fuß erkunden. Für den Rest kann man Busse und Tram-Bahnen verwenden. Wenn man sich einige Museen anschauen möchte, lohnt sich der Oslo-Pass, den es auch für 48 Stunden gibt. Im Sommer lohnt sich wohl die Fahrt mit den Oslofjord-Fähren. Im Winter hatte ich da leider Pech.

    Sehenswürdigkeiten

    Mein Stadtspaziergang durch die Altstadt startete am Fuße des Hauptbahnhofes, genauer gesagt bei der Tiger-Statue. Die Karl Johans Gate und ihre Nebenstraßen ist gezäumt von Geschäften. Zur Rechten sieht man sehr schnell Brannvakten und die Domkirche.*Der Osloer Dom ist bereits das zweite Kirchengebäude an diesem Platz. Während der erste Dom noch außerhalb des heutigen Stadtzentrums stand, wurde der Nachfolger bereits an der heutigen Stelle errichtet. Er fiel jedoch kurz darauf auch einem Brand zum Opfer. Der heutige Dom wurde 1694 - 1697 errichtet. Der Dom ist zugleich die norwegische Reichskirche.

    Das Parlaments-Gebäude (Stortinget) später auf der linken hat mich ebenfalls fasziniert. Auf dem Platz kann man im Winter kostenlos Schlittschuhlaufen. Gerade aus weiter gelangt man zum Königlichen Schloss und dem schönen Park, der auf einem Hügel liegt. Das Schloss ist mit seinen 173 Zimmern eine eher kleine königliche Residenz. Das Schloss ist bis auf einen Flügel nicht umzäunt. Im Sommer kann man Teile des Schlosses im Rahmen von Führungen besichtigen. Vom Schloss gehts eher langweilig durch ein Siedlungsgebiet mit einigen Botschaften zum Vigelandmuseum und dem Vigelandpark.*Der Vigelandspark enthält*212 Einzelskulpturen aus Stein, Bronze oder Schmiedeisen des norwegischen Künstlers Gustav Vigeland. Die Anlage, die im Kern zwischen 1939 und 1949 fertiggestellt wurde, gilt als größte Skulpturensammlung eines einzigen Künstlers weltweit.

    Der Weg führte mich zum Wasser, an dem man, vorbei an einigen Statuen und mit einer sehr guten Sicht, weiter zum Hafen läuft. In der modernen Hafenstadt kann man sich stärken, bevor es weiter geht. Weiter, vorbei an den Schiffen, dem markanten roten Rathaus zur Festung Akershus (ich war leider im Winter dort und hatte zeitlich Pech).*Die mittelalterliche Festung Akershus mit dem königlichen Wohngebäude oberhalb des Hafen wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut. Zu besichtigen sind die Schlosskirche, das königliche Mausoleum und zahlreiche weitere Räume im Sommer. Zu anderen Jahreszeiten kann man zumindest das Schloss vom Hafen aus gut bestaunen. Der Weg führte mich weiter, vorbei an dem Nobelfriedenzentrums, das mit wechselnden Sonderausstellungen aufwartet, zum Opernhaus, wo man sich auf dem Dach aufhalten kann.

    Museen

    Mit der Fähre 91 geht es im Sommer zur Museumsinsel - Halbinsel Bygdøy. In anderen Jahreszeiten empfiehlt sich der Bus der Linie 30, oder man ist so verrückt wie ich und läuft (Achtung: im Winter nicht immer geräumt). Auf der Halbinsel befinden sich das Fram-Haus, Kon-Tiki-Museum, Seefahrtsmuseum, Wikingerschiffmuseum, das Freilichtmuseum und das Holocaustcenter.

    Mit der Fähre sind die ersten Stopps das Framhaus, das Seefahrtsmuseum und das Kon-Tiki-Museum, welche ich leider aus zeitlichen Gründen (Winter) ausfallen lassen musste. Das Polarschiff Fram wurde unter anderem von Fritjof Nansen und von Roald Amundsen für ihre Expeditionen genutzt. So wurde es auch für die Südpol-Expedition Amundsens von 1910-1912 verwendet. Das Schiff wurde 1935 auf Bygdøy angelandet und das Museumshaus anschließend um das Schiff herum gebaut. Zahlreiche Expeditionen des norwegischen Wissenschaftlers und Forschungsreisenden Thor Heyerdahl sind im Kon-Tiki-Museum mit Dokumenten, Originalstücken und Nachbauten präsentiert. Die Kon-Tiki, das Balsafloß, mit dem Heyerdahl seine Theorie bewies, dass Polynesien aufgrund bestimmter Meeresströmungen von Südamerika aus besiedelt werden konnte, ist in der Form, wie es die Expedition überstand, ausgestellt. Wer sich mehr für Kon-Tiki interessiert, dem kann ich den Film Kon-Tiki aus dem Jahr 2012 empfehlen. Unendlich viele Schiffsmodelle und Gemälde zur Schifffahrt befinden sich im Seefahrtsmuseum. Ihr seht, Fram und Kon-Tiki interessieren mich stärker

    Mit dem Bus gelangt man zum Wikingerschiffmuseum, wo Schiffe und andere Alltagsgegenstände ausgestellt sind. Das Oseberg-Schiff ist das besterhaltene der drei ausgestellten Schiffe. Das Gokstad-Schiff, das in der Nähe von Sandefjord gefunden wurde, ist das größte und auch das einzige ursprünglich hochseetaugliche Boot, während das Tune-Schiff nur in Bruchteilen erhalten ist. Besonders fasziniert haben mich der Wagen und Schlitten, die mit anderen Gegenständen ausgestellt sind.

    Anschließend kann man sich im Freilichtmuseum (Norsk Folkemuseum) frühere Häuser sowie eine Stabskirche anschauen. 155 historische Gebäude aus ganz Norwegen, die zusammengetragen wurden, können bestaunt werden. Die um 1200 erbaute Stabkirche von Gol sollte 1970 dort abgerissen werden und wurde Dank der Unterstützung von König Oscar II. in seine damalige private Sammlung historischer Gebäude integriert. Sie ist eine von 28 verbliebenen authentischen Stabkirchen. Bis zur Reformationszeit waren es wohl um die 750. Neben den Gebäuden gibt es mehrere Ausstellungen zum früheren Leben in Norwegen. Nachdem ich im Januar als so ziemlich einziger Touri unterwegs war, gab es vielfach Informationen zu Weihnachten und nette Angestellte, die mir alles mögliche erklärten. Hier kann man auch etwas essen.

    Leider nicht geschafft: Munch-Museum und Holmenkollen.

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    Stockholm

    Ich startete am Morgen mit der Altstadt (Gamla Stan), eine der besterhaltensten in Europas, was zugleich das Herz von Stockholm ist. Das Zentrum der Altstadt ist Stortorget, ein Platz, wo der dänische König Christian II. 1520 beim Stockholmer Blutbad 82 Personen köpfen ließ. Hier befindet sich auch das Nobelmuseum und ein nettes kleines Café, in dem man auch was zu Essen erhält. In der Altstadt könnte ich mich zu Tode laufen, nachdem mich die Gassen und die Farben der Häuser begeistern. Weiter gings nach Riddarholmen, wo eine bekannte Kirche aus dem 13. Jahrhundert steht. Weiter südlich befindet sich die deutsche Kirche, deren Turmspitze mit 100 Metern der höchste Punkt der Altstadt bildet. Von hier aus kann man gut das Rathaus sehen. Das Rathaus lohnt sich auch selbst.*Im Rathaus befindet sich der blaue Saal, der nicht blau ist und wo jedes Jahr das Nobelpreisbankett stattfindet. Ebenfalls lohnenswert ist ein Besuch des 155 Meter hohen Kaknästurms. Aussicht muss sein.

    Weiter führte mich der Weg zum königlichen Schloss, wo mir scharenweise Russen über den Weg liefen. Das Schloss ist der Öffentlichkeit zugänglich, während die königliche Familie im Schloss Drottningholm auf der Insel Lovö lebt. Hierher habe ich es leider auf Grund der kurzen Zeit nicht geschafft. Von hier aus führte mich der Weg über die Inselchen Skeppsholmen und Kastellholmen über die Anlegestelle von kleineren Schiffen zu den Museen auf Djurgården. Auf der Insel befinden sich mehrere Museen, wobei ich mich für das Vasa Museum und das Freilichtmuseum Skansen entschied.
    Die Vasa war eine schwedische Galeone, die zu den größten und am stärksten bewaffneten Kriegsschiffen ihrer Zeit zählte. Nur leider sank sie bereits bei ihrer Jungfernfahrt nach nur 1300 Metern Fahrtstrecke bei normalen Seegang wegen schwerwiegender Konstruktionsfehler. Nach ihrer Auffindung und Bergung wurde sie restauriert und ist heute im Vasa-Museum zu besichtigen. Neben dem Schiff selbst sind das Leben ihrer Besatzung, Gegenstände und vieles mehr ausgestellt.
    Das Freilichtmuseum Skansen beherbergt viele alte Gebäude, wie eine alte Schule, eine Bäckerei, Kirchen und Bauernhäuser. Verkleidete Mitarbeiter erzählen, wie es früher in Schweden so war und nebenbei sieht man typische Tiere in Gehegen, wie Elche und Rentiere. Hier bin ich ewig herumgelaufen, da es viel zu sehen gibt und Schautafeln weitere Informationen liefern.

    Anschließend ging es für mich in die modernere Innenstadt, bevor ich abends mit der Fähre entschwand. Stockholm hat mir sehr gut gefallen. Wäre es Sommer gewesen und hätte ich mehr Zeit gehabt, hätte ich sicherlich noch eine Schärenrundfahrt unternommen. Eine solche habe ich bereits in Helsinki mehrfach gemacht und ist definitiv empfehlenswert.
    Die Fähre war ein Erlebnis für sich: massig betrunkene russische Teenager, dazu ein paar Austauschis und ein heulender Schwede...

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    Für diesen Beitrag bedanken sich gavriel, War-10-ck
    Geändert von LadyRavenous (14.05.18 um 16:19 Uhr)
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  2. #2
    Warp drölf

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    Avatar von godlike
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    Re: [Reisebericht] Interrail Hauptstädte Skandinaviens

    Hast du die Fotos extra noch abgedunkelt? Das wirkt alles so wunderschön trostlos Da darf man echt keine Rasierklingen dabei haben...

    Würde mich alles in allem aber auch mal reizen. In den 6 Tagen wo es dort schön ist im Jahr
    Für diesen Beitrag bedankt sich gavriel
    »Ask not what you can do for your country. Ask what's for lunch« Orson Welles

    „Eine Gestalt von seltenem Ebenmaß“

  3. #3
    in Schwarz

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    Re: [Reisebericht] Interrail Hauptstädte Skandinaviens

    @godlike: Nee, ich war damals mit einfacher Digitalkamera im Januar unterwegs. Man merkt halt, dass es im Winter etwas dunkler ist als hier.
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