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Thema: WesternDigital abgeraucht, Testdisk (!) weiß keinen Rat? Ihr etwa?

  1. #1

    WesternDigital abgeraucht, Testdisk (!) weiß keinen Rat? Ihr etwa?

    Liebes ngb,

    gestern ist mir das erste Mal und hoffentlich das letzte Mal eine HDD abgeraucht. Bevor der Tipp mit den Backups kommt: ich habe welche. Nur nicht brandaktuelle. Das Problem hält sich also in Grenzen, nur drei Tage Arbeit sind weg (ich war im Stress und konnte zynischerweise die volle Backup-HDD nicht austauschen, das hatte ich mir für heute vorgenommen).

    Nunja. Kurz zum Problem: gestern ist mir in Windows 10x64 der Explorer erstaunlich nachdrücklich abgestürzt. Der selbst als Prozess war offensichtlich nicht das Problem, sondern die Dateiindizierung. Das letzte was ich tat, war eine HTML in einem Verzeichnis öber den Firefox-Öffnen-Dialog zu öffnen - und das zwang meinen PC nachdrücklich in die Knie. So, dass ich ihn heruntergefahren habe; "Have you tried turning it off and on again?" ist schließlich der erste Schritt .

    Danach wurde eine zu 50% gefüllte HDD von WesternDigital nicht mehr im Arbeitsplatz angezeigt, hat sich wiederholende Klackgeräusche von sich gegeben und ich hab sie erstmal sofort ausgebaut.

    Heute Morgen dann an einen anderen PC angeschlossen; dort wird sie in der Computerverwaltung erkannt, ich werde um die Initialisierung gebeten, was ich nicht tue, da trau ich Windows ertmal nicht über den Weg:



    Auffallend ist hier bereits, dass bei der betroffenen HDD 2048,00 GB angezeigt werden. Sie hat nur 500GB Fassungsvermögen. (Ich hab auch keine andere 2 TB HDD mit der ich sie verwechseln könnte .)

    Google sagt mir, https://www.easeus.de/datenrettung-s...zard-free.html sei gut für dieses Problem für schnelle Testerei. Das Tool hingegen gibt mir dieses aus:



    Testdisk sagt mir als aller erstes, dass die HDD eine Seagate sei. Das verwirrt mich, nebem der Angabe des falschen Speichers, mit am meisten:



    Und dann, wenn ich versuche eine testdisk.log zu erstellen, zeigts mir erstmal das hier, was auch schon richtig mies aussieht:



    ... und dann, nach dreieinhalbstüngigem Tiefenscan, der so dokumentiert wurde:



    ...gar nichts. Testdisk findet keinerlei Partition (es gäbe nur eine zu finden). Nach meinem Verständnis bin ich damit gerade bei diesem Zwischenschritt im Testdisktutorial angelangt und die Option, dass auch nach dem DeepScan keine Partitionen angezeigt werden, wird gar nicht erwähnt .

    Habt ihr einen Rat? Ich würde gerne noch ein paar Dinge ausprobieren, bevor ich mir ernsthaft die Frage stelle, 500 €+ in eine professionelle Datenrettung zu investieren (da wie gesagt maximal 2-3GB verloren sind).

    Lieben Gruß, ESOM!
    Geändert von Eternal Sun of Mankind (14.05.18 um 00:40 Uhr)

  2. #2
    N.A.C.J.A.C. Avatar von alter_Bekannter
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    Re: WesternDigital abgeraucht, Testdisk (!) weiß keinen Rat? Ihr etwa?

    Klingt als hättest du noch passable chancen mit dd-rescue.

    Dazu brauchst du aber so viel Speicher wie die gesamte Festplatte hat. Also schonmal schnell den Ersatz kaufen gehen. Und Unbedingt Schreibvorgänge vermeiden, nicht initialisieren war die richtige Entscheidung.

    wegen evenutell verwirrender Namen:
    https://askubuntu.com/questions/2115...-and-dd-rescue
    Geändert von alter_Bekannter (14.05.18 um 08:10 Uhr)
    Wichtig: Warum die Installation von Win XP ein Linuxproblem ist.

    Autos töten keine Menschen, sie beschützen sie, vor Menschen mit kleineren Autos.

  3. #3
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    Avatar von Eternal Sun of Mankind
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    Re: WesternDigital abgeraucht, Testdisk (!) weiß keinen Rat? Ihr etwa?

    Ich dummer Trottel habe leider erst gestern nach der Threaderstellung diesen grandiosen Thread von thom53281 entdeckt: https://ngb.to/threads/6980-Howto-Da...-Linux-Live-CD

    Das werde ich jetzt mal machen.
    Für diesen Beitrag bedankt sich pspzockerscene
    Geändert von Eternal Sun of Mankind (15.05.18 um 19:11 Uhr)

  4. #4
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    Avatar von Eternal Sun of Mankind
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    Re: WesternDigital abgeraucht, Testdisk (!) weiß keinen Rat? Ihr etwa?

    Ich hab das heute getestet; grml_full läuft jetzt in einer virtuellen Maschine auf einem Notebook. Über einen USB-Stick hab ich das Teil seltsamerweise nicht zum Booten bekommen - das geh ich aber nochmal an.

    Ansonsten habe ich gerade an dieser Stelle ein Problem...

    Sicherung starten

    Für die Sicherung benutzen wir das Programm ddrescue. Dieses Programm macht eine bitweise Kopie der Festplatte und läuft dabei ziemlich fehlertolerant, was vor allem bei einem Hardwaredefekt gut ist. Auch hier gilt es wieder, den Festplattennamen anzupassen, diesmal auf die defekte Festplatte, die ihr retten wollt.
    Ich hänge die betroffene HDD an, VirtualBox erkennt die auch für ca. 10 Sekunden, wird als Seagate Expansion Pack angegeben, dann ertönt das Windows-Device-Entferngeräusch und die ist in der Anzeige von VirtualBox wieder futsch; die Zugriffe auf die HDD hören hörbar auf.

    Im Terminal selbst habe ich dann keinerlei Chance die überhaupt einzubinden, die wird gar nicht angezeigt. Was tun ?

  5. #5
    Pottblach™ Avatar von Bruder Mad
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    Re: WesternDigital abgeraucht, Testdisk (!) weiß keinen Rat? Ihr etwa?

    Controller schrott? Hört sich für mich so an.

    Wenn man genau den gleichen mit gleicher Revision und Firmware bekommen könnte, wäre das vielleicht hilfreich...
    Für diesen Beitrag bedankt sich Eternal Sun of Mankind

  6. #6
    N.A.C.J.A.C. Avatar von alter_Bekannter
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    Re: WesternDigital abgeraucht, Testdisk (!) weiß keinen Rat? Ihr etwa?

    Ohne Virtualisierung gings schneller.
    Für diesen Beitrag bedankt sich Eternal Sun of Mankind
    Wichtig: Warum die Installation von Win XP ein Linuxproblem ist.

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  7. #7
    SYS64738

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    Avatar von thom53281
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    Re: WesternDigital abgeraucht, Testdisk (!) weiß keinen Rat? Ihr etwa?

    Sowas würde ich auch nur mit richtiger Hardware machen. Normalerweise hat man als Bastler eigentlich immer irgendeinen alten PC rumstehen, den man mit einer Livedistribution booten kann. Zur Not kann man das sogar noch auf CD brennen, auch wenn's altmodisch klingt, das funktioniert eigentlich immer.

    Beim Retten jedenfalls immer möglichst wenig Risiko, möglichst wenig Start-/Lese-/Schreibvorgänge auf die HDD - vor allem letzteres kann endgültig tödlich für die Daten sein. Daher solltest Du erst ein funktionierendes Rettungsequipment zusammenstellen und dann erst die betroffene HDD einbauen. Sieht für mich in dem konkreten Fall aber sowieso eher so aus als würdest Du da eine tote Kuh melken wollen. Denke nicht, dass man von der HDD noch irgendwelche Daten herunterbekommt, so vom Angucken der Meldungen von Testdisk.

  8. #8
    Vereinsheimer Avatar von Laui
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    Re: WesternDigital abgeraucht, Testdisk (!) weiß keinen Rat? Ihr etwa?

    Windows hat aber die besseren Datenrecoverytools, in meinem Praxistests zumindest. Linux hat Testdisk inkl. PhotoRec, klar praktisch, von eine Live-CD oder Linux-System startbar und wie thom sagt möglichst wenig Start-/Lese-/Schreibvorgänge unabhängig davon das man das zu rettende eh auf anderes Laufwerk aufspielen muss. Aber Testdisk und PhotoRec taugen nichts. Windows ist da besser bedient. Ich denke dieser Softwaresektor ist noch ausbaufähig. Und Backups machen regelmäßig, vllt. sogar Online hosten, ich mache es so, denn Dropbox und Co. werden schon auf ihre Geräte achten. Ich habe alle meine wichtigen Daten auf Externen Festplatten, mache regelmäßig ChrystalDiskInfo und sollte da was sein wird über eine Neue FP nachgedacht. Intern nichts mehr zu schlechte Erfahrung gemacht, geschrottet wird da schon mal, schon gar nicht auf der Systempartition was sichern, uusw. usw
    aka Steev

  9. #9
    SYS64738

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    Avatar von thom53281
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    Re: WesternDigital abgeraucht, Testdisk (!) weiß keinen Rat? Ihr etwa?

    Ziemlich gute Erfahrungen habe ich da tatsächlich bislang mit GetDataBack machen können. Das läuft auch unter Linux mit Wine, zumindest die Version, die ich mal verwendet habe. Dennoch kommt nichts am ersten Schritt vorbei, nämlich einer bitweisen 1:1-Kopie, bevor man irgendwas anderes unternimmt. Und da gibt's imho keine bessere Möglichkeit als eine möglichst rudimentäre Linuxdistribution bzw. Live-CD, die nur dann auf die HDD zugreift, wenn man das auch wirklich möchte. Windows ist mir in dem Punkt eher suspekt und zu wenig vorhersehbar, was das so alles mit der HDD treibt.

  10. #10
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    Avatar von Eternal Sun of Mankind
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    Re: WesternDigital abgeraucht, Testdisk (!) weiß keinen Rat? Ihr etwa?

    @thom53281: @alter_Bekannter: @Bruder Mad:

    Ich hab im auserkorenen Notebook grml doch über USB-Stick zum Laufen bekommen, da hat die Werkseinstellungsfunktion in UEFI geholfen.

    fdisk allerdings hat große Probleme, egal mit was für einem SATA2USB-Controller ich auf die betroffene, kaputte HDD zugreifen will (sdd):



    sudo regelt da auch nichts, zweimal ist schon grml komplett eingefroren .

    Ansonsten, hat auch ddrescue keinen Bock:



    Wenn ihr mir "richtige Hardware" empfehlt, meint ihr damit, dass es sinnvoller sei, das ganze in einem Tower-PC mit der Möglichkeit mehrere SATA-Platten ohne Frickelcontroller dranzuhängen?

    Meint ihr, ich kann ich das Teil in die Tonne kloppen, hab ich was falsch gemacht oder gibts noch einen Ansatz der Marke "Macht man wenn man nichts mehr verlieren kann." ?

    Lieben Gruß und vielen Dank, ESOM!

  11. #11
    SYS64738

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    Avatar von thom53281
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    Re: WesternDigital abgeraucht, Testdisk (!) weiß keinen Rat? Ihr etwa?

    Ich persönlich würde sowas immer nur mit richtiger Hardware mit richtigem SATA-Controller machen. Oder wenn schon per USB-Lösung, dann zumindest mit einem vorher erprobtem Controller.

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