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Thema: Fragen praktischer VPN Nutzung(Gaming, Accounts, Tracing...)

  1. #1

    Fragen praktischer VPN Nutzung(Gaming, Accounts, Tracing...)

    Hallo,

    ich habe nun seit 3 Monaten wachsendes Interesse an einer VPN. Ich habe schon unzählige Quellen aufgesucht und es werden immer nur die technischen Details erörtert. Mein Problem ist aber, wie sich die Nutzung eines VPN aktiv auf mein Nutzungsverhalten auswirken kann.
    Ich nutze wirklich viele Dienste des Internets und bin auch Gamer, meide jedoch Social Media wie Twitter oder Facebook.
    Ich interessiere mich für VPN weil mich die steigende, vllt auch nur eingebildete Überwachung beunruhigt und ich mir so erhoffe kein Profil meines Verhaltens im Internet zurückzulassen.

    Meine Fragen wären jetzt:

    Wenn ich einen VPN nutze, kann ich dann Traffic auch über die reguläre Verbindung auftrennen und somit bspw verzögerungsfreie Verbindungen mit leicht verzögerten (aber anonymen) kombinieren?
    Wäre das überhaupt sinnvoll, wenn ich die Erzeugung eines Internetprofils insgesamt verhindern will?

    Dienste die einen Login erfordern bringen meinen Datenverkehr mit einem Namen oder einer Usernummer in Verbindung, im Umkehrschluss müssten nach dem Wechsel auf einen VPN auch sämtliche Konten und Profile neu im VPN erstellt werden und ein Login über eine nicht-anonymes Gerät führt dazu, dass man wieder nicht absolut anonym ist?

    Würde ich jetzt beim surfen Chrome nutzen, dabei meinen Gmail.login verwenden, dann könnte Google doch ein Profil meines Surfverhaltens erstellen wogegen ein VPN mir nicht helfen könnte oder?

    Sehe ich das zu eng oder ist VPN insgesamt nur für Bewegungen außerhalb von Youtube, Emailkonten ect wirklich nützlich? alles andere identifiziert einen doch ohnehin?

    Kann ein Rechner im Netzwerk unabhängig von den anderen zu einem VPN verbinden oder muss die Verbindung beim Router in den VPN wechseln? Wie anonym ist man wenn parallel Geräte ohne VPN von derselben Heim-IP raus gehen?


    Das klingt jetzt alles ziemlich paranoid und evtl auch so als habe ich irgendwelche Straftaten mithilfe absoluter Anonymität vor, aber mich interessiert wirklich nur inwieweit VPN mit meinem Verständnis davon zu tun hat.

    Ich bin auch schon glücklich wenn mir jemand eine Quelle geben könnte in der ich genau diese ganzen Fragen abarbeiten könnte.

    Dankeschön

  2. #2

    Re: Fragen praktischer VPN Nutzung(Gaming, Accounts, Tracing...)


  3. #3

    Re: Fragen praktischer VPN Nutzung(Gaming, Accounts, Tracing...)

    Ein VPN hilft dir nicht wesentlich dich anonymer im Internet zu bewegen, es verschleiert zwar deine echte IP Adresse, aber darauf verlassen sich Werbefirmen etc. heute nicht mehr allein.
    Solch ein Dienst lohnt sich eigentlich nur wenn man entweder Geoblocking Maßnahmen umgehen oder (relativ) sicher vor Abmahnungen Torrent sharen will.

    Für alles andere ist ein VPN meiner meinung nach raus geschmissenes Geld.
    Für diesen Beitrag bedankt sich BurnerR

  4. #4

    Re: Fragen praktischer VPN Nutzung(Gaming, Accounts, Tracing...)

    Ich möchte hier noch einmal herausstellen das VPN keine Anonymisierung ist, ich nutze VPN um in verschiedenen Netzwerken zu agieren. Das von dir angesprochene PrivacyBlaBla wird immer publiker, ist aber eigentlich nur eine Marketingmasche.

    Zitat Zitat von Devinel Beitrag anzeigen
    Mein Problem ist aber, wie sich die Nutzung eines VPN aktiv auf mein Nutzungsverhalten auswirken kann.
    nicht nur kann sondern solle, willst du "anonym" sein, muss dafür einiges beachtet werden, nicht nur die Verschleierung einer IP Adresse.

    Zitat Zitat von Devinel Beitrag anzeigen
    Ich nutze wirklich viele Dienste des Internets und bin auch Gamer, meide jedoch Social Media wie Twitter oder Facebook.
    Ich interessiere mich für VPN weil mich die steigende, vllt auch nur eingebildete Überwachung beunruhigt und ich mir so erhoffe kein Profil meines Verhaltens im Internet zurückzulassen.
    Facebook, Google und Co. ist es relativ egal mit welcher IP du gerade unterwegs bist, es gibt bessere und effizientere Lösungen um einen Nutzer zu identifizieren. Fingerprint. Die großen Dienste führen Profile über dich, auch wenn du sie nicht aktiv nutzt.


    Zitat Zitat von Devinel Beitrag anzeigen
    Wäre das überhaupt sinnvoll, wenn ich die Erzeugung eines Internetprofils insgesamt verhindern will?
    Nein, siehe fingerprint.

    Zitat Zitat von Devinel Beitrag anzeigen
    Dienste die einen Login erfordern bringen meinen Datenverkehr mit einem Namen oder einer Usernummer in Verbindung, im Umkehrschluss müssten nach dem Wechsel auf einen VPN auch sämtliche Konten und Profile neu im VPN erstellt werden und ein Login über eine nicht-anonymes Gerät führt dazu, dass man wieder nicht absolut anonym ist?
    Anonymisierung nutzt man ja für bestimmte Arbeiten, normale Tasks wie Email und Co. brauchst du nicht darüber zu lösen. Theoretisch wäre eine Neuregistrierung sicherer, weil deine "anonyme-IP" dann eben nicht in Verbindung mit deiner UserID steht.


    Zitat Zitat von Devinel Beitrag anzeigen
    Würde ich jetzt beim surfen Chrome nutzen, dabei meinen Gmail.login verwenden, dann könnte Google doch ein Profil meines Surfverhaltens erstellen wogegen ein VPN mir nicht helfen könnte oder?
    richtig, google kennt dein verhalten über mehrere Geräte hinweg. Wenn wir von echter Anonymisierung sprechen sollten Worte wie Chrome, Google und G:Mail gar nicht erst fallen.

    Zitat Zitat von Devinel Beitrag anzeigen
    Kann ein Rechner im Netzwerk unabhängig von den anderen zu einem VPN verbinden oder muss die Verbindung beim Router in den VPN wechseln? Wie anonym ist man wenn parallel Geräte ohne VPN von derselben Heim-IP raus gehen?
    Das ist abhängig von der verwendeten Technik. Normalerweise kannst du dich mit einer Software oder OS-Internen mitteln in ein VPN einwählen. Es gibt auch Router die das können, brauch man aber im Normalfall nicht, du willst ja manchen Traffic auch normal durchleiten.

    Wenn du wirklich anonym unterwegs sein willst, gehört dazu mehr als nur dein IP zu verschleiern, dazu muss komplett umgedacht werden. Es sollte in jedem Fall javascript abgeschalten sein, diverse Dienste und Betriebssysteme sollten vermieden werden etc.
    Ein "klick" und du bist anonym gibt es nicht.

  5. #5
    Warp drölf

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    Re: Fragen praktischer VPN Nutzung(Gaming, Accounts, Tracing...)

    Tor-Browser geht ja schon mal in die Richtung. Da kann man das Meiste ja abschalten.
    »Ask not what you can do for your country. Ask what's for lunch« Orson Welles

    „Eine Gestalt von seltenem Ebenmaß“

  6. #6

    Re: Fragen praktischer VPN Nutzung(Gaming, Accounts, Tracing...)

    Der ist auf jeden Fall sinniger als ein VPN.

  7. #7

    Re: Fragen praktischer VPN Nutzung(Gaming, Accounts, Tracing...)

    Als Auswanderer brauche ich oft sogar einen VPN, um mit einer deutschen IP auf Webseiten zuzugreifen - denn es gibt tatsächlich Banken usw. die philippinische IPs gesperrt haben - ein VPN hat also mitnichten etwas mit Heimlichkeit zu tun.

  8. #8
    Brillenschlange Avatar von Kenobi van Gin
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    Re: Fragen praktischer VPN Nutzung(Gaming, Accounts, Tracing...)

    Wenn du es einfach und trotzdem ziemlich nah dran an "absoluter Anonymität" haben willst, kannst du zum Beispiel die Linux Distribution Tails nutzen. Tails ist extra darauf ausgelegt, dein Verhalten im Netz möglichst wenig nachvollziehbar zu machen. In der Standard-Konfig nutzt Tails für den Internetzugang das Tor-Netzwerk über den Tor-Browser, wodurch deine IP kaskadiert verschleiert und dein Traffic verschlüsselt wird, JavaScript deaktiviert ist und noch ein paar andere Dinge. Siehe Link. Außerdem ist Tails kostenlos. Ich habe Tails z.B. einfach auf einem USB-Stick installiert und wenn ich etwas mache, bei dem ich lieber sichergehen will, dass da nicht jemand ein paar hundert Kilometer entfernt mitliest, dann starte ich eben von diesem Stick und surfe darüber.

    Nachteil: Das Tor-Netzwerk ist, je nach Route, die du erwischst, extrem langsam. Videos streamen, zocken, wahrscheinlich sogar hier im Forum Picdump gucken kannst du damit vergessen. Aber dafür ist das Tor-Netzwerk auch nicht gedacht.

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