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Thema: Windows 10 Cache

  1. #1

    Windows 10 Cache

    Hallo und guten Morgen,

    ich habe ein kleines Problem mit meinem Windows 10, es geht darum dass ich meine Browser (Chrome/Firefox) so eingestellt habe das hinterher die besuchten Seiten etc. gelöscht werden. Einmal in der Woche lasse ich den CCleaner meine Surfdaten entfernen.

    Datenträgerbereinigung von Windows habe ich auch schon genutzt. Windows protokolliert alle Internet-Seitenaufrufe habe ich erlesen.

    Unter der Eingabe Aufforderung habe ich wie beschrieben "cmd" eingegeben und "ipconfig /displaydns", es dauert ziemlich lange bis dass ganze zum Stillstand kommt doch dann kann ich meine Seitenaufrufe einsehen.

    Mit dem Befehl "displaydns/flushdns" versuchte ich die Einträge zu löschen und Windows zeigte es auch an das alles geleert wurde, danach wieder "ipconfig /displaydns" und die Einträge waren nicht gelöscht. Daraufhin versuchte ich es im abgesicherten Modus, nichts, und ich vergab dass versteckte Administratorkonto mit allen echten Rechten was auch nichts half. Unter der Computerverwaltung habe ich gesehen das der Windows DNS Cache komplett gesperrt ist so das sich die Daten gar nicht entfernen lassen.

    Meine Frage ist wie ich dies beheben kann, ich möchte nicht (verständlicher Weise) das Windows die Seitenaufrufe abspeichert, wer weiß wie lang, und ich möchte erfragen wo im Betriebssystem unter Win 10 noch weitere Seitenaufrufe gespeichert werden, ich habe auch gelesen dass die Auslagerungsdatei dies macht. Eventuell gibt es Programme die das löschen übernimmt? Wie kann ich umgehen das die gesperrte Datei weiterhin speichert. Man kann eventuell deaktivieren hat dann aber Einschränkungen beim Surfen und in der Geschwindigkeit weil dies ja wohl zum Netzwerk gehört. Dies möchte ich nicht. Ich möchte nur dann und wann diese Ordner leeren!

    Dank im Voraus.

  2. #2
    Defender of Freedom

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    Avatar von Metal_Warrior
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    Re: Windows 10 Cache

    @anasazi: Deine Bemühungen in Ehren, aber ich bin mir nicht sicher, ob du dich hier nicht in ein hoffnungsloses Szenario verhedderst.

    Der Befehl selbst wäre ipconfig /flushdns

    Das hilft dir aber wahrscheinlich nicht, weil Windows, wenn es das heimschickt, das sicher nicht nur einmal im Monat macht, sondern ständig. Dann hast du die Aufrufe halt bei dir im Windows gelöscht, gut, aber Microsoft hat sie trotzdem schon zu 99% gesehen. Wenn du nicht willst, dass dein Betriebssystem dich ausspioniert, und du Windows dessen bezichtigst (aus gutem Grund), dann solltest du dir vielleicht überlegen, ob du nicht das Betriebssystem wechselst. Der Oma quasi nix mehr erzählen, statt einmal im Jahr ihr mit dem Holzhammer die Rübe resetten, in der Hoffnung, dass sie gestern nicht schon alles brühwarm ihren Freundinnen erzählt hat.
    Für diesen Beitrag bedankt sich Laui
    GCM/IT/S/O d-(--) s+:- a? C++(+++) UL+++(++++)$ P L+++>++++ W++ w@$ M--$ PS+(++) PE(-) Y+(++) PGP++(+++) t+ 5(+) R* !tv b+(++++) DI(++) G++ e+>++++ h(--) y?
    Das Ende ist nahe: Dem Harleyschen Kometen folgt der Gammablitz beim Scheißen.

  3. #3
    Zeitreisender

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    Re: Windows 10 Cache

    Von "zu Microsoft schicken" stand hier ja nichts und vor allem - wenn man die URL nicht direkt in die bing-suche eingibt oder bei windows 10 home in die Suche - dann wird die URL nirgends** zu MS übertragen.

    SmartScreen ist ein Feature im OS das mit URLs zu tun hat. Das Feature bildet jedoch hashes und gleicht diese zuerst mit einem lokalen Cache ab (z.B. wie bei Werbeblockern ebenso üblich) und wenn dort nicht gefunden und im Internet (nicht lokal) dann wird ein Hashwert der url ohne Parameter erstellt und mit einer Datenbank in Azure abgeglichen.

    Was du mit ipconfig /displaydns siehst ist ein lokaler DNS-Cache damit nicht jede Anfrage über deinen Router zum Provider gehen muss.
    In der Liste stehen die noch gültigen Einträge im Cache von von dir aufgerufenen Domains. Die Liste ist also nie vollständig da jeder Eintrag eine eigene "Lebenszeit" hat (welche steht in deiner Ausgabe die du gesehen hast).
    Du kannst den Cache natürlich z.B. per Taskplaner oder bei jedem PC-Start ohne weiteres leeren (Wie von Metal geschildert mit ipconfig /flushdns). Die Adressen die du aufrufst sieht dein DNS-Anbieter dann aber noch immer - bzw. dann sieht er sogar genaue wie häufig du die Adresse anfragst.

    In die Auslagerungsdatei werden Inhalte die gerade nicht im Ram benötigt werden ausgelagert wenn der Ram für "wichtigeres" benötigt wird.
    Mit dem CMD-Befehl in einer CMD-Box mit Adminrechten "fsutil behavior set encryptpagingfile 1" kannst du eine Verschlüsselung der Auslagerungsdatei aktivieren wenn du möchtest.
    Optional kannst du je nach Ausstattung des Computers und je nach Nutzung des selbigen auch die Auslagerungsdatei deaktivieren.

    So etwas wie einen DNS-Cache hat auch Linux, Ebenso wenn du im Browser eine URL eingibst wird diese fast immer zum Eigentümer des Browsers übertragen wenn man die Suche in der URL-Leiste nicht deaktiviert - bzw. bei Firefox und Google als suche dann hier auch zu Google.

    Eventuell ist eine Festplatten-Verschlüsselung eine Sinnvolle Wahl... die Frage ist gegen was möchtest du dich schützen / Was ist dein Beweggrund für die ganze Aktion? Dann kann man auch einen Weg dafür empfehlen.
    Bei Linux kannst du dann wenn du möchtest zumindest im Code nachlesen wo genau deine Daten hin gehen oder wo sie auf dem System gespeichert werden.
    Bei Windows musst du der Dokumentation vertrauen.

    *Keine* Daten gehen nur dann an *Niemand* wenn du das Gerät vollständig verschlüsselst und ohne Netzwerk und Internet betreibst.





    ** Seit Windows 10 1803 gibt es die Timeline - wie die Daten hier bei MS hinterlegt werden kläre ich aktuell noch - nächste Woche weiß ich da mehr - jedoch ist hier der Cloudsync der Informationen optional und so oder so nur möglich wenn man mit einem MS-Konto angemeldet ist.
    Für diesen Beitrag bedankt sich Metal_Warrior
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  4. #4
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    Re: Windows 10 Cache

    Oh recht vielen Dank für eure Hilfe, ich bin zu blauäugig und kam nicht auf dass einfachste dem Verschlüsseln vom Betriebssystem. Was benutze ich dafür am besten, was ist da sicher genug und nicht so kompliziert? Danke noch einmal ja.

  5. #5
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    Avatar von drfuture
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    Re: Windows 10 Cache

    welche Version von Windows 10 hast du denn?
    Welches Ziel du hast - hast du leider trotzdem nicht erwähnt.
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  6. #6
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    Re: Windows 10 Cache

    Sorry, Windows 10 Pro. Ich bin gerade bei Bitlocker dran?

  7. #7
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    Avatar von drfuture
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    Re: Windows 10 Cache

    Ja genau - das ist definitiv das einfachste und macht auch bei zukünftigen Upgrades keine Probleme.
    Rechtsklick auf c: > Bitlocker aktivieren.
    Den Backup-Key sicher weg speichern auf ein paar USB-Sticks oder Ausdrucken.
    Wenn du dich allerdings vor US-Behörden schützen möchtest ist Veracrypt vermutlich die bessere Wahl.
    Dabei könnte es aber bei Updates / Upgrades zu Problemen kommen.
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  8. #8
    Brillenschlange Avatar von Kenobi van Gin
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    Re: Windows 10 Cache

    Zitat Zitat von drfuture Beitrag anzeigen
    Dabei könnte es aber bei Updates / Upgrades zu Problemen kommen.
    Ich hatte erst beim kürzlichen April-Upgrade wieder Probleme wegen VeraCrypt (oder genauer, weil MS offenbar zumindest billigend in Kauf nimmt, Verschlüsselungssoftware von Drittanbietern unbrauchbar zu machen). Es gibt allerdings einen Workaround zu dieser Problematik, der zumindest bei mir wunderbar funktioniert hat. In meinem Thread von Anfang des Jahres zu diesem Thema habe ich die Anleitung zur Benutzung des Workarounds verlinkt.

  9. #9
    Zeitreisender

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    Re: Windows 10 Cache

    Die Frage dürfte sein ob es z.B. Microsoft Lizenztechnisch erlaubt ist den Veracrypt-Treiber mit seinen Produkten auszuliefern.
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  10. #10
    Brillenschlange Avatar von Kenobi van Gin
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    Re: Windows 10 Cache

    @drfuture: Laut Homepage:
    VeraCrypt is a free open source disk encryption software for Windows, Mac OSX and Linux.
    Quelle
    sollte es das doch sein, oder? Was ich damit aber auch eher meinte war, dass sich in den VC-Foren einige Nutzer beschwert haben, weil unter Windows 7 ja noch alle Updates problemlos mit VC (bzw. TC) funktioniert haben. Demnach ist also wohl etwas Grundlegendes an der Durchführung der größeren Upgrades verändert worden. Und wieso sollte es jetzt technisch nicht mehr möglich sein, dass das funktioniert, was vor ein paar Jahren noch ging?

    Geht jetzt natürlich etwas ins OT. Jedenfalls funktioniert es offenbar mit der verlinkten Methode, daran sollte es also für den TS nicht scheitern, falls er sich zur Nutzung von VeraCrypt entschließt.

  11. #11
    Zeitreisender

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    Re: Windows 10 Cache

    Patche und Updates gehen ja nach wie vor ...
    Upgrades nicht.

    Ein Upgrade ist eine automatisierte Neuinstallation des Betriebssystems.
    20 Jahre haben "IT-Experten" gepredigt das mal alle 1-2 Jahre Windows neu installieren muss um es von Altlasten zu befreien usw.
    Nun passiert das automatisch.
    Vor allem aber aus dem Grund da bei jedem Upgrade komplexere Änderungen an allen Bestandteilen des OS passieren - also über 1000nde Dateien verteilt inklusiv dem Kernel. Um dabei möglichst alle Abhängigkeiten sicher am Zielclient in Betrieb zu nehmen kommt mir zumindest ein "neu" installieren und migrieren aller Benutzerspezifischen dinge ebenfalls Sinnvoller vor als ein patchen einzelner .dlls

    Du kannst die Software zwar kostenfrei nutzen @Lizenz aber ohne das ich nun alle OSS Lizenzen bis ins Detail kenne - und vor allem steht Verycrypt mit seinen Libs unter mehreren Lizenzen https://www.veracrypt.fr/en/VeraCrypt%20License.html - Dann darf für ein Produkt in dem Die Komponenten verbaut werden oft kein Geld verlangt werden, oder es muss ebenfalls OSS sein usw.
    Die OSS-Macher stellen oft sicher das man mit ihrere Programmierungsarbeit selber kein Geld verdient - sondern nur mit Serviceleistungen usw. drumrum.
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