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Thema: Die Jukebox und ich

  1. #1
    THIS CANNOT CONTINUE Avatar von KePa
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    Post Die Jukebox und ich

    Ja, richtig, Jukebox!

    Wie an andere Stelle lesbar, sammle ich Schallplatten, habe einen ganz gewöhnlichen Plattenspieler und bin damit auch sehr zufrieden. Nun bat sich mir jedoch eine Gelegenheit, die ich nach mehreren Nächten des Überlegens nicht ausschlagen konnte. Ich kaufte eine alte Jukebox. Eine Jukebox, für die, die das nicht mehr kennen (und das meine ich nicht böse ), ist quasi ein CD-Wechsler für Schallplatten, nur viel grösser, bunt leuchtend, mit Münzeinwurf, eingebauten Lautsprechern und war hauptsächlich in Bars o. ä. anzutreffen.

    Zuerst gehörte sie meinem Vater, da er sie bei einem Kontakt in der Garage entdeckt hat und sie günstig bekommen konnte. Er selbst wollte sie wieder verkaufen. Nachdem ich das Stück selbst begutachtete, konnte ich mir die Chance aber nicht entgehen lassen und sie selbst erwarb. Es handelt sich um eine Rowe AMI JBM 200 aus dem Jahre 1964. Sie gehört definitiv nicht zu den teuren Modellen wie jene von Wurlitzer oder Seeburg, ist aber tortzdem ein Hingucker. Ausserdem, wer hat heute noch wirklich so einen Schrank zu Hause stehen!?

    Was will ich damit?

    Ich mach mir aus diesem Stück ein Hobby Projekt und will sie wieder herrichten (nein, es kommt kein Raspberry Pi rein!) und letztendlich auch nutzen. Mit diesem Thread möchte ich das ganze Stück für Stück wie in einem Blog dokumentieren und interessierten teilen. Auch soll er mich motivieren, wenn es mal nicht so gut läuft. Dabei ist das Projekt auch eine Möglichkeit meine Kenntnisse in den Bereichen Handwerk und Elektrotechnik aufzufrischen oder zu erweitern. Ausserdem bereitet es mir Freude, wenn ich etwas altes wieder zum Leben erwecken konnte, wo es an anderer Stelle schon längst die Müllpresse von innen betrachtet hätte. Eine Jukebox hat Kultstatus und fasziniert vorallem aber auch durch die eingesetzte, grob konzipierte Technik, welche in der Lage ist empfindliches Vinyl zu sortieren und abzuspielen.

    Die Jukebox kann mit bis zu 100 7" Platten ausgestattet werden. Es sind insgesammt 4 Lautsprecher verbaut, welche über einen Röhrenverstärker betrieben werden. Ursprünglich für Dollar und Cent ausgerichtet, wurde der Münzeinwurf auf Schweizer Franken umgerüstet. Erst einmal aber ein paar Bilder:

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    Natürlich ist diese wie man sieht schon lange in die Jahre gekommen aber der Zustand ist gar nicht mal so übel. Äusserlich hat sich natürlich Staub und anderer Dreck abgesetzt. Diverse Kratzer und Schrammen gibt es auch und der Chrom ist auch nicht mehr ganz das was der Name beinhaltet. Auch innen hat sich etwas Schmutz abgelegt. Ich konnte sie aber bereits testen und die Mechanik scheint noch recht gut in Schuss zu sein. Beim Einschalten blieb das Licht der Garage in der sie jetzt steht an und die Mechanik fing an zu arbeiten. Auch konnte ich sie aufforden eine Platte aus der Ablage zu holen und anzuspielen. Das ist schon mal viel Wert.

    Hier mal eine Auflistung aller Dinge die mir auf Anhieb aufgefallen sind und bearbeitet werden müssen:
    - Diverse äussere Lackschäden, abgeplatztes Furnier an unterer Kannte einer Aussenwand.
    - Chromleisten verkratzt oder Lack bereits abgelöst.
    - Staub auf Äusserem und im Inneren.
    - Tote Spinne bei Leuchtstoffröhre vor dem Plattenspieler.
    - Tastatur stimmt nicht mit Fächerbeschriftung der Ablage und "Now playing"-Anzeige überein, versetzt.
    - Tonarm verstellt, muss neu justiert werden.
    - Kabel des Tonarms ist hart geworden und übt bei Bewegung letzterem Gegendruck aus, führt zum Springen auf der Platte, muss neu verkabelt werden.
    - Tonarmnadel vermutlich im schlechten Zustand, es gibt einen Nachbau, wenn es so weit ist muss ich sehen ob der was taugt.
    - Magnetschalter, der die Mechanik stoppt, wenn eine Platte zuende gespielt wurde funktioniert wohl nicht richtig.
    - Diverse Beschriftungen fehlen oder liegen lose rum.
    - Die Rollen zum Verschieben der Jukebox sind vermutlich viereckig.
    - Teil des Schnappverschlusses der oberen Haube fehlt.
    - Schloss der oberen Haube fehlt.
    - Es sind keine Platten dabei.

    Das sind für den Beginn schon einige Punkte. Dabei helfen wird mir aber ganz bestimmt das 1,5 cm dicke Servicehandbuch mit Explosionszeichnungen, Schaltplänen, Wartungsbeschreibungen und gar Fehlertabelle!

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    Auf dem Plan steht aber erst mal das hier:
    - Zerlegen der Jukebox. Das Teil ist recht schwer und ich möchte es zusammen mit meinem Vater in den Hobbyraum seines Hauses stellen, wo ich genügend Platz für meine Arbeiten haben werde. In meiner Wohnung geht das nicht. Dazu soll die obere und vordere Haube abgenommen und die komplette Plattenspielermechanik ausgebaut werden.
    - Ersetzen der Rollen, damit man die Jukebox auch wieder schieben kann.
    - Ersetzen des fehlenden Kunstoffteils für den Schnappverschluss der oberen Haube. Leider habe ich niemanden zur Hand, der mir das eben aus einem Metalblock fräsen oder aus irgendeinem Material drucken kann. Vielleicht schnitze ich es selbst aus Holz.

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    Genug geschrieben. Ich hoffe jemand findet Interesse an dem was ich hier schreibe. Wie oft ich berichten werde und wann das nächste Update kommt, weiss ich noch nicht genau. Ich werde auf jeden Fall versuchen regelmässig daran zu arbeiten. Zuerst aber muss mein Vater das Sofa im Hobbyraum endlich verkaufen, damit ich Platz habe. Das kann ein paar Tage gehen.

    Ich konnte aber schon mal eine Auswahl an Platten zusammenstellen, die ich teilweise bereits habe oder noch erwerben muss und für die Jukebox in Erwägung ziehen möchte. Dabei möchte ich sie natürlich auch hauptsächlich mit alten Songs bestücken. Kopien bekannter Stücke auf 7" bekommt man zum Glück für kleines Geld nachgeworfen.

    Eure Inputs sind gerne willkommen!

  2. #2
    Mitglied Avatar von Snake Pilsken
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    Re: Die Jukebox und ich

    Geiles Projekt!

    Gibt doch mittlerweile einige 3D-Druckdienste im Netz, die Teile anfertigen können. Gehört zwar etwas Vorarbeit dazu, aber das sollte doch zu schaffen sein.
    Und hier im Forum haben doch auch einige einen 3D-Drucker, wie ich mitbekommen habe. Vielleicht findest du da ja ein wenig Hilfestellung oder jemand kann dir das Teil sogar ausdrucken.
    Für diesen Beitrag bedankt sich KePa
    Ich stamme aus Ironien, nahe an der sarkastischen Grenze, daher folgender Hinweis:
    "Meine Postings können eventuell Spuren von Zynismus, Sarkasmus und Ironie enthalten. Wenn jemand deswegen ein Problem mit mir hat, soll er eine Nummer ziehen, sich hinten anstellen und warten, bis er an der Reihe ist."

  3. #3
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    Avatar von KePa
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    Re: Die Jukebox und ich

    @Snake Pilsken: Daran habe ich auch schon gedacht. Sowas muss es ja geben. Ich bin mir nur nicht sicher wie lange ich brauche, um ein 3D Modell des Teils zu erstellen. Vielleicht bin ich da mit einem Stück Vierkantholz, Säge, Raspel, Feile, Schleifpapier und vielleicht etwas Farbe doch schneller. Danach werde ich mich aber definitiv umsehen!

  4. #4
    Mitglied Avatar von Snake Pilsken
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    Re: Die Jukebox und ich

    Vielleicht ist das für dich interessant?

    https://www.trinckle.com/blog/eigene...n-und-drucken/
    Für diesen Beitrag bedankt sich KePa
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  5. #5
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    Avatar von KePa
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    Re: Die Jukebox und ich

    @Snake Pilsken: Das klingt vielversprechend! Bei einem einfachen Objekt wie diesem kann ich mir gut vorstellen ein brauchbares Ergebnis zu erziehlen. Ich werde mir das in Ruhe mal anschauen und die Kamera zücken. Danke!

  6. #6
    Mitglied Avatar von phre4k
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    Re: Die Jukebox und ich

    nein, es kommt kein Raspberry Pi rein!
    Okay, dann mach ich den Tab halt wieder zu

    Leider habe ich niemanden zur Hand, der mir das eben aus einem Metalblock fräsen oder aus irgendeinem Material drucken kann. Vielleicht schnitze ich es selbst aus Holz.
    Da musst du aber sehr hartes Holz nehmen.

    Mein Tipp an dieser Stelle: Schau dich nach einem lokalen Hackerspace/Makerspace um. Die haben mit ziemlicher Sicherheit eine CNC oder einen 3D-Drucker oder jemanden der früher mal Schlosser war oder sowas.

    --- [2018-01-06 00:26 CET] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---

    Zitat Zitat von KePa Beitrag anzeigen
    @Snake Pilsken: Das klingt vielversprechend! Bei einem einfachen Objekt wie diesem kann ich mir gut vorstellen ein brauchbares Ergebnis zu erziehlen. Ich werde mir das in Ruhe mal anschauen und die Kamera zücken. Danke!
    Kostenlose Software für Fotogrammetrie ist beispielsweise hier zu finden: https://makezine.com/2013/08/21/diy-photogrammetry-open-source-alternatives-to-123d-catch/

    tl;dr: VisualSFM/Meshlab Tutorial
    Für diesen Beitrag bedankt sich KePa
    Geändert von phre4k (06.01.18 um 00:22 Uhr)
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  7. #7
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    Avatar von thom53281
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    Re: Die Jukebox und ich

    Zitat Zitat von KePa Beitrag anzeigen
    - Tonarmnadel vermutlich im schlechten Zustand, es gibt einen Nachbau, wenn es so weit ist muss ich sehen ob der was taugt.
    Wenn mir Google das richtig sagt, dann müsste es sich dabei ja um ein Shure M77 handeln? Laut der Meinung vieler in einschlägigen Foren sind die Nachbaunadeln vom Ebay-Händler Cleorec meist von guter Qualität. Ich hab mir da auch schon mal eine NB71 gekauft und die war auch von sehr guter Qualität (allerdings scheinen die gerade ausverkauft zu sein, hat nur welche von Jico im Programm). Deine Nadel:
    http://www.ebay.de/itm/N77-Ersatznad...-/151931437457

    Wobei die Jukebox ja anscheinend eine Halbzoll-Aufnahme hat. Daher sollte es auch möglich sein, einen moderneren Abtaster daran zu montieren, für den noch Nadeln verfügbar sind. Zumindest wenn das Auflagegewicht einstellbar ist. Beispielsweise das Shure M44, das Ortofon Pro S OM (ist aber ziemlich hoch) oder andere DJ-Tonabnehmer, die man mit der benötigten Auflagekraft von 3-6g fahren kann.

  8. #8
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    Avatar von KePa
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    Re: Die Jukebox und ich

    @phre4k: Die Garage meines Vaters gibt glücklicherweise einiges an Werkzeug und Maschinen her, sollte ich es wirklich aus Holz machen. Danke für den Link! Da werde ich mich mal reinlesen. Scheint generell ein interessantes Thema zu sein.
    Das übrige Teil auf dem Bild des Startposts haben wir im Inneren der Jukebox rumliegen sehen. Vermutlich wurden sie abgebaut, da das Schloss für die Entriegelung fehlt. So könnte man sie sonst nicht mehr öffnen. Wenn es ganz blöd läuft finde ich das zweite Teil, wenn ich die Jukebox zerlege irgendwo unter dem Plattenspieler.

    @thom53281: Es scheint in der Tat eine N77 zu sein. Cleorec ist ein guter Tipp für die Zukunft! Ich bin dir aber schon etwas zuvor gekommen und habe gestern einen Verkäufer entdeckt, der mir wohl eine original Nadel aus alten Lagerbeständen für 20€ verkauft hat. 3-6g sind schon recht viel Auflagekraft, wenn ich das mit meinem normalen Plattenspieler vergleiche (1,2g). Wegen der Befestigung des Abnehmers bin ich mir noch nicht sicher. Der Abnehmer scheint auf andere Weise einfach an der Unterseite der "Tonarmplatte" befestigt zu sein. Das Kabel wurde am Abnehmer einfach festgelötet, statt es mit einer Steckverbindung zu befestigen. Ich hatte auch kurz überlegt einen anderen Tonabnehmer zu montieren aber wenn man noch Nadeln dafür bekommt soll es mir recht sein. Was ich aber zuvor auch noch nie gesehen habe ist, dass der Tonarm entgegen der Laufrichtung montiert ist. Auch sind die Einstellmöglichkeiten beschränkt. Es gibt das Auflagegewicht und eine Schraube auf dem Arm, die die Grundhöhe verstellt. Ich schätze das wars. Entweder es gibt bei dieser Art des Tonarms kein Skating oder man hat sich einfach nicht darum gekümmert.

    Sobald ich die Mechanik ausgebaut habe, werde ich mich genauer darum kümmern können. Dann kann ich ihn mit Tonarmwaage & Co wieder einstellen.

  9. #9
    SYS64738

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    Avatar von thom53281
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    Re: Die Jukebox und ich

    Die hohe Auflagekraft ist prinzipiell erstmal kein Problem (in Bezug auf die Plattenabnutzung). Wichtig ist vor allem, dass die Nadel in gutem Zustand ist und regelmäßig gewechselt wird (so ca. 600 Spielstunden). Sonst passiert das. Die Auflagekraft wurde vermutlich absichtlich so hoch gewählt, dass der Tonarm nicht gleich beim kleinsten Schubser aus der Rille hüpft (ähnlich wie bei DJ-Plattenspielern, die auch eher hohe Auflagekräfte fahren).

    Antiskating war zu der Zeit wohl erst im kommen. Viele gute Laufwerke aus der Zeit (z. B. Dual 1010) haben keine Antiskatingvorrichtung. Skating tritt immer auf, sobald der Tonabnehmer schräg zum Tonarmlagerpunkt steht (siehe hier, Bild ganz unten). Allerdings dürfte das Skating durch die kürzere Armlänge und andere Armgeometrie vermutlich kleiner sein als bei einem normalen Plattenspieler.

  10. #10
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    Avatar von KePa
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    Re: Die Jukebox und ich

    Zitat Zitat von thom53281 Beitrag anzeigen
    Wichtig ist vor allem, dass die Nadel in gutem Zustand ist und regelmäßig gewechselt wird (so ca. 600 Spielstunden).
    Genau deswegen will ich sie auch auswechseln. Keine Ahnung wie lange die da schon drauf ist. Laut Sevicebuch ist der Tonabnehmer mit zwei kleinen Schrauben einfach nach oben hin am Tonarm befestigt.

    In der Zwischenzeit habe ich mich ein bisschen wegen des fehlenden Plastikteils bemüht und konnte mit Autodesks kostenlosen und webbasierten "Tinkercad" und einem Messschieber ein 3D Model des Teils erstellen. Das war schon etwas ein Krampf, vor allem als ich herausfinden durfte, dass sich das Raster stufenlos beliebig versetzen lässt und man so seine Orientierungspunkte verliert aber da ist es:

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	2018-01-07 03_39_30-.png 
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    Probeweise habe ich das fertige Objekt bei https://i.materialise.de hochgeladen und es scheint korrekt und in den richtigen Dimensionen erkannt zu werden. Kostenpunkt: ~12€ + Versand. Viel Geld für ein bissche Plastik aber immerhin.

  11. #11
    Mitglied Avatar von phre4k
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    Re: Die Jukebox und ich

    Was für ein Plastik ist das? Ich gehe am Dienstag in nen Hackerspace und könnte es dir ausdrucken. Keine Ahnung, wie lange das dauert, habe mit deren Drucker noch nie gearbeitet.
    Für diesen Beitrag bedankt sich KePa
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  12. #12
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    Avatar von KePa
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    Re: Die Jukebox und ich

    @phre4k: Hey, danke für dein Angebot! Was für ein Plastik das ist, kann ich nicht genau sagen. Er ist recht leicht aber auch recht hart und eher brüchig als biegbar, schätze ich. Hier nochmal ein anderes schlechtes Foto davon:

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	IMG_5366.JPG 
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    Das Teil ist etwas über 6cm lang. Ich kann dir eine .stl Datei irgendwie zuschicken, falls du wirklich was probieren möchtest.

  13. #13
    Mitglied Avatar von phre4k
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    Re: Die Jukebox und ich

    Bin jetzt dort, bitte schicken
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  14. #14
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    Avatar von KePa
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    Re: Die Jukebox und ich

    Uff... Viel zu lange hat es inzwischen gedauert aber endlich konnte ich anfangen etwas zu machen. Bisher musste ich warten bis der Raum, in der die Jukebox nun steht frei ist und eine Menge anderer Dinge kamen auch noch dazwischen. So wie immer halt.

    In erster Linie haben mein Vater und ich die Jukebox in den Keller runter getragen, wo es deutlich wärmer als in der Garage ist und ich Platz zum arbeiten habe. Um das aber zu können, mussten wir sie etwas zerlegen. Mit über 100kg Gewicht lässt sie sich kaum in einem Stück unfallfrei die Treppe herunter bewegen.

    Im Moment sieht die Jukebox also eher so aus:

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

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    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

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    Die vordere Haube ist recht einfach auf der Vorderseite eingehängt. Dazu gibt es an der Haube zwei kleine Blechkanten (1), die nach unten an der Jukebox in zwei Löchern eingehängt sind. Damit das ganze Stück beim Öffnen nicht nach vorne einem auf die Füsse fällt, gibt aus auf beiden Seiten einen Metallstab (2), der in einer Führung eingehängt wird und für einen Anschlag sorgt.
    Verbunden ist das ganze Stück mit diversen Steckverbindungen:

    (3) Scheint für die Steuerung der Tastatur zuständig zu sein. Unter der fast durchsichtigen Plastikhaube rechts daneben befinden sich zwei dazugehörige Relais. Noch weiter rechts sieht man einen Bolzen, der durch einen Elektromagnet mit lautem Knall(!) verschoben wird, um die Tasten einrasten zu lassen oder wieder zu lösen.
    (4) Dieser Stecker geht an die Plattenspielermechanik, bzw. an die Selektionselektronik, um die Auswahl der Platte zu steuern. Der Stecker wird einfach direkt auf die Platine der Steuerung gesteckt.
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    (5) Ein Stromstecker für die Leuchtstoffröhre. In der Juckbox befinden sich 4 von diesen mit jeweils eigenem Starter. Um diese und andere Komponenten mit Strom zu versorgen ist in der Jukebox eine Leitung verlegt, die sich an mehreren Stellen mit einer Steckverbindung gabelt und ein solcher Stecker einfach dazugesteckt wird.
    (6) In der Haube ist auch ein Lautsprecher (Hochtöner) verbaut. Hier mussten ebenfalls die Stecker abgezogen werden, um die Haube zu entfernen.

    Damit ist dann aber auch die Haube komplett getrennt und kann zur Seite gelegt werden. Wie man auf dem oberen Foto erkennen kann, ist sie recht schmutzig. Ich werde wohl versuchen einzelne Elemente abzunehmen und zu reinigen. Beim Chrom muss ich mir noch etwas einfallen lassen. An manchen Stellen könnte man mit Chrompolitur gute Chancen haben, an anderer Stelle ist aber auch Rost durchgekommen. Da hilft keine Politur mehr.

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    Um die obere Haube zu entfernen, mussten Teile des Scharniers abgeschraubt und lediglich ein Stromstecker sowie ein Erdungskabel für ein Metallblech (Ich war froh, als ich das gesehen habe! ) getrennt werden. Damit steht diese Haube auch erst mal beiseite. Auch hier wird der Chrom Arbeit brauchen. Vorallem müssen aber auch die Plexiglasscheiben gereinigt werden. Diese haben einen rechten Gelbstich. Generell scheint die Jukebox in einem sehr verrauchten Raum gestanden zu sein. An manchen Teilen wie eben den Scheiben merkt man deutlich, dass sich Nikotin abgelegt hat. Es riecht zwar, vermutlich schon lange, nicht mehr danach aber runter muss das Zeug trotzdem. Dazu bietet sich z.B. Geiger Anlauger SE1 an. Damit lässt sich solchen Schmutz sehr leicht lösen ohne dass grossartiges Schrubben notwendig ist. Entsprechende Stelle einreiben, kurz einziehen lassen und danach wieder abspülen. Man sollte an diversen Stellen nur etwas damit aufpassen (Lack z.B.), da es sonst matt werden könnte.

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    Hinter der Scheibe der oberen Haube befindet sich ein weiteres Panel mit Halterungen aus Plexiglas für die Labels, einem seltsamen Animationsteil auf der linken Seite und einer abgebrochenen Halterung für ein Plattencover auf der rechten Seite. Gerade hier wird es sich lohnen es in Einzelteile zu zerlegen und reinigen.

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    Ebenfalls der Jukebox entnehmen konnte ich die komplette Plattenspielermechanik. Diese steht grundsätzlich nur auf einem Rahmen an dessen Ecken sich jeweils eine Feder befindet, welche wiederum auf einem Gummilager stehen. Damit ist diese Einheit komplett vom Gehäuse entkoppelt und kann Vibrationen ausgleichen. Es gibt lediglich zwei Winkel an den Seiten des Rahmens, um diesen für einen Transport mit Sicherungsschrauben sichern zu können. Grundsätzlich ist die komplette Einheit lediglich mit drei Steckern verbunden. Bereits zuvor erwähnter für die Steuerungseinheit, welcher zur Tastatur führt, einem weiteren, welcher wohl für die Verbindung zum Verstärker genutzt wird sowie einem einfachen Stromstecker. Sind all diese getrennt, kann die Mechanik ohne weiteres aus dem Gehäuse gehoben werden. Grundsätzlich ist der Plan sie nur soweit zu zerlegen wie notwendig. So gut es geht werde ich sie reinigen, denn gerade Teile wie der Rahmen, die Plexiglasabdeckung der Steuerung (1), die Anzeige der laufenden Platte (2) oder das Magazin (3) sehen sehr schmackhaft aus. Auch hier soll die SE1 Lauge helfen. Dann werde ich mich um die Kleinigkeiten kümmern, die ich bereits im Startpost erwähnt habe.

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    Das Gehäuse selbst bedarf auch etwas Pflege. So sehen das Gitter und die Chromelemente auf der Vorderseite fürchterlich aus. Während das Gitter voll mit Staub und anderem Dreck ist, hat sich auf den Chromleisten nicht nur der selbe Dreck abgelegt, auch ist an diversen Stellen der Rost durchgekommen. Hier hilft definitiv keine Politur mehr. Dazu muss ich mir noch eine Lösung einfallen lassen. Verchromen lassen wäre eine Option. Dazu müssten die Teile erstmal spiegelglatt abgeschliffen und dann entsprechend beschichtet werden. Alternativ wären vielleicht auch Chromfolien eine Option, da es recht einfache Formen sind, die sich überziehen lassen könnten und es vermutlich deutlich günstiger wäre.

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    Das Gitter und die Chromelemente abmontiert, kommen zwei Öffnungen zum Vorschein, welche zu einem 12" Tieftöner führen. Die Membran sieht überraschend sauber aus, während in erwähnten Öffnungen dicke Staubschichten lagen.

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    Im Inneren des Gehäuses bleibt nicht mehr all zu viel übrig. Auf der linken Seite gibt es neben anderen kleinen Bauteilen eine Steuerungseinheit für den Geldeinwurf sowie einen Lautsprecher unter der schwarzen Abdeckung. Auf dem Boden sieht man diverse Stecker, die zur Mechanik oder der vorderen Haube führen.
    Auf der rechten Seite hingegen hibt es einen Trafo, ebenfalls einen Lautsprecher sowie den Münzeinwurf. Diesen muss ich bei nächster Gelegenheit mal testen. Mal sehen ob er die paar Schweizer Franken, die ich herum liegen habe verschluckt.

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    Ebenfalls gibt es auf der rechten Seite einen Zähler. Im Handbuch konnte ich leider keine genauen Informationen dazu finden, daher weiss ich noch nicht was genau dieser zählt, Betriebsstunden, gespielte Platten, etc. Es wäre auf jeden Fall interessant zu wissen. Ein paar Tests sollten aber Klarheit schaffen, sobald die Maschine wieder läuft.

    Wie man auf den Fotos erkennen kann, ist es auch im Inneren des Gehäuses eine schmutzige Angelegenheit. Zumindest konnte ich anfangen es etwas auszusaugen. Den Rest müssen Putzmittel und Schwamm erledigen.
    Dazu soll das Gehäuse das nächste Mal auf eine Plane gestellt werden. Dann wird es aussen und innen einmal vernünftig geputzt. Diverse Einzelteile werde ich dann mit der Lauge behandeln. Vielleicht zeigt sich dann, dass sie ursprünglich gar nicht gelb waren.

    In der Zwischenzeit muss ich phre4k meinen persönlichen Dank aussprechen! Er hat das 3D Modell des fehlenden Kunstoffteils für die Verriegelung der oberen Haube mit einem 3D Drucker realisieren lassen und es mir zugesendet. Es ist überraschend gut geworden und kommt dem Original sehr nahe. Danke für die Unterstützung! Es ist schön zu sehen, dass solche auch in dieser Community vertreten ist.

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    Das nächste Update kommt baldTM.

  15. #15
    Pottblach™ Avatar von Bruder Mad
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    Re: Die Jukebox und ich

    Mach dir nicht zu viele Hoffnungen bei dem vergilbten Plexi. Das wird man wohl leider nicht mehr vernünftig sauber bekommen...
    Aber allgemein ein feines Projekt, bei dem ich dir viel Spaß und Erfolg wünsche!
    Für diesen Beitrag bedankt sich KePa

  16. #16
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    Avatar von KePa
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    Re: Die Jukebox und ich

    Hmm sei dir da mal nicht so sicher. Leider habe ich kein Bild davon gemacht aber testweise habe ich die kleine Abdeckung unten im Bild schon mal mit der Lauge gewaschen und die kam blitzblank wieder raus! Das Zeug ist recht stark und löst den Nikotin ziemlich gut. Klar, ich erwarte nicht, dass es fabrikneu aussehen wird aber ich denke, dass sich gute Ergebnisse erzielen lassen. Etwas alt darf sie ja auch aussehen.

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  17. #17
    Pottblach™ Avatar von Bruder Mad
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    Re: Die Jukebox und ich

    Ja, Besserung wird man sicher erzielen, aber wie gesagt: Ganz weg bekommt man das leider nicht mehr...

    Du hast natürlich recht, dass da ein gewisser alter Touch bleiben muss!

  18. #18
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    Avatar von KePa
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    Re: Die Jukebox und ich

    Zu Ostern ein Update.

    Heute früh dachte ich, fahre ich vorbei und fange an Einzelteile zu putzen. Um das ganze zu dokumentieren, packte ich die kleine Nikon Kamera ein. Da ich wusste, dass die Batterie nicht mehr voll war, nahm ich auch ein Ladegerät mit. Dort angekommen stellte ich fest: Nikon Kamera, Canon Ladegerät.
    Die Batterie reichte dennoch für einige Bilder...

    Wie im vorherigen Post beschrieben, stand die Jukebox wohl in einem stark verrauchten Raum. Das zwingt mich gründlich sauber zu machen, denn ich will mich dabei wohlfühlen, wenn ich das Gerät irgendwann in mein Wohnzimmer stelle. Anders als letztes mal angekündigt, ging es heute primär um die vordere Haube mit der Tastatur und ein paar weitere Elemente.


    Bei der Haube musste ich mir zunächst ein näheres bild davon verschaffen, wie ich diese überhaupt zerlegen und effektiv reinigen kann. Die Amerikaner waren nicht dumm und haben diese halbwegs vernünftig zusammen gesetzt. Zunächst aber noch ein Hinweis zu Bruder Mads Anmerkung bzgl. der Hoffnungen, die ich mir beim Putzen machen darf. Auf der linken Seite ist die vom letzten Mal gereinigte Plexiglasabdeckung der Relais sichtbar. Und ja, die Relais kann man nun auch sehen!

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    Ein genauer Blick auf die Halterungen der elektronischen Einheit hinter der Tastatur verriet mir, dass sie sich lediglich in einer Schiene befand und von zwei Schrauben fixiert wurde. Bevor ich diese löste, musste ich noch die beiden Birnenfassungen für die Credit-Anzeige neben dem Münzeinwurf lösen. Diese sollen laut dem Schild, hinter welchem sie sich verstecken, anzeigen ob die Jukebox im Bezahlmodus oder kostenfreien Modus läuft. Danach liess sich die komplette Einheit herausziehen.

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    Auf dem zweiten Bild lassen die Stifte der einzelnen Tasten gut erkennen. Eine dreckige Angelegenheit...

    Nachdem die elektrische Einheit entfernt war, hatte ich nun auch Zugriff auf die einzelnen Tasten. Dazu musste ich oben die Bleche abschrauben. Danach konnten die Tasten einfach herausgenommen werden.

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    Auch die Tasten sahen nicht sehr appetitlich aus und laden nicht gerade zum darauf Herumdrücken ein. Positiv anzumerken ist jedoch, dass die Buchstaben und Zahlen separat in den Kunststoff eingelassen wurden, wie im dritten Bild zu sehen ist, was bedeutet, dass man auf ihnen herumdrücken kann wie man möchte, ohne das Farbe abblättert.

    Nun sah die Haube nicht mehr so spektakulär aus. Als nächstes kamen die vergilbten Lichtblenden ab. Diese sind wohl durch die wärme der Leuchtstoffröhren so bröselig wie Esspapier geworden. Weiss wie an den Stellen der Unterlagsscheiben sind sie ebenfalls schon lange nicht mehr. Ich werde sie durch etwas vergleichbares ersetzen. Um Masse zu nehmen, nahm ich diese Blenden nach Hause. Vor der Haustüre ist mir allerdings eine davon auf den Boden gefallen und gleich in drei Teile zersprungen. Tolle Nummer.

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    Als nächstes habe ich die verbleibende Elektrik, den Hochtöner herausgenommen und die Halterungen der Leuchtstoffröhre entfernt. Danach nahm ich den gelblichen Plastikrahmen (Zeichnung: 17) unter den Lichtblenden ab, um das Blech auf der Vorderseite (Zeichnung: 11) unter der Tastatur abnehmen zu können. Das gebürstete Blech zeigt auf der Vorderseite Einlässe im Sternmuster hinterlegt mit rotem transparenten Kunststoff, welcher durch die inneren Leuchtstoffröhren aufleuchtet. Leider hatten die Konstrukteure das Gefühl, das besonders hier Teile lose werden könnten und hatten diese mit gefühlt Tausend Schrauben fixiert und dabei waren das nicht mal richtig Muttern... Erwähnen muss ich natürlich auch, dass man mit für uns herkömmlichen Grössen des Werkzeugs nicht sehr weit kommt. In einem normalen Steckschlüsselset findet man eine 6er gefolgt von einer 7er Nuss. Nicht aber eine 6,5mm Nuss. Da musste ich doch erst einmal suchen.

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    Neben dem Zerlegen der vorderen Haube, kümmerte ich mich auch um einen Teil der oberen. So zerlegte ich eines der Paneele mit Halterungen für Labels. Zuerst entfernte ich auch hier die Elektronik. So musste das Animationsteil weichen. Auf der Rückseite war dieses lediglich mit Metallfedern eingerastet. Auf der Vorderseite enternte ich die Plexiglasscheibe inklusiv Rahmen, um diese zu putzen. Die Halterungen der Labels waren ebenfalls nur mit einer Feder fixiert und konnten leicht abgenommen werden.

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    Aus dem Gehäuse der Jukebox montierte ich ebenfalls die seitlichen Lautsprecher ab. Dazu entfernte ich zuerst die inneren Verschalungen, konnte dann die Lautsprecher abstecken und lösen und somit auch die gelb-silbernen Abdeckungen abnehmen. Die Membranen der Lautsprecher sind zwar intakt, haben aber auch Dreck angesetzt. Hier muss ich noch kreativ werden, wie ich den verklebten Mist schadenfrei zumindest teilweise weg bekomme.

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    Nun wurde es aber langsam knapp mit dem Kamera Akku...

    Mit all den zerlegten Teilen ging es nun nach draussen, wo ich sie zum Reinigen vorbereitete. Der Rahmen der vorderen Haube, ihre Einzelteile und diverse andere Teile. In einer Plastikkiste wurde dann ein Gemisch aus Wasser und SE1 Lauge angerührt und Stück für Stück die Teile zum Einweichen hineingelegt und gewaschen. Auch wenn ich kein Foto davon nehmen konnte, kann ich sagen, dass die Brühe da drin zum Schluss so dunkel war, dass man den Boden trotz lediglichen 5 cm Wasserhöhe nicht mehr sehen konnte. Grosse Teile wie Bleche oder der Rahmen der Haube wurden mit einem grossen Pinsel eingerieben. Da lief dann gern mal eine dunkelgelbe Suppe herunter. Alles wurde zum Schluss mit klarem Wasser abgespült und mit dem Kompressor weitgehend trocken geblasen. Den Rest trocknet es in der Garage. Dann darf ich das Puzzle wieder zusammensetzen und mich um andere Dinge kümmern...

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  19. #19
    SYS64738

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    Avatar von thom53281
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    Re: Die Jukebox und ich

    Zitat Zitat von KePa Beitrag anzeigen
    Die Membranen der Lautsprecher sind zwar intakt, haben aber auch Dreck angesetzt. Hier muss ich noch kreativ werden, wie ich den verklebten Mist schadenfrei zumindest teilweise weg bekomme.
    Ja, das könnte schwierig werden. Die alten Alnico-Lautsprecher mit ihrer Papiermembran sind relativ empfindlich und die Papiersicke neigt recht schnell zum Reißen. Würde da wirklich vorsichtig sein. Imho solltest Du den Lautsprecher einmal vorsichtig mit Druckluft abblasen und dann ggf. noch mit einer weichen Bürste ausbürsten. Da irgendwie feucht mit einem Reiniger/Tuch drüberzugehen, oder so, würd ich lassen.

  20. #20
    Pottblach™ Avatar von Bruder Mad
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    Re: Die Jukebox und ich

    Na, dann hast du ja Glück gehabt, dass der Gilb nicht ins Plexi eingezogen ist, sondern nur oberflächlich vorhanden war...
    Ich bin gespannt, wie's weiter geht!
    Für diesen Beitrag bedankt sich KePa

  21. #21
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    Re: Die Jukebox und ich

    @thom53281: Ja, mit den Lautsprechern möchte ich es mir wirklich nicht verscherzen. Wenn es nur Staub wäre, wäre das ganze kein Problem. Staub und Nikotin, allerdings, ergeben eine ziemliche Sauerei. Ich werde es wohl probieren mit einem Pinsel das Gröbste herunter zu bekommen. Ich weiss, dass ich es mit der Lauge, wenn auch nur leicht feucht, ziemlich einfach ohne festen Druck o. ä. runter bekommen würde, allerdings befürchte ich auch, dass die Membran dadurch Schaden nehmen könnte. Ansonsten sehen die Lautsprecher echt gut aus. Keine Risse und auch kein gelöster Kleber.

    @Bruder Mad: Wirklich schlimm ist es tatsächlich nur dort wo Wärme mit im Spiel war. Zum Beispiel auf den Rückseiten der Bleche (auf manchen Fotos sieht man das), wo eine Leuchtstoffröhre dahinter war. Dort hat sich das Zeug über die Zeit regelrecht festgebacken. Dort stört es aber auch nicht wirklich, denn es ist nicht sichtbar und klebt oder riecht auch nicht mehr. Ansonsten bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Gerade die seitlichen Abdeckungen der Lautsprecher, perforiertes Aluminium, welches ebenfalls auf der Front verwendet wurde, strahlt wieder wie neu. Auch der Chrom sieht wieder deutlich besser aus und es lässt sich noch etwas mit Politur rausholen.

  22. #22
    Pottblach™ Avatar von Bruder Mad
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    Re: Die Jukebox und ich

    Hast du technische Daten von den Chassis? Zur Not gegen neue tauschen, wird bestimmt was passendes geben.

  23. #23
    SYS64738

    Moderator

    Avatar von thom53281
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    Re: Die Jukebox und ich

    Also die Chassis gegen neue zu tauschen, ist imho eher nicht möglich. Auch wenn dieser Text jetzt nicht zu 100% meine allgemeine Meinung zum Lautsprecherbau wiederspiegelt, so bekommt man aber dennoch einen Eindruck darüber, was das genau für Chassis sind. Da der Röhrenverstärker in dem Gerät vermutlich nicht mit Leistung gesegnet ist, benötigt man Chassis mit möglichst hohem Wirkungsgrad. Noch dazu in ovaler Form*. Du kannst hier nur ein Original durch ein anderes ersetzen.



    * Ok, ja, mit etwas Bastelwillen bekommt man vermutlich auch ein rundes unter.

  24. #24
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    Avatar von KePa
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    Re: Die Jukebox und ich

    Die ovalen Lautsprecher haben laut Datenblatt die Masse 6"x9". Ersetzen möchte ich sie jedoch wie gesagt nicht. Nicht nur wegen dem was thom sagt, sondern allein auch vom Klangaspekt. Ich konnte zwei dieser Lautsprecher auf der Bucht finden, allerdings waren diese schon ziemlich verrostet und sahen schlimmer aus als meine. Von daher stehe ich nicht all zu schlecht da. Vielleicht werde ich sie mir nächstes mal etwas genauer anschauen und sehen was sich machen lässt, um sie etwas sauberer zu kriegen. Dass sie funktionieren und auch klingen, konnte ich bereits testen.
    Nächstes Mal wird vor allem aber auch die obere Haube im Mittelpunkt stehen. Diese sollte sich aber nicht ganz so komplex gestalten wie die vordere, wobei ich bei letzterer noch lange genug mit dem Zusammensetzen inklusiv Ausbohren dreier abgebrochener Schrauben (M3 Gewinde aus schwachen Material) beschäftigt sein werde.

  25. #25
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    Avatar von KePa
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    Re: Die Jukebox und ich

    Dieses Wochenende war ich wieder fleissig!

    Über die vergangenen Tage konnten die zuletzt gewaschenen Teile, auf welche ich später noch eingehe, trocknen und ich dieses Mal mich um weitere Teile kümmern. Dabei ging es dieses Mal primär um die obere Haube der Jukebox.


    Bei diesem Element plante ich das gleiche Vorgehen, wie zuletzt auch. Notwendige Teile abmontieren, draussen für die Reinigung vorbereiten, ein Laugengemisch anrühren, waschen und abspülen. Zunächst musste ich mir erst einmal ein Bild verschaffen, welche Teile abmontiert werden können und sollten. Zuerst kümmerte ich mich dabei um das gelbliche Blech oben, welches die Halterungen für die Labels trägt. Durch zwei bewegliche Bolzen kann dieses Blech einfach nach unten geklappt werden, wenn die Haube offen ist, um z. B. Labels auszutauschen. Gegenüber dieser Bolzen befinden sich an den Ecken jeweils eine Schraube, die die Achsen des Ganzen bilden und zur Demontage gelöst wurden.

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    Das Blech sah ziemlich übel aus. Gerade auf der Unterseite hat sich aufsteigender Nikotin regelrecht zu einer Versiegelung gebildet (natürlicher Rostschutz?). Auch nach dem Abnehmen der Plexiglashalterungen für die Lables, welche selbst einen Gelbstich hatten, waren deutliche Ränder auf dem Blech zu sehen. Alles andere als einladend.

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    Die Haube selbst zerlegte ich nicht weiter. Einerseits war die Verschraubung so kompliziert gestaltet, dass ich mich ernsthaft fragen musste, wie sie dies zusammensetzen konnten. Muttern konnte ich trotz meines Ministeckschlüssels, welcher auf anderen Bildern schon zu sehen war nicht lösen, da schlichtweg kein Platz dafür war. Prinzipiell war dies auch nicht weiter schlimm, da ich zur groben Reinigung auch so an alles ran kam.
    Draussen ging es mit dem Material wieder auf den Tisch, wo ich die Haube mit einem grossen Pinsel mit der Lauge einrieb. Sofort löste sich wieder eine Menge gelblicher Schmutz. Mit klarem Wasser abgespült und dem Kompressor trocken geblasen, stellte ich die Teile wieder zum trocknen auf. Die Glasscheiben wurden wieder schön klar, das zuvor erwähnte Blech strahlte wieder in seiner ursprünglichen Farbe und vorherige Ränder waren nicht mehr zu sehen. Einzig der Chrom an der Haube bereitet mir etwas Sorge. Gerade auf dem mittleren Bild kann man an der rechten Kannte erkennen, wie beschädigt er ist. Zwar können einzelne Teile des Rahmens abgenommen werden, so gestaltet sich aber ein neues Verchromen durchaus schwierig durch weitere rote Bemalungen der etwaigen Stücke. Hierzu werde ich mir noch Gedanken machen.

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    Ebenfalls bearbeitet werden müssen die Chromleisten der unteren Front, welche ich bereits in Post 14 erwähnte. Hiefür entschloss ich mich es mit Chromfolien auszuprobieren. Auf einem Online Handel bestellte ich dafür Muster zweier Folien. Natürlich müssen die Teile erst abgeschliffen werden. Dann möchte ich nachsehen wie die Muster zu den anderen Chromelementen passen und gegebenenfalls nachbestellen, um die Teile damit zu beziehen.

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    Im vergangenen Post war schon die Steuerungseinheit der Tastatur zu sehen. Diese war ziemlich verstaubt und wurde mit dem Kompresser sowie einem Handfeger gesäubert, wodurch auch sie wieder deutlich besser aussieht.

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    Da ich voller Tatendrang war, nahm ich mir noch etwas Arbeit nach Hause mit. Zuerst kümmerte ich mich um die Steuerungseinheit des Münzzählers. Diese ist innerhalb der Kabine auf der linken Seite montiert und besitzt mehrere Schleifkontakte in Ringfrom. Diese Kontakte waren ziemlich korrodiert sowie verschmutzt und somit kaum mehr leitfähig. So entfernte ich die Kontakte, welcher auf der Achse befestigt waren, nahm meine Chrompolitur sowie Ohrenstäbchen und polierte die Leiterbahnen wieder auf. Das Ergebnis spricht für sich.

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    Bereits im letzten Post erwähnte ich die Verschmutzung der bereits abmontierten Lautsprecher und die Schwierigkeit diese schadensfrei zu säubern. Ich begann diese mit einem Borstenpinsel zu bürsten und konnte somit gute Ergebnisse erzielen. Bis auf eine Art "Schatten" konnte ich den Staub gut entfernen, wodurch die Membranen nun einen deutlich besseren Eindruck machen. Ich fühlte mich dabei wie ein Archäologe, der gerade seine Ausgrabung filigran mit einem Pinsel säubert.

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    Da ich danach immer noch motiviert war etwas zu tun, kümmerte ich mich darauf um die Kunststoff- und Chromelemente der vorderen Haube einschliesslich der Tasten und polierte diese ebenfalls mit Politur auf. Gerade die Oberflächen der Tasten nahmen dies dankend entgegen und sehen nun fast neuwertig aus.

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    Am Samtag traf ebenfalls ein Paket mit einer 0,5 mm Hartschaumplatte ein, welche ich online bestellte. Aus dieser werde ich neue Lichtblenden schneiden, um die kaputten alten zu ersetzen. Das Material weisst die gleiche Stärke als auch ähnliche Lichtdurchlässigkeit auf, was somit dem Original nahe genug kommen sollte.

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    Die Jukebox selbst besitzt natürlich diverse Schlösser für die Hauben, die Kasse, sowie den Zugang zum Verstärker. All diese Schlösser mussten aber aufgebohrt werden, da keine Schlüssel vorhanden waren. Bei meinen Recherchen stoss ich auf die Website http://www.needles4jukeboxes.com/, worauf ein freundlicher Enthusiast Ersatzteile für diverse Jukeboxen verkauft. Darunter auch original Schlösser mit passenden Schlüsseln. Hiervon bestellte ich jeweils drei.

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    Zu guter Letzt habe ich noch ein paar Bilder des Verstärkers, da ich hiervon noch keine zur Verfügung stellte. Interessant sind die zahlreichen Schalter mit welchen sich die Klangcharakteristik einstellen lässt. Sobald ich die Jukebox wieder zusammensetze, werde ich mich auch hierum noch genauer kümmern und nachsehen ob z. B. Röhren ausgetauscht werden müssen.

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    Als nächstes kommt ziemlich bald aber die Reinigung des Gehäuses der Jukebox. Dabei werde ich mir auch die Lackschäden ansehen und nachsehen, welche Farbe ich zur Ausbesserung brauche.

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