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Thema: Militärische Ausbildung / Führung und Vergleichbarkeit im zivilen Leben

  1. #1
    Gelöschter Nutzer3 Avatar von n87
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    Militärische Ausbildung / Führung und Vergleichbarkeit im zivilen Leben

    Tag Leute!

    Irgendwann ist auch für mich der Tag gekommen, einen Thread zu erstellen, der nicht mit "gesucht" endet. Ich hoffe darauf ein paar Interessante Diskussionen zu dem Thema lesen zu können.

    Hier im Board sind ja einige Führungspersonen / Personen in leitenden Stellen und auch Selbstständige vertreten. Um das jetzt in den Zusammenhang mit dem Militär zu bringen ein paar Fragen:

    • Wie seht ihr die Erfolgschancen von mil. Führungskräften im zivilen Leben? Gesucht oder verpönt?
    • Sind diese Führungskräfte (Offiziere, Unteroffiziere, Feldwebel..) gesucht? Bzw. würdet ihr diese einstellen?
    • Habt ihr im Rahmen der Wehrpflicht diese abgeleistet, oder seid ihr sogar im aktiven Dienst?


    Weitere Fragen und Diskussionen hierzu sind sehr gerne erwünscht!
    Grüße, n87

  2. #2
    Warp drölf

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    Avatar von godlike
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    Re: Militärische Ausbildung / Führung und Vergleichbarkeit im zivilen Leben

    Interessante Fragestellung. Ich hab selber damals den Zivildienst abgeleistet. Halte persönlich vom Bund eher wenig da mir dieses ganze Befehle befolgen - ohne möglichst auch nur irgend etwas zu hinterfragen bzw. zu bewerten, da man ja eh keine Alternative hat. Aus diesem Grund würde ich, hätte ich die Wahl, wohl lieber einen Zivilisten einstellen. Ich erwarte mir hier einfach mehr Selbständigkeit bzw. selbständiges Denken.
    Geändert von godlike (14.11.17 um 15:24 Uhr)
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    „Eine Gestalt von seltenem Ebenmaß“

  3. #3
    ★★★★☆ Avatar von Jester
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    Re: Militärische Ausbildung / Führung und Vergleichbarkeit im zivilen Leben

    Aus Personalersicht werden bei uns Zeit- und speziell Berufssoldaten eher mit gemischten Gefühlen betrachtet. Leider haben - zumindest aus meiner Erfahrung - viele aus diesem Personenkreis ein völlig verschobenes Verhältnis zwischen Amts- und Fach-/persönlicher Autorität. Hinzu kommt, dass sich mitunter das Befehlsempfangen über lange Jahre sehr negativ auf Eigenverantwortlichkeit und Problemlösungsverhalten auswirken _kann_.

    Leider war es in der Vergangenheit bei uns häufig so, dass sich ex-ZS/BS als extrem führungsfähig und belastbar beworben haben und hinterher leider ein katastrophales Menschenführungsverhalten an den Tag legten und bei unerwarteten, komplexen Problemstellungen schnell die Grätsche machten.

    (...)

    Ich war 6 Jahre ZS ^^ Ist aber schon Millennien her
    Die Welt ist grau. Und bunt!

  4. #4
    Mitglied Avatar von Snake Pilsken
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    Re: Militärische Ausbildung / Führung und Vergleichbarkeit im zivilen Leben

    Same here... Hier rennt ein ehemaliger ZS (Marine) als Abteilungsleiter rum. Der Typ ist der klassische Vollidiot. Unfähig, logisch zu denken und total hektisch, da kommen teilweise echt üble Fehlentscheidungen bei raus...
    Ich stamme aus Ironien, nahe an der sarkastischen Grenze, daher folgender Hinweis:
    "Meine Postings können eventuell Spuren von Zynismus, Sarkasmus und Ironie enthalten. Wenn jemand deswegen ein Problem mit mir hat, soll er eine Nummer ziehen, sich hinten anstellen und warten, bis er an der Reihe ist."

  5. #5
    in Schwarz

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    Avatar von LadyRavenous
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    Re: Militärische Ausbildung / Führung und Vergleichbarkeit im zivilen Leben

    Kommt extrem drauf an. Ursprünglich habe ich nichts von den Leuten beim Bund gehalten, halt die klassischen Vorurteile.
    Im letzten Jahr war ich ab und zu bei der UniBW und muss sagen, dass es durchaus fähige Leute gibt und in einem Projekt finde ich es schade, dass der eine ehemalige ZS/BS nicht mehr dabei ist, denn der würd dem Projekt guttun.
    Vollpfosten habe ich ebenso kennengelernt, also kommt drauf an
    "Das Internet? Gibts diesen Blödsinn immer noch?"
    Homer Simpson, Sicherheitsinspektor im Kernkraftwerk Springfield

  6. #6
    Mitglied Avatar von phre4k
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    Re: Militärische Ausbildung / Führung und Vergleichbarkeit im zivilen Leben

    BW Uni != Durchschnittssoldat.

    Der Durchschnittssoldat ist nicht wirklich zur Führung geeignet, nur weil er sich durch die Ränge gearbeitet hat. Die Führung auf dem Feld ist was komplett anderes.

    Die Schreibtischjobler mit tatsächlicher Budgetverantwortung taugen allerdings durchaus was, insbesondere globale Beziehungen sind da oft gut dabei.
    *mit Linux wäre das natürlich nicht passiert™
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  7. #7
    Picards Prinzip

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    Avatar von Chegwidden
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    Re: Militärische Ausbildung / Führung und Vergleichbarkeit im zivilen Leben

    Ich bin im öffentlichen Dienst. Etwa 60% unserer Leute sind Wechseldienstler.
    Die, die Zeit- oder auch Berufssoldaten waren sind entspannter und gelassener. Und jammern weniger

    Und die, die auch in Auslandseinsätzen waren, Kosovo, Afghanistan, etc., sind unter großem Streß kaum aus der Ruhe zu bringen.
    Auch wenn sie manchmal Vorgesetzten gegenüber ein paar kernige Sprüche ablassen, hat es meist doch Hand und Fuß.

    Es gibt aber auch einen, der ist Ausbilder und war das auch beim Bund, der hat schon ein paar Jährchen benötigt um zu verstehen, dass nicht alle mit staunend
    aufgerissenen Mäulern und ohne nachzufragen alles hinnehmen und ausführen. Er arbeitet halt mit Erwachsenen und bereits ausgebildeten Leuten.

    Ob ich, wenn ich Personaler wäre, Ex-Soldaten einstellen würde? Vermutlich nur, wenn ich mit einem Psychologen zusammen den-/diejenige/n mit Fragen und
    hypothetischen Sachverhalten ewig lange gequält hätte
    (Denn bei uns kann man nicht mal eben ein- und ausstellen. Das ist dann nahezu für immer.)

  8. #8
    kucheninspektor Avatar von infofilter
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    Re: Militärische Ausbildung / Führung und Vergleichbarkeit im zivilen Leben

    als personaler, der ich nicht bin, würden mich zwei dinge interessieren. wie lange hat die person gedient und wie alt war sie. mit steigender dienstzeit und steigendem alter würde mich das dienstzeugnis interessieren. hat jemand zwölf monate gedient nach schul- oder uniabschluß will ich nur sehen daß sein dienstzeugnis auf eine seite paßt und im letzten satz ein gut steht. hat jemand vier, acht jahre gedient, würde ich gucken ob sein werdegang zum firmenprofil paßt. ein marzipanfabrikant stellt andere ansprüche als krauss-maffai, um es bildlich zu machen
    buten un binnen
    wagen un winnen

  9. #9
    Gelöschter Nutzer3

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    Avatar von n87
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    Re: Militärische Ausbildung / Führung und Vergleichbarkeit im zivilen Leben

    Die überwiegende Mehrheit hier ist ja aus Deutschland. Also gehe ich bei euch von der deutschen Asubildungsschiene aus,
    wenn nicht anders beschrieben. Ich gehe davon aus, dass unter den bereits genannten Leuten eher keine Offiziere waren?
    (Aufgrund ZS) Stimmt das?

    Meine Erfahrung, wenngleich bislang eher militärisch ist einfach, dass es sowohl absolute Spitzenleute als auch absolute
    Vollkoffer im Militär gibt. Durchaus logisch, ist ja überall so.
    Nur hörte ich schon von vielen die vorhin von Jester erwähnt.
    Mir geht es im übrigen nicht wirklich nur um die Durchschnittssoldaten, sondern eben um Leute in Führungsrollen.
    Gruppe geradenoch, eher Zug aufwärts.
    Grüße, n87

  10. #10
    Board-Paladin Avatar von Hector
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    Re: Militärische Ausbildung / Führung und Vergleichbarkeit im zivilen Leben

    Nach 4 Jahren beim Bund kann ich vieles hier nur bestätigen - und weiß es auch von mir selbst - wenn man nach x Jahren vom Bund kommt, ist man wer anders und benimmt sich anders, wie in der "freien Wirtschaft".
    Ich habe heute noch oft drin, dass ich jeden Scheiß dem Chef melde, weil ich es vom Bund nicht anders gewohnt war, Meldung zu machen. Viele Kleinigkeiten auch im Verhalten ggü Vorgesetzten habe ich heute noch, am liebsten würd ich manchmal noch vor der Tür mit Hand am Kopf grüßen. Einfach, weil es so "drin" ist, bevor ich eintrete.. ^^

    Und Typen, die dort schon Führungspositionen inne hatten, sind teilweise komplett realitätsfremd. Manche noch mit Gottkomplex, weil sie jahrelang kleinere rumschubsen konnten. (In einer Firma so mit einem Mitarbeiter umzugehen, wie teils manche dort beim Bund mit den vom Dienstrang niederen würde in einem Skandal enden ..^^)

    Gibt natürlich auch "normale" Leute, so isses nicht. Es ist jedenfalls ein Fakt,d ass es eine andere Welt ist. Mit anderen Regeln. Rein von der Menschenführung her gibt es dort das Konzept der inneren Führung und "inoffiziell" Menschenführung 2000.

    Vielleicht für den TE interessant:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Innere_F%C3%BChrung
    We will meet where the beer never ends!

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