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Thema: St. Petersburg und Baltikum

  1. #1
    in Schwarz

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    St. Petersburg und Baltikum

    Hallo zusammen,

    vielleicht war jemand von euch schon in St. Petersburg und im Baltikum und kann mir ein paar Tipps geben.

    Eine Freundin und ich planen nächstes Jahr (noch genug Zeit, ich weiß, aber es macht grad Spaß zu recherchieren) nach Helsinki zu fliegen und dann mit der Fähre nach St. Petersburg zu fahren, nachdem man bei Einreise mit dem Schiff für bis zu 72 Stunden kein Visum benötigt und die Kombi Flug nach Helsinki und dann St. Peter Line die günstigste Route ist. Danach mal schauen. Entweder gehts mit der Fähre weiter nach Tallinn und Stockholm oder, darauf bin ich gestern erst gekommen, fahren wir nur nach Tallinn und dann mit Bus oder Zug weiter nach Riga und schauen uns auf der Fahrt ein wenig was an. Preislich macht das nach meinen Recherchen kaum einen Unterschied.

    Hat jemand von euch schon so eine Tour gemacht und wenn ja, wie wars? Irgendwelche Tipps für St. Petersburg und die Route zwischen Tallinn und Riga? Tallinn selbst kenne ich, aber leider nicht die Umgebung. Was könnte man sich dann noch anschauen?

    Dauer der Reise: grob eine Woche, ggf. auch 1 1/2.
    Art der Reise: wir sind alles mögliche gewohnt, nur zu luxeriös mögen wirs ned.

    Vielen Dank,
    die Lady
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  2. #2

    Re: St. Petersburg und Baltikum

    Was für ein Zufall!

    Genau diesen Trip habe ich letzten Monat mit meiner Frau gemacht.

    Wir sind Donnerstags von Düsseldorf aus nach Helsinki geflogen, haben dort zweimal übernachtet und am Samstag war Einschiffung auf die MS Princess Anastasia der St. Peterline. Sonntags waren wir in St. Petersburg (Es existiert ein Shuttle vom Fähranleger zur Innenstadt (an der St. Isaac Cathedral) und zurück. Am Montag waren wir in Tallinn, Dienstags in Stockholm und Mittwochs wieder in Helsinki um Donnerstags den Rückflug anzutreten. Wir haben quasi einmal die komplette Runde mitgemacht.

    Der Tripp war auf jeden Fall sehr lohnenswert. Auch wenn man natürlich aufgrund dessen, das wir nur jeweils ein Tag da waren nicht sehr viel sehen konnten. Wobei wir doch schon das meiste herausgeholt haben... Alle vier Städte waren Topp, keine Frage - auch wenn ich mich persönlich in St. Petersburg etwas verloren gefühlt habe. Der Unterschied zu den Europäischen Städte waren schon sehr krass. Daher ist der Anreiz für mich persönlich noch mal nach St. Petersburg zu fahren nicht allzu hoch.

    Das Schiff, wie gesagt, die MS Princess Anastasia der St. Peter Line, war jetzt nicht der letzte Seelenverkäufer, aber auch nicht mit der Aida zu vergleichen. Es ist halt eine Fähre im Linienverkehr und daher auch sehr zweckmäßig. Duty Free Shops sind vorhanden, genauso wie ein großer Entertainmentbereich und die Kabinen - mit 9 Quadratmetern - auch nicht die größten, aber für unseren Zweck hat es gereicht. Zumal wir das Glück hatten, auch nur eine Kabine zu zweit zu haben. Es gibt auch Kabinen mit 4 Betten. Das hatten die Japaner gemacht. Das ist ne Sache, die muss nicht sein.

    Zu den einzelnen Städten. Sowohl vor als auch die Nacht nach der Schiffsreise sind wir über AirBnB in einem Apartment in der Straße Koskelantie untergekommen. Da ist ein Supermarkt in der Nähe, da ist eine gute Anbindung an den Busverkehr in Richtung Innenstadt und auch der Flughafen Vantaa ist durch eine Zugverbindung gut angeschlossen. Wenn du magst, kann ich dir da mal den Link zukommen lassen.

    In Helsinki ist vieles sehr gut zu Fuß erreichbar. Wir sind vom Bahnhof über den Aleksanterinkatu zum Dom, einmal um Katajanokka rum um dann in die Straßenbahn springen um zur Felsenkirche zu Fahren. Freitags ist da freier Eintritt und die haben da auch Free Wifi. Da wir relativ spät los waren, sind wir dann auch schon wieder Richtung Innenstadt.

    Essenstipp: Das Wikinger Restaurant Harald auf dem Aleksanterinkatu (Haltestelle Ylioppilastalo).

    Zum Ende des gesamten Tripps waren wir noch am Sibelius Monument, nochmal am Dom und im Botanischen Garten am Hauptbahnhof (Der Eintritt ist frei, nur wenn du in die Gebäude willst, musst du Eintritt zahlen).

    Montags waren wir in St. Petersburg. Für die Einreise würde ich auf jeden Fall eines Mitnehmen - Zeit. Der Russische Zoll wusste scheinbar nicht, das die Fähre kommt und hatte dementsprechen eher weniger Schalter offen. Wir haben irgendwas zwischen 60 und 90 Minuten für den Zoll gebraucht. Als wir durch waren, ging es per Shuttle Bulli zur St. Isaac Cathedral. Auch hier ging es wieder Fußläufig weiter. Von der Cathedral, vorbei am St. Isaacs Square, am Hotel Astoria auf die Rue Bochaia Morskaia und dann den Nevsky Prospect überquert zur Alexandersäule, dem Palast Platz und dem Winterpalast, dort einmal durch den Garten und dann weiter zur Newa. Dort am Ufer lang zum Marsfeld um von dort aus zur Blutskirche (Gigantisch! Unbedingt einmal rein!). Anschließend Essenspause auf dem Nevsky und wieder zurück zur Kathedrale von wo aus die Shuttles wieder starterten. Da wir noch etwas Zeit hatten, sind wir durch den Park zum eheren Reiter und dem Verfassungsgericht.

    Einen Essenstipp habe ich nichts. Außer - das habe ich von einer Russischen Freundin gehört - empfehle ich dir dringlichst, nur originalverschlossene Lebensmittel zu kaufen und auch nur in Restaurants oder Fast Food Läden zu essen. Diese Essensverkäufer am Straßenrand sollte man als Europäer doch eher meiden. Und generell auf Wertsachen aufpassen.

    Worüber du dich auch informieren solltest - wenn du Bargeld holen möchtest, machst du dir mal am besten Gedanken darüber, wieviel du ungefähr verbrauchen möchtest. Wir hatten uns da leider etwas verkalkuliert, weswegen wir ca. 1200 Rubel in Souvenirs "verjubeln" mussten, weil wir bei einem Rücktausch von Rubel auf Euro Verlust gemacht hätten.

    Da du Tallinn kennst, sage ich jetzt zur Stadt weniger. Zumal wir auch nur Zeit hatten uns die historische Altstadt anzuschauen. Die ich sehr genial finde. Da möchte ich nochmal hin, mir auch mal den "Rest" anzuschauen. Dürfte sicherlich auch interessant werden.

    Aber auch da hab ich ein Essenstipp: Das Restaurant Golden Piglet Inn in der Straße "Dunkri".

    Neben Helsinki hat es mir in Stockholm am besten gefallen. Auch wenn ich da das Gefühl hatte, dort wirklich auch am meisten verpasst zu haben. Die Stadt steht auf jeden Fall auf meiner "Must Have" Liste von Städten, wo ich unbedingt noch mal hin möchte.... Nachdem wir in Stockholm endlich den Ticketautomaten besiegt haben, sind wir mit dem Linienbus zur Haltestelle Hötorget gefahren. Anschließend ging es erstmal zu Forex, auf dem Sveavägen, um dort Schwedische Kronen zu holen. Von dort aus ging es durch die Innenstadt Richtung "Observatorielunden" Da wollte ich unbedingt mal hin. Anschließend durch den Park "Tegnérlunden" und wieder zurück in Richtung Innenstadt/Hauptbahnhof weiter über die Vasabron zum Reichstag, dem Stockholmer Schloss und den Logardstrappan. Als wir uns dort ausgiebig umgeschaut haben, sind wir über den Strandvägan zum Vasa Museum (Einschub: Die Vasa ist eine schwedische Galeone, welche 1628 auf der Jungfernfahrt nach 1300 Meter gesunken ist. Aufgrund der biologischen Besonderheiten des Stockholmer Wassers ist das Schiff sehr gut erhalten geblieben, was es Möglich gemacht hat, das Schiff zu heben. Das hat man gemacht und eben dieses Museum drum gebaut. Skansens stand auf dem Plan, hat aber nicht funktioniert. Zum Abschluss ging es dann durch das Botschafterviertel wieder zurück zum Fährhafen.

    Ein Essenstipp: Jensens Bøfhus, Adresse Vasagatan 26. Sehr schönes Restaurant. Gute Preise, allgemein funktionieren in Stockholm besondere Mittagsangebote bis 15 oder 16 Uhr. Normales Wasser war in dem Restaurant zu der Uhrzeit komplett kostenfrei.
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  3. #3
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    Re: St. Petersburg und Baltikum

    @Opis_Wahn: Hihi, Zufälle gibt's.

    Das AirBnB in Helsinki klingt interessant und scheint zentral gelegen zu sein. Anders als mein letztes Hotel in Helsinki... ich hätte vielleicht dazu schreiben sollen, dass ich auch Helsinki und Stockholm kenne. Suomenlinna geht mir trotzdem noch ab.

    Das Vasa-Museum fand ich bei meinem ersten Besuch in Stockholm besonders faszinierend. Wenn man auf der Seite weiter geht, kommt man noch zu einem Freilichtmuseum Skansen, was mir ebenfalls gut gefiel. Bei euch wohl beim nächsten Mal

    Falls du wieder nach Helsinki oder Stockholm kommst, kannst du dir überlegen eine Schärenrundfahrt zu machen.

    Habt ihr in St. Petersburg eine Rundfahrt mitgemacht oder seid ab dem Shuttle alleine los?
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  4. #4

    Re: St. Petersburg und Baltikum

    Jap - manchmal sind die Zufälle schon komisch.

    Das ist das, wo wir waren. Du hast halt knapp 350m entfernt einen kleinen K-Market, wo du eigentlich schon alles bekommst (AirBnB ist halt Selbstversorger). Du brauchst 600m zur Endhaltestelle der Straßenbahnlinie 1 oder 1,2 km zum nächsten Bahnhof von wo du eine Direktanbindung an den Flughafen hast... Das ist alles Fußläufig. Die nächste Bushaltestelle ist keine 100m entfernt und da brauchst du knapp 20 Minuten zur Innenstadt... Die Hütte mag zwar im Vergleich eher teurer sein, aber eine bessere Anbindung kann ich mir nicht vorstellen. Und die Ledersessel sind klasse gewesen.

    Stockholm und Helsinki stehen bei mir auch auf jeden Fall auf der Liste "Musste noch mal hin". Wir haben zwar viel gesehen, aber noch mehr verpasst. Alleine schon Skansen muss ich sehen. Allgemein die Museumsinsel - nicht nur das Vasa oder Skansen, sondern auch das Nationalmuseum (?) dort. Auch die Schärenrundfahrt steht noch auf meiner Liste.

    Wir hatten leider viel zu wenig Zeit überall.

    In St. Petersburg waren wir tatsächlich komplett eigenständig auf Achse. Geplant war dort jedoch eine Rundfahrt auf der Newa, war aber nicht mehr möglich, da wir auf der Einreise soviel Zeit vergeudet haben, da der Zoll so lahmarschig war.
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  5. #5

    Re: St. Petersburg und Baltikum

    Bei einer Zugreise von Tallinn nach Riga musst du an der Grenze umsteigen. Auf der Zugstrecke liegt Tartu, die zweitgrößte estnische Stadt. Dort ist sowas wie das intellektuelle Zentrum mit einer Uni, diversen Hochschulen und Forschungsinstituten. Circa 15 % der Einwohner sind Studierende. Das Viertel Karlova ist mit seinen Holzhäusern sehr beeindruckend. Essen gehen kannst du im Aparaad und ganz tolles Roggenbrot gibt es nebenan im Muhu Leib, die vertreiben auch leckeres Roggenbier. Einen Eindruck von der Craftbeerszene hast du wahrscheinlich schon aus Tallinn. Sie unterliegt aber einem immensen Wachstum im ganzen Baltikum. In der Altstadt gibt es auch einen kleinen Craftbeerladen mit u.a. Pohjala, Tanker und Õllenaut. Die Markthalle in der Innenstadt ist je nach Jahreszeit auch einen Besuch wert.

    In Riga ist der Zentralmarkt ein Muss, insbesondere für dich. Und wenn du dann in Riga bist, musst du auch bei Labietis vorbei.
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    Geändert von gavriel (23.05.12 um 23:01 Uhr)

  6. #6
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    Re: St. Petersburg und Baltikum

    Das klingt zugegeben interessant Das Baltikum außerhalb von Tallinn interessiert mich schon länger und das wär ne coole Kombi mit Helsinki, Fähre und St. Petersburg. Mal schauen, was daraus wird. Ich halte euch auf dem Laufenden.
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  7. #7

    Re: St. Petersburg und Baltikum

    Nimm auf jeden Fall die Fähre. Es gibt nichts lustigeres, als wenn am ersten Abend zwischen Helsinki und St. Petersburg betrunkene Japaner "My Heart will go on" singen.
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