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Thema: Emotionale Intelligenz vs Rationale Intelligenz

  1. #1
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    Emotionale Intelligenz vs Rationale Intelligenz

    Aus dem Thread:
    https://ngb.to/threads/30529-Darknet...218#post812218

    Zitat Zitat von saddy
    @Metal_Warrior: Psychologischer Fehler finde ich, Laui als dumm zu bezeichnen. Eher als emotional. Hab ich auch Probleme mit wenn jemand seine ganz wenigen Infos zu Emotionen und dann zu einer Meinung konvertiert. Regt mich echt furchtbar auf. Aber dumm im Sinne von unintelligent ist das an sich erst Mal nicht.
    Zitat Zitat von Schwarzhut Beitrag anzeigen
    (side rant)



    Einspruch, euer Ehren:

    "Emotions cloud reason, and if you cannot see the situation clearly, you cannot prepare for and respond to it with any degree of control."

    - The 48 Laws of Power, Preface, Seite 19, Zeile 39 - 40

    Hiermit ist Laui offiziell für dumm erklärt.



    Den Satz verstehe ich gerade glaube ich nicht ich nicht in Gänze, bin ziemlich auf Schlafentzug aber ich find das ist nen eigenen Thread wert.

    Ich habe generell auch das Problem, dass ich ganz schwer mit Meinungen umgehen kann die verfestigt und gleichzeitig auf Emotionen statt auf Fakten begründet sind.
    Aber laut diverser Psychologen ist eine Emotion auch irgendwie gewichtig, auch wenn das für mich primär die rationalen Fakten sind.
    Wie seht ihr das, wie sind eure Erfahrungen? Wie geht ihr mit emotional fundierten Meinungen um wenn ihr euch rational und faktisch überlegen fühlt?
    Ganz ganz schwieriges Thema in meinen Augen.

  2. #2
    A.C.I.D

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    Avatar von Seedy
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    Re: Emotionale Intelligenz vs Rationale Intelligenz

    Zitat Zitat von saddy Beitrag anzeigen
    Wie seht ihr das, wie sind eure Erfahrungen?
    Ist ist ein Irrglaube das die gleichen Fakten zwangsläufig zu den gleichen Schlüssen führen müssen.
    Wissen, Erfahrung, Gewichtung und Ethik werden diese immer in irgendeiner Form trüben.

    Zitat Zitat von saddy Beitrag anzeigen
    Wie geht ihr mit emotional fundierten Meinungen um wenn ihr euch rational und faktisch überlegen fühlt?
    Wenn ich mich überlegen "fühle" ist meine Meinung auch nur emotional fundiert.
    Fakten und Meinungen trennen:
    Fakten sind unstrittig, die Schlüsse aus den Fakten bilden die Meinung und die können Fehlerhaft sein.

    Bildet sich eine Meinung rein aus Gefühl kann sie einfach entlassen werden.

    Bildet sich eine Meinung rein aus Fakten vernachlässigt sie häufig die Menschliche Komponente.
    Warum die Menschliche Komponente wichtig ist weiß jeder der mal ein besseres Strategiespiel gespielt hat: Moral hat Einfluss auf Kampfkraft.

    Ich hab die Erfahrung gemacht das grade jene die sich damit rühmen besonders rational zu entscheiden dies eben nicht tun, da sie die Gefühle(anderer) vernachlässigen.



    Universell kann man sowas leider nicht beantworten, da es immer auf die Art der Problemstellung ankommt.
    Generell gilt aber:
    Hast du keine rationale Grundlage für deine Meinung, ist sie für die Tonne.
    Hast du eine rationale Grundlage für deine Meinung, ist das keine Garantie für Richtigkeit.

    p.S.
    Die Definitionen von Intelligenz, Schläue, Wissen, Erfahrung, Empathie, IQ und emotionaler Intelligenz sind nochmal ein riesen Problem für sich alleine.
    Für diesen Beitrag bedankt sich saddy
    Geändert von Seedy (31.08.17 um 07:13 Uhr)
    Elitär, bourgeois und amoralisch

  3. #3
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    16

    Re: Emotionale Intelligenz vs Rationale Intelligenz

    Ration gewinnt. IMMER.

  4. #4
    Mitglied

    (Threadstarter)


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    Re: Emotionale Intelligenz vs Rationale Intelligenz

    @Seedy: Danke für den Input , gibt mir viele sinnvolle Denkanstöße merke ich gerade.
    Ich brauch nur etwas zum Antworten weil ich gerade nicht vor 22h schlafen gehen darf, Denken ist momentan nicht die leichteste Übung

  5. #5

    Re: Emotionale Intelligenz vs Rationale Intelligenz

    Rationalisten kommen besser im Beruf zurecht.
    Idealisten kommen besser im Leben zurecht.

  6. #6
    Veteran
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    680

    Re: Emotionale Intelligenz vs Rationale Intelligenz

    Ich würde noch anmerken, dass Gefühle (rationalen) Urteilen nicht entgegengesetzt sein müssen, sondern im Idealfall mit richtigen Urteilen einher gehen oder sich aus richtigen Urteilen ergeben. Wenn mich jemand ernsthaft beleidigt oder bloßstellt, ist mein Urteil, dass dem so ist, ja nicht ein Urteil gegen meine Wut, die sich natürlich auch erst dann einstellt, wenn ich überhaupt bemerkt habe, dass mich jemand beleidigt oder bloßstellt. Manchmal scheint das Gefühl natürlich schneller zu sein, aber das befreit es nicht davon, dass es sich auf Tatsachen bezieht; der Erkenntnisprozess läuft dann einfach unbemerkt ab und fließt trotzdem als Voraussetzung ins Gefühl ein. Das erlaubt es, ein Gefühl als Detektor für Tatsachen zu gebrauchen: Wenn ich Wut empfinde, muss es einen Grund dafür geben, wobei dieser Grund nicht notwendig den Tatsachen entspricht. Ich kann mich irren, z.B. über die Absicht eines anderen, die Umstände, über den Bezug von Aussagen usw. Wenn ich bemerke, dass mich jemand doch nicht beleidigt hat, geht auch meine Wut auf ihn zurück. Meine Wut ist nicht ohne Grund gewesen, doch habe ich mich geirrt. In der bloßen Erkenntnis von Tatsachen ist es ja nicht anders. Auch da habe ich einen bestimmten Grund, etwas zunächst noch zu glauben, was sich später als falsch herausstellt. Man kann noch weitergehen und sagen, dass auch das Ausmaß und die Ausprägung der Wut Gegenstand von rationalen Überlegungen sein kann: Ist es angemessen, jetzt derart auszuflippen? Und ich kann lernen, meine Wut in Zukunft angemessen zu empfinden, also im Einklang mit meinem (rationalen) Urteil. Also, wenngleich die Gefühlswelt manchmal verrückt zu spielen scheint, muss sie nicht im Geringsten der Vernunft entgegengesetzt sein, bzw. leidet sie, sofern sie auf Abwege gerät, am selben Problem wie die Vernunft, nämlich am falschen Urteil und ggf. der Unfähigkeit, es zu korrigieren.

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