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Thema: [Reisebericht] Schottland-Rundreise 2017

  1. #1
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    [Reisebericht] Schottland-Rundreise 2017

    Wir waren im Mai ja in Schottland und langsam wird es auch mal Zeit für meinen Reisebericht.

    Insgesamt waren wir 18 Tage auf der Insel und haben in dieser Zeit ziemlich viel erlebt, weshalb ich den Bericht auch in mehrere Beiträge aufstückeln werde, die ich nach und nach schreibe. Das "Inhaltsverzeichnis" werde ich dann zu jedem neuen Beitrag anpassen.

    Inhaltsverzeichnis


    Ich freue mich, wenn ein paar Leute hier mitlesen und gerne beantworte ich auch alle möglichen Fragen. Los geht's!



    Fakten, Fakten, Fakten
    Legen wir los mit den knallharten Fakten!

    Unser Plan war es, insgesamt 18 Tage in Schottland zu verbringen und soviel wie möglich zu erleben. Hierzu mieteten wir einen Mietwagen der Vauxhall Astra-Klasse bei TUIcars, die aber auch nur Broker für Keddy by Europcar waren.

    Übernachtungen haben wir teils vorgebucht und geplant, teils spontan ausgewählt. Eine Übersicht möchte ich hier erstmal nicht machen, auf Wunsch kann ich die aber gerne nachtragen. Für mich, als bekennenden Whisky-Trinker und Fan aller rauchigen Whiskys, war ein Trip nach Islay unverzichtbar, wovon meine Freundin zwar nicht allzu überzeugt war, als wir dann aber dort waren, fand auch sie es grandios. Hierfür buchten wir also noch die Fährverbindung früh morgens via Calmac Ferries (das ist übrigens ziemlich teuer...). Pflichtprogramm war außerdem Skye und die dort ansässige Talisker-Distillery, brennen die Jungs und Mädels dort doch meinen Lieblingswhisky.

    Das waren erstmal die harten Fakten... los geht's also mit der Ankunft und unseren ersten Tagen!
    Für diesen Beitrag bedanken sich War-10-ck, Oldwo, Snake Pilsken, LadyRavenous
    Geändert von Hank Moody (15.10.17 um 13:05 Uhr)
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  2. #2
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    Re: [Reisebericht] Schottland-Rundreise 2017

    Ankunft in Aberdeen
    Gestartet sind wir von Frankfurt aus mit der Lufthansa in Richtung Aberdeen. Der Flug war entspannt und es gab sogar noch Getränke und einen Snack. Hier war ich das erste Mal überrascht, wie lange wir doch über Wasser flogen, auf der Karte sieht das immer so nah aus...



    In Aberdeen reisten wir dann auf dem relativ kleinen Flughafen ins Vereinigte Königreich ein und ich wurde direkt hinter der Passkontrolle von einem Polizisten gefragt, ob ich Kontakte zu Sea Sheperd habe oder für die Organisation arbeite, weil ich einen Pullover von den Jungs trug - beides verneinte ich und machte deutlich, dass es sich wirklich nur um einen "Fanartikel" handelt. Das Gespräch war sehr nett, kein Grund zur Sorge also...

    Direkt im Flughafen haben wir dann noch am ATM die ersten Pfund-Noten gezogen und über das Monopoly-Geld geschmunzelt. Danach ging's dann zum Mietwagencenter, wo uns der sehr nette Mitarbeiter einen Citroen DS3 angeboten hat - nach kurzer Sicht des Autos auf dem Parkplatz drehten wir direkt um zum Schalter und machten darauf aufmerksam, dass der DS3 mit Sicherheit keine Astra-Klasse ist und wir dort unsere Koffer nicht unterbekommen - ohne Umwege oder Diskussionen gab man uns dann den Schlüssel einer Vauxhall Insignia-Limousine, in die unsere Koffer dann letztendlich auch reinpassten...



    Ein wirklich sehr schönes, bequemes Autos und es hatte sogar ein eingebautes Navi, wir konnten uns also das Anbringen des mitgebrachten Navis sparen, yay! Die ersten Meter auf der "falschen Seite" waren ziemlich ungewohnt und ich musste viel darüber nachdenken, ob ich nun auf der richtige Seite fahre oder nicht - das hat sich allerdings nach wenigen Kilometern gelegt, sogar Kreisverkehre waren kein Problem.

    Loch Ness
    Unsere erste Unterkunft hatten wir in einem kleinen Örtchen an der Westseite des Loch Ness gebucht - in Alltsigh. Dort angekommen klarte das Wetter auf und wir hatten einen grandiosen Blick auf den See:



    Unser Gastgeber, ein waschechter Schotte im Kilt, wollte uns natürlich direkt einen Single Malt anbieten, was wir leider ablehnen mussten, da wir nochmal nach Inverness fahren und unsere Vorräte auffüllen wollten. Leider hatte schon so ziemlich alles in Inverness geschlossen, weshalb wir nur auf ein Bier und einen Burger ausweichen mussten. Auf dem Rückweg nach Alltsigh fanden wir aber noch den offenen ALDI, der uns mit dem Nötigsten versorgte:



    Zurück in Alltsigh bezogen wir unser Zimmer, machten es uns mit dem Single Malt gemütlich und ließen den Abend bier- und whiskytrinkend ausklingen. Leider haben wir Nessie an diesem Abend nicht gesehen, unser Gastgeber versicherte uns aber, dass wir einfach mehr Whisky trinken sollten und wir würden Nessie irgendwann sehen...

    Urquhart Castle

    Am nächsten Morgen ging es früh in Richtung Inverness, vorher bogen wir aber ans Urquhart Castle ab. Das Castle bzw. seine Ruine ist direkt am Loch gelegen und bietet herrliche Aussichten:



    Wir fanden dein Eintrittspreis von 9 GBP pro Erwachsenem leider etwas zu teuer für das Gebotene... naja, die Aussicht hat dann entschädigt.



    Fort Augustus

    Nach unserem Trip ans Castle, bei dem wir auch wieder Nessie nicht fanden, führte uns unser Weg nach Fort Augustus am südlichen Ende des Lochs. Fort Augusts ist wirklich ein nettes, kleines Städtchen, das ich jedem Schottlandbesucher nur ans Herz legen kann. Die dortige Schleuse ist auch ziemlich beeindruckend:



    Zum Frühstück im B&B hat uns übrigens stilecht Nessie begrüßt:



    Hier habe ich dann auch gemerkt, dass mir Full Scottish Breakfast mit Allem, was dazu gehört - Black Pudding, Haggis, Bohnen - sehr, sehr gut schmeckt.

    Das waren schon unsere ersten Tage... am dritten Tag zog es uns dann in Richtung Nordküste, genauer nach Durness - aber nicht ohne Zwischenstopps!
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  3. #3
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    Re: [Reisebericht] Schottland-Rundreise 2017

    Glenmorangie

    Auf unserem Weg nach Durness führte uns unser Weg auch zur ersten Distillery: Glenmorangie!

    Glenmorangie gehört zum Moët Hennessy-Konzern und gibt sich vor Ort auch sehr edel. Zwar schmecken mir die Whiskys nicht allzu gut, da ich eher auf rauchige Whiskys stehe, aber was ja nicht ist, kann ja noch werden, oder?

    Der erste Eindruck war grandios - alles sehr gepflegt, alle Mitarbeiter sehr freundlich und der Parkplatz um diese Uhrzeit kaum besucht. Wir kauften uns Tickets für die erste Führung des Tages und starteten auch direkt in die Tiefen der Distillery.



    Sehr beeindruckend war "The Cathedral", das Brennhaus und Herzstück der Distillery. Leider durfte man hier dank der Alkoholdämpfe keine Fotos machen, was ziemlich schade war, gerne hätte ich ein Foto davon gehabt. Es war sehr, sehr beeindruckend in diesen Raum zu kommen, umgeben von Alkoholdämpfen, riesigen, kupfernen Brennblasen und beschäftigten Männern in Overalls - die Stillmen.

    Nach der Führung gab es noch einen Glenmorangie Original, der mir zwar ganz gut schmeckte, mich aber dennoch nicht überzeugt hat. Merchandise kaufte ich hier nicht und so ließen wir die Glenmorangie-Distillery hinter uns.



    Dunrobin Castle

    Ein kurzes Stück nur entfernt von Glenmorangie liegt das Dunrobin Castle. Schottland ist berühmt für seine grandiosen Schlösser und so bogen wir kurzerhand ab, um uns das Schloss anzusehen - und es hat sich gelohnt. Natürlich könnte ich hier nun einen langen Text schreiben, ich denke aber, Fotos sprechen hier mehr als tausend Worte:




    Clynelish-/Brora-Distillery

    Unser Weg führte uns weiter zur Clynelish-Distillery (gesprochen: Klein-liesch), die zu dem Zeitpunkt leider umgebaut wurde. Hier machten wir Gebrauch unserer kostenlosen "Friends of Classic Malts"-Mitgliedschaft, die uns eine kostenfreie Führung in ausgewählten Distilleries bescherte. Da Clynelish umgebaut wurde uns eine Führung durch die, leider inzwischen, stillgelegte Brora-Distillery angeboten - ohne lange zu zögern stimmte ich ein, denn immerhin hat man nicht immer die Gelegenheit, sowas zu sehen!

    Hier gab es für uns auch zum ersten Mal die klassischen Pagoden-Dächer zu sehen und wir durften auch einen Blick ins Warehouse werfen. Dort lag ein ~30 Jahre altes Brora-Fass rum, Füllstand vielleicht noch 25-30%, das inzwischen, laut unserem Guide, auf einen Wert von 6-7 Millionen GBP geschätzt wird.



    Die günstigste Flasche von Brora kostet übrigens um die 1.000 Euro... das überstieg mein Whisky-Budget dieser Reise ein klein wenig.

    Durness

    Spät abends kamen wir dann also doch noch in Durness an und machten uns nach einem kurzen Strandspaziergang auf die Suche nach etwas Essbarem - und wurden fündig!



    Der Ausblick aus unserem B&B konnte sich auch sehen lassen:

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  4. #4
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    Re: [Reisebericht] Schottland-Rundreise 2017

    Cape Wrath
    Heute sollte es ans Cape Wrath gehen, der nordwestlichste Punkt der Insel. Unser Gastgeber hier war ein Militär-Mitarbeiter und klärte für uns netterweise bei seinem Vorgesetzten ab, ob heute eine Militärübung auf Cape Wrath stattfinden, immerhin wird das Land auch heute noch aktiv als Bombing Range genutzt. Zum Glück war die heutige Übung abgesagt worden, weshalb wir uns auf den Weg machten... zum Fährmann des Todes.



    Mit dieser Nussschale sollte ich auf die andere Seite übersetzen?! Naja, was bleib mir übrig und so stieg ich todesmutig zu dem doch sehr gut gelaunten Schotten in sein Boot. Lebend angekommen warteten schon die Minibusse auf uns, denn man kann Cape Wrath nicht mit dem eigenen Auto erkunden (Bombing Range!), sondern muss entweder wandern oder ist auf den Minibus-Service angewiesen, der einem rund eine Stunde und 11 Meilen (die Straße ist nicht gerade befestigt...) quasi durchgehend im ersten Gang an den Leuchtturm von Cape Wrath bringt. Während der Fahrt ist man umgeben von Warnschildern und Bombenkratern, während der Fahrer lustige Ankedoten und Geschichten über das Land erzählt.



    Irgendwann kamen wir dann doch ohne Verluste am Leuchtturm an und hatten etwa eine Stunde Zeit, das Gelände zu erkunden und zu genießen - auch hier lasse ich wieder Bilder sprechen:



    Die Natur dort ist so beeindruckend, ich wollte überhaupt nicht in den Minibus einsteigen, obwohl es wirklich arschkalt und windig war. Ich kann meine Eindrücke hier auch gar nicht richtig in Worte fassen, man muss es einfach selbst erlebt haben, denke ich. Das investierte Geld für Fähre und Minibus war wirklich verdammt gut angelegt!

    Smoo Cave und eine mörderisch gute heiße Schokolade

    Wir machten uns auf den Weg zur Smoo Cave, wo der Mörder Donald McMurdo - der mindestens 18 Menschen auf dem Gewissen hat - seine Opfer getötet und verscharrt hat. Heute ist die Smoo Cave eine gut ausgebaute Höhle, die man auch per Boot besichtigen kann, was wir aber nicht getan haben. Würde ich nur wegen der Smoo Cave ans "Ende der Welt" fahren? Nein, sicher nicht, dennoch ist die Gegend um Durness sehr entspannend, da fast menschenleer. Vermutlich leben hier mehr Schafe als Menschen, was ich als sehr angenehm empfand.



    Weiter auf McMurdos-Spuren ging es auf den Friedhof im Balnakeil Village, wo McMurdo sein letztes Ende - mit Meerblick! - gefunden hat. Leider fanden wir "seinen" Grabstein nicht und uns war wirklich zu kalt, um länger zu suchen... schade, nächstes Mal!



    In Balnakeil gibt es aber noch eine Besonderheit, für die Schottland berühmt ist: Cocoa Mountain! Hier gibt es die "beste heiße Schokolade Schottlands" und verdammt: es stimmt. Die Schokolade hatte zwar rund 40.000 Kalorien, das war uns aber völlig egal, so durchgefroren wie wir waren. Außerdem hat Cocoa Mountain eine Katze!



    Wieder ließen wir den Tag mit etwas Ruhe am Sandstrand von Durness ausklingen - auf neue Abenteuer!



    Durness hatte spätestens hier mein Herz erobert und ich war wohl selten so entspannt als in diesem Moment - bei Wind, nicht ganz so gutem Wetter und mit meiner Freundin am Strand sitzen und den Schafen beim erzählen zuhören... hach...
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  5. #5
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    Re: [Reisebericht] Schottland-Rundreise 2017

    Schottland steht schon länger auf meiner Reiseliste und dein Bericht macht es nicht besser

    Die Whiskydestillen schauen allesamt recht nett aus. Wie viel Whisky habt ihr im Endeffekt unterwegs gekauft?

    Falls du in London bist, kann ich dir Dark Sugars für heiße Schoki (und Pralinen) empfehlen.
    "Das Internet? Gibts diesen Blödsinn immer noch?"
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  6. #6
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    Re: [Reisebericht] Schottland-Rundreise 2017

    Zitat Zitat von LadyRavenous Beitrag anzeigen
    Wie viel Whisky habt ihr im Endeffekt unterwegs gekauft?.
    Insgesamt hab ich 7 Flaschen mit nach Hause gebracht - alles Distillery Only-Abfüllung, für alles andere lohnen sich die Preise nicht, die sind nämlich in Schottland wesentlich höher als bei uns.
    Für diesen Beitrag bedankt sich LadyRavenous
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  7. #7
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    Re: [Reisebericht] Schottland-Rundreise 2017

    Der Weg nach Skye

    Nachdem wir die Nordküste Schottlands hinter uns gelassen haben, machten wir uns auf den Weg nach Skye. Dort hatten wir ein B&B in Carbost angemietet, dem Ort, in dem meine Lieblingsdistillery liegt: Talisker!

    Auf dem Weg nach Skye kamen wir an ein paar Sehenswürdigkeiten vorbei, die wir aber erstmal nur von außen betrachteten - darunter auch das Eilean Donan Castle.



    Das Wetter war leider nicht so prickelnd an diesem Tag, klarte aber bei der Ankunft in Portree auf. Wir erkundeten Portree ein wenig zu Fuß, ich kaufte meine erste Flasche Whisky - einen 7 Jahre alten Talisker vom Abfüller Old Malt Cask - und entdeckten auch die ersten Highland-Rinder. Eigentlich dachten wir, dass es viel mehr Highland-Rinder in Schottland gibt, allerdings sind die Tiere wohl recht teuer in Anschaffung und Unterhalt, weshalb viele sich davon abgewandt haben.



    Portree gefiel uns als kleines Hafenstädtchen sehr gut, war aber auch nichts, wo man mehrere Tage verbringen könnte. Wir machten uns also auf eine erste "Rundfahrt" rund um Skye und fanden dort das Skye Museum of Island Life, in dem gezeigt wird, wie die Inselbewohner früher ihren Alltag verbrachten - sehr interessant und mit rund 4GBP auch nicht allzu teuer. Fußläufig entfernt liegt auch der Friedhof, auf dem das Grab von Flora MacDonald liegt - natürlich mit Meerblick. Flora MacDonald wird in Schottland als Heldin verehrt, weil sie "Bonnie Prince Charlie" zur Flucht verhalf. Das Kreuz auf Ihrem Grab ist ziemlich beeindruckend und muss sogar von hinten gestützt werden. Allgemein gefallen mir die Friedhöfe in Schottland ganz gut und sind meist auch mit sehr interessanten Gräbern und Grabsteinen "bestückt".



    Talisker Distillery

    Auch wenn wir für den nächsten Tag bereits eine große Führung inklusive Tasting gebucht hatten, konnte ich es mir nicht nehmen lassen, auch die "kleine" Führung mitzumachen. Die Führung ist sehr interessant, gerade wenn man Talisker mag. Leider ist alles ein wenig kommerzialisiert - Diageo sei dank - und man kann zum Beispiel nicht ins Warehouse, nur durch eine Scheibe kann man einen Blick auf die leckeren Fässer erhaschen... schade. Trotzdem war die Führung gut und der Allgemeinzustand der Distillery ist auch als sehr gut zu bezeichnen - immerhin wurde nach dem großen Brand ja auch fast alles neu aufgebaut.



    Das Tasting am nächsten Tag war auch sehr gut und hat viel Spaß gemacht, steht und fällt aber sicher auch mit dem Guide, den man zugeteilt bekommt.



    Hier seht ihr auch noch das Steak vom Highland-Rind, das ich mir im "best Pub in Carbot" einverleibt habe - er ist wirklich ziemlich gut, allerdings auch der einzige Pub oder überhaupt die einzige Möglichkeit, etwas zu essen, in Carbost. Selbstironie haben sie also, die Schotten.

    Fairy Pools

    Die Fairy Pools... tja, was soll ich sagen. Sehr beeindruckend, leider aber auch sehr überlaufen. Allgemein wird Skye aktuell geradezu überrannt von Touristen und die Infrastruktur kommt schon an ihre Grenzen - an den Fairy Pools ist die Grenze aber schon überschritten.

    Auf den Parkplatz passen höchstens 25 Autos, Wohnwagen und Camper nicht mitgezählt, also lohnt es sich wirklich, früh morgens schon an den Fairy Pools anzukommen. Wir waren um 8 Uhr da und der Parkplatz war schon halb gefüllt, als wir nach 2 Stunden wieder gefahren sind, war der Parkplatz voll und die Single Track Road ebenfalls zugeparkt. Feuerwehr oder Krankenwagen wären auf keinen Fall durchgekommen... wir fanden die Fairy Pools trotzdem sehr, sehr schön und morgens auch ruhig. So kann man schön in sich hineinhören und einfach mal zur Ruhe kommen - ein gutes Gefühl.



    Baden waren wir übrigens nicht, allerdings haben sich zwei Mädels getraut - und ihren Schreien nach zu urteilen, war es sehr, sehr kaltes Wasser.

    Neist Point

    Unser letzter Tag auf Skye sollte uns an den Neist Point bringen, über den wir viel gelesen hatten. Hier gibt es nicht viel zu sagen, die Straße dorthin ist ziemlich abenteuerlich, aber gut mit einem normalen Wagen zu machen. Der Fußweg an den Leuchtturm ist allerdings zwar geteert, aber auch mit irgendeiner Latexfarbe bestrichen, was es zu einer ziemlich rutschigen Angelegenheit macht, die steilen Stellen runter oder hoch zu kommen - wir sahen mehrere Leute, die den Boden mit dem Po geküsst hatten... trotz gutem Schuhwerk also Vorsicht! Bilder davon gibt's im nächsten Beitrag...
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  8. #8
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    Re: [Reisebericht] Schottland-Rundreise 2017

    Bilder vom Neist Point

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  9. #9
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    Re: [Reisebericht] Schottland-Rundreise 2017

    ... lange ist's her, als ich den Bericht begonnen habe, aber das Real Life spielt manchmal nicht so, wie man es gerne hätte.

    Hier übrigens noch Bilder unserer zweiten Unterkunft auf Skye - The Cowshed.



    Die Nacht war sehr geil und als wir morgens von einem kleinen Lämmchen geweckt wurden, dass sich vor'm Regen unter unser Vordach verzogen hatte, war der Aufenthalt perfekt.

    Heute möchte ich euch mitnehmen auf den Rückweg von Skye und in Richtung Islay. Wir beginnen mit der Fahrt über die Skye Bridge und parken auf dem Parkplatz des

    Eilean Donan Castle

    Der Parkplatz war schon früh morgens gut gefüllt, dennoch haben wir einen Parkplatz erhaschen können. Die Maße des Wagens kann ich übrigens - dank der "falschen" Seite - noch immer nicht richtig abschätzen und so ist jeder Einparkvorgang ein kleines Abenteuer; zum Glück hat der Insignia Parkpiepser und Rückfahrkamera...

    Nachdem wir unsere Eintrittskarten fürs Castle geholt hatten, machten wir uns auch schon über die Brücke ins Castle selbst.



    Im Innenraum des Castle durften leider keine Fotos gemacht werden, dennoch war das alte Gebäude sehr beeindruckend und gut restauriert - ein Abstecher für jeden, der sich dafür interessiert, ist also Pflicht!

    Glenfinnan-Viadukt

    Ein spontaner Abstecher führte uns für eine Nacht ins beschauliche Städtchen Fort William. Von dort machten wir uns auf den Weg zum Glenfinnan Viadukt - in den Harry Potter-Movies ist das die Brücke, über die der Hogwarts-Express fährt. Viel gibt es hier nicht zu erzählen, denke ich. Der Zug fährt nur zwei mal täglich über die Brücke, die Zeiten findet man vor Ort im Besucherzentrum des Viadukts.



    Oban

    Auf unserem Weg in Richtung Islay - genauer der "Fährhafen" in Kennacraig - legten wir noch einen Stop in Oban ein und besuchten die Oban Distillery. Auch hier war das fotografieren verboten, allerdings war das bis dato die schönste Distillery, die wir besucht hatten - klein, aber fein und am Wochenende ist sogar keine Produktion, da die Distillery sich mitten in der Stadt befindet... außerdem ist der Scotch sehr, sehr lecker!



    Oban ist ansonsten ein sehenswertes Hafenstädtchen und hat mir sehr gut gefallen. Das Treiben um den relativ großen Fährhafen beobachten, dabei ein oder zwei Drams und etwas leckeres zu essen - was will man mehr?

    Eine Nacht im Schloss

    Spontan benötigten wir nach unserem Oban-Ausflug noch eine weitere Unterkunft und mieteten uns ins Stonefield Castle ein. Von dort hatten wir am nächsten Morgen nur noch eine kurze Strecke zu fahren, denn unsere Fähre legt gegen 7 Uhr gen Islay ab.

    Der Preis der Übernachtung war mehr als okay und so erwarteten wir nicht wirklich viel - wurden aber eines besseren belehrt! Das Hotel war wirklich grandios, die Bar herrlich gemütlich und es gab sogar einen Hotelhund - yay!



    Mit etwas zu viel Alkohol ging es dann ins Bett... morgen geht's ins Whisky-Mekka!
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  10. #10
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    Re: [Reisebericht] Schottland-Rundreise 2017

    Heute geht es endlich.... auf die wunderbare Whisky-Insel Islay!



    Nach der sehr angenehmen Überfahrt machten wir uns auf den Weg in Richtung Port Ellen und die dortigen Whisky-Brennereien. Den ersten Stop legten wir bei Lagavulin ein:



    Bei herrlichstem Wetter machten wir uns im Anschluss auf den Weg über Ardbeg zum Kildalton Cross.

    Das Kildalton Cross (schottisch-gälisch Cros Cill Daltain) ist ein Keltenkreuz auf der schottischen Hebrideninsel Islay.
    Sehr beeindruckend wenn man bedenkt, wie alt das Kreuz ist und welche Werkzeuge den Bewohnern damals zur Verfügung standen.



    Auf dem Rückweg ein kurzer Stop bei Ardbeg - die hochglangpolierte Distillery... Marketing können die Jungs dort perfekt.



    Fotoflut Distilleries

    Die besuchten Distilleries waren:

    Lagavulin (Bilder oben)
    Laphroaig



    Ardbeg



    Kilchoman



    Bowmore



    Müsste ich mich entscheiden, war übrigens Kilchoman die schönste Distillery und die beste Führung - Ardbeg hat sehr enttäuscht, ist halt mehr Marketing als alles andere. Laphroaig, Bowmore und Lagavulin waren durchschnittlich (aber lecker waren sie alle...).
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  11. #11
    střelec

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    Re: [Reisebericht] Schottland-Rundreise 2017

    In welchem Monat warst du denn dort? Bin am Überlegen ob es gegen Oktober für eine Woche dorthin gehen soll.

  12. #12
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    Re: [Reisebericht] Schottland-Rundreise 2017

    Ich war im Mai letzten Jahres dort! Kann ich nur empfehlen, nicht überlaufen und wenig Mücken!
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