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Thema: Irgendwas und doch irgendwie nichts.

  1. #1

    Irgendwas und doch irgendwie nichts.

    Alleine sein. Unterhaltungen zu führen, die nie stattfinden. Das Gefühl verloren zu sein.

    Es ist ein einziger, starker Herzschlag, der den ganzen Körper durchströmt und dieses Gefühl auslöst.
    Ein schwarze Fleck ist das „Nachbeben“ des Herzschlags. Ein schwarzes Loch in das ich falle.
    Eine Flucht alleine scheint unmöglich. Die Wände zur Freiheit werden höher, je länger man sie betrachtet.

    Die Versuche den Aufstieg wenigstens zu versuchen, sinken von Gedanke zu Gedanke.
    Diese sind endlos scheinende Wörterketten die nur von einem Problem zum nächsten springen.

    Ist es die Freundschaft, von der ich immer wieder enttäuscht wurde oder eben weil ich mich für das falsche entschieden habe?
    Ist es die Familie, bei der ich mich immer wieder Frage ob es nur Schein ist? Eine enge Verbindung die nur im Kopf aber nicht in den ausgesprochenen Worten existiert?
    Ist es die Selbstenttäuschung? Zu denken man mache immer alles falsch.
    Oder ist es die Selbsttäuschung? Sich zu belügen, für die falschen Prinzipien einzustehen.
    Fehler die einst begangen wurden, blind zu wiederholen? Blind den Falschen zu folgen – auch nachdem dich diese abgewiesen haben?

    Man wünscht sich nichts sehnlicheres als gebraucht und geschätzt zu werden. Doch ist nicht genau das, das paradoxe daran?
    Ein Leben auf persönliche Verbindungen aufzubauen, die jederzeit einseitig getrennt werden können?
    Es ist das übliche Gedankenspiel, das ich weder gewinnen noch verlieren kann. Ich bin lediglich ein stiller Zuseher dieser Partie die einzig darauf ausgelegt ist, das eigentliche Problem zu bedecken.


    ___
    Feedback ist gerne erwünscht, auch wenn wie der Thread schon sagt, das irgendwas und doch irgendwie nichts ist.
    Für diesen Beitrag bedanken sich KePa, GrayFox, Sibi

  2. #2
    Mitglied

    (Threadstarter)


    Registriert seit
    Aug 2016
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    42

    Re: Irgendwas und doch irgendwie nichts.

    Innere Leere.

    Nichts zu fühlen und trotzdem zu leiden.
    Wie das Blut vom Herz, wird auch das Leid durch den Körper gepumpt.
    Jeder Herzschlag wird noch intensiver wahrgenommen, es scheint so als würde das Herz durch den Brustkorb hinaus in die Freiheit schlagen.

    Wie das Leid, der Schmerz und die Trauer, gibt es auch für den Herzschlag kein entkommen.
    Es setzt sich fest.
    Von Gedanke zu Gedanke wird es schwieriger diese in Worte zu fassen.
    Je eher man es hinunterschluckt und verdrängt desto eher verschwindet auch das Leid, der starke Herzschlag.
    Je eher man es einfach hinnimmt, desto eher kann man es auch abschließen und ad acta legen.

    Doch auch wenn diese vorübergehend verschwinden. Man das Leid nicht mehr wahrnimmt.
    Es ist bloß eine Frage der Zeit bis man seinen Herzschlag wieder fühlt und die ganzen Probleme von neuem beginnen durch den Körper zu strömen.
    Das Unbehagen, zu wissen sein Leben zu vergeuden.
    Sich mit negativen Gefühlen auseinanderzusetzen, ohne Möglichkeiten vorzufinden, diese langfristig zu beeinflussen.

    Auch diese Zeilen werden dir nicht helfen über das hinwegzukommen was dich quält.

    Morgens die Zeitung zu öffnen – zwei, drei oder auch vier Artikel zu lesen, um genau wieder mit dem negativen Gefühl in den Tag zu starten, wie man den vorigen beendet hat.
    Die Schule zu besuchen, Dinge zu erlernen die doch nichts anderes sind als Platzfüller, weil das wirklich Wichtige aus den Augen verloren ging.
    Einer Arbeit nachzugehen, welche nicht Nachhaltig ist, eine Wegwerfgesellschaft – die sinnfreier nicht sein könnte.

    Die Lösung, gegen den Strom zu schwimmen, erlischt sobald einem in den Sinn kommt, dass man auch dann noch am selben Ort ist.
    Das einzige das sich ändert, ist die Blickrichtung.

    Doch Trauer bleibt Trauer. Leid bleibt Leid.
    Und eine innere Leere - bleibt nichts als ein einsamer, doch zugleich starker Herzschlag.

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