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Thema: Großbritannien will automatisierten Online-Ticketkauf verbieten

  1. #1
    Unter dem Radar Avatar von Tarnkappe.info
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    Großbritannien will automatisierten Online-Ticketkauf verbieten




    Ein neuer Gesetzentwurf für die digitale Wirtschaft Großbritanniens (Digital Economy Bill), steht kurz vor dem Inkrafttreten. Demnach wäre der Einsatz von Programmen zum massenhaften Erwerb von Tickets über Online-Shops verboten. Im Fall einer Verurteilung sind Geldstrafen in unbegrenzter Höhe möglich.[/LEFT]Diese neue Regelung soll verhindern, dass weiterhin die Eintrittskarten zu populären Konzerten, Sport- und anderen Veranstaltungen über die Ticket-Systeme der Händler in Massen angekauft werden können.

    Die Betreiber der Online-Shops beschränken in der Regel die Anzahl der Tickets, die eine Einzelperson kaufen kann, aber computergesteuerte Programme, die diese Mechanismen umgehen, erlauben es so genannten ticket-scalpern (zu Deutsch: Ticket-Schwarzmarkthändlern) die begehrten Eintrittskarten in Massen zu kaufen. Das stört natürlich die ehrlichen Kunden, denn die befinden sich bis zum Ausverkauf der letzten Karte in einem regelrechten Wettrennen mit den Betrügern. Verlieren Sie dieses Spiel, ist ihre einzige Optionen die Karte von einem Wiederverkäufer zu erwerben, der je nach Veranstaltung und der Anzahl der verfügbaren Sitze hohe Gebühren dafür verlangt. Die Verwendung solcher Kauf-Programme zu einer Straftat zu machen, könnte helfen, die gewohnte Ordnung wieder herzustellen. Ob es wirklich etwas bringt, wird sich zeigen.

    Die britische Regierung versucht schon seit einiger Zeit den illegalen Ticket-Handel zu stoppen, unter anderem besteht deswegen eine enge Zusammenarbeit mit den offiziellen Händern, um sicherere Kauf-Systeme zu entwickeln. Auch arbeiten Regierung und Händler im Kampf gegen den Schwarzmarkt eng mit der Polizei zusammen.

    Ticket-Schwarzmärkte sind natürlich nicht nur ein britisches Problem. Ende des letzten Jahres verabschiedete Ex-US-Präsident Barack Obama ein Gesetz um die Verwendung von automatisierten Ticket-Bots in den USA zu verbieten, nachdem New York ein regionales Verbot erteilt hatte.

    Interessiert ihr Euch für mehr zu diesem Thema, und generell für techniklastige Nachrichten? Folgt mir auf Twitter!



    Bildquelle: johnyksslr & PeteLinforth, thx! (CC0 1.0)




    Autor: Christopher Kardas
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    Geändert von Baer (15.03.17 um 12:51 Uhr) Grund: Bildfix

  2. #2
    Dr. Zyn. Avatar von Novgorod
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    Re: Großbritannien will automatisierten Online-Ticketkauf verbieten

    aha, so sieht also die deregulierung nach dem EU-austritt aus ..

    wobei ich den sinn auch überhaupt nicht verstehe - das ist doch nichts, was nicht entweder technisch oder vertraglich lösbar wäre, also warum braucht man dafür ein extra gesetz? oder worum geht es ihnen eigentlich?

    und sind nicht alle "relevanten" tickets eh schon personengebunden? und selbst wenn ein anbieter explizit die "übertragbarkeit" erhalten will (d.h. kein name auf dem ticket), ist es doch trivial den verkauf nicht-anonym durchzuführen und da halt die tickets pro registrierten käufer limitieren.. genügend authentifizierungsmöglichkeiten gibts ja: z.b. per telefon/SMS (mittelsicher), mit der kreditkarte, bankkonto, oder anderer personengebundener bezahlmöglichkeit (ziemlich sicher) oder am einfachsten durch postversand (am sichersten, weil sich die betrüger sicher nicht 10000 wohnungen auf fakenamen anmieten werden)...
    Für diesen Beitrag bedankt sich Meta
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  3. #3
    N.A.C.J.A.C. Avatar von alter_Bekannter
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    Re: Großbritannien will automatisierten Online-Ticketkauf verbieten

    Falscha Namen auf Briefkasten kleben um Personenbegrenzte Gratisscheisse zu bekommen ist unmöglich, ich habs probiert.

    Deswegen habe ich keine jeweils 4 o2 Sim Karten registirert auf Herrn Moebius Band, Kleinsche Flasche und Sir Lance Alot.
    Geändert von alter_Bekannter (15.03.17 um 21:37 Uhr)

  4. #4
    Dr. Zyn. Avatar von Novgorod
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    Re: Großbritannien will automatisierten Online-Ticketkauf verbieten

    wenn man sich schon die mühe macht, den postboten zu verarschen, kann man die bestellungen auch manuell machen und braucht keine bots dazu ..

    vielleicht wird der briefträger aber doch stutzig, wenn 250 namen auf dem briefkasten kleben (außer man befindet sich in einer kleinen hütte im bayerischen wald ) - oder der verkäufer ist nicht völlig dämlich und limitiert die anzahl an tickets pro adresse, die ohne weitere überprüfung gekauft werden können ..
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  5. #5
    N.A.C.J.A.C. Avatar von alter_Bekannter
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    Re: Großbritannien will automatisierten Online-Ticketkauf verbieten

    Wie viele glaubst du gehen pro Briefkasten bevor es auffällig wird?

    Als Schwarzmarkthändler mir stark begrenzten Artikeln kann man viel Geld verdienen und den Bot die Namensliste über einen Etikettendrucker ausspucken zu lassen ist wohl kaum schwierig oder aufwändig. Du bist zu naiv.

  6. #6
    Dr. Zyn. Avatar von Novgorod
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    Re: Großbritannien will automatisierten Online-Ticketkauf verbieten

    das kommt auf den zeitrahmen an.. offenbar werden bots fürs bestellen benutzt, weil die zeit knapp ist - ich gehe also davon aus, dass sie sofort bei verkaufsstart soviel kaufen wie die internetleitung mit allen proxies hergibt.. und ab wann wirds auffällig? spätestens wenn die gesamte front voll mit namen ist - sicherlich unter 10, wenn es eine normale wohnung ist.. und für max. 10 bestellungen muss man eigentlich keinen bot benutzen ..

    abgesehen davon kann der händler da wie gesagt problemlos den riegel vorschieben, indem er den verkauf auf z.b. 2-3 tickets pro wohnung beschränkt.. das dürfte praktisch keine kollateralschäden verursachen und in den wenigen fällen, wo doch legitim 27 tickets an eine wohnung gehen sollen (ein typischer [hier ethnie einsetzen]scher haushalt ), muss das eben persönlich geklärt werden..
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  7. #7
    N.A.C.J.A.C. Avatar von alter_Bekannter
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    Re: Großbritannien will automatisierten Online-Ticketkauf verbieten

    Leere Wohnungen
    Mehrere Briefkästen
    Das sind nur Sachen die man überall machen kann. Aber wenn man irgendwo im Niemandsland wohnt also Käffer die wirtschaftlich irrelelvant sind und deren Einwohnerzahl seit 10 Jahren um 200-300 stagnieren. Da kostet eine kleine Wohnung warm unter 300€, also eine permanent anmieten und zu den Saison Zeiten die "Kapazitäten" nutzen. Dank Airbnb wird das ganze noch effizienter. Eine Woche im Monat untervermieten und das trägt dann schon die Kosten. Aber auch ohne AirBnB.
    Ein Toikcet bringt locker 10€ Gewinn, das ist super pessimistisch in dem Bereich. Also 3 = 30€, jede potentiele Wohneneinheit die man "nutzen" kann = 30€. Wirklich exisitieren müssen die nicht. Die müssen nichtmal bewohnbar sein. Es muss nur auf den ersten Blick Plausibel erscheinen! Also kann man in Merhfamilienhäusern idR einfach nochmal locker einen weiteren Briefkasten Aufhängen.(=30€ pro Event). Reichts langsam an Inspioration oder mnuss ich Cardingtutorials rüberkopieren? Das hier ist dfas gleiche nur viel Einfacher.

    Du bist erschreckend unkreativ, zu müde, zu wenig Kaffee?

    Die Tickets kostne eh Geld also komm mir nicht mit einer imaginären Investitionshemmschwelle...
    Alle meine bisherigen Vorschläge amortisieren sich locker in ein paar Monaten.

  8. #8
    ♪♪♫♪♫♫♪ Avatar von KaPiTN
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    Re: Großbritannien will automatisierten Online-Ticketkauf verbieten

    Zitat Zitat von alter_Bekannter Beitrag anzeigen
    Wie viele glaubst du gehen pro Briefkasten bevor es auffällig wird?
    Kommen die denn per Post? Ich würde doch erwarten, daß es mittlerweile auch Tickets zum Ausdrucken gibt
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  9. #9
    Dr. Zyn. Avatar von Novgorod
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    Re: Großbritannien will automatisierten Online-Ticketkauf verbieten

    @alter_Bekannter: unkreativ? mir geht es nur um die kosten-nutzen-rechnung der gauner.. wohnungen sind keine email-adressen - sie sind viel aufwendiger zu bekommen (und zu unterhalten), aber genauso einfach zu blacklisten.. rechtifertigt der gewinn von den paar tickets pro wohnung, die man "unauffällig" kaufen und weiterverticken kann, wirklich den aufwand und die investition? dazu kommt immer das risiko, auf den tickets sitzen zu bleiben, was nochmal den gewinn schmälert (wäre das eine sichere investition, würde sich einfach jeder soviele tickets kaufen, wie ohne großen aufwand möglich ist - das wären ja zumindest risikofreie 30€ für jeden).. und mit dem eigentlichen thema hat das alles immernoch nichts zu tun, weil in diesem szenario keine bots nötig sind - dafür fehlt das volumen.. um (nach deiner rechnung) einen bot zu rechtfertigen, der z.b. 300 tickets auf einmal kauft, braucht man schonmal 100 wohnungen mit ~30k€ miete pro monat und einer armee an computer-indern, die die untervermieterei dafür managen.. und das alles für lächerliche 3000€ an einnahmen.. selbst bei mehr veranstaltungen und effizienterer gaunerei wird sowas doch niemals profitabel laufen können, allein schon weil die logistikkosten (im vergleich du den garantierten einnahmen) viel zu hoch sind.. es wäre sogar profitabler, sich einfach nur darauf zu konzentrieren, die wohnungen für mehr geld unterzuvermieten (modell Trump )..

    müsste ich in diesem bereich tatsächlich kreativ werden, würde ich das eher cloud-sourcen .. statt mir die mühe mit fake-wohnungen zu machen, würde ich daraus einfach einen webservice machen, quasi wie Uber für tickets .. die user kaufen dann ganz legal die tickets (in haushaltsüblichen mengen) und verkaufen sie an mich weiter für einen teil des profits, den ich auf dem schwarzmakrt machen würde (??? -> profit ).. na, ist das nicht nen kickstarter wert?

    jedenfalls habe ich immernoch nicht verstanden, was der sinn des gesetzes ist - falls die überhaupt ein "problem" haben, dann doch mit dem "gebrauchtmarkt" und nicht mit irgendwelchen bots .. und den gebrauchtmarkt können sie doch wie die spielehersteller problemlos selber kontrollieren und sabotieren, solange die kunden das akzeptieren ..
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  10. #10
    ♪♪♫♪♫♫♪ Avatar von KaPiTN
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    Re: Großbritannien will automatisierten Online-Ticketkauf verbieten

    Das Problem ist, daß wenn Tickets online angeboten werden, die manchmal nach wenigen Minuten auf den offiziellen Seiten ausverkauft sind, während sie dann umgehend mit Aufpreis auf Resale-Seiten angeboten werden.
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  11. #11
    Dr. Zyn. Avatar von Novgorod
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    Re: Großbritannien will automatisierten Online-Ticketkauf verbieten

    na aber gerade das wäre doch trivial zu unterbinden mit limitierung pro person samt verifizierung.. wenn es ein problem gibt, wird es sicher nicht dadurch gelöst, dass die gauner auf einmal klickfarmen statt softwarebots nutzen müssen um "legal" zu bleiben ..
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  12. #12
    ♪♪♫♪♫♫♪ Avatar von KaPiTN
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    Re: Großbritannien will automatisierten Online-Ticketkauf verbieten

    Und Du weißt, daß es keine Limitierung pro Person samt Verifizierung gibt, die umgangen wird.

    Was soll die Klickfarm bringen? Wenn Du nach 5 Minuten 1000 Ticket anbietest, spricht das doch Bände.
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  13. #13
    N.A.C.J.A.C. Avatar von alter_Bekannter
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    Re: Großbritannien will automatisierten Online-Ticketkauf verbieten

    @KaPiTN:
    Es ging um Namensschilder pro Briefkasten für eine eventuelle Verifizierung per Post

    Klar Adresse sind "schwerer" zu beschaffen als Email Adressen. Aber weit weg von problematisch. Und so lange solches scalping legal ist. Ist es handwerklich wie Carding nur ohne Rechtsrisiko.
    Geändert von alter_Bekannter (17.03.17 um 09:34 Uhr)

  14. #14
    Dr. Zyn. Avatar von Novgorod
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    Re: Großbritannien will automatisierten Online-Ticketkauf verbieten

    Zitat Zitat von KaPiTN Beitrag anzeigen
    Und Du weißt, daß es keine Limitierung pro Person samt Verifizierung gibt, die umgangen wird.
    wenn das so wäre, bräuchte niemand ein gesetz gegen bots, weil es sich bei der umgehung der verifizierung (gefaketer ausweis, kreditkarte etc.) mindestens um dokumentenfälschung handelt, was bereits verboten ist.. daher gehe ich davon aus, dass bei ticketkäufen garkeine oder nur die primitivsten technischen beschränkungen eingesetzt werden (email und/oder IP-adresse).. wie gesagt, 99% der bot-käufe würden schon dadurch wegfallen, wenn das ticket per post statt als pdf verschickt wird..

    Was soll die Klickfarm bringen? Wenn Du nach 5 Minuten 1000 Ticket anbietest, spricht das doch Bände.
    aber gerade das wollen sie ja offenbar nicht verbieten, sondern nur den einsatz von bots beim kauf - deswegen ist es entweder ein völlig schwachsinniges gesetz, das jemand ohne nachzudenken rausgerülpst hat, oder es steckt eine ganz andere agenda dahinter (aber die leuchtet mir ums verrecken nicht ein )..
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  15. #15
    Lone Gunman Avatar von Shodan
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    Re: Großbritannien will automatisierten Online-Ticketkauf verbieten

    Zitat Zitat von Novgorod Beitrag anzeigen
    deswegen ist es entweder ein völlig schwachsinniges gesetz, das jemand ohne nachzudenken rausgerülpst hat, oder es steckt eine ganz andere agenda dahinter (aber die leuchtet mir ums verrecken nicht ein )..
    Jein. Die Begründung zeigt, dass da durchaus Nachdenken dahinter steckt. Es gibt aber keine wirklich gute Lösung.
    Grundsätzlich geht es um Verbraucherschutz. Den Weiterverkauf zu untersagen würde diesem mehr schaden wie nützen. Die Regel greift sowieso nur, wenn die Zahl der Käufe durch Einzelne limitiert ist. Es würde dem Verbraucher auch wenig nützen, wenn der Staat nun fordert, dass eine Limitierung zwangsläufig durch eine Verifikation gesichert sein muss. Grundsätzlich könnte der Erstverkäufer zivilrechtlich gegen seinen Kunden vorgehen, um dessen Kunden vor Wucher zu schützen, aber warum sollte er das tun? Der Erstverkäufer bevorzugt es doch, wenn ein anderer das Risiko trägt die Karten nicht los zu werden. Der finanziert doch keinen Rechtsstreit, dessen erwarteter Ausgang den eigenen Profit mindert.

    Der Staat greift also ein um durch Kriminalisierung ein akutes Problem zu bekämpfen und versucht das minimal invasiv um nicht aus Versehen die Falschen zu Kriminellen zu machen. Dazu schreibt er direkt, dass die Regelung bald reviewed werden muss, weil neue Wege gefunden werden um die Klauseln zu umgehen.

    Das ist eine "Ich verschreibe ihnen mal X, kommen sie in zwei Wochen wieder"-Lösung und klar als solche deklariert.


    Es gibt natürlich, wie meistens, eine trivial einfache Lösung diesen Markt trocken zu legen: Boykott
    Aber das würde erfordern, dass die Verbraucher sich kollektiv um Verbraucherschutz kümmern und das ist leider unrealistisch.

    Die Leute bemerken, dass sie abgezockt werden, kaufen trotzdem und heulen dann sich dann später bei Vater Staat aus. Und der zieht nun los um dem Bully links und rechts eine zu verpassen, weil er keine besseren Ideen hat, als mit Staatsgewalt zu reagieren.
    Geändert von Shodan (18.03.17 um 13:33 Uhr)
    Art. 6 der Richtlinie 2006/24 ist mit den Art. 7 und 52 Abs. 1 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union unvereinbar, soweit er den Mitgliedstaaten vorschreibt, sicherzustellen, dass die in ihrem Art. 5 genannten Daten für die Dauer von bis zu zwei Jahren auf Vorrat gespeichert werden.
    Generalanwalt Pedro Cruz Villalón - Europäischer Gerichtshof

  16. #16
    Dr. Zyn. Avatar von Novgorod
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    Re: Großbritannien will automatisierten Online-Ticketkauf verbieten

    das mit dem nachdenken nehme ich denen aber nicht ab .. hätten sie nämlich wenigstens bis zur nächsten ecke weitergedacht, wäre ihnen auch klar geworden, dass "bots" weder das problem sind noch irgendwie gerichtsfest nachgewiesen werden können.. und was kümmert es kriminelle, dass sie jetzt formell eine bestimmte art von software nicht nutzen dürfen? DVD-ripper sind ja offiziell auch verboten, habe ich gehört...

    wenn der wucher-schwarzmarkt gegen die interessen der veranstalter ist, könnten sie ihn problemlos unterbinden - das steht also garnicht zur diskussion.. ein gesetz wäre überhaupt erst dann notwendig, wenn etwas gegen die interessen der kunden geht aber nicht unbedingt gegen die interessen der veranstalter.. insofern könnte es schon sein, dass der schwarzmarkt dem veranstalter völlig egal ist (es geht ja kein potentieller profit verloren), allenfalls würden sie gern was vom kuchen abhaben und verbieten das deshalb pro forma per AGB.. hier wäre ein gesetz denkbar (und evtl. sogar sinnvoll), um die veranstalter zu zwingen, im interesse der kunden zu handeln und den schwarzmarkt wirksam zu unterbinden, z.b. durch verifikation oder postversand oder wie auch immer - das wäre dann tatsächlich verbraucherschutz.. so aber ist es bloß ein gesetz, das kriminellen verbietet kriminell zu sein - das ist bestimmt extrem nützlich ...
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  17. #17
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    Re: Großbritannien will automatisierten Online-Ticketkauf verbieten

    Zitat Zitat von Novgorod Beitrag anzeigen
    das mit dem nachdenken nehme ich denen aber nicht ab .. hätten sie nämlich wenigstens bis zur nächsten ecke weitergedacht, wäre ihnen auch klar geworden, dass "bots" weder das problem sind noch irgendwie gerichtsfest nachgewiesen werden können..
    Das ist der Punkt sie wollen den scalpern eigentlich keine Probleme machen, scalping bringt wenn überhaupt mehr Geld in die Staatskasse.
    Der Entwurf des Gesetztes ist Populismus in Reinform.

    Was Scalping der Wirtschaft bringt: solide Umsätze sicher und mit maximaler geschwindigkeit.
    Gesamtumsatz im Minimium wie "legitime" Käufe.

    Best case: Die Schwarzmarktransaktion wirft nochmal Steuern über irgendwelche Dienstleister(zB Paypal,eBay, Kreditkartenfirmen) ab.
    Worst Case: Eine schwarze 0. Kein Minus möglich.

    Währe interessant zu wissen wieviel das jährlich ausmacht. Ich bin allerdings selten von scalping betroffen. Ich hab e eine relativ strikte nicht die Leute die mich verarschen unterstützen Politik.

  18. #18
    Dr. Zyn. Avatar von Novgorod
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    Re: Großbritannien will automatisierten Online-Ticketkauf verbieten

    ich habe auch noch nie erlebt, dass ich zu einer veranstaltung keine karte vom veranstalter bekommen konnte - ich würde auch nie auf die idee kommen, "woanders" zu suchen, falls doch mal was ausverkauft ist, aber ich bin auch kein fußballfan ...

    es ist aber für die gauner sicher nicht risikofrei, denn sie können auch auf den karten sitzenbleiben, wenn es nicht genug nachfrage gibt.. das kann man sicher irgendwie vorher abschätzen, aber das nennt sich dann zocken.. der veranstalter selbst hat in der tat nichts zu verlieren außer sein image (zumindest sobald die leute merken, an wem es liegt, sowas zu unterbinden )..
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  19. #19
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    Re: Großbritannien will automatisierten Online-Ticketkauf verbieten

    Ich finde die Maßnahme eine gute Sache. Ob sie ausreicht, steht natürlich auf einem ungeschriebenen Blatt, aber jeder Schritt in die richtige Richtung, ist ein Schritt, den man gehen kann.

    Zitat Zitat von Novgorod Beitrag anzeigen
    aha, so sieht also die deregulierung nach dem EU-austritt aus ..
    Deregulierung heißt nicht, dass man keine Gesetze mehr beschließen darf.

    wobei ich den sinn auch überhaupt nicht verstehe - das ist doch nichts, was nicht entweder technisch oder vertraglich lösbar wäre, also warum braucht man dafür ein extra gesetz?
    Wäre es technisch oder vertraglich möglich, Geräte so zu konzipieren, dass sie 3 Jahre überleben oder automatisch Garantieversprechen in Kraft treten? Wäre es technisch oder vertraglich möglich auf Kartellgründung zu verzichten? Wäre es technisch oder vertraglich möglich Monopolstellungen nicht auszunutzen? Wäre es technisch oder vertraglich möglich korrekte Qualitätssiegel/ Bio-Angaben bei Lebensmitteln anzuführen? - In vielen Fällen würdest du vermutlich mit "ja" antworten. Wozu braucht es dann überhaupt diese ganzen Gesetze und Vorschriften? - Vermutlich weil der Markt nicht immer fair spielt, nur weil er fair spielen könnte. Wenn ein solches Ungleichgewicht herrscht, greift gewöhnlich der Gesetzgeber ein und zwingt die Parteien zu einem fairen Spiel.

    und sind nicht alle "relevanten" tickets eh schon personengebunden?
    Das ist allerdings auch nicht immer die eleganteste Lösung. Zum Beispiel möchte der normale Verbraucher auch mal ein Ticket für eine dritte Person bestellen können (um es zu verschenken) oder er möchte ein Ticket weiterverkaufen können, wenn sich herausstellt, dass er zum Veranstaltungszeitpunkt doch verhindert ist oder oder..

    genügend authentifizierungsmöglichkeiten gibts ja: z.b. per telefon/SMS (mittelsicher), mit der kreditkarte, bankkonto, oder anderer personengebundener bezahlmöglichkeit (ziemlich sicher) oder am einfachsten durch postversand
    Warum funktioniert das System dann nicht, obwohl die Veranstalter sich dafür einsetzen?

    Spoiler: 

    - Telefon/ SMS: Stimmt, man kann sich ja nicht gleich mal eine ganze Rufnummerngasse mit mehreren hunderten Telefonnummern sichern.
    - Kreditkarte: Bis auf Prepaidkreditkarten, die du an jeder Tankstelle siehst..
    - Bankkonto: Zum Glück kann jede Person nur exakt ein Bankkonto besitzen und zum Glück tritt niemals der Fall ein, dass eine Person mehrere Tickets über ein Bankkonto kaufen will! (Noch nie hat jemand für die Familie oder seinen Freundeskreis mehrere Tickets erworben!)
    - Postversand: In einer Zeit, in der Leute nicht mal bereit sind, einen Tag auf ihre Bestellungen warten wollen, klingt das nach Mittelalter. Abgesehen davon, dass auch für den Veranstalter der Aufwand und vor allem die Kosten beim Ticketversand mit klassischer Briefpost deutlich steigen.


    Um das Problem noch komplizierter zu machen, vielleicht mal zwei Situationen:

    • Situation 1: Unternehmen A will seinen Top 20 Mitarbeitern als Belohnung für die gute Arbeit etwas gutes tun und Tickets für eine tolle Sportveranstaltung erwerben. Nun wird vom Unternehmenskonto an die Unternehmensanschrift bestellt, 20 Tickets. Im Sinne der Veranstalter ist das okay, hier geht es nicht um den (gewinnbringenden) Wiederverkauf der Tickets zu höheren Preisen.
    • Situation 2: Unternehmen E ist professioneller Wiederverkäufer von Tickets. Es bestellt 20 Tickets, die von einem Unternehmenskonto aus bezahlt und an die Unternehmensanschrift geschickt werden. Im Sinne der Veranstalter ist das nicht gewünscht, hier geht es um die Wiederverkauf.


    Wie kann der Veranstalter - der automatisiert über das Internet Tickets verkauft! - nun kontrollieren, ob Situation 1 oder Situation 2 vorliegen?
    Er sieht nur "Unternehmen", "20 Tickets", "eine Bankverbindung", "eine Empfängeradresse". - Richtig, im automatisierten Handel, ist es nicht möglich die Situationen automatisiert zu unterscheiden und selbst bei einer "manuellen" Kontrolle wird das schwierig bis unmöglich.
    Wichtig: Vor Gebrauch gut schütteln. Beachten Sie das auf der Bodenseite befindliche Mindesthaltbarkeitsdatum. Achtung: Dieses Produkt enthält Gluten und Laktose. Es kann Spuren von Nüssen, Senf, Soja, Schalenfrüchten, Ei und anderen Allergenen enthalten. Bei Lebensmittelunverträglichkeit wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

  20. #20
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    Re: Großbritannien will automatisierten Online-Ticketkauf verbieten

    Zitat Zitat von virtus Beitrag anzeigen
    Wenn ein solches Ungleichgewicht herrscht, greift gewöhnlich der Gesetzgeber ein und zwingt die Parteien zu einem fairen Spiel.
    jo, nur nicht hier.. das gesetz zwingt niemanden zu garnichts und hat null konsequenzen.. was hatte denn die größere wirkung z.b. beim thema email-spam - ein gesetzliches spamverbot oder nicht doch eher "technische oder vertragliche" lösungen mit echten wirtschaftlichen konsequenzen für die "bösen jungs", die nicht nach den regeln spielen wollen?

    Das ist allerdings auch nicht immer die eleganteste Lösung. Zum Beispiel möchte der normale Verbraucher auch mal ein Ticket für eine dritte Person bestellen können (um es zu verschenken) oder er möchte ein Ticket weiterverkaufen können, wenn sich herausstellt, dass er zum Veranstaltungszeitpunkt doch verhindert ist oder oder..
    das ist alles nicht so wild.. es geht doch bloß um die einschränkung des massen-schwarzmarkts (wozu sollte man sonst die bots überhaupt erwähnen?) und dafür reicht es, die sache nur einen tick aufwendiger zu machen.. sowas wie eine limitierung auf x tickets pro person und anschrift und übertragung nur nach erneuter verifikation (und wenn's bloß die ausweiskopie ist) dürfte die sache für 99% der schwarzhändler unprofitabel machen.. für 10€ profit macht sich niemand die mühe, einen ausweis zu fälschen..

    Telefon/ SMS: Stimmt, man kann sich ja nicht gleich mal eine ganze Rufnummerngasse mit mehreren hunderten Telefonnummern sichern.
    - Kreditkarte: Bis auf Prepaidkreditkarten, die du an jeder Tankstelle siehst..
    - Bankkonto: Zum Glück kann jede Person nur exakt ein Bankkonto besitzen und zum Glück tritt niemals der Fall ein, dass eine Person mehrere Tickets über ein Bankkonto kaufen will! (Noch nie hat jemand für die Familie oder seinen Freundeskreis mehrere Tickets erworben!)
    - Postversand: In einer Zeit, in der Leute nicht mal bereit sind, einen Tag auf ihre Bestellungen warten wollen, klingt das nach Mittelalter. Abgesehen davon, dass auch für den Veranstalter der Aufwand und vor allem die Kosten beim Ticketversand mit klassischer Briefpost deutlich steigen.
    nochmal: es geht um einen massenmarkt, weil der profit pro ticket relativ gering ist.. die kosten einer anonymen sim-karte dürften schon in der größenordnung des erwarteten profits liegen - lohnt sich also nur, wenn man viele tickets darüber bestellen kann bis die nummer geblockt wird.. auch ist es kein problem, ein bezahlsystem zu nutzen, was sehr "unbequem" für spammer/massenkauf ist, z.b. nur mit einem bankkonto verknüpfte kreditkarten (erfordert verifizierten namen/anschrift).. es dürfte auch auffallen, wenn jemand 900 bankkonten in kurzer zeit öffnen will - da ist es wohl aussichtsreicher, briefkästen abzuklappern .. auch habe ich nicht davon gesprochen, die tickets genau auf eins pro person/konto/anschrift zu limitieren, sondern auf "haushaltsübliche" mengen.. und gegen den postversand spricht gerade bei tickets eigentlich überhaupt nichts: sie werden in der regel deutlich vor der veranstaltung gekauft, da sind 1-2 werktage wartezeit für niemanden ein problem; des weiteren kann man so nochmal physische sicherheit hinzufügen (hologramm o.ä.), weil eine email mit einer pdf-datei ja auch durch hacks o.ä. "entwendet" werden kann.. und die 50 cent porto wälzt man natürlich auf den kunden ab "zu seiner sicherheit" - bei den üblichen ticketpreisen spielt das kaum eine rolle und wird niemanden ernsthaft vom kauf abhalten, zumal dadurch ja der schwarzmarkt effektiv bekämpft und die verfügbarkeit der tickets gesichert wird.. bei teureren konzertkarten wird das oft nur so gemacht..

    Unternehmen A will seinen Top 20 Mitarbeitern als Belohnung für die gute Arbeit etwas gutes tun und Tickets für eine tolle Sportveranstaltung erwerben. Nun wird vom Unternehmenskonto an die Unternehmensanschrift bestellt, 20 Tickets.
    und warum sollte die firma für die bestellung keinen bot nutzen dürfen, wenn's doch legitim ist? hm?
    wenn es technische schutzmechanismen dagegen gibt, kostet es das unternehmen in dem fall einen anruf und den veranstalter 20 sekunden, die firmenanschrift zu checken.. "großbestellungen" von individuen, die nicht über irgendwelche partnerprogramme bzw. B2B laufen, sind bei weitem nicht die regel und machen nur einen winzigen teil der transaktionen aus - für solche sonderwünsche ist der kundenservice zuständig..

    ich weiß auch eigentlich garnicht worüber wir hier diskutieren.. die veranstalter könnten den schwarzmarkt problemlos aushebeln bzw. unrentabel machen, wenn es in ihrem interesse läge, ohne schwachsinnige gesetze, die nichts bringen, weil sie nicht erzwingbar sind.. bei den flugtickets klappts doch offenbar auch - da betreiben die fluggesellschaften einfach selbst den wucher-schwarzmarkt und sind dabei nicht auf andere kriminelle angewiesen ..
    Every gun that's made, every warship launched, every rocket fired signifies, in the final sense, a theft from those who hunger and are not fed, from those who are cold and are not clothed.
    - Dwight D. Eisenhower @ The Wall live

  21. #21
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    Re: Großbritannien will automatisierten Online-Ticketkauf verbieten

    Zitat Zitat von Novgorod Beitrag anzeigen
    jo, nur nicht hier.. das gesetz zwingt niemanden zu garnichts und hat null konsequenzen..
    Was steht noch gleich im Artikel?
    Im Fall einer Verurteilung sind Geldstrafen in unbegrenzter Höhe möglich.
    Natürlich ist das kein "Zwang", aber Geldstrafen in unbegrenzter Höhe klingt jetzt nicht so, als könnte sich das jeder Hinz und Kunz leisten, oder?


    was hatte denn die größere wirkung z.b. beim thema email-spam - ein gesetzliches spamverbot oder nicht doch eher "technische oder vertragliche" lösungen mit echten wirtschaftlichen konsequenzen für die "bösen jungs", die nicht nach den regeln spielen wollen?
    Du vergleichst nicht ernsthaft Spammails mit Ticketverkauf? Beim Spam ist es gewöhnlich schwer bis unmöglich den Absender zu ermitteln. Beim Ticketverkauf fällt es da schon schwerer seine Spuren zu verwischen. Wenn man nicht gleich eine gehörige Portion krimineller Energie (Verkauf über anonyme Zahlungssysteme, Handelsplattformen im Darknet, Erwerb an Postdrops, Verkauf über Unterhändler etc) investiert, kann man sich den Ticketverkauf abschminken. Jedenfalls operieren die meisten Reseller aktuell eher weniger "vorsichtig", zumal es sich oft auch nicht um das Klientel handelt, das zu solchen Machenschaften fähig ist.


    das ist alles nicht so wild.. es geht doch bloß um die einschränkung des massen-schwarzmarkts (wozu sollte man sonst die bots überhaupt erwähnen?) und dafür reicht es, die sache nur einen tick aufwendiger zu machen.. sowas wie eine limitierung auf x tickets pro person und anschrift und übertragung nur nach erneuter verifikation (und wenn's bloß die ausweiskopie ist) dürfte die sache für 99% der schwarzhändler unprofitabel machen.. für 10€ profit macht sich niemand die mühe, einen ausweis zu fälschen..
    Limitierung x Tickets pro Person - Hält nicht auf, man kann auch mehrere Namen bestellen.
    Limitierung x Tickets pro Adresse - gl und hf, siehe das Beispiel, das ich im vorherigen Post gebracht habe.
    Übertragung nur nach Verifikation - was soll das bringen?
    Und noch eine Frage nebenbei: Möchtest du bei jedem Ticketerwerb erst mal eine Ausweiskopie einreichen? Für mich wäre das ein no-go.


    nochmal: es geht um einen massenmarkt, weil der profit pro ticket relativ gering ist.. die kosten einer anonymen sim-karte dürften schon in der größenordnung des erwarteten profits liegen - lohnt sich also nur, wenn man viele tickets darüber bestellen kann bis die nummer geblockt wird..
    Simkarten bekommst du quasi für lau. Eine Karte lässt sich auch für mehr als ein Ticket einsetzen. Über eine Simkarte kannst du nicht nur ein Konzertticket für Florian Silvereisen sondern zusätzlich eins für Helene Fischer und jedes andere Event da draußen bestellen. Folglich ist die Simkarte ebenfalls kein Problem.


    auch ist es kein problem, ein bezahlsystem zu nutzen, was sehr "unbequem" für spammer/massenkauf ist, z.b. nur mit einem bankkonto verknüpfte kreditkarten (erfordert verifizierten namen/anschrift)..
    Richtig, das ist ziemlich aufwändig für Massenkäufer - aber es schreckt auch die Kunden ab, die du eigentlich haben möchtest. Wenn deine Maßnahme gleich mal ~90% deiner Kunden abschreckt, kannst du sie nicht durchführen. Was glaubst du eigentlich, warum Bezahlsysteme immer einfacher und quasi Idioten-sicher werden? Weil man gesehen hat, dass man viel mehr Kunden erreichen kann, wenn man es möglichst einfach macht, einen Kauf auszuführen.
    Zusätzlich dazu solltest du beachten, dass nicht jedes Zahlungsmittel überall populär ist. In Deutschland wird beispielsweise immer noch am häufigsten Bar bezahlt, auf dem US Markt hingegen findest du sogar Stores, die überhaupt kein Bargeld annehmen. In den USA ist die Kreditkarte das am weitesten verbreitete Zahlungsmittel, in Deutschland hingegen ist sie das unpopulärste (im Privatbereich). Jetzt verlangst du, dass sich jeder eine Kreditkarte zulegt, um ein Konzertticket zu erwerben? Wenn du nicht zufällig einen Masterplan hast, wie du die Akzeptanz von Kreditkarten steigern willst, tötest du damit bestenfalls die Konzertszene in Deutschland.
    Wie viele Jugendliche (12-24) kennst du denn, die über eine eigene Kreditkarte verfügen?


    und die 50 cent porto wälzt man natürlich auf den kunden ab "zu seiner sicherheit" - bei den üblichen ticketpreisen spielt das kaum eine rolle und wird niemanden ernsthaft vom kauf abhalten, zumal dadurch ja der schwarzmarkt effektiv bekämpft und die verfügbarkeit der tickets gesichert wird.. bei teureren konzertkarten wird das oft nur so gemacht..
    Du vergisst natürlich dass so ein physisches Ticket nicht nur 50ct Porto kostet. Zunächst müssen die Tickets gefertigt werden. Da du sie individualisieren möchtest und am besten noch mit holographischen Bildchen versehen möchtest kannst du davon ausgehen, dass der Preis deutlich ins Gewicht fällt. Jetzt hast du aber nur die Tickets drucken lassen. Jetzt musst du sie noch eintüten und zur Post bringen. Bei nicht-haushaltsüblichen Mengen, die der Veranstalter ausgeben muss, erfordert das wahrscheinlich einigen Personalaufwand und auch mit Mindestlohn ist das ein enormer Kostenpunkt.


    und warum sollte die firma für die bestellung keinen bot nutzen dürfen, wenn's doch legitim ist? hm?
    Eben das ist doch die Frage, oder?

    wenn es technische schutzmechanismen dagegen gibt, kostet es das unternehmen in dem fall einen anruf und den veranstalter 20 sekunden, die firmenanschrift zu checken..
    Musterfirma 1
    Tulpenweg 1234-1238
    12345 Musterstadt

    Musterfirma 2
    Tulpenweg 1239-1242
    12345 Musterstadt

    Was bringt es nun die Firmenanschrift zu checken?


    "großbestellungen" von individuen, die nicht über irgendwelche partnerprogramme bzw. B2B laufen, sind bei weitem nicht die regel und machen nur einen winzigen teil der transaktionen aus - für solche sonderwünsche ist der kundenservice zuständig..
    Wobei wir wieder bei Personalkosten sind. Selbst wenn es nur 5% sind, rechne das halt mal hoch auf die Anzahl der Veranstaltungen, die jährlich abgewickelt werden.


    ich weiß auch eigentlich garnicht worüber wir hier diskutieren.. die veranstalter könnten den schwarzmarkt problemlos aushebeln bzw. unrentabel machen, wenn es in ihrem interesse läge
    Du stellst dir das einfacher vor, als es ist. Natürlich wäre es irgendwo möglich. Ja, der Veranstalter könnte auch persönlich bei jedem Interessenten vorbei fahren und prüfen, ob seine Geschichte stimmt. Am besten dann auch gleich noch einen vollständigen Background-Check, polizeiliches Führungszeugnis und eidesstattliche Erklärung verlangen, dass die Tickets einzig zum Privatgebrauch erworben werden. Möglich wäre es, ob er dann aber auch noch in der Lage ist überhaupt auch nur ein einziges seiner Tickets zu einem akzeptablen Preis zu veräußern, steht auf einem anderen Blatt.

    ohne schwachsinnige gesetze, die nichts bringen, weil sie nicht erzwingbar sind..
    Achso, also eine Geldstrafe in unbegrenzter Höhe würde dich also nicht davon abhalten Tickets zu erwerben und weiterzuverkaufen? Deine Bankkonten möchte ich sehen, dass du bereit bist, dieses Risiko einzugehen!

    bei den flugtickets klappts doch offenbar auch - da betreiben die fluggesellschaften einfach selbst den wucher-schwarzmarkt
    Und dann gibt es ja auch noch die Mafia und Drogenhandel. Was genau hat dieses Konstrukt mit dem Tickethandel zu tun?
    Tickethandel: 3 Parteien, ehrlicher Veranstalter[will keine Abzocke] - böser Zwischenhändler - ehrlicher, aber geschädigter Kunde
    Flugtickets: 2 Parteien, Betreiber[in deinen Augen Abzocker] - ehrlicher, aber geschädigter Kunde
    Stimmt die Situationen sind schon konzeptionell absolut identisch, nicht wahr?
    Wichtig: Vor Gebrauch gut schütteln. Beachten Sie das auf der Bodenseite befindliche Mindesthaltbarkeitsdatum. Achtung: Dieses Produkt enthält Gluten und Laktose. Es kann Spuren von Nüssen, Senf, Soja, Schalenfrüchten, Ei und anderen Allergenen enthalten. Bei Lebensmittelunverträglichkeit wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

  22. #22
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    Re: Großbritannien will automatisierten Online-Ticketkauf verbieten

    Zitat Zitat von virtus Beitrag anzeigen
    Natürlich ist das kein "Zwang", aber Geldstrafen in unbegrenzter Höhe klingt jetzt nicht so, als könnte sich das jeder Hinz und Kunz leisten, oder?
    protipp: erzähle einfach niemandem, dass du einen 1337en bot benutzt .. diese geldstrafe ist in etwa so wirksam wie eine fürs pfeifen der zelda-melodie beim kacken ..

    Du vergleichst nicht ernsthaft Spammails mit Ticketverkauf? Beim Spam ist es gewöhnlich schwer bis unmöglich den Absender zu ermitteln. Beim Ticketverkauf fällt es da schon schwerer seine Spuren zu verwischen.
    was hat der ticketverkauf mit der diskussion zu tun? steht in diesem total nützlichen und garnicht schwachsinnigen gesetz irgendwas von einem verbot, tickets weiterzuverkaufen? wie, du hast einen verdacht, dass ein gewisser ebay-verkäufer seine tickets irgendwie ergaunert hat? viel spaß beim nachweisen, wenn er einfach "nö" sagt .. und wenn man nicht auffallen will, legt man sich eben 200 ebay-accounts an, soll ja offenbar nicht so schwer sein...

    Limitierung x Tickets pro Person - Hält nicht auf, man kann auch mehrere Namen bestellen.
    Limitierung x Tickets pro Adresse - gl und hf, siehe das Beispiel, das ich im vorherigen Post gebracht habe.
    Übertragung nur nach Verifikation - was soll das bringen?
    Und noch eine Frage nebenbei: Möchtest du bei jedem Ticketerwerb erst mal eine Ausweiskopie einreichen? Für mich wäre das ein no-go.
    eine limitierung macht natürlich nur sinn, wenn man sie auch irgendwie erzwingen kann - ein phantasiegesetz, an das sich niemand halten muss, hilft dabei relativ wenig.. bei personenbezogenen tickets wird natürlich am einlass irgendein ausweisdokument kontrolliert (das machen z.b. die bahn und alle fluglinien bei ihren onlinetickets).. und wenn man trotzdem übertragbarkeit gewährleisten will, z.b. wenn der ursprüngliche käufer verhindert ist, dann muss er eben seine identität nachweisen, wenn er das ticket auf einen anderen namen übertragen lassen will - so würde sichergestellt werden, dass die betrüger die tickets nicht auf phantasienamen bestellen und dann auf den eigentlichen endkunden übertragen.. dass man ein ticket weiterverkaufen bzw. übertragen muss, sollte ja ein ausnahmefall sein und eine email mit dem ausweisfoto ist eigentlich ein überschauberer aufwand.. und eine verifikation mit anschrift macht natürlich nur bei postversand sinn, wie schon erwähnt..

    hier muss man eben abwägen, ob die nachteile völliger anonymität nicht doch die vorteile aufwiegen.. bei den bahn- und flugtickets wird die identitätsprüfung natürlich nur deshalb gemacht, damit die tickets gerade nicht übertragbar sind (oder nur gegen aufpreis) und jeder scheint es zu akzeptieren.. bei komplett anonymen und übertragbaren tickets muss man eben damit leben, dass sich jeder soviele tickets kaufen (und weiterverkaufen) kann wie er will - hier wäre eine identitätsprüfung tatsächlich zum vorteil aller kunden, weil sie den schwarzhandel wirksam stoppen würde.. der einzige grund es nicht zu tun wäre, wenn die veranstalter selbst vom schwarzmarkt profitieren und das scheint durchaus der fall zu sein..

    Simkarten bekommst du quasi für lau. Eine Karte lässt sich auch für mehr als ein Ticket einsetzen. Über eine Simkarte kannst du nicht nur ein Konzertticket für Florian Silvereisen sondern zusätzlich eins für Helene Fischer und jedes andere Event da draußen bestellen.
    quasi .. nur für die winzigen kosten einer prepaid-karte, die es nur mit startguthaben gibt .. und mit phantasiedaten registrieren geht doch auch nicht mehr in der EU, oder? ich bin da nicht mehr auf dem laufenden; für die post-EU engländer könnte es auch anders sein, aber massenweise sim-karten "quasi für lau" is' nicht, jedenfalls nicht für den kleinen gauner ohne industrievolumen.. auch ist es gut möglich, dass der silbereisen und helene fischer denselben veranstalter haben, es gibt nicht furchtbar viele davon und wenn sie nicht ganz dämlich sind, organisieren sie blacklists untereinander.. wieviele tickets du mit einer sim-karte bestellen kannst bis es auffliegt, kommt natürlich drauf an, wie gut die antispam-abteilung ist.. es mag szenarien geben wo sich das lohnt, daher habe ich auch gesagt, dass es nicht die sicherste form der spam-bekämpfung ist, aber in kombination mit personen- und/oder adressen-verifikation durchaus sinnvoll..

    Wenn deine Maßnahme gleich mal ~90% deiner Kunden abschreckt, kannst du sie nicht durchführen. Was glaubst du eigentlich, warum Bezahlsysteme immer einfacher und quasi Idioten-sicher werden? Weil man gesehen hat, dass man viel mehr Kunden erreichen kann, wenn man es möglichst einfach macht, einen Kauf auszuführen.
    ich weiß ja nicht wie einfach all diese bezahlsysteme sind, von denen du redest, aber ich kenne eigentlich niemanden, der kein bankkonto hat - und wie wahrscheinlich ist es, dass ich mich nur mit den schlausten 10% der gesellschaft herumtreibe? .. die meisten dieser bezahlsysteme sind auf irgendeine weise mit dem bankkonto verknüpft und nutzen die tatsache, dass sich jeder irgendwann mal die mühe gemacht hat, seinen ausweis zur bank zu schleppen und dort ein konto aufzumachen

    Zusätzlich dazu solltest du beachten, dass nicht jedes Zahlungsmittel überall populär ist. [...] Wenn du nicht zufällig einen Masterplan hast, wie du die Akzeptanz von Kreditkarten steigern willst, tötest du damit bestenfalls die Konzertszene in Deutschland.
    Wie viele Jugendliche (12-24) kennst du denn, die über eine eigene Kreditkarte verfügen?
    oh nein, nicht die konzertszene!
    aber wieviele jugendliche kennst du, die online einkaufen und bezahlen können, ganz ohne das so populäre bargeld? hm? nutzen sie alle bitcoin? hier ist mein masterplan: mehrere bezahlmöglichkeiten anbieten! - und dafür sorgen, dass diese bezahlsysteme personenbezogen sind.. ein bankkonto ist es und hat jeder.. wenn man auch zusätzlich kreditkarten nutzen kann, dann sollten nur welche mit verifizierbarer anschrift akzeptiert werden (z.b. von der bank ausgestellte, die mit dem konto verknüpft sind).. paypal ist nur mäßig sicher, weil es (afaik) nicht auf verifizierte kreditkarten besteht, wobei ich auch nicht genau weiß, ob und wie sie sich gegen massen-accounts absichern.. aber wie dem auch sei - es reicht schon, wenn z.b. nur bankeinzug oder überweisung als zahlungsmethode angeboten wird, denn ein konto ist personenbezogen, hat jeder und ist schwer zu spammen aber einfach auf x bestellungen pro konto zu limitieren..

    Da du sie individualisieren möchtest und am besten noch mit holographischen Bildchen versehen möchtest kannst du davon ausgehen, dass der Preis deutlich ins Gewicht fällt.
    ja, da muss man eben durch und wie schon erwähnt ist das bei teuren veranstaltungen gängige praxis.. und die leute akzeptieren offenbar ein paar % aufpreis für die physische sicherheit bei einem luxusprodukt (ein "echtes" ticket hat wohl auch mehr sentimentalen wert als ein pdf mit barcode auf dem handy )..

    Musterfirma 2
    Tulpenweg 1239-1242
    12345 Musterstadt

    Was bringt es nun die Firmenanschrift zu checken?
    dass genaus solcher bullshit sofort auffällt .. wie schwer ist es denn zu checken, ob die firma, für die sich jemand ausgibt, wirklich an der angegebenen adresse existiert? das kann man in der regel in 30 sekunden am telefon klären..

    Wobei wir wieder bei Personalkosten sind. Selbst wenn es nur 5% sind, rechne das halt mal hoch auf die Anzahl der Veranstaltungen, die jährlich abgewickelt werden.
    personalkosten gibt es eh schon für den kundenservice.. wieviel prozent seiner arbeitszeit muss er großbestellungen von firmen widmen? selbst mit deinen großzügigen 5% ist es nur eine abteilung, die etwas höhere kosten hat, und nur ein kleiner teil des ticketpreises geht direkt an die verwaltung der veranstaltungsfirma.. und selbst wenn man die tickets dafür doch 1% teurer machen muss, ist es für den kunden in jedem fall besser als die schwarzhändler, die wesentlich mehr draufschlagen..

    Möglich wäre es, ob er dann aber auch noch in der Lage ist überhaupt auch nur ein einziges seiner Tickets zu einem akzeptablen Preis zu veräußern, steht auf einem anderen Blatt.
    es gibt für alles ein gesnudes mittelmaß.. eine identitätskontrolle oder postversand mit limitierung pro person/adresse ist sehr simpel durchzuführen, schränkt legitime käufer nicht ein und macht die tickets im durchschnitt billiger, weil es den schwarztmarkt erheblich einschränkt, selbst wenn der veranstalter den preis um 1% oder so erhöhen muss..

    Achso, also eine Geldstrafe in unbegrenzter Höhe würde dich also nicht davon abhalten Tickets zu erwerben und weiterzuverkaufen?
    natürlich nicht! so wie ein stoppschild im internet kinderpornohändler nicht davon abhält, kinderpornos zu drehen ..

    Tickethandel: 3 Parteien, ehrlicher Veranstalter[will keine Abzocke] - böser Zwischenhändler - ehrlicher, aber geschädigter Kunde
    Flugtickets: 2 Parteien, Betreiber[in deinen Augen Abzocker] - ehrlicher, aber geschädigter Kunde
    Stimmt die Situationen sind schon konzeptionell absolut identisch, nicht wahr?
    hast du das beispiel wirklich nicht verstanden?
    nagut, dann nochmal zum mitschreiben: warum sollte jemand tickets vom bösen zwischenhändler kaufen und nicht günstiger direkt vom veranstalter? richtig - weil der böse zwischenhändler alle tickets aufkauft und man keine wahl hat.. wenn das also dermaßen leicht verdientes geld ist, warum ist dann bloß noch niemand auf die idee gekommen, ein ganzes flugzeug leerzukaufen und die tickets dann teuer bei ebay zu verkau....oooooh stimmt - ich hoffe jetzt hat's klick gemacht ..
    Every gun that's made, every warship launched, every rocket fired signifies, in the final sense, a theft from those who hunger and are not fed, from those who are cold and are not clothed.
    - Dwight D. Eisenhower @ The Wall live

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