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Thema: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Polizei)

  1. #1
    Ärgert gerne BoerseTOMods
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    Exclamation Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Polizei)

    Hallo lieber NGBler
    habe länger darüber nachgedacht, ob ich das hier posten soll, da ich die Diskussion für- und gegen Flüchtlinge nicht mehr sehen kann und die Wahrscheinlichkeit, dass es wieder dazu kommt doch recht hoch ist - dennoch möchte ich euch möglichst ohne Vorurteile und eben dieser Diskussion meine Erfahrungen mit diesen Menschen mitteilen.

    Ich möchte euch hiermit ohne großen politischen Bezug einen Einblick in meine Erlebnisse schildern - sowohl mit den Flüchtlingen als auch mit der Verbandsgemeinde.
    Eventuell helfe ich damit indirekt auch Personen, die auch überlegen, an VB/Flüchtlinge zu vermieten.

    Ich hoffe, dass dieser Thread nicht wie der "Flüchtlinge..." Thread, geschlossen werden wird.

    Abkürzungen:
    VB = Verbandsgemeinde
    HD = Hausdurchsuchung

    Seit mitte letzten Jahres (2015) haben wir Teile unserer Nebengebäude (3 Räume) an die Verbandsgemeinde vermietet und damit für Flüchtlinge bereitgestellt.
    Das ganze haben wir nicht aus purer Nächstenliebe getan sondern aus mehreren Gründen:
    -Die Räume sind länger nicht genutzt worden und verursachten somit nur Kosten
    -Wir können das Geld gut gebrauchen, um das große Gelände weiter zu halten
    -Diese Räume an Flüchtlinge/VB zu vermieten ist einfacher als an "normale Mieter"(*1)
    --> Um z.B. in die Küche zu kommen, muss man über einen weitläufigen Hof laufen und es gibt für alle (bis zu drei) Parteien nur ein Bad
    -Es war auch nicht geplant, darüber hinaus in diesem Bereich weiter ehrenamtlich zu agieren - erstmal sollten einfach die Räume vermietet werden

    Anfangs war ich gegen dieses Vermieten - einfach weil man eben nicht wusste, wer da kommen würde und inwieweit man sich verständigen können würde(*2).

    Dann kamen sie - die ersten Flüchtlinge:
    Eine albanische Familie (Eltern und 2 Kinder) und zwei junge EritreerInnen (20).
    Mit keiner der beiden Parteien konnte man auf Deutsch oder Englisch verständigen.
    Der Albaner-Papa hat viel in Hof- und Garten geholfen - er war wohl mal Baumveredler und ihm gefiel es, dass er hier sogar ein eigenes Beet im Garten haben durfte.
    Der Garten war zwar nicht mit vermietet, aber wir sind über jede Hilfe froh, da wir wenig Zeit für den Garten haben.

    Im September 2015 wurde die albanische Familie dann abgeschoben - eben jene, die für unseren Staat Wirtschaftsflüchtlinge sind.
    Gut die Zeit hier, die Freiheiten, das Geld vom Staat und die kostenlosen Zahnbehandlungen für die Kinder waren sicher hilfreich für die Familie - wenn auch nur temporär.
    Trotzdem schade - sie waren sehr nett und der Mann wollte auch arbeiten gehen hier.

    Etwa zur gleichen Zeit wurden die beiden Eritreer Frauen von der VB getrennt und nun (Nov. 2016) wohnt nur noch eine hier - die Begründung war quasi, dass man hier zwei fremde Menschen in einen Raum gesteckt habe und das rechtlich nicht durfte.
    Dass die beiden schon davor befreundet waren, interessierte die VB nicht.
    Mir tat das zwar etwas leid und noch dazu: Als die VB das später wieder rückgängig machen wollte und die Frauen fragte, antworteten diese mit "Nein" (vermutlich weil sie einfach nicht verstanden, was man von ihnen wollte).
    Letztenendes war dies nicht weiter tragisch - eine wohnt nun im Nachbarort und die beiden sehen sich sehr oft.

    ... dann kamen die Syrer:
    Nachdem die Albaner weg waren schickte die VB uns zwei Syrer (ein Pärchen, beide 30).
    Die interessierten sich zwar weniger für Hof- und Garten, aber halfen gelegentlich und luden mich oft zum Essen ein.
    Sie hatten viele Freunde/Familie und der Mann (Mohammed oder Mohammad [wer hätte es gedacht^^]) konnte auch etwas Englisch.
    Im Sommer 2016 feierte ein Freund von Mohammed sogar seinen Geburtstag in meinem Partyraum.
    Seine Familie war da, es wurde viel geredet, auch etwas getrunken und es gab tonenweise Essen.
    Da lernte ich auch "Zack" kennen, ein Freund der Familie, der in der Nähe wohnte und ziemlich gut Englisch sprechen- und auch schreiben konnte.
    Außerdem hat eine Tochter der Familie (11) perfektes Deutsch gesprochen - das fand ich sehr rührend außerdem konnte ich mich über sie besser mit den anderen unterhalten.
    Auf meine Frage, ob sie in Deutsch in der Schule besser als viele Deutsche wäre, antwortete sie mit JA
    Anfang Oktober hatte Mohammed sogar ein eigenes Auto was er wohl von einem Türken abgekauft hat - keine Ahnung mit welchem Geld (dazu später).


    23.11.2016 - Hausdurchsuchung:
    In meinem Studententrott schlief ich um 9 Uhr noch, als mir mein Mitbewohner sagte es stünden mehrere Polizisten im Hof.
    Ich zog mich an und stürmte in den Hof nur um 10(!) Polizeibeamte zu sehen, die - mit Kamera und Einweghandschuhen ausgerüstet, als wäre das hier ein Tatort, jede Ecke des Nebengebäudes fotografierten.
    Mit mir redeten sie nicht viel - es hieß nur Mohammed sei nicht gefährlich und würde bald wieder von der Wache entlassen.
    Ich erfuhr zu diesem Zeitpunkt noch nicht, warum sie da waren.
    Sie nahmen ihn kurz mit aufs Revier und gegen abend war er wieder zuhause - sein Handy und das seiner Frau wurden beschlagnahmt.
    Ich gab ihm kurz mein Handy zum Telefonieren, dann nahm er mich mit in sein Zimmer und zeigte mir den auf deutsch verfassten Durchsuchungsbefehl:
    Er hat wohl 4 gefälschte Führerscheine aus der Schweiz bestellt - u.a. einen für seine Frau - autsch!
    Diese wurden vom Zoll abgefangen und so kam es zur HD.

    Mal davon ausgegangen, dass diese Anschuldigungen wahr sind:
    Ich kann nicht wirklich nachvollziehen, warum er das getan hat.
    Ich wusste, dass er mal in der Schweiz war - er war viel unterwegs vor allem, seitdem er das Auto hatte.
    Außerdem hatte er einen internationalen Führerschein mit dem er hier wohl ein halbes Jahr lang fahren durfte bevor er einen deutschen Führerschein hätte machen müssen.
    Ich wusste auch, dass er mit einem Anwalt aus der nähe einen Prozess am Laufen hat, in dem es vermutlich um sein Aufenthaltsrecht geht (habe das nie richtig verstanden).
    Letztenendes frage ich mich:
    -Woher hatte er das Geld fürs Auto - zusammengelegt oder hatte er das noch übrig und nicht beim Amt angegeben?
    -Wird er wegen den gefälschten Führerscheinen abgeschoben werden?
    -Was passiert mit den drei anderen Personen, für die die Führerscheine waren?
    Ich war jedenfalls froh, dass es nur Führerscheine waren, denn ich gebe zu, dass mir die Medien den Kopf etwas verdreht haben was Syrer und Terroranschläge usw. angeht.


    Von Behörden Irrsinn (und WLAN Zugang):
    Durch diese Vermieterei habe ich einige interessante Dinge mit der VB erlebt von denen ich einige hier erwähnen möchte:
    -SAT Kabel sprich einen TV Anschluss muss jedes Mietobjekt haben, da man sich darüber informieren kann und es ja helfe, unsere Sprache zu lernen (Bildungsfernsehen !!!1einself).
    -Internet/WLAN hingegen steht diesen Menschen nicht zu und wir alle wissen doch: Die bösen Flüchtlinge haben nichts, aber gefühlt alle haben ein modernes Smartphone (ich bestätige das übrigens hiermit).

    Die WLAN Lösung:
    Ich habe Verträge gemacht (auf DE und EN) und den Flüchtlingen nach Unterschrift Zugang gegeben.
    Dazu sei gesagt, dass diese Vorgehensweise eine der risikoreicheren ist wenn es darum geht, Abmahnungen abzuwehren.
    Ich habe allerdings gehört, dass abmahnende Kanzleien schnell einknicken, wenn es a - darum geht, gegen Flüchtlinge zu ermitteln, und b - sie erstmal viele Dolmetscher organisieren müssen um überhaupt erst mit diesen Menschen reden zu können.
    Und bitte keine Hinweise auf VPN, Freifunk und co - ich weiß, dass das die Lösungen wären, die Abmahnungen komplett abhalten würden.
    Ich habe mich bewusst dazu entschieden, das so zu regeln (und der Zugang ist ohne Einschränkungen) das ist mein ehrenamtlicher Teil was die Flüchtlinge hier angeht und es hat mich auch total aufgeregt, dass die VB lieber dafür sorgt, dass in jedem Zimmer ein TV steht, statt mir monatlich 7(!) Euro fürs Internet zu zahlen.
    Scheint, als wäre sowas auch in Zukunft nicht geplant.
    Sollte dennoch eine Abmahnung hier landen oder sollte es zu einer Hausdurchsuchung hier kommen, wegen illegalen Aktivitäten im Netz seitens der Mieter, werde ich euch dies wissen lassen.


    -Der VB Mensch, der die Flüchtlinge den Wohnungen zuteilt konnte meistens nur kurzfristig sagen, ob jemand kommt bzw wer kommt.
    Teilweise wurde über Wochen gesagt, am nächsten Tag würden neue Mieter kommen, aber nichts ...

    -Wer aufmerksam gelesen hat wird bemerkt haben, dass wir 3 Räume vermietet haben und nur zwei Parteien hier wohnen.
    Der dritte Raum ist seit ~3 Monaten vermietet (wir bekommen Geld dafür) und steht leer.
    Die Frau, deren Namen auf dem Briefkasten steht und die nur 2x hier war ließ uns wissen, dass man den Raum nicht abschließen könne und es außerdem ein Mäuseproblem gäbe.
    Das Mäuseproblem, das sie übrigens selbst verursacht hat haben wir gelöst abschließen lässt sich der Raum ohne Probleme.
    Ich habe die VB mehrfach darauf hingewiesen, dass der Raum leer steht und es hat sich nichts geändert --> Gut dann kassieren wir halt weiterhin Steuergelder - für nichts.

    -Ein Staubsauger steht Flüchtlingen vom Amt leider nicht zu.
    Blöd, da zwei von drei Zimmern Holzböden haben.
    Also haben wir einen gestellt

    FAQ:
    Wie viel zahlt die VB euch?
    6 € pro Quadratmeter + Nebenkosten + sollte etwas kaputtgehen, zahlen die.

    Wie sind die Kündigungsfristen bei Mietverträgen mit der VB?
    Hier drei Monate - eigentlich ziemlich fair!

    Kann die VB jeden bei dir wohnen lassen oder kannst du das mit entscheiden?
    Wir haben denen gesagt wir möchten nur Frauen oder Familien und sie sollen die Zimmer nicht mit Menschen überfüllen.
    Ich hätte gesagt max 10 Personen insgesamt verteilt auf die 3 Zimmer und das wäre schon viel.
    Jedenfalls hat die VB sich bisher daran gehalten.

    Zahlt die VB pünktlich/regelmäßig?
    Die Miete: Ja
    Die Nebenkosten: Eher nicht - da sind die manchmal bis zu drei Monate im Verzug ...

    Was würdest du tun, gäbe es Ärger zwischen den Mietparteien?
    Kündigst du dann einfach den Vertrag?

    Nein wir können das der VB mitteilen und sie werden schnell dafür sorgen, dass die Problemverursacher eine andere Bleibe bekommen.
    Die VB hat mittlerweile einen großen Pool von angemieteten Objekten also sollte das einfach für die sein.

    Gab es sonst irgendwelche Probleme mit den Flüchtlingen?
    Eher nicht - auch keine erhöhte Lautstärke (davon hört man oft in den Medien).
    Ansonsten mussten wir ihnen halt zeigen, wie man richtig lüftet und andere Dinge dürften sie (die Eritreer) mittlerweile selbst gelernt haben z.B. dass gewaschene Wäsche nicht trocknen wird, wenn man sie im Regen(!) in den Hof stellt^^

    Wie ist deine Meinung zu Flüchtlingen jetzt nach der HD?
    Unverändert positiv.
    Wie gesagt ich war zunächst gegen das Vermieten [an Flüchtlinge], wurde über die Zeit aber immer positiver gestimmt.
    Gefälschte Führerscheine bestellen ist sicherlich nichts was man einfach so tut und ich werde sehen wie es mit Mohammed weitergeht.
    Sollte er abgeschoben werden ist das halt so - das hat er sich selbst verbockt - ist ja nicht so als wären wir beste Freunde - finde es nicht verkehrt, etwas Distanz zu wahren.
    Ansonsten habe ich nur gute Erfahrungen mit den Flüchtlingen hier gemacht.

    Haben die Flüchtlinge für die Hilfe in Hof- und Garten eine Entlohnung von dir bekommen?
    Nein - mit dem Albaner habe ich manchmal ein Bierchen getrunken.
    ... und warum auch?
    Zum einen weiß ich gar nicht, ob ich etwas geben durfte (wäre mir auch egal, aber darum geht es nicht) und zum anderen ist es sicherlich zumutbar, hier etwas zu helfen (Herbst, Blätter kehren).
    Ich habe ja niemanden dazu gezwungen und diese Leute haben sowieso den ganzen Tag nichts zu tun.

    Wohnst du auf einem Bauernhof?
    Ja ist quasi ein ehemaliger Bauernhof.

    Warum nennst du diese Menschen Flüchtlinge und nicht Asylanten?
    Meine schlaue Cousine hat mich damit einmal konfrontiert und meinte Asylanten sage man nicht, sondern Flüchtlinge oder Asylbewerber.
    Nach kurzem Googeln erführ ich, dass das wohl stimmte und mit dem Suffix "ant" zusammenhängt, da dieser negativ behaftet ist (ähnlich "Querulant)" also sage ich (political & grammatical correctness) nun nur noch Flüchtlinge.
    Ich halte von solchen Haarspaltereien grundsätzlich nicht viel - aber manche Leute brauchen das.

    Die Sternchen:
    *1
    Ich habe zwischen Flüchtlingen und "normale Menschen" unterschieden - das soll keine Diskriminierung darstellen sondern ich will damit nur sagen, dass die Ansprüche der VB für Flüchtlinge eben niedriger als für private Mieter.
    Sanitäre Anlagen usw usw sind hier allesamt in gutem Zustand - trotzdem wäre es schwer, andere Mieter für diese Räumlichkeiten zu finden.

    *2
    Ich kann euch auch nicht sagen warum ich anfangs strikt gegen das Vermieten an Flüchtlinge war.
    Ich stelle euch aber eine Gegenfrage:
    Würdet ihr die Nebengebäude eines großen Anwesens (den Hof teilt man sich) an die VB vermieten, wodurch ihr nie wisst, wer sich auf dem Gelände befindet bzw wer Zugang (Schlüssel) hat?

    *3
    Kann passieren, dass ich "meine Flüchtlinge" schreibe.
    Damit meine ich einfach die Personen, die hier wohnen und nein natürlich habe ich nicht von diesen Besitz ergriffen - ist eben einfach meine Art zu unterscheiden, ob ich gerade über genau diese Flüchtlinge rede oder eben allgemein über das Thema Flüchtlinge.

    Ich bin auf eure Erfahrungen und Fragen gespannt

    Nachtrag 01.12.2016 - der ehrenamtliche Mitarbeiter
    Abgesehen von den Personen, die hier den Deutschkurs auf die Beine gestellt haben, gibt es noch einen Rentner - nennen wir ihn Hans.
    Er fährt öfter Flüchtlinge von A nach B zu Kulturveranstaltungen oder holt sie aus Orten in der Nähe ab.
    Leider hat der Mann irgendeine Störung und kaut einem echt das Ohr ab - wenn man ihn nicht irgendwie abwimmelt kann er einen gut mehrere Stunden(!) volllabern.
    Wenn er mit dem Thema Flüchtlinge fertig ist schwankt er hemmungslos zu anderen Themen um über die er dann wieder unendlich lange reden kann.
    Das letzte mal hat er es tatsächlich geschafft von Flüchtlingen auf Fracking (ver-recking [haha hat er wirklich so gesagt]) zu kommen.
    Aus diesem Grund hat er bereits in mehreren öffentlichen Einrichtungen Hausverbot.
    Ich stelle mir manchmal vor wie es für mich wäre, würde ich seine Sprache nicht verstehen und er würde mir so viel erzählen bzw. wenn er als Fremder einfach so oft auftaucht.
    Aber vielleicht sehe ich das zu eng und eine gute Verständigung zwischen ihm und den Flüchtlingen (bei mir) ist tatsächlich möglich.
    Ich zu meinem Teil war am Überlegen, ob ich ihm auch irgendwann Hausverbot gebe, aber solange er nur selten hier ist soll mir das recht sein - oder ich rede erst mit ihm bevor ich diese drastische Maßnahme ergreife.

    Nachtrag 01.12.2016 - die syrische Dolmetscherin von der Hausdurchsuchung
    Bei der Hausdurchsuchung war eine dolmetscherin dabei - eine dickere Frau mitte 40, die ich nicht kannte.
    Als fast alle Polizisten wieder abgezogen waren redete ich kurz mit ihr und fragte sie, ob sie wüsste wer in dem leerstehenden Raum (siehe oben) wohne.
    Unsere Infos waren, dass da irgendeine Tochter von irgendwem, auch syrerin, reinkommen sollte.
    Die Dolmetscherin erzählte mir, die Frau sei 23 und hätte ein Kind.
    Ich fragte sie nochmals, warum die Frau nicht hier sei, obwohl sie hier gemeldet ist.
    Sie erklärte mir dann Dinge, die ich bereits gehört hatte (Mäuseproblem, Schloss des Raumes klemmt manchmal), aber das waren nicht die Hauptgründe.
    Sie erzählte mir, wie schlecht doch die Busanbindung hier im Kaff wäre (stimmt NICHT) und, dass die nächste Grundschule & Kindergarten so weit weg wären (stimmt NICHT, ca. 2 KM).
    Im Beisein der Polizisten, die auch den Kopf schüttelten versuchte ich, ihr zu erklären dass sie falsch liegt, aber sie schien es besser zu wissen.
    Die Polizisten und die Dolmetscherin verabschiedeten sich und verließen das Gelände.
    Geändert von coffeerhyder (10.01.17 um 00:57 Uhr) Grund: 2 kurze "Geschichten" nachgetragen

  2. #2
    Such da fuq Avatar von DandG
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    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    Würdet ihr die Nebengebäude eines großen Anwesens (den Hof teilt man sich) an die VB vermieten, wodurch ihr nie wisst, wer sich auf dem Gelände befindet bzw wer Zugang (Schlüssel) hat?
    Nein.
    Es müssen nicht mal "Flüchtlinge" sein, allgemein würde ich nicht die Katze im Sack haben wollen.
    Ich selbst hätte eher das Problem, sich mit denen zu verständigen, da (wie schon im obrigen Text) Deutsch/Englisch kentnisse oft überhaupt nicht vorhanden sind.
    Zudem kann die Mentalität zum problem werden (Frauen werden unterdrückt, misshandelt etc.) Was bei denen "normal" ist.
    Das wäre alles Stress, da hätte ich lieber leere Räume bzw. Würde die privat als kleine Lager/Abstellkammer vermieten, sofern es baulich möglich ist.
    Für diesen Beitrag bedanken sich Oyabun, coffeerhyder

  3. #3
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    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    In welchem Land ist denn die Misshandlung von Frauen "normal"?

  4. #4
    Bot #0384479 Avatar von BurnerR
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    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    Sehr interessante Einblicke in deutsche Bürokratie und schön, was positives zu lesen.
    Ich würde auch nicht die Katze im Sack haben wollen. Wohnungen im niedrigen Preissektor sind immer gefährdet Probleme zu machen - das ist mMn eher was für größere Hausverwaltungen, wo Anwälte und Räumungsklagen o.ä. professionell eingepreist sind und abgehandelt werden.

    Kann mir gut vorstellen, dass die VB inoffiziell die eher unproblematischen Flüchtlinge (allgemeiner Eindruck; Familien und Frauen; Menschen die eine 11 jährige Deutsch Muttersprachlerin in der Verwandtschaft haben...) auf Privatvermieter loslässt.
    Für diesen Beitrag bedankt sich coffeerhyder

  5. #5
    Mitglied Avatar von phre4k
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    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    Dachte, es käme irgendein Nazischeiß. Danke für den Erfahrungsbericht. Zu deinen Fragen kann ich nicht viel sagen - gibt es da niemand Verantwortlichen, den man fragen könnte?

    Der Zoll ist ja der Meinung, der Kerl sei nicht gefährlich. Vielleicht jugendlicher Leichtsinn? Vielleicht hat er einfach nicht damit gerechnet, von deutscher Gründlichkeit überführt zu werden?
    Für diesen Beitrag bedanken sich coffeerhyder, GenomInc
    *mit Linux wäre das natürlich nicht passiert™
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  6. #6
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    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    Zitat Zitat von coffeerhyder Beitrag anzeigen
    Ich hoffe, dass dieser Thread nicht wie der "Flüchtlinge..." Thread, geschlossen werden wird.
    Schon nach der ersten Antwort

    Zitat Zitat von DandG Beitrag anzeigen
    Zudem kann die Mentalität zum problem werden (Frauen werden unterdrückt, misshandelt etc.) Was bei denen "normal" ist.
    befürchte ich, dass ja.
    Für diesen Beitrag bedanken sich coffeerhyder, DandG
    Sagen sie später nicht, sie hätten von nichts gewusst.

  7. #7

    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    Ich glaube, es ist nie einfach wenn andere Kulturen und Menschen(!) auf einen zukommen, sich selbst darauf einzustellen und einzulassen.

    Genau wie in jedem Deutschen ein Arschloch schlummert, kann das bei einer anderen auch Nationalität sein. Aber es gibt überall auch verdammte anständige Menschen. Jeder Mensch ist doch verschieden.
    Gibt es nicht diese neue Serie "die Hoffmans" die sich "einen Flüchtling ins Haus holen" und alle Hand mitmachen müssen?

    Der Thread könnte außerdem fast schon ins Zwischenmenschliche, hier ist so viel Herzleiden und schöne Momente. Aber klar, warum soll es diese nicht geben?

    Aber man darf auch hierbei nicht vergessen, die Menschen müssen überleben - wie wir es auch wollen. Sie willkommen zu heißen finde ich generell gut, und es stört mich auch nicht, wobei ich natürlich dazu sagen muß, außer das ich mal ein paar solcher Menschen sehe, weiß ich nichts über deren Kultur, Fertigkeiten oder Bildungsstand und auch nicht ob sie menschliche Schweine sind oder was auch immer, aber das weiß man bei einem anderen Deutschen auch nicht. Und aus dem Klo trinken tut auch in der Regel wohl niemand....

    Daher ist es immer schwer zu sagen, da passt mir einer, der nicht und wenn nicht, warum?

    Das es natürlich auch positive Beispiele gibt, ist in der Tat schön zu lesen. Oftmals sind diese Fremden irgendwelche ungewaschenen Poltergeister, die nur Grütze im Kopf haben und nicht wissen wie man sich verhällt und auch sonst auf die anderen Menschen scheißen. Aber dem ist bestimmt nicht so, es sind schließlich menschliche Wesen, die auch nur so wie wir sind. Nur vielleicht mit dem Staat oder der Justiz im Nacken, weil eben alles nicht nur geschenkt wird oder man immer nur auf Nächstenliebe stößt wenn man als "Flüchtling" deklariert ist und wird.

    Ich geb mal für mich zu, mir fällt es schon ein wenig schwer mich mit diesen Menschen zu beschäftigen - aber ich wechsele auch nicht auf der Straße mit anderen Deutschen ein Wort, so fern ich nicht gefragt werde oder es einen Anlass gibt - man hat gelernt sich zu akzeptieren so fern der andere einem nichts tut - genau die gleiche Denke und dieses Akzeptieren muß man auch auf die Flüchtlinge anwenden, außerdem hat ja niemand auf die Stirn tätowiert "ich bin ein Flüchtling".
    Aber die anderen Erscheinungsbilder "halt", fällt mir immer wieder auf, weil ich es nicht "gewohnt" bin, oder wenn ich in der Fremde bin und man keine Zuordnung hat.

    Naja, wollte ich nur mal loswerden, ohne viel in die Thematik zu geben, etwas in die Seele/Gefühlswelt blicken lassen.
    Für diesen Beitrag bedanken sich coffeerhyder, Dieter85
    Gruß theSplit
    @ I might be sober. The good things... the bad things... all I ever know is here! @
    +++ thunderNote +++ Thom's Inventarverwaltung +++ Pi-Thread +++ IT-Talents Code Competitions +++ NGB-Statistik Opt-Out/Anonymisierung +++ Stonerhead +++ Add-on Flag Cookies +++ Google Image Directlinks +++ dwrox.net

  8. #8
    N.A.C.J.A.C. Avatar von alter_Bekannter
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    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    @DandG:

    Das ist nicht so schlimm wie es in den Medien rüberkommt, berichtet wird halt zu 100% über alles negative, die restlichen über 90% für die interessiert sich halt keine Sau.

    @keinbenutzername:
    Willst du wirklich Beispiele?

    Saudi Arabien geht bei Vergewaltigungen streng nach dem alten Testement vor, kommt immer mal wieder in den Nachrichten wenns Touristen passiert. Ich nehme Flüchtline in Schutz und sage trotzdem sowas weil halt echt viele hier sind weil sie die Regelungen der Länder aus denen sie kommen aus solchen Gründen gar nicht mal so toll finden. Daher kein Widerspruch.

    In Nazi Deutschland waren auch nicht alle fürs vergasen von Juden, Behinderten und Homosexuellen. Beschissene politische Situation heisst nicht das alle Leute von da Scheisse sind.
    Für diesen Beitrag bedanken sich coffeerhyder, DandG
    Wichtig: Warum die Installation von Win XP ein Linuxproblem ist.

    Autos töten keine Menschen, sie beschützen sie, vor Menschen mit kleineren Autos.

  9. #9
    Bot #0384479 Avatar von BurnerR
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    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    Der Zoll ist ja der Meinung, der Kerl sei nicht gefährlich. Vielleicht jugendlicher Leichtsinn? Vielleicht hat er einfach nicht damit gerechnet, von deutscher Gründlichkeit überführt zu werden?
    Gefährlich @ von P&G Dynamik gekapert zu werden.
    Aber mein erster Gedanke war, dass es eine andere Mentalität ist, offizielle Papiere fälschen: Undenkbar für den typischen Deutschen. Anderswo ist es ganz normal, Beamte zu bestechen.
    Macht die Sache nicht weniger kriminell, aber da steckt eben was anderes dahinter - weniger, eben.
    Für diesen Beitrag bedankt sich phre4k

  10. #10
    Such da fuq Avatar von DandG
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    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    @NoName1954: Danke für das ausdrücken der Inkompetenz.

    @alter_Bekannter: Ich weiß, ich hatte damals sehr viel mit Flüchtlinge zu tun gehabt, viel positives, leider gibt es halt überall Ausnahmen.
    Interessanter find ich, wie der Staat mit denen umgeht.
    Soviel dazu: Es ist Ware mit der man Geld verliert, sparen wir es eben kaputt.

  11. #11
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    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    Zitat Zitat von coffeerhyder Beitrag anzeigen
    Haben die Flüchtlinge für die Hilfe in Hof- und Garten eine Entlohnung von dir bekommen?
    Nein - mit dem Albaner habe ich manchmal ein Bierchen getrunken.
    ... und warum auch?
    Zum einen weiß ich gar nicht, ob ich etwas geben durfte (wäre mir auch egal, aber darum geht es nicht) und zum anderen ist es sicherlich zumutbar, hier etwas zu helfen (Herbst, Blätter kehren).
    Ich habe ja niemanden dazu gezwungen und diese Leute haben sowieso den ganzen Tag nichts zu tun.
    Warum nicht? Von einer möglichen Strafbarkeit vielleicht mal abgesehen.
    Du kriegst Miete und sonstige Kosten bezahlt, es liegt dir also niemand auf der Tasche, der dir dadurch eine Gefälligkeit schuldet. Ganz im Gegenteil sogar.
    Ein Bierchen trinken o.ä. wäre aber auch ok, frei nach dem Motto: "Eine Hand wäscht die andere."

    Würdet ihr die Nebengebäude eines großen Anwesens (den Hof teilt man sich) an die VB vermieten, wodurch ihr nie wisst, wer sich auf dem Gelände befindet bzw wer Zugang (Schlüssel) hat?
    Warum nicht? Und wieso weißt du das nicht? Du hast doch Augen im Kopf und sieht, wer dort ist. Evtl. würde ja eine Regelung für (scheinbare) Beruhigung sorgen, wenn Neuankömmlinge namentlich bekannt gegeben werden.
    Ansonsten kann man allen Menschen nur vor den Kopf schauen, das gilt auch für "normale" Mieter.

    Zitat Zitat von BurnerR Beitrag anzeigen
    Aber mein erster Gedanke war, dass es eine andere Mentalität ist, offizielle Papiere fälschen: Undenkbar für den typischen Deutschen. Anderswo ist es ganz normal, Beamte zu bestechen.
    Du hast die Ironie-Tags vergessen.

  12. #12
    Slayer
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    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    @coffeerhyder:

    Würdet ihr die Nebengebäude eines großen Anwesens (den Hof teilt man sich) an die VB vermieten, wodurch ihr nie wisst, wer sich auf dem Gelände befindet bzw wer Zugang (Schlüssel) hat?
    Nein. Zahlungsmoral vom Fiskus ist nicht gerade vorbildlich.

  13. #13
    Hat sich hochgeschlafen-

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    Avatar von Chegwidden
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    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    Erst mal Danke für den tollen Opener

    Ich möchte über unsere Erfahrungen auch mal berichten.

    Aber zuerst: wir (unsere Familie) unterscheiden zwischen Kriegs- und Verfolgungsflüchtlingen, Armutsflüchtlingen und Menschen, die nach den
    Regeln der Arbeitnehmerfreizügigkeit nach Deutschland, in diesem Fall Dortmund, kommen. Meist werden nämlich alle in einem Topf gesteckt.

    Aufgrund der Anonymität kann ich jetzt nicht alles detailliert beschreiben.

    Wir waren bis vor einem Jahr in einer ziemlichen Streßsituation, besaßen aber 3 Wohnungen. Zwei mal Eigentum, einmal Mieter.
    Unsere, von uns noch teilweise bewohnte, Mietwohnung war zum Zeitpunkt X gekündigt bei der Wohnungsgesellschaft.
    Diese Wohnung war knapp 100 qm² groß und mit nahezu neuen, teuren Böden und diversen Einbauten versehen.

    Eine Eigentumswohnung war in Sanierung und Umbau, dort sind wir dann auch eingezogen.
    Die andere Eigentumswohnung, ca 90 qm² wurde frei und war mit recht guten Möbeln und Einbauküche eingerichtet.

    Unsere Stadt Dortmund als Behörde sucht/e zwingend Wohnraum für Flüchtlingsfamilien.
    Es wurde auf der Homepage auch ein Kaltmietpreis und ein Nebenkostenpreis angegeben.
    Und es wurde angegeben, dass man auch wählen könne, wen in etwa man in dieser Wohnung als Bewohner haben möchte.
    Und dass die Stadt selber als Ansprechpartner und Bezahler fungiert.
    (Die Angaben über Preis und Wahl der Bewohner sind mittlerweile rausgenommen worden. Keine Ahnung, was da abging)

    Zur Mietwohnung: die Wohnungsgesellschaft hat, wie andere große Gesellschaften auch, eine Abmachung, dass sie xy viele Wohnungen für
    Flüchtlinge an die Stadt zur Verfügung stellt. Bei der Vorabnahme war fast klar, dass unsere Wohnung an Syrer geht.
    Wir haben gesagt, dass wir dementsprechend die neuen Böden und andere gute Dinge incl. Einbauküche unentgeltlich überlassen würden.
    Denkste. Alles rausreißen. Die Stadt kauft ja Neues!
    (Wir haben fleißige Arbeitnehmer im Zuge der Arbeitnehmerfreizügkeit gefunden, die das nahezu gratis für uns erledigten und sich über das Inventar freuten)
    Im Nachhinein haben wir von den ehemaligen Nachbarn erfahren, dass in die nackte Wohnung Leute eingezogen sind und alles selbst erledigen mussten,
    die Miete aber exorbitant stieg. Soviel zur Ausnutzung von Menschen in Not.

    Zur Eigentumswohnung: wir hätten die Wohnung gerne für einige Jahre (irgend-) einer kriegsgeschüttelten, syrischen Familie mit Kindern zur Verfügung gestellt.
    Der Gewinn, besser: der Verlust hätte bei ca. minus 50 Euro im Monat gelegen, zusätzlich zu dem Verwaltungsaufwand. Hätten wir verkraften können und wollen.
    Den Nachbarn in der Anlage hätte das zwar weniger, naja, gar nicht geschmeckt, aber da sind wir schmerzfrei.

    Aber auch in diesem Fall die Anweisung: alles raus und komplett leer machen. Und zwar ohne eine vorherige Besichtigung!
    Warum sollten wir eine scheiß-teure und gute Miele-Einbauküche mit alles und perfekte, gute, moderne Markenmöbel entsorgen?
    Wir haben das als absolute Dekadenz der Stadt empfunden. Außen Hui und innen Pfui wie schon Oma Käthe zu sagen pflegte....

    Ergo: einen Teil der Einrichtung und des Hausstandes haben sich Freunde und Bekannte greifen können, alles andere haben die Familienväter,
    die im Zuge der Arbeitnehmerfreizügigkeit hier leben, nehmen können. Gegen kleinere Hilfstätigkeiten bei Abreißen der Tapeten und des Bodens.
    Und natürlich angemeldet und versichert Die haben sich gefreut wie Bolle.
    Dann kam die Wohnung in den Verkauf.

    Wir sind keine Gutmenschen im Sinne dieser Unsäglichkeit des Wortes. Aber in dem Alter, in dem unsere Großeltern uns noch *vom Krieg*
    und der Zeit danach erzählt haben. Für uns wäre Hilfe recht einfach und bequem gewesen, aber irgendwie hat die Erlaubnis der Stadt Dortmund
    gerade mal für Anziehsachen, Decken, kleineren Hausstand und ähnliches gereicht. Da läuft was definitv verkehrt.
    Profitieren tun eigentlich fast nur die Wohnungsgesellschaften, die sich am Nixtun und Kassieren gesundstoßen.

    Eine kleine Anekdote -wenn man das so nennen kann- aus gesicherter Quelle:
    als vor einem Jahr die Stadt dringendst in der Presse nach Unterkünften, Wohnraum und Zimmern suchte, rief ein Mann dort an und sagte, er habe noch einen
    Platz auf seiner Schlafcouch frei und auch schon zwei Fächer in seinem Schrank freigeräumt. Er hätte gerne eine Flüchtlingsfrau zwischen 30 und 40 Jahren.
    Kann man ja versuchen
    Man lässt Menschen nicht absichtlich ertrinken!
    Egal ob kriegsgeflüchtet, armutsgeflüchtet oder Folteropfer!
    Regelt das endlich ordentlich!
    Man lässt Menschen nicht absichtlich ersaufen!

  14. #14
    Bot #0384479 Avatar von BurnerR
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    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    Geil... da kann man sich ja ausmalen wie das erst gegenüber den Flüchtlingen ablaufen muss...
    regelmäßige abfucker über Deutschland garantiert.. und in 5-10 Jahren heißt es dann 'wieso habt ihr euch nicht besser in unser tolles Deutschland integriert?'

  15. #15
    Ärgert gerne BoerseTOMods

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    Lightbulb Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    Wow das sind ne menge Antworten.
    Ich versuche einfach mal, auf alles zu antworten und einige wenige Dinge richtigzustellen, die falsch interpretiert wurden.

    Ich werde meinen Startpost und das FAQ auch aktualisieren und zwar so, dass man leicht sehen kann, was neu ist

    Zitat Zitat von DandG Beitrag anzeigen
    Es müssen nicht mal "Flüchtlinge" sein, allgemein würde ich nicht die Katze im Sack haben wollen.
    Ich selbst hätte eher das Problem, sich mit denen zu verständigen, da (wie schon im obrigen Text) Deutsch/Englisch kentnisse oft überhaupt nicht vorhanden sind.
    Das ist gut ausgedrückt - so hätte ich es auch formulieren sollen.
    Zitat Zitat von DandG Beitrag anzeigen
    Zudem kann die Mentalität zum problem werden (Frauen werden unterdrückt, misshandelt etc.) Was bei denen "normal" ist.
    Gut, dass ich das hier vermutlich mitbekommen- und nicht zulassen würde - mir egal warum jemand sowas macht, aber sicherlich nicht in unseren Räumlichkeiten und mit meinem Wissen!
    Zitat Zitat von DandG Beitrag anzeigen
    Das wäre alles Stress, da hätte ich lieber leere Räume bzw. Würde die privat als kleine Lager/Abstellkammer vermieten, sofern es baulich möglich ist.
    Wie gesagt ich war wirklich komplett gegen das Vermieten, aber es ist tatsächlich okay und wir können das Geld wirklich gut gebrauchen.
    Als Abstellkammer wären die Räumlichkeiten zu schade und das würde auch nicht so viel Geld einbringen.
    Das einzige was mir noch immer Sorgen macht ist, dass das Ding abfackelt.
    Die Syrer rauchen im Zimmer trotz Verbotsschilder (aber ich glaube das Rauchen [im Zimmer] darf man nicht verbieten), auch Shisha.
    Die Eritreer haben viele große Vorhänge im Zimmer hängen und stehen total auf Teelichter --> Üble Kombination!

    Zitat Zitat von BurnerR Beitrag anzeigen
    Wohnungen im niedrigen Preissektor sind immer gefährdet Probleme zu machen - das ist mMn eher was für größere Hausverwaltungen, wo Anwälte und Räumungsklagen o.ä. professionell eingepreist sind und abgehandelt werden.
    Wenn du in nem Kaff lebst bzw. die VB dir so gute Verträge gibt wie uns sollte das kein Problem darstellen.
    Zitat Zitat von BurnerR Beitrag anzeigen
    Kann mir gut vorstellen, dass die VB inoffiziell die eher unproblematischen Flüchtlinge (allgemeiner Eindruck; Familien und Frauen; Menschen die eine 11 jährige Deutsch Muttersprachlerin in der Verwandtschaft haben...) auf Privatvermieter loslässt.
    Wir haben der VB gesagt, wir wollen nur Familien, Frauen oder einzelne Männer.
    Was wir nicht wollten waren mehrere Männer in einem Zimmer, aber ich glaube das machen die hier in der Umgebung eh nicht (siehe Geschichte Eritreer, die getrennt wurden) es sei denn die Personen wollen zusammen leben.
    Ich werde diesen unkt im FAQ ergänzen - trotzdem erklärt das nicht die positiven Dinge, die ich erlebt habe, denn die VB:
    -weiß nicht, mit wem die Flüchtlinge hier befreundet sind oder wer noch zur Familie gehört
    -hat keine Ahnung wie viel Geld die evtl. zurückgelegt haben
    -hat auch sonst wenig Ahnung wie sich diese Menschen benehmen

    Das sieht man ja auch an der Geschichte mit den gefälschten Führerscheinen.
    Ich nehme das ganz ruhig auf, aber für manche Leute ist sowas bereits genug Zündstoff um gegen Flüchtlinge zu hetzen.

    Jedenfalls will ich damit sagen - klar haben wir der VB gesagt wir machen das nur, wenn sie unsere Räumlichkeiten nicht mit Menschen überfüllen (ich würde max 10 insgesamt auf die 3 Zimmer verteilen).

    Zitat Zitat von phre4k Beitrag anzeigen
    Dachte, es käme irgendein Nazischeiß. Danke für den Erfahrungsbericht. Zu deinen Fragen kann ich nicht viel sagen - gibt es da niemand Verantwortlichen, den man fragen könnte?
    Gerne
    Die meisten Fragen müsste ich den Flüchtlingen direkt stellen bzw gehen mich theoretisch nichts an (z.B. Finanzen von denen).
    Die VB hat genug Arbeit mit en Flüchtlingen da will ich die nicht mit Fragen nerven.
    Zitat Zitat von phre4k Beitrag anzeigen
    Der Zoll ist ja der Meinung, der Kerl sei nicht gefährlich. Vielleicht jugendlicher Leichtsinn? Vielleicht hat er einfach nicht damit gerechnet, von deutscher Gründlichkeit überführt zu werden?
    Also der Zoll hat das Paket abgefangen, aber die Polizei durfte nach einiger Recherche das mit der Gefährlichkeit eingeschätzt haben.
    Mit der deutschen Gründlichkeit gebe ich dir recht, aber jugendlicher Leichtsinn mit 30?

    Zitat Zitat von alter_Bekannter Beitrag anzeigen
    @DandG:

    Das ist nicht so schlimm wie es in den Medien rüberkommt, berichtet wird halt zu 100% über alles negative, die restlichen über 90% für die interessiert sich halt keine Sau.
    Dem widerspreche ich.
    Sicherlich wird viel Negatives berichtet, aber es gibt ebensoviele "geschönte" Beiträge, die suggerieren, alle Flüchtlinge seien die liebsten Menschen der Welt und die nur von den positiven Erfahrungen berichten.
    Ich jedenfalls kenne keine Dokumentation, die beide Seiten ausgewogen beleuchtet.

    Zitat Zitat von BurnerR Beitrag anzeigen
    [...]Aber mein erster Gedanke war, dass es eine andere Mentalität ist, offizielle Papiere fälschen: Undenkbar für den typischen Deutschen. Anderswo ist es ganz normal, Beamte zu bestechen.
    Macht die Sache nicht weniger kriminell, aber da steckt eben was anderes dahinter - weniger, eben.
    Ich kann nur hoffen, dass eben nicht mehr dahinter steckt.
    Aber egal was, die Polizei wird Mohammed nun sicherlich genauer durchleuchten.
    Das ist natürlich doppelt doof für ihn, wenn man bedenkt, dass drei der vier Führerscheine nur für Freunde/Familie waren und einer für seine Frau.
    Er ist außerdem noch immer fleißig am online shoppen (meistens Klamotten) in Shops, die wir vermutlich nichteinmal kennen.

    Zitat Zitat von bevoller Beitrag anzeigen
    Warum nicht? Von einer möglichen Strafbarkeit vielleicht mal abgesehen.
    Du kriegst Miete und sonstige Kosten bezahlt, es liegt dir also niemand auf der Tasche, der dir dadurch eine Gefälligkeit schuldet. Ganz im Gegenteil sogar.
    Ein Bierchen trinken o.ä. wäre aber auch ok, frei nach dem Motto: "Eine Hand wäscht die andere."
    Also wenn ich gezielt an etwas am Haus/Garten arbeiten würde, würde ich ggf. auch dafür zahlen, aaber bei dem was z.B. der nette Albaner gemacht hat wäre das Quatsch:
    Wir haben einen Garten um den sich kaum gekümmert wird - er hatte lust auf Gärtnern und ein eigenes Beet und damit froh, sein Hobby hier einfach so ausführen zu können.
    Ich gebe doch niemandem Geld dafür, dass er bei mir im Garten kostenlos ein Beet hat samt Gartenwerkzeug usw usw.
    Dass er sich neben dem Beet auch noch hervorragend um den Rest des Gartens gekümmert hat, freute uns sehr und da jetzt noch Geld mit ins Spiel zu bringen halte ich auch für unnötig.
    Auf der anderen Seite, wäre er jetzt noch hier würden wir ihm evtl etwas geben ich kanns nicht sagen.
    Es war ein netter Mensch und wir hatten sogar versucht, ihm einen Job in einer Baumschule zu beschaffen, aber das klappte nicht eben u.a. weil er hier nicht arbeiten durfte.

    Zitat Zitat von bevoller Beitrag anzeigen
    Warum nicht? Und wieso weißt du das nicht? Du hast doch Augen im Kopf und sieht, wer dort ist. Evtl. würde ja eine Regelung für (scheinbare) Beruhigung sorgen, wenn Neuankömmlinge namentlich bekannt gegeben werden.
    1. Die haben oft Freunde da - da können auch mal über 10 Personen da sein, die ich nicht kenne da führe ich sicherlich keine Kontrollen o.ä. ein abgesehen davon, dass das kaum möglich ist.
    2. Die Frau, die jetzt angeblich seit 3 Monaten in dem einen Zimmer wohnt hat z.B. auch Zugang - die habe ich insgesamt nur 2x gesehen.
    Woher soll ich denn wissen, wen sie noch kennt und wem sie evtl. noch Zugang (Schlüssel) zum Hof und besagtem Zimmer gibt.
    3. In der Regel bekommen wir von der Verbandsgemeinde zumindest nen Anruf, wenn sich was ändert und die Namen an den Briefkästen für die Mieter ändern sich eben.
    Bisher hatten/haben wir nur 3 verschiedene Parteien also fehlt mir hier noch die Langzeiterfahrung um zu sagen, wie zuverlässig die VB das kommuniziert.
    Zitat Zitat von bevoller Beitrag anzeigen
    Ansonsten kann man allen Menschen nur vor den Kopf schauen, das gilt auch für "normale" Mieter.


    Du hast die Ironie-Tags vergessen.
    Ich habe oft genug Anführungszeichen verwendet um deutlich zu zeigen, dass mein Post eben keinerlei Fremdenfeindlichkeit beinhaltet.
    Das sollte ohne Ironie-Tags verständlich sein
    Politische Diskussionen wird es meinerseits nicht geben und alles was in die Richtung geht werde ich in meinen Antworten konsequent vermeiden.

    Zitat Zitat von U.S.C.H. Beitrag anzeigen
    @coffeerhyder:
    Nein. Zahlungsmoral vom Fiskus ist nicht gerade vorbildlich.
    Plumpe Aussage, die auch nicht wirklich stimmt - keine Ahnung wo du den Gedankengang her hast.
    Die VB zahlt hier 1x Miete und 1x Nebenkosten.
    Die Miete wurde bisher immer pünktlich bezahlt - die Nebenkosten allerdings oft mit einem Verzug von mehreren Monaten.
    (Im FAQ ergänzt)

    Zitat Zitat von Chegwidden Beitrag anzeigen
    Erst mal Danke für den tollen Opener
    Danke auch fürs Teilen deiner Erfahrungen.
    Zitat Zitat von Chegwidden Beitrag anzeigen
    [...]Wir haben gesagt, dass wir dementsprechend die neuen Böden und andere gute Dinge incl. Einbauküche unentgeltlich überlassen würden.
    Denkste. Alles rausreißen. Die Stadt kauft ja Neues!
    (Wir haben fleißige Arbeitnehmer im Zuge der Arbeitnehmerfreizügkeit gefunden, die das nahezu gratis für uns erledigten und sich über das Inventar freuten)
    Im Nachhinein haben wir von den ehemaligen Nachbarn erfahren, dass in die nackte Wohnung Leute eingezogen sind und alles selbst erledigen mussten,
    die Miete aber exorbitant stieg. Soviel zur Ausnutzung von Menschen in Not.
    Das ist schon ein starkes Stück!
    Dazu 2 Fragen:
    1. Hat die Stadt dieses Vorgehen irgendwie begründet?
    2. Die Miete stieg... aber die zahlt doch die Stadt?!
    Oder zahlen das die Flüchtlinge selbst?
    Wäre ja denkbar - manche Flüchtlinge kommen mit Eigenkapital her.
    In jedem Fall ist die Mieterhöhung eine Frechheit - davon ausgegangen, dass klar war, dass da Bedürftige drinnen wohnen werden.

    Bei uns waren bereits viele Möbel, mehrere Couches und genug Betten vorhanden.
    Die VB hat uns dafür sogar teilweise Geld gegeben und hat diese Dinge so benutzt, wie sie drinnen waren - finde ich eigentlich gut.
    Ansonsten wurden ein paar Dinge von der VB hergeschafft wie z.B. ein Kinderbett.
    In jedem Zimmer ist außerdem ein TV und Receiver (meine Meinung dazu siehe Eingangspost) - alles alte Röhren TVs und Receiver also zumindest wurde hierfür nicht unnötig viel Kohle verbrannt.
    Viele dieser Dinge kommen aus dem nahe gelegenen Sozialkaufhaus also müssen keine unnötig hohen Summen von der VB dafür gezahlt werden.
    Auch ich bringe regelmäßig Dinge zum Sozialkaufhaus (dafur bekommt man kein Geld), was diese dann sortiert und für faire Preise verkauft.
    Im Sozialkaufhaus kann übrigens jeder einkaufen - auch Nicht-Bedürftige - ist manchmal ganz interessant

    Zitat Zitat von Chegwidden Beitrag anzeigen
    Zur Eigentumswohnung:[...]Dann kam die Wohnung in den Verkauf.
    Hättet ihr die ansonsten behalten?
    Zitat Zitat von Chegwidden Beitrag anzeigen
    als vor einem Jahr die Stadt dringendst in der Presse nach Unterkünften, Wohnraum und Zimmern suchte, rief ein Mann dort an und sagte, er habe noch einen
    Platz auf seiner Schlafcouch frei und auch schon zwei Fächer in seinem Schrank freigeräumt. Er hätte gerne eine Flüchtlingsfrau zwischen 30 und 40 Jahren.
    Kann man ja versuchen
    Geiler Typ
    Es gibt tatsächlich Menschen, die ihre eigenen Räumlichkeiten mit Flüchtlingen teilen - hab das mal irgendwo im TV gesehen.
    Würde ich nicht machen.

    Zitat Zitat von BurnerR Beitrag anzeigen
    Geil... da kann man sich ja ausmalen wie das erst gegenüber den Flüchtlingen ablaufen muss...
    regelmäßige abfucker über Deutschland garantiert.. und in 5-10 Jahren heißt es dann 'wieso habt ihr euch nicht besser in unser tolles Deutschland integriert?'
    Ich verstehe den Post nicht ganz.
    Leider kann ich tatsächlich nur von wenigen Flüchtlingen behaupten, dass sie Fortschritte im Lernen unserer Sprache machen, was ich sehr schade finde.
    Auch in Anbetracht dessen, dass sich in unserem Kaff einige ehrenamtliche Helfer gefunden haben, die zumindest jeden Freitag für 4 Stunden einen Deutschkurs anbieten - auch nocheinmal extra für Kinder.
    Und das mal abgesehen von den offiziellen Angeboten von denen es meinen Wissens nach genügend in der Umgebung gibt.

    Ich wünsche euch nen schönen Sonntagabend
    Für diesen Beitrag bedanken sich BurnerR, DandG

  16. #16
    N.A.C.J.A.C. Avatar von alter_Bekannter
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    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    @coffeerhyder:
    SJW's nehme ich nicht ernst, hätte ich vielleicht extra erwähnen sollen. Muss ich mehr Krauftausdrücke einbauen um nicht denen zugeordent zu werden?

    Ok:

    Spoiler: 

    Was für ein verfluchte Scheisse. Das SJW movement geht mir auf den Sack mit ihrer scheiss privilege Pyramide die sie selber nicht mal für verkackte 5 Sekunden konsistent halten können.
    Erinnert ihr auch als Rassentrennung noch Rechts war? Pepperidge Farm erinnert sich.
    Geschieht Schweden recht das sie ordentlich auf die Fresse fliegen wenn sie Rötzgören ohne jeglichen Realitätsbezug Infrstrukturkritische Angelegenehiten regeln genge die Wand fahren lassen.

    Die Drecksplagen sollte man Abstammungsunabhängig nach Saudi Arabien abschieben damit wir hier freie Wohnungen für Leute haben die die Freiheiten die wir im Westen haben zu schätzen wissen. Dort können sie dann ihrem neuen Besitzer Ehemann unter Prügel ihre eigene Scheisse vom Schwanz lecken.
    Wie siehs eigentlich mit Erdogans Harem aus, glaubt ihr wir kkönnen dem Feminazis statt Geld geben? Wäre doch Win:Win:Win.
    Ich hoffe meine Position ist klarer geworden.
    Wichtig: Warum die Installation von Win XP ein Linuxproblem ist.

    Autos töten keine Menschen, sie beschützen sie, vor Menschen mit kleineren Autos.

  17. #17
    Slayer
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    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    Plumpe Aussage, die auch nicht wirklich stimmt - keine Ahnung wo du den Gedankengang her hast.
    Die VB zahlt hier 1x Miete und 1x Nebenkosten.
    Die Miete wurde bisher immer pünktlich bezahlt - die Nebenkosten allerdings oft mit einem Verzug von mehreren Monaten.
    (Im FAQ ergänzt)
    Der Gedankengang basiert auf meinen Erfahrungswerten mit Sozialwohnungen als Vermieter. Desweiteren bestätigst Du ja selber dass die Nebenkosten mit Verzug gezahlt werden aber okay, plumpe Aussage die nicht wirklich stimmt.

  18. #18
    Ärgert gerne BoerseTOMods

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    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    Zitat Zitat von alter_Bekannter Beitrag anzeigen
    @coffeerhyder:
    SJW's nehme ich nicht ernst, hätte ich vielleicht extra erwähnen sollen.[...]
    Ich hoffe meine Position ist klarer geworden.
    Entschuldige, hab da wohl etwas falsch verstanden - ja


    Zitat Zitat von U.S.C.H. Beitrag anzeigen
    Der Gedankengang basiert auf meinen Erfahrungswerten mit Sozialwohnungen als Vermieter.
    Das hättest du auch direkt dazuschreiben können.
    Zitat Zitat von U.S.C.H. Beitrag anzeigen
    Desweiteren bestätigst Du ja selber dass die Nebenkosten mit Verzug gezahlt werden aber okay, plumpe Aussage die nicht wirklich stimmt.
    Aus deinem Post konnte man nicht erkennen, was genau das Problem ist also ob im Verzug gezahlt, nicht regelmäßig gezahlt, oder gar nicht gezahlt wird.

    Die Zahlungssituation der VB hier finde ich okay auch wenn das mit den Nebenkosten nervt.
    Besser als von Ex-Mietern auf alles verklagt zu werden was die sich ausdenken und noch dazu kein Geld zu sehen - auch alles schon erlebt
    [Das war ein komplett anderes Haus, hat jetzt nichts weiter mit diesem Thread zu tun.]
    Ich will damit nur sagen die VB zahlt sicher, wir haben gute Verträge mit denen gemacht und das mit den Nebenkosten wird vielleicht irgendwann besser und wenn nicht können wir die Räume schnell wieder frei bekommen was mit privaten Mietern schwieriger wäre.

    Ich wünsche euch nen schönen Sonntagabend
    Geändert von coffeerhyder (27.11.16 um 19:31 Uhr) Grund: Nachtrag zu dem anderen Mietobjekt

  19. #19

    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    Ich entschuldige mich an dieser Stelle für meine Saloppe Umgangssprache geprägt von Fäkalwörtern. Aber mancher Zusammenhang wird dann leichter ersichtlich. Benutze ich in diesem Posting nicht.

    Ich kann nur etwas zur zwischenmenschlichen Seite sagen/fragen - wie auch im Post davor:

    Ich finds etwas mager dass es hier scheinbar erst einmal nur um "Wie holt man das meiste aus dem VB/den Flüchtlingen raus" im Ohr hat - und wie man keine Fehler macht. Auch wenn es menschliche Kontakte gibt, aber dazu gleich noch mehr.

    Nun gut, das wird auch relativ schnell widerlegt - aber hier geht es ja indirekt darum, das Menschen in, für uns, "abgefragten" Wohneinheiten unter kommen, da der Staat dafür sorgt das diese nur das nötigste haben und nicht ganz abgeschnitten sind. Ob und das es den Menschen gut geht - zum Beispiel dadurch das man sie mit den Strukturen ein wenig Vertraut macht - und auch mit den Menschen! - kommt hier leider nur wenig zur Sprache.

    Ich finde es schade, wenn dem TS/dir diese Menschen nicht irgendwie vorgestellt worden sind - so das man zumindest ein wenig daran anknüpfen kann, auch wenn sie selbst kein Englisch sprechen. Auch nicht jeder Deutsche spricht Englisch, jedenfalls die älteren unter uns vielleicht nicht.

    Da wäre eine Einführung in die Lebenswelt, von Anbeginn, doch schon von Vorteil - so wie das eben halt möglich ist, aber dafür gibt es Dolmetscher.

    Dass man damit nicht alles klären kann, ist mir auch klar - aber jeder bekäme dabei ein Gefühl wie der andere Mensch tickt. Und es würde helfen das "Zusammenleben" etwas zu organisieren. Es soll schließlich nicht nur auf ein blankes "VB zahlt die Miete pünktlich, ich bin Glücklich" herauslaufen - am besten ist da noch ein Verständnis zueinander.

    Und ich hab nicht so recht das Gefühl das es für die meisten hier um so etwas geht - sondern wie man schnell und einfach mit Flüchtlingen Geld machen kann, die menschliche Seite ausgenommen die geschildert wird - und damit möglichst das beste "rausholt" aus der Situation.

    Klar ist mir aber auch, mit Luft und (Nächsten)Liebe allein, kann man nicht leben. Und wenn man so etwas "aufs Auge gedrückt bekommt" - muß man sich damit arrangieren - ob es einem passt oder nicht. Und es hilft natürlich schon zu sagen und zu zeigen: "Es geht auch anders, das sind keine Höhlenmenschen!"

    Finde ich auch gut, aber auch gerade das "sich einbringen", "wertvoll sein (als Mensch)" - das im Garten helfen bzw. einen Garten für sich zu haben, sollte diesen Menschen ungemein dabei helfen, sich ein wenig Leben zurückzuerobern. Man darf schließlich nicht vergessen das viele "geflohen" sind und einige oder viele ziemlich viel mitgemacht haben. Ein Stück normales Leben und Routine ist da nicht schlecht. Einfach damit man sich fasst als Mensch.

    Was mich auch interessieren würde - in wie weit die "Nachversorgung" bei den neuen Mietern ist? Geht der VB auf die Menschen ein, werden Hilfen angeboten - wünsche lassen sich äußern, wird das soziale besprochen? Das würde mich brennend interessieren.
    Und wird vielleicht auch dem Vermieter erklärt wie er mit seinen neuen Mitmenschen umzugehen hat? Nicht jeder ist so ein "anständiger" oder "offener" Mensch um sich der neuen Situation mit fremden Kulturen bewußt zu werden und auch entsprechend zu handeln und aktiv zu sein, da gehe ich jedenfalls stark von aus.
    Es muß ein Kontext da sein bzw. hergestellt werden, dann kann man auch wieder andere Erwartungen stellen bzw. sich auf einer Ebene treffen. Und nicht vielleicht nur von Vermieter zu Mieter - sondern von Mensch zu Mensch.
    Für diesen Beitrag bedankt sich coffeerhyder
    Geändert von theSplit (27.11.16 um 21:04 Uhr)
    Gruß theSplit
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  20. #20
    Hat sich hochgeschlafen-

    Moderator

    Avatar von Chegwidden
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    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    @theSplit: Es ehrt Dich, dass Du Dir zwischenmenschliche Gedanken machst.

    Aber hier in Dortmund kamen über einen langen Zeitraum täglich hunderte Flüchtlinge an.
    Es gab nahezu keine Turnhalle mehr, die nicht annektiert wurde, Notunterkünfte und Traglufthallen wurden aus dem Boden gestampft.
    Dann kamen die Windpocken mit, für Zwischenmenschliches blieb und bleibt wenig Zeit.

    Vielleicht, wenn die -wie sagt man so schön- Lage sich beruhigt hat, können Behörden sich mit der Seele beschäftigen.
    Zur Zeit geht es fast überall erst mal nur um Unterbringung und Versorgung.
    Was für traumatisierte Kinder natürlich nicht so prickelnd ist.
    Für diesen Beitrag bedankt sich BurnerR
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  21. #21

    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    @Chegwidden:

    Ich dachte - weil auch nicht mehr Medienpräsent - dass sich die Lage beruhigt hat. Und die Leute jetzt so langsam wieder zu ihrem Nullpunkt finden.

    Wenn die Unterbringung natürlich immer noch so ein Problem ist, Hut ab - aber ändert ja nichts daran das man sich mit dem Menschen verständigen können soll, auf einem annehmbaren und für alle Parteien erbaulichem Level.

    Das es an Kräften mangelt generell, die Zweispraching sind, kann ich mir sogar vorstellen - aber das hat auch mit Integration zu tun - ich kann die Menschen nicht irgendwo "abstellen" und hoffen das daraus das Beste erblüht. Man muß Kommunikation schaffen bzw. Plattformen.
    Gruß theSplit
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  22. #22

    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    Guten Abend,

    Würde hier gerne auch mal meine Meinung zu dem Thema abgeben. Hat zwar nichts mit Miete o.ä. zu tun aber mit den Menschen.
    Vielleicht werden dadurch auch einige Fragen geklärt.

    Ich arbeite in einer Flüchtlingsunterkunft (Keine Erstaufnahme!!) mit ca 900 Flüchtlingen.
    Bevor ich dort angefangen habe, habe ich auch etwas anders über die Menschen dort gedacht. Nicht so das man alle abschieben muss etc.
    Ich denke ihr wisst was ich meine.

    Ich bin dort 12 Stunden. Im durchschnitt 240 Stunden im Monat. Meine Schicht geht von 18-6 Uhr.
    99% der Menschen dort sagen "Guten Abend" und ab 0 Uhr sogar "Guten Morgen", fragen wie es dir geht laden dich zum Tee oder zum Essen ein. Viele akzeptieren auch kein "Nein" aber das liegt wohl an der Mentalität.

    Nur mal so ein anfang. Ich weiß garnicht recht wie ich euch gerade leserlich meine Erfahrungen mitteilen soll also verzeiht bitte wenn es etwas wirr ist.
    Ein junger Mann kam vor ein paar Wochen zu mir und fragte ob ich ab und zu mal 10-15 Minuten Zeit hätte um mit ihm Deutsch zu sprechen weil er das gerne lernen möchte aber er hier keinen hätte mit dem er Deutsch sprechen kann.
    Er hat Abitur und auch studiert und geht hier Momentan zur Schule und lernt Deutsch.

    Ein anderer ist 4 Monate her und hat durch Youtube Deutsch gelernt. Ich konnte mich fast ohne Probleme komplett auf Deutsch unterhalten.
    Jetzt war ich letztens bei einem Iraker in seinem Zimmer und habe dort mit ihm einen Tee getrunken. Er hat mir seinen Weg hier her etwas beschrieben, soweit es mit dem bisschen Deutsch und Englisch möglich war.
    Darüer möchte ich ungern schreiben aber Gewalt & Gefängnis und Hundefutter reichen bestimmt als grobe Erklärung.
    Dieser Mann ist in der Unterkunft sehr beliebt, und auch die Sozialarbeiter bitten ihn oft um Hlfe zwecks übersetzen oder neuen Menschen ein wenig die Regeln etc zu erklären.

    Eines Abends fragte er mich warum die Polizei Leute mitnehmen die zB. jemanden geschlagen haben und diese Leute am nächsten Tag wieder frei rumlaufen dürfen. Das fände er nicht gut.

    Mit diesem Beispielen möchte ich einfach mal darstellen das nicht jeder Mensch bzw. Flüchtling gleich ist. Denke das war euch hier schon vorher bewusst, aber wenn ich bei Facebook zB. lese wie die Leute dort über Flüchtlinge reden platz mir der Kragen. Diese Leute bilden sich ihre Meinung bei der Bild Zeitung durch einen Artikel zB. über die Nacht in Köln.
    Und das finde ich nunmal nicht richtig. Sperrt mal 900 Deutsche aufeinander da gibt es bestimmt auch genug Vorfälle. Und dort sind ja nicht nur eine Nation untergebracht, sondern viele verschiedenen.

    Davon wie die Polizei mit diesen Menschen umgeht fange ich garnicht erst an. Man sollte nur mal nach denken wie es einem selber ergehen würde, wenn man im Ausland ist und Hilfe brauch, man nicht verstanden wird und von der Polizei die da ist um jemanden zu helfen weggestoßen wird und einem gedroht wird eine Nacht in der Zelle zu verbringen nur weil der nette Herr keine Lust hat sich seine Probleme anzuhören und im Regen zu stehen.

    Nur das Problem welches ich sehe ist folgendes: Da möchte jemand Hilfe von der Polizei zB. weil jemand ihn schlagen möchte. Die Polizei interessiert es nicht und diese fährt weg. Was passiert dann wohl eine Stunde später ca.?
    Genau die Polizei wird zu einer Schlägerei oder Messerstecherei gerufen. Aber brauch man sich darüber wundern wenn man keine Hilfe bekommt von der Behörde die dafür da ist? Und schon gibt es den nächsten Artikel über diese bösen Menschen, obwohl der "Schuldige" bzw der jenige der es verhindern konnte jemand anderes ist?

    Zitat Zitat von theSplit Beitrag anzeigen
    Was mich auch interessieren würde - in wie weit die "Nachversorgung" bei den neuen Mietern ist? Geht der VB auf die Menschen ein, werden Hilfen angeboten - wünsche lassen sich äußern, wird das soziale besprochen? Das würde mich brennend interessieren.
    Da kann ich dir mal etwas zu erzählen. Nicht zur "Nachversorgung" sondern zur Beschäftigung mit den Leuten.
    Dort werden Yoga Kurse angeboten. Teestunden und was weiß ich für ein Blödsinn.
    Ich meine was soll das den Leuten helfen? Viele dürfen nicht zur Schule und fragen mich dann Teilweise warum das so ist, denn sie möchten Deutsch lernen und arbeiten.

    Der Mann bei dem ich Tee trinken war, hat zu mir gesagt er fegt für 1€ die Straße das wäre kein Problem.
    Ein anderer hat hier Arbeit gefunden und hat sogar ein Auto von dort bekommen. Hat für ein Zimmer mit Gemeinschaftsdusche und Küche 350€ bezahlt und wurde abgeschoben.
    Aber andere die viel Alkohol trinken, nicht arbeiten oder Deutsch lernen wollen dürfen hier bleiben. Das ergibt für mich einfach keinen Sinn.

    Und wenn ich mit 900 Leuten auf so "engem" Raum Lebe und nicht arbeiten dürfte, oder zur Schule gehen dürfte würde ich glaube ich auch den ganzen Tag Alkohol trinken und klauen gehen weil das Geld nicht reicht und ich keiner Beschäftigung nachgehen darf.

    Die Leute werden einfach nicht beschäftigt. Daraus ensteht die Langeweile dann wird gesoffen und durch den Alkohol die Verzweiflung oder die Aggressionen wird sich dann geschlagen ,geklaut oder sonst was gemacht.

    Natürlich gibt es auch genug die sich nicht Integrieren wollen oder vor nichts flüchten. Und diese Leute gehören hier auch nicht her. Aber mir tut dieses gehetze gegen die Leute wirklich für viele Leute die in Deutschland auf eine neue Chance hoffen extrem leid.

    PS: Jemand bei mir an er Arbeit hat sich ein "Ich liebe Deutschland" tatoo machen lassen^^

    Ich hoffe ihr könnt das so alles ein wenig nachvollziehen. Wenn nicht einfach fragen oder löschen.

    LG

  23. #23
    Cenosillicaphobiker

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    Avatar von Fhynn
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    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    Bezüglich Schule und Deutschunterricht nehme ich mir einfach mal heraus die Erfahrungen von meinem Mann zu schildern, der als Lehrer (unter anderem) die Flüchtlingsklassen an seiner Schule betreut. Das sind zwei Klassenarten, ein mal in Verbindung mit einem Jahrespraktikum und ein mal "Vollzeit" (aktuelle Stundenzahl pro Woche liegt bei unter 21). Ziel ist es das die SchülerInnen einen in Deutschland anerkannten Hauptschulabschluss erreichen. Die Klassen sind bunt gemischt und es handelt sich zu großen Teilen um Unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge. Überwiegend Männlich, was aber auch an der Orientierung der Schule liegt (Schwerpunkt Technik/Informatik), dennoch gibt es natürlich so einige Mädels. Die meisten wechseln dann aber im Laufe der Zeit in eine andere Stadt in Richtung Gesundheitswesen oder was soziales.

    Um die Praktikumsplätze haben sich die Schüler selbst zu kümmern (mit Unterstützung natürlich) und in den Zweig kommt man auch nur, wenn man zumindest rudimentäre Deutschkenntnisse schon vorweisen kann. Dazu gehört z.B. das verstehen von Sicherheitsregeln im Betrieb. Also das muss man drauf haben.

    Es gibt hier im Kreis ein Standardformular/Erfassungsbogen zur Schulempfehlung. Der wird bei der 'Bewerbung' um einen Platz in einer der Klassen benötigt und geht bei meinem Mann über den Schreibtisch. Im Netz finde ich den Bogen jetzt nicht spontan daher nur kurz was da drin steht: Vor- und Zuname, aktuelle Adresse, derzeitiger Betreuer, Geburtsort, Sprache, Geschlecht, Geburtsdatum, Informationen über die Eltern (Kontaktadresse), Rechtsstatus etc. und dann Informationen über die bisherige Schulbildung. Bei den wenigsten Jugendlichen die da kommen steht da mehr als Grundschule Klasse 1-4 (und auch anstelle dessen steht da öfter mal "Privatunterricht"), danach gearbeitet bei 'X'. Eine richtige Schulbildung haben die wenigsten genossen und wie die ausgesehen hat möchte man dann auch eher weniger wissen.

    Das Kommunale Integrationszentrum gibt dann, da sie die Flüchtlinge betreuen, auch eine entsprechende Empfehlung ab für die Schulform bzw. den angestrebten Abschluss. Teilweise wird auch versucht alte Zeugnisse anerkennen zu lassen (sofern vorhanden, einige haben da tatsächlich Fotos von auf ihrem Handy - aber das funktioniert mehr schlecht als recht).

    Natürlich gibt es auch Probleme. Ein Schüler wurde ausgeschult und hat Hausverbot bekommen, weil er offen mit dem IS sympathisierte und Mitschüler bedrohte. Einem männlichen Schüler wurde letzte Woche verklickert das es nicht okay ist jemand anderem das Handy wegzunehmen weil man den Chatverlauf nachlesen möchte. Es gab zwei drei körperliche Auseinandersetzungen, aber nichts gravierendes (also kein Polizeieinsatz).

    Die Problematik in den Klassen ist das es so viele unterschiedliche Sprachen sind und Englisch als gemeinsame Basis nur bedingt funktioniert. Es gibt zwar immer Leute, die übersetzen können, aber es ist mühselig und dauert. Dann hat man da, wie eigentlich immer üblich, Leute die gar keinen Bock haben und eben auch Schüler, die darauf bestehen nur Deutschunterricht zu haben damit sie die Sprache besser lernen. Da bei einem angestrebten Hauptschulabschluss aber nun mal noch andere Dinge wichtig sind, stößt der nicht-Deutschunterricht nicht immer auf Gegenliebe.

    Die meisten der SchülerInnen sind 15 Jahre aufwärts.

    Grundsätzlich funktioniert das ganze, aber es ist viel Arbeit, gerade im Verwaltungsbereich (Einschulungen etc.) und dann hat man eben noch Kollegen dabei, die keinen Hehl aus ihrer Abneigung gegenüber den Klassen haben. Die kriegen übrigens nichts gestellt (bzw. wenn nur gegen Pfand), also Lernmaterialien müssen die genau so kaufen wie alle anderen auch - und auch die 5€ Kopiergeld müssen sie abdrücken. Es gibt für Schulen die Möglichkeit, Bedarfskräfte/Honorarkräfte anzufordern. Wurde gemacht, eine Bedarfskraft für die Internationalen Förderklassen im Bereich Mathematik. Man hat eine kurz-vor-der-Rente Frau aufgedrückt bekommen, die eher unmotiviert agiert. Dadurch verringert sich die Anzahl der Stunden noch mehr.

    Die einzige Kollegin mit einem DAZ-Zertifikat jammert auch in einem durch wie schlimm angeblich alles ist. Die Kurse / Fortbildungen für DAZ sind so ungefähr 30 Sekunden nach Bekanntgabe von einem neuen Kurs schon total überlastet.

    In den Klassen herrscht eine hohe Fluktuation, eben durch Schulwechsel, Umzug oder eben Abschiebung, daher ist auch ein aufeinander aufbauender Unterricht nicht wirklich durchführbar.

    Apropros Abschiebung. Eine Albanerin, sprachlich durchaus begabt, wurde ruckzuck nach erlangen ihrer Volljährigkeit abgeschoben. Das war so oder so klar, zeigt aber auch das nicht jeder ewig bleibt.

  24. #24
    Ärgert gerne BoerseTOMods

    (Threadstarter)


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    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    @theSplit
    Wie gesagt ich habe aktuell weder Zeit noch Lust mich mehr ehrenamtlich damit zu beschäftigen.
    Allerdings haben wir mit den Menschen schon mehr zu tun als die meisten anderen Vermieter.
    Ich wollte das nur mal gesagt haben auch wenn es durch meinen Startpost bereits ersichtlich gewesen sein sollte
    Wir haben hier noch nen ehrenamtlichen Typ, der sich viel um Flüchtlinge in der Umgebung kümmert.
    Der ist aber psychisch etwas durch (meine Meinung) - eventuell schreibe ich dazu nochmal was.

    @T_Low_Ben
    Darauf habe ich gewartet - endlich jemand "vom Fach".
    Danke fürs Teilen deiner Erfahrungen.

    Grüße
    Für diesen Beitrag bedankt sich T_Low_Benz

  25. #25

    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    Gerade wo du das mit dem ehrenamtlichen sagst. Ich bin der Meinung das der Sozialdienst bei uns der "täglich da ist" sich weniger kümmert als die ehrenamtlichen Helfer.

    Das finde ich schon ein Starkes Stück. Wo zu wir 20 Sozialdienst Mitarbeiter haben verstehe ich so wieso nicht. Abgesehen davon frag ich mich was die den ganzen Tag machen außer Frühstück und mittag essen.

    Aber so ist das leider.

    Lg

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