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Thema: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Polizei)

  1. #26
    Humanistischer Misanthrop Avatar von Kokser
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    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    Zitat Zitat von T_Low_Benz Beitrag anzeigen
    Gerade wo du das mit dem ehrenamtlichen sagst. Ich bin der Meinung das der Sozialdienst bei uns der "täglich da ist" sich weniger kümmert als die ehrenamtlichen Helfer.

    Das finde ich schon ein Starkes Stück. Wo zu wir 20 Sozialdienst Mitarbeiter haben verstehe ich so wieso nicht. Abgesehen davon frag ich mich was die den ganzen Tag machen außer Frühstück und mittag essen.

    Aber so ist das leider.

    Lg
    Frag sie doch mal freundlich, ohne Sarkasmus. (ernst gemeint)
    Ich würde vermuten, Hilfestellungen bei Anträgen, Wegbegleitungen, Schlichtung von Konflikten (Anlaufstelle bei Problemen), Rechtsbeihilfe, Organisieren von Veranstaltungen/Kinderbetreuung, Verwaltungsaufgaben (Budget, Dienstpläne, Koordinieren der Ehrenamtlichen, Fundraising) usw.
    Bei 900 Flüchtlingen finde ich 20 Sozialdienstmitarbeiter nicht unbedingt zu viel. Das wäre 'nen Betreuungsschlüssel von 1:45. Zumal sie wahrscheinlich auch diejenigen sind, die in die Pflicht genommen werden, wenn der ihnen zugeteilte Klient Probleme macht/bekommt.
    Für diesen Beitrag bedankt sich coffeerhyder
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  2. #27
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    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    @T_Low_Benz
    Ich bin Kokser's Meinung - frag sie einfach mal.

    @all
    Ich habe im Eingangspost 2 "Geschichten" ergänzt (ganz unten), die meiner Meinung nach dazu gehören - wer lust hat kann sich das durchlesen.
    Ansonsten halte ich euch gerne auf dem aktuellen Stand meiner Erfahrungen.

    Grüße

  3. #28
    Ärgert gerne BoerseTOMods

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    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    Update vom 07.01.2017 - Bad mit Gefrierschäden

    Das Bad unseres Nebengebäudes ist außenliegend und damit quasi wie eine Haustür so, dass bei offener Tür irgendwann Außemtemperatur drinnen herrscht.
    Leider haben unsere Flüchtlinge genau das während der Kältewelle getan - da haben wir am Samstag erstmal 4 Stunden (ginge schneller, wenn man vom Fach wäre :P) dran gewerkelt, das alles zu reparieren und Ersatzteil für ~100 € geholt.
    Das Ganze ging noch glimpflich aus - gottseidank gingen nur Ventile (+Mischbatterie) kaputt und keine Wasserleitungen.

    Ich werde jetzt einen Aushang auf Deutsch und Englisch an die Tür kleben und hoffe mal, dass das nicht nochmal passiert.
    Ansonsten sah das Bad auch aus wie sau - kaum zu glauben, dass Frauen das in sonem Zustand noch benutzen.
    Bei der Gelegenheit haben wir den Eritreern direkt mal gezeigt, wie man ein Bad putzt und, dass das Wasser eben irgendwann nicht mehr richtig abläuft, wenn der Abfluss voller Haare ist ...

    So wie es aussieht stellen wir das der Verbandsgemeinde nicht in Rechnung - nur falls es nocheinmal passieren sollte.
    Ich fühle mich dabei auch blöde, da wir es ja so oder so selbst bezahlen - nochmal reparieren wir so einen Schaden jedenfalls nicht selbst und dann wird es teuer.

    Vor einigen Tagen hat mich die Polizei außerdem nochmals angerufen und gefragt, wann Mohammed zuletzt sein Auto gefahren sei, das ihm nun nicht mehr gehört.
    ...was die immer von mir wollen - da konnte ich denen leider nicht helfen - offensichtlich hätten sie gerne Ort, Datum und Uhrzeit dazu gehabt WTF.
    Das einzige was ich weiß ist, dass Mohammed wohl gerade dabei ist, den deutschen Führerschein zu machen, da er mir letztens die Anmeldung zum Erste Hlfe Kurs gezeigt hat.
    Ich weiß mittlerweile nicht mehr genau was ich glauben soll und was nicht.
    Letztens bekam er, angeblich von seinem Bruder, einen neuen Flatscreen und einen "neuen" Laptop.
    Dieser war gebraucht und angeblich von seinem Bruder aus Dänemark und eben auf Dänisch gestellt - fühlte sich an wie Diebesgut.
    Von meiner Gutgläubigkeit verleitet habe ich ihm den Laptop trotzdem platt gemacht und auf arabisch gestellt (ihn auf deutsch zu lassen wäre vielleicht sinnvoll für ihn zum Lernen ...).

    Tut mir nochmal leid, dass ich gerade so trocken über das Thema schreibe, habe gerade keine Muße für den Moral-/Gefühlskram - aber andere User können gerne etwas dazu beisteuern

    Grüße
    Für diesen Beitrag bedankt sich BurnerR

  4. #29
    Bot #0384479 Avatar von BurnerR
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    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    Grundsätzlich finde ich sowas wenig verwunderlich. Asia-Studenten z.B. (ich glaube in der Regel chinesische) waren bei uns in den Wohnheimen früher auch bekannt dafür, dass sie wie die letzten Säue mit den Wohnungen umgehen. Hat die Wohnungsverwaltung auch grundsätzlich nie mit deutschen Studenten gemischt und haben regelmäßig Nachhilfe in Haushaltspflege bekommen.
    Von einer Koordinatorin von Studenten Middle East - Deutschland habe ich viel über die deutlich stärkere Unzuverlässigkeit der Studenten aus der Region gelernt.
    Aus eigener Erfahrung und von Menschen, die dort leben, habe ich mitgenommen, dass sie ihre Umwelt gerne einsauen mit Müll.

    'Verschiedene Kulturen' heißt halt nicht immer Mozart vs. Tschaikowski und alle sind gleich toll nur anders toll.

    Wünsche dir aber weiter viel Erfolg und das du mit Schildern oder persönlicher Aussprache alles klären kannst mit deinen Mietern .
    Für diesen Beitrag bedankt sich coffeerhyder

  5. #30
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    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    Zitat Zitat von BurnerR Beitrag anzeigen
    ...Asia-Studenten z.B. (ich glaube in der Regel chinesische) waren bei uns in den Wohnheimen früher auch bekannt dafür, dass sie wie die letzten Säue mit den Wohnungen umgehen. Hat die Wohnungsverwaltung auch grundsätzlich nie mit deutschen Studenten gemischt und haben regelmäßig Nachhilfe in Haushaltspflege bekommen.....
    das war dann womöglich von denen eine sinnvolle Entscheidung auf Basis von Erfahrungen.
    Oder wie andere, weltfremde Theoretiker hier sagen würden, rassistisch.
    Für diesen Beitrag bedanken sich coffeerhyder, Snake Pilsken

  6. #31
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    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    Ich habe vor vielen Jahren, zu Zeiten des Jugoslawien Konflikts Flüchtlingsheime mit entworfen und betreut, es war damals auch schon so, das gemeinsame Einrichtungen wie Küchen und Bäder seitens der Bewohner regelrecht herunter gewirtschaftet wurden (um es vorsichtig auszudrücken).
    Die Frage ist halt die ob es sich dabei um ein kulturelles Phänomen handelt oder um ein Problem der Einstellung in Richtung:"Was nichts kostet ist auch nichts wert..." oder auch "Warum soll ich hier putzen...machen die Anderen doch auch nicht..."
    Für diesen Beitrag bedankt sich coffeerhyder

  7. #32
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    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    Zitat Zitat von keinbenutzername Beitrag anzeigen
    der wie andere, weltfremde Theoretiker hier sagen würden, rassistisch.
    Echt jetzt - schon wieder diese Haarspalterei?

    Was willst du damit sagen?
    Dass @BurnerR rassistisch ist?
    Laut seinem Post offensichtlich nicht ... aber vielleicht ja seine Wohnungsverwaltung?
    Und selbst wenn, was dann?
    Ist ja wohl nicht verkehrt, hier zu posten, wie diese bei ihm mit Asiaten umgegangen sind - wir wissen doch alle, dass es einzelne Individuen sind und man das Fehlverhalten nicht auf alle Mitglieder dieser Gruppe übertragen kann.
    Ich würde es übrigens nicht anders handhaben, hätte ich z.B. nur Syrer hier (verschiedene Parteien) und diese wären problematisch.

    In einzelnen Posts "rassistische Phrasen" gezielt suchen und dann sinnlos kommentieren - das tust du hier ...
    EDIT ich entschuldige mich für diese Reaktion auf deinen Post - habe deinen wohl doch falsch gedeutet - Shame on me!

    So zurück zum Thema:
    @Cold: (Dein Name passt übrigens zum Thema)
    So schlimm ist es gottseidank nicht hier wobei ich länger nicht mehr in den vermieteten Räumlichkeiten war.
    Ich hoffe einfach nur, dass sie einigermaßen gut damit umgehen und vor allem lüften.
    Es stört mich auch sehr, dass in beiden vermieteten Räumen sehr oft geraucht wird (und auch Shisha), aber das kann man in Deutschland wohl nicht verbieten.
    Die "nicht rauchen" Aushänge, die ich vor dem Vermieten in die Räume gehängt hatte wurden auch allesamt dezent ignoriert.

    Ich werde demnächst mal nen Dropbox/GDrive Ordner mit paar allgemeineren Aushängen (Mülltrennung usw.) für Interessierte posten.
    Ich bin sicherlich nicht der einzige, der Räume an die VB vermietet.

    Grüße
    Geändert von coffeerhyder (10.01.17 um 00:24 Uhr) Grund: sorry keinbenutzername

  8. #33
    schubdubbidubabarambambu Avatar von infofilter
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    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    ich kann mir denken das schilder und aushänge nicht die richtige ansprache ist, um ein bestimmtes verhalten zu bewirken.
    Für diesen Beitrag bedankt sich NoName1954
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  9. #34
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    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    Zitat Zitat von coffeerhyder Beitrag anzeigen
    Echt jetzt - schon wieder diese Haarspalterei?

    Was willst du damit sagen?
    Gar nichts in die Richtung in die du gedacht hast.
    Einfach nur das solche Unterscheidungen nicht rassistisch sind sondern einfach nur angebracht auf Basis von Erfahrungen.
    Und das das einige hier komplett anders sehen.
    Und zwar die Leute die nicht in der wahren Welt leben und mit der Sache keine eigenen Erfahrungen haben.
    Ein Glück sind diese Leute hier im Moment recht still.
    Daher finde ich deine echten Erfahrungen aus dem Reallife auch so interessant.
    Für diesen Beitrag bedankt sich coffeerhyder

  10. #35
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    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    Zitat Zitat von infofilter Beitrag anzeigen
    ich kann mir denken das schilder und aushänge nicht die richtige ansprache ist, um ein bestimmtes verhalten zu bewirken.
    Das geht mir genauso und ich kann sogar bestätigen, dass es, zumindest was das Rauchen angeht, nichts gebracht hat.
    Wir kommunizieren das natürlich auch direkt nur das Problem ist, dass oft nicht beide Parteien gleichzeitig anwesend sind und ich keine Lust habe, da groß hinterherzulaufen.
    Zudem haben die auch oft Besuch also ich kanns schwer jedem einzeln erklären.
    Daher schließe ich eine unterstützende Wirkung der Aushänge nicht aus.
    Jetzt mal von der aktuellen Bad Problematik ausgegangen ist es doch toll, nen warmes Bad zu haben - das werden die sicherlich merken.
    Die Eritreerin hat, während sie dann in unseren Beisein das Bad geputzt hat angedeutet, dass die Syrer [das Bad] (auch) nicht saubermachen würden.
    Sowas ist halt Kinderkram da zeigt der eine mit dem Finger auf den anderen, ich weiß sowieso nicht wer wie wann die Räumlichkeiten nutzt und möchte mich da ungerne einmischen.

    Klar es sind Menschen unterschiedlicher Kulturen, die nicht die gleiche Sprache sprechen und sich jetzt bei uns mit Fremden das Bad und die Küche teilen müssen.
    Aber ganz ehrlich wenns einem im Heimatland so dreckig geht und man hier vom Amt irgendwas gestellt bekommt muss man sich eben damit abfinden und miteinander klarkommen.
    Vor allem sind die Flüchtlinge bei uns keine verwahrlosten Menschen - die Syrer gehen oft aus und die Eritreer machen sich auch schick da ist es zumutbar, dass man die Räumlichkeiten in denen man sich selbst säubert auch reinigt und entsprechend damit umgeht.

    Zitat Zitat von keinbenutzername Beitrag anzeigen
    Gar nichts in die Richtung in die du gedacht hast.[...]
    Entschuldige meine falsche Interpretation und Reaktion - habe erst überlegt wie du es gemeint hast und es dann doch falsch aufgefasst - sorry!

    Grüße
    Für diesen Beitrag bedankt sich keinbenutzername

  11. #36
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    Avatar von MSX
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    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    Kann man denen nicht sagen, dass wenn das nicht besser wird, sie nicht putzen und dadurch evtl. sogar die Bude ruinieren, dass sie dann jeweils eine Abmahnung kassieren und beim dritten Mal können sie gehen? Und damit nicht der Eine auf den Nächsten zeigt, regelt man das mit einem Putzplan. Und wenn sich einer dran stört, was der andere nicht anständig geputzt hat, soll er sich melden und man schaut sich das als Vermieter an und handelt entsprechend.

    So in der Art läufts ja auch hier mit der Kehrwoche. Regt sich ein Nachbar auf, weil die Kehrwoche nicht gemacht wird, kommt der Vermieter erstmal mit einer Rüge an und dann kommen halt Abmahnungen bis einer rausfliegt.

    Edit: Könnte mir vorstellen, in einer WG ist das ähnlich geregelt. Beschwert sich einer ständig über den anderen, guckt man sich das an und tut was. Das muss dann nicht einmal sowas "externes" wie eine Kehrwoche sein.
    In einer Wohnung für nur Einen oder eine Familie allein, ist das sicher wieder was anderes erstmal. Solang durch das Verhalten nichts zu sehr beschädigt wird oder andere Mieter gestört werden, darf man da glaub recht viel machen und im Prinzip auch im verdreckten Bad mit offener Türe wohnen, aber hier ists eine Gemeinschaft, also sowas wie eine WG halt.

  12. #37
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    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    Zitat Zitat von MSX Beitrag anzeigen
    Kann man denen nicht sagen, dass wenn das nicht besser wird, sie nicht putzen und dadurch evtl. sogar die Bude ruinieren, dass sie dann jeweils eine Abmahnung kassieren und beim dritten Mal können sie gehen?
    Sofern sich die VB an das hält was sie uns sagten müssen wir nur bescheid geben, dann werden die Problempersonen relativ schnell in eine andere Unterkunft gebracht und wir bekommen "neue".
    Zitat Zitat von MSX Beitrag anzeigen
    Und damit nicht der Eine auf den Nächsten zeigt, regelt man das mit einem Putzplan. Und wenn sich einer dran stört, was der andere nicht anständig geputzt hat, soll er sich melden und man schaut sich das als Vermieter an und handelt entsprechend.[...]
    Ist auf jeden Fall ne Idee.
    Das Putzen des Bades wäre jetzt nicht zwingend notwendig gewesen, aber es gehört eigentlich uns und tut halt bisschen weh, das so zu sehen.
    Im Endeffekt ist es uns egal, solange nichts weiter kaputt geht oder schimmelt.

    Hier mal eine kleine Sammlung der Dokumente/Aushaenge, die ich habe:
    https://www.dropbox.com/sh/gq5jms8co...5ErtI0Q0a?dl=0
    EDIT
    Dropbox wird Mitte März keine öffentlichen Ordner mehr für kostenlose Accounts haben - daher hier ein MEGA.co.nz Mirror für die Dokumente:

    https://mega.nz/#F!1DxyhYKL!0EEJ02tg9EBfqXb4puVwBg
    Für die PDFs dürft ihr mich gerne auslachen - einfachstes Word mit ein paar Bildern und Pfeilen

    Grüße
    Geändert von coffeerhyder (13.06.18 um 14:48 Uhr) Grund: MEGA Link erneuert

  13. #38
    Mitglied Avatar von saddy
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    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    Hat echt Spaß gemacht den Thread zu lesen, danke für die ehrlichen Eindrücke!
    Gibts bei euch irgendwo einen Dampfshop? Fällt mir so spontan als workaround für das Raucherproblem ein
    Wenn du denen ein Video von einer Sub Ohm E Zigi zeigst werden die vlt die Shisha links liegen lassen, zumindest wurde ich einmal von 2 Syrern angesprochen die das total geil fanden und vorher noch nie gesehen hatten.
    Wollten mich sogar für Ihre Freunde und Verwandschaft filmen, hab ich dann sogar mit mir machen lassen weil ich deren Begeisterung so toll fand ^^
    Für diesen Beitrag bedankt sich coffeerhyder

  14. #39
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    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    Zitat Zitat von saddy Beitrag anzeigen
    Gibts bei euch irgendwo einen Dampfshop? Fällt mir so spontan als workaround für das Raucherproblem ein
    Die Idee ist nicht schlecht, aber leider dampfe ich nicht - wenn ich trinke dann rauche ich sogar selbst, aber niemals im Haus^^

    Nochmal zum Thema Mülltrennung oder andere organisatorische Dinge:
    Ich habe das nochmals gegoogelt und finde es erschreckend, wie chaotisch das alles in Deutschland geregelt ist.
    Ich lebe in RLP daher habe ich vorwiegend nach Infos zu RLP gesucht:
    -Jede Verbandsgemeinde hat ihre eigene Webseite
    -Manche Dokumente findet man irgendwo im Netz herumschwirren wie z.B. eine relativ gute Übersetzung der Mülltrennung von "ebalu.de" (Eigenbetrieb Abfallwirtschaft RLP, Ludwigshafen), die ich auf deren Seite selbst nicht finden konnte:
    https://www.asyl-forum.de/t1852f161-...alz-Kreis.html
    -->
    https://files.homepagemodules.de/b75...74c/db0c3c.pdf
    [In dem Forum sind weiter unten noch ein paar "Flyer" zum Thema verlinkt.]
    -"Leitfaden für ehrenamtlich Tätige in der Flüchtlingsarbeit" (PDF 56 Seiten) :
    https://www.suedliche-weinstrasse.de...ingsarbeit.pdf
    Auf der PDF Seite 50 findet sich eine "Sortieranleitung für Abfälle" - allerdings in zu wenigen Sprachen und da wo ich wohne sieht die Papiertonne anders aus (blau) daher für mich nicht zu gebrauchen.
    -NRW Leitfaden für ehrenamtliche Helfer (PDF 44 Seiten):
    http://www.michaela-engelmeier.de/cm...chen_kreis.pdf
    -Usw usw ...

    Ich will nicht zu weit vom Thema abschweifen, aber wenn ich das sehe bin ich der Meinung, dass man diese Verwaltungen so weit wie möglich zusammenlegen sollte oder zumindest ein einheitliches Portal für alle - ist doch wahnsinn, wenn jeder seine eigenen Webseiten und PDFs macht.
    Das gleiche gilt natürlich für Adressen von Ämtern und Telefonnummern.
    Alles auf eine Seite und dann am besten noch ne App dafür.
    Ist ja wahnsinn, wenn in jedem Bundesland mehrere Menschen 50-Seitige Leitfäden für Helfer verfasst ...
    (Die letzten Sätze beziehen sich eher auf deutsche Bürger und die Bürokratie der staatlichen Stellen, haben jetzt nichts speziell mit der Übersetzung von Dokumenten für Asylbewerber zu tun.)

    Grüße

  15. #40
    Mitglied Avatar von cokeZ
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    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    @coffeerhyder: Da hat halt das QM-System versagt. Wobei ich immer noch glaube, bei den Behoerden gibt es sowas nicht.
    I have lived under the threat of death for a year now, and because of that, I've made choices. I alone should suffer the consequences of those choices, no one else.

  16. #41
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    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    wer den öffentlichen Dienst kennt wundert sich darüber nicht.
    Einheitlichkeit oder Zusammenarbeit gibt es doch oft nicht mal bei den einzelnen Ämtern einer Stadt...

  17. #42
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    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    Update vom Freitag, den 13.01.2017 - defekter Heizkörper, Kosten, VB zahlt nicht - dumm gelaufen
    Am Freitag zeigte mir die Eritreerin einen aus der Wand gerissenen Heizkörper in dem besagten leerstehenden, aber seit Monaten vermieteten Raum.
    Als sie, warum auch immer (Vermutlich war eine Sicherung rausgeflogen) in diesem Raum war ist, vermutlich zufällig, eine Gardine heruntergefallen.
    Beim Versuch, diese wieder anzubringen stieg sie auf den Heizkörper, welcher nachgab aber zum Glück an den Rohren hängen blieb.
    Der Versuch meines Vaters, diesen einfach wieder zu befestigen endete damit, dass die Leitung an dieser Stelle doch brach und somit in einer netten kleinen Überschwemmung des Raumes.

    Am Montag, den 16.01.2017 haben wir das von einer Sanitärfirma reparieren lassen - wird vermutlich zwischen 300 und 500 € kosten.
    Leider übernimmt die VB hier nicht die Kosten, da der Raum laut denen hätte abgeschlossen sein sollen.
    ... und damit haben sie eigentlich recht
    Außerdem haben wir den Raum teils für Gäste benutzt, obwohl er vermietet ist von daher müssen wir das nun wohl akzeptieren.
    Wir werden der Eritreerin dennoch die Rechnung vor die Nase halten, damit diese ein Gefühl dafür bekommt, wie teuer sowas ist.
    So leid es mir tut, da sie das nicht mit Absicht gemacht hat, aber ein Lerneffekt an dieser Stelle ist sicher nicht verkehrt.
    Mal schauen, ob die VB die Kosten des "gefrorenen Bades" zahlt - da können die sich nicht herausreden!

    Für die Zukunft bleibt jedoch: auch da kommt ein Aushang hin - leider muss man damit rechnen, dass die Leute einfach keinen Plan haben!
    Wir haben im beisein beider Parteien auch nochmal einige Glühbirnen in den Räumlichkeiten gewechselt und darauf hingewiesen, dass sie das (in Zukunft) selbst machen müssen.
    Ich habe hier nichteinmal das Gefühl, dass es Dummheit ist sondern einfach die Faulheit, nichteinmal die Glühbirnen in den eigenen Räumlichkeiten zu wechseln.
    Aber gut im Endeffekt kann uns das egal sein.

    Entschuldigt mal wieder die gefühlslose Schreibweise - ich hoffe ab jetzt geht es mit positiven Dingen weiter, die ich euch natürlich viel lieber berichten würde

    Grüße

  18. #43
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    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    @coffeerhyder:

    Die Moral von der Geschicht, mach was kaputt denn Du zahlst nicht.
    Für diesen Beitrag bedanken sich loopzone, Sibi, coffeerhyder

  19. #44
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    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    Update vom 16.05.2017 - nicht viel zu sagen

    Die Eritraeerin ist vor ~einer Woche scheinbar ausgezogen - sie war bereits sichtbar schwanger, keine Ahnung von wem, habe den Mann nie gesehen.
    Schade eigentlich, denn das bestätigt nur, was meine Stiefmutter mir als Hebamme erzählt hatte:
    Flüchtlinge aus Eritrea (vielleicht auch andere - möchte hier nicht nur diese Gruppe erwähnen) werden oft ungewollt schwanger und die laut ihr Aufklärung, die eigentlich spätestens bei der zweiten ungeplanten Schwangerschaft vom Frauenarzt gemacht werden soll, passiert auch nicht immer.
    Ich kann das nicht nachvollziehen, denn aus jetziger Sicht könnte ich (mitte zwanzig) auch keine Verantwortung für ein Kind übernehmen und diese Frau ist ein paar Jahre jünger ...

    Was unseren Syrer nun wegen den bestellten gefälschten Führerscheinen an rechtlichen Konsequenzen erwartet, habe ich leider nicht mitbekommen - mich hätte es interessiert.
    Wir haben letztens gemeinsam den Hof gekehrt woraufhin er und seine Frau/Freundin mich zum Essen einluden.
    Er erzählte mir, er würde in einem Ort ~20KM von meinem Zuhause zur Schule gehen was ich zum einen bezweifle und zum anderen nicht nachvollziehen kann, da wir Kurse in ~5KM Entfernung und einen sogar ~100Meter entfernt jeden Freitag im Kaff haben.
    Außerdem erzählte er mir, er wolle eine Ausbildung zum Modedesigner machen, aber in der Nähe gäbe es nichts - erst in Düsseldorf
    Ohne mich weiter zu informieren, kann ich mir das nicht vorstellen - ich vermute eher, er meint irgendeine Stelle bei der er das ohne Deutschkenntnisse machen kann, denn die sind nach wie vor nicht vorhanden.
    Überhaupt - wenn er "in die Schule geht" wird er oft mit dem Auto abgeholt, seine Freundin/Frau allerdings bleibt daheim.

    Beim Essen war noch ein Kumpel von ihm dabei, der dick war - irgendwann kamen wir auf das Thema, weil Mohammad mir immer so viel essen gegeben hat, auch als ich bereits satt war.
    Jedenfalls zeigte sein Kumpel irgendwann auf Mohammad (er ist schlank) und sagte sowas wie "he looks like Kid from Somalia" und alle am Tisch lachten herzhaft - außer ich.
    Schon lustig, wie man sowas behaupten kann, wenn man - genau wie Menschen aus Somalia - mit der Flüchtlingswelle hier hergekommen ist und auf Kosten unseres Staates lebt.

    Wie die Vermietung bei uns weitergeht bleibt offen - wir wissen auch nicht, wer nun die Schlüssel der mittlerweile zwei leeren Räume hat und wann/ob diese nochmal von der VB genutzt werden.

    Meine Aushänge für Müll/Bad-Putzen haben wie erwartet nicht funktioniert.

    Ich würde mehr posten, aber es ist nicht sonderlich viel passiert weswegen ich auch in Zukunft nur noch selten Updates bringen werde.
    Interessant für mich wird noch, wie die Räume letztendlich hinterlassen werden und ob die VB irgendwann die ausstehenden Nebenkosten zahlt.
    Alles andere wird auch für euch eher langweilig sein nehme ich an.

    Grüße, coffeerhyder

  20. #45
    Gelöschter Nutzer3 Avatar von n87
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    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    Finde das ziemlich interessant, danke!
    Für diesen Beitrag bedankt sich coffeerhyder
    Grüße, n87

  21. #46
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    Thumbs down Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    Update vom 24.06.2017 - Schimmel, Dreck und leerstehende Räume

    Seit ca. 3 Wochen war kein Mieter mehr hier - aktuell wohnt nur noch das Syrer-Pärchen hier und die sind im Urlaub (oder so) in Hamburg.
    Ich dachte mir jedenfalls, ich schau mal in deren Küche nach wie es so aussieht und wie soll ich sagen - meine Erwartungen wurden mehr als übertroffen:
    - Essensreste auf einer Tischdecke
    - Einen Wasserkocher, der ein Leck hatte und trotzdes Defekts weiterhin auf einem Metall-Tablett verwendet wurde (lebensgefährlich!)
    - Ein Stück Pizza, das vor der Küchenzeile auf dem Boden lag und an den Teppich geschimmelt ist
    - Mehr dreckiges Geschirr, u.a. eine komplett verschimmelte Tasse Kaffee
    - Restmüll halb voll, alles am schimmeln, auch Fisch-Reste
    - Eine Tüte voller Schimmel (war wohl mal Brot)
    - Toast in der Packung, komplett grün
    - Ein Eimer Speisequark mit anderem, nicht identifizierbarem Inhalt, der komplett geschimmelt war (an dieser Stelle musste ich mich fast übergeben)
    - Ein Topf mit einer Zuckermasse
    - Ein Kerzenständer, der als Aschenbecher verwendet wurde (uhu wie kreativ)

    Ich habe alles fotografiert bevor die VG auf die Idee kommt, sich deswegen bei uns zu beschweren.
    Habe Mohammed geschrieben und gefragt, wann er wieder kommt, da er noch ne Pizza hier liegen hat - er meinte jetzt am Dienstag (27.06.).
    Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass er und seine Frau (bzw. vermutl. nur seine Frau) das komplett saubermachen werden - Essen zubereiten würde ich in dieser Küche jedenfalls nicht mehr!
    Sobald ich Zeit finde, werde ich versuchen, die Räumlichkeiten an andere Menschen zu vermieten.
    Was ich hier gesehen habe ist zwar alles kein Weltuntergang, aber es reicht mir und ich kann nicht mit ansehen, wie andere unsere Gebäude so respektlos behandeln.

    Nachdem ich in der Küche war kam ich auf die Idee, einen Blick in das leerstehende Zimmer der Eritreerin zu werfen; Zweitschlüssel habe ich ja und, dass es offiziell an die VB vermietet ist ist mir egal, sind unsere Gebäude und wir kümmern uns drum!
    Das Zimmer war alles andere als leergeräumt - es lagen noch diverse Gegenstände der Frau darin.
    Ein Kühlschrank, den ich in der Küche bereits vermisste, fand ich im Zimmer wieder - ausgeschaltet, aber verdreckt.
    Ein Zettel mit ersten Deutschen Sätzen u.a. "mein Name ist XX ich bin 20 Jahre alt und single" (haha der war gut) lag neben dem Bett.
    Auch sehr interessant war ein leerer Benzinkanister unter dem Bett (ich habe einfach nicht weiter drüber nachgedacht).
    Das Zimmer hat ein einzelnes Spülbecken, dessen Abfluss komplett verstopft war; das habe ich dann schnell selbst behoben.
    Sowas kann man eigentlich auch nur schaffen, wenn man da regelmäßig massig Essensreste reinkippt oder viele Haare.

    Ich habe überlegt, ob ich Bilder posten soll und mich zuerst dagegen entschieden, da ich es für unnötig hielt und einfach Bilder von Dreck eben wenig mit dem Thema zu tun haben(könnte ja jeder tun und behaupten, das hätten "die bösen Ausländer" gemacht), aber her jetzt wo ich die Bilder habe ... kann ich sie auch hochladen - also viel Spaß:

    Bilder der Küche:

    Spoiler: 























    Im Übrigen ist mir bewusst, dass ich weder die Küche, noch die anderen Räumlichkeiten einfach so betreten darf, aber ich hielt es nach meinen bisherigen Erfahrungen für nötig - liebend gerne respektiere ich ansonsten die Privatsphäre anderer!

    Grüße, kaff33
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    Geändert von coffeerhyder (24.06.17 um 16:11 Uhr) Grund: Lesbarkeit++

  22. #47
    Hat sich hochgeschlafen-

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    Avatar von Chegwidden
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    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    Aufgrund des Gestanks und der daraus resultierenden Gefahrenabwehr denke ich, dass du da ruhig gucken konntest.
    Ist ja niemand da, den man ansprechen kann.

    Das, was du schreibst und zeigst ist totale Respektlosigkeit euch/dir und den Zimmern gegenüber.

    Und es tut mir leid, dass dein guter Wille und deine Hilfsbereitschaft so mit Füßen getreten werden. Schade.
    Für diesen Beitrag bedankt sich cavin
    Man lässt Menschen nicht absichtlich ertrinken!
    Egal ob kriegsgeflüchtet, armutsgeflüchtet oder Folteropfer!
    Regelt das endlich ordentlich!
    Man lässt Menschen nicht absichtlich ersaufen!

  23. #48

    Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    Bei nebenan wohnen ebenfalls ein paar Flüchtlinge, die verhielten sich überwiegend vernünftig. Anfangs flogen da mal ein paar Essensreste in den Wald. Nachdem man es zwei mal erklärt hatte, dass das bitte nicht gemacht werden soll, da wir sonst schnell ein Problem mit Waschbären haben werden, hörte das dann auf.

    Insg. sind / bzw. waren es 5/6 Flüchtlinge.

    Nr. 1: War gehbehindert und tat mir immer etwas leid. Der hatte allerdings wohl etwas Dreck am Stecken und wurde nach einem halben Jahr abgeschoben. Genaue Details habe ich nicht. Nur so viel, dass es wohl irgendwas mit gefälschten Ausweisen war. Mir hat er nichts getan, daher lasse ich das mal wertungsfrei.
    Nr. 2: Zog Mitte 2016 nebenan ein. Sprach kein Wort Deutsch oder Englisch und konnte sich daher nicht mit einem unterhalten. Ein Jahr später spricht er bereits er sehr gut verständliches Deutsch. Ich erfuhr von ihm, dass er aus einer Ärztefamilie in Syrien stammt. Er war dort Ingenieur. Sein Abschluss wurde hier jedoch nicht anerkannt. Wenn er die letzte Cambridgeprüfung abgelegt habe, dürfe er aber wohl hier an der Uni seinen Abschluss nachholen, sodass er auch hier damit arbeiten kann, was er nach eigener Aussage auch möchte.
    Nr. 3: Ist eher still. Seine Deutschkenntnisse sind noch etwas wackelig. Er arbeitet hier seit etwa 3 Monaten in einer nahegelegenen Dönerbude. (Nr. 2 arbeitete dort ebenfalls eine Weile.) Mehr weiß ich eigentlich nicht.
    Nr. 4 und 5: Sind beide freundlich, habe nur ab und an kurz Kontakt zu denen, sehe sie jedoch regelmäßig mit Schulsachen zum Bus gehen.
    Nr. 6: Kam erst kürzlich. Hatte mal gesehen, wie er sich mit schweren Einkäufen im Regen abgemüht hat. Ich wusste, er hätte noch ein ordentliches Stück zu Fuß. Habe ihn daher in meinem Auto mitgenommen. Er war deswegen fast übertrieben dankbar. Er zerrte mich direkt in seine Wohnung, die er mir stolz zeigte. Er hatte quasi nichts. Und das was er hatte, wollte er direkt mit mir teilen. Sein Deutsch war ebenfalls ziemlich wackelig. Allerdings war er auch noch nicht lange in DE. Er erklärte mir allerdings, dass er sich hier hat christlich taufen lassen. Er wollte mit seinem Ursprungsland nichts mehr zu tun haben und erklärte mir, dass er so zeigen wollte, dass er sich integrieren möchte. Er fand es auch toll, dass er nun Alkohol trinken darf. (Da musste ich schon etwas drüber schmunzeln.) Einen Job hat er ebenfalls schon. Er arbeitet hier in einer nahegelegenen Metzgerei. Die Arbeit sei zwar schwer und nicht sehr schön, aber so hat er was zu tun, sagte er.

    In Summe hat man den kulturellen Unterschied schon merken können. Allerdings haben sich die Jungs, was ich so mitbekommen habe, überwiegend vernünftig verhalten. Klar geht mal was schief oder die machen was, wo man hier den Kopf schüttelt. Dann hat man eben kurz mit denen darüber gesprochen und danach war´s kein Thema mehr. Da jeder mal was verkehrt macht und erst recht, wenn man´s nicht anders kennt, sehe ich das jedoch ziemlich unkritisch.
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  24. #49
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    Post Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    02.09.2017 - die Frau des Bürgermeisters, eine 'AfD Wählerin'? [!Achtung Clickbait!]
    In unserem Kaff war Dorffest und an besagtem Samstagabend setzten sich der Syrer und 3 seiner Freunde mit Klappstühlen und einer Shisha auf die Straße gegenüber von unserem Haus [Bürgermeister & Frau wohnen gegenüber].
    Sie nahmen so zwar nicht an unserer "Kultur" teil, aber störten auch niemand.
    Mit einigen Freunden lief ich die Straße entlang zu einem Ausschank, als mich die Frau vom Bürgermeister ansprach.
    Es war kein "Hallo" oder "wie geht's" sondern direkt zum Thema:
    "Was machen denn die Männer da vor unserem Grundstück"[sie weiß, wer bei uns wohnt] und "Wenn die später zu laut sind rufe ich sofort die Polizei"
    und das mit einem Grinsen als könnte sie es gar nicht abwarten
    Gut; da ich das Ehepaar BürgermeisterIn in der Vergangenheit etwas mit meinen Partys strapaziert hatte, aber ansonsten kein Problem mit ihnen habe war meine erste Reaktion in etwa "dann machen Sie doch - ich bin sowieso nicht da".
    Allerdings war ich mit meiner eigenen Antwort unzufrieden und redete weiter "... aber Sie könnten auch einfach mit denen reden falls sie wirklich zu laut sein sollten".
    Von ihr kam nur sowas wie "ob die überhaupt Deutsch verstehen" worauf ich entgegnete "Wissen Sie; wenn Sie es nicht versuchen, werden Sie es nie erfahren".
    Solcher Bullshit aus dem Munde einer Frau, die zum einen die Ehefrau des Bürgermeisters ist und ihre Meinungsäußerung an dieser Stelle alleine schon ihres Rufes wegen vielleicht besser hätte unterlassen sollen und wenn man bedenkt, dass sie nichtmal des Englischen mächtig ist, ist es doppelt lächerlich.
    Natürlich wurde an diesem Abend keine Polizei gerufen - das Dorffest war ohnehin lauter als die vier auf der Straße und so lange verweilten sie dort auch nicht.
    Am nächsten Tag fragte ich sie dann provuzierend "und hat's funktioniert mit der Polizei" woraufhin sie erst den Boden anstarrte und mir in einem ganz seltsamen Ton klarmachen wollte, dass ihre gestrige Aussage doch nur Spaß gewesen wäre ... haha lustig.
    Schön jedenfalls, dass ich die Frau nun etwas besser kenne und ... sie mir um einiges unsymphatischer geworden ist - ich frage mich, ob ihr Mann ihr gesagt hat, dass das schlecht kommt oder ob sie selbst drauf gekommen ist.


    Irgendwann mitte September - der verpeilte ehrenamtliche Betreuer
    Auch wieder daheim traf ich auf der Straße einen Herren ca mitte 50 mit einer vierköpfigen Gruppe junger, teils jugendlicher, männlicher Flüchtlinge.
    Er schien Schwierigkeiten zu haben, eine bestimmte Hausnummer zu finden und fragte mich danach.
    Dann fragte er mich auch noch, ob es im Dorf irgendwo ein "Lädchen" gäbe.
    Der Clou daran ist, dass der Typ sehr seltsam war und außerdem max 5 KM von hier entfernt wohnt.
    Dass er nicht wusste, dass es in unserem Kaff keine Einkaufsmöglichkeiten gibt und wo man ansonsten zum Einkaufen hinfährt (usw.) nichteinmal einen groben Überblick hatte, das verwunderte mich sehr.
    Ich habe bisher weder ihn noch die Kids wieder gesehen aber angeblich wohnen die auch hier in der Nähe.


    15.09.2017 - Selbstkritik - als Vermieter macht man auch mal Fehler
    Wir sind gerade dabei, den Raum an dem das [letzten Winter durch kälte Schäden erlittene] Bad grenzt zu arbeiten und u.a. einen richtigen Flur zu bauen.
    Jedenfalls ist der Boden dieses ebenerdigen Raumes sehr schief, musste also mit jeder Menge Beton und Estrich "begradigt" werden (entschuldigt die fehlenden Fachausdrücke).
    Dies führte dazu, dass man temporär nicht in das Bad dieses Komplexes konnte.
    Da die Syrer wieder einige (unbestimmte) Zeit weg waren kam uns das sehr gelegen um die Bauarbeiten zu beginnen nur leider kamen sie am Tag der ersten "Betonierung" wieder.
    Ich rief also Mohammeds Kumpel an, der gut Englisch (mittlerweile auch Deutsch) kann und sagte ihm, er solle an Mohammed weiterreichen, dass die Sache leider 4-5 Tage zum Trocknen braucht und danach nocheinmal eine zweite Schicht drüber kommt.
    Ich war in diesem Moment froh, dass:
    - Er so viele Freunde hat; er und seine Frau zogen einfach ein paar Tage dahin
    - Er sich nicht beschwert hat, denn ich hätte ihm wenigstens per WhatsApp schreiben können, dass da gebaut wird
    - Ich seinen Kumpel kenne, der ein perfekter Übersetzer ist
    - Wir zwar alle Zimmer vermietet, aber nur eine Partei hier wohnen haben, ansonsten hätten wir die Bauarbeiten nicht so ohne weiteres beginnen können
    Abgesehen davon möchte ich gar nicht wissen, was die VB für Ansprüche stellen könnte / würde, wenn sie das wüsste.
    Hätten wir mehr Parteien hier wohnen gehabt hätten wir das natürlich sowieso anders regeln müssen. So ging es noch.
    Mein Gefühl sagt mir allerdings, dass die VB die Räume nicht länger als Anfang 2018 mieten wird, aber Infos habe ich keine und da weitere Flüchtlinge in unser Dorf gezogen sind scheint noch Bedarf zu sein.
    Nur unsere Räume sind weiterhin vermietet und stehen leer...

    Grüße
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  25. #50
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    Unhappy Re: Erfahrungen mit Flüchtlingen (Vermiet.) und den Behörden (Verbandsgemeinde, Poliz

    12.10.2017 - Vor dem Ausziehen nochmal schnell kochen

    Vor ca. einer Woche also am 28.09. schrieb mich abends der Freund von Mohammed an und teilte mir mit, er würde "morgen ausziehen".
    Ich war allerdings auch bis am nächsten Abend nicht zuhause und bekam somit nichts mit.

    Ausgezogen waren er und seine Frau in der Tat - haben davor nochmal gekocht und deren Küche weit entfernt von "besenrein" hinterlassen - unter anderem stand noch ein halbvoller Topf auf dem Herd.
    Ein paar Tage später schrieb ich beiden.
    Seitens des Freundes hieß es, Mohammed würde am Montag kommen und "den Rest der Sachen abholen" - dies geschah jedoch nie.
    Letzten Samstag also am 07.10. gingen die Arbeiten am neuen Raum weiter und es war praktisch, dass niemand dort wohnte.
    Der Plan war eigentlich, diesmal nur Bilder zu machen und der VB das alles so zu überlassen, aber wir konnten das nicht mit ansehen ... und haben doch wieder selbst aufgeräumt (eben alles außer putzen).
    Mit dem Müll des Syrers haben wir eine komplette schwarze Mülltonne gefüllt - manche Dinge hätte man sicher noch verwenden können, aber wirklich persönliche Sachen waren nicht darunter.
    Ich habe ihm Bilder davon geschickt - eine Antwort bekam ich nicht.
    Das letzte was mir sein Kumpel geschrieben hatte war in etwa sowas wie "seine Frau war schwanger, die mussten schnell umziehen" ... ja klar, plötzlich war sie hochschwanger!

    Alles in allem also mal wieder eine Enttäuschung und für mich vollkommen unverständlich, was die sich dabei gedacht haben; vermutlich gar nichts!
    Nun bekommen wir von der VB Geld für 3 Räume(+ Küche & Bad), die allesamt leerstehen.
    Die VB weiß auch, dass hier aktuell niemand wohnt, da das Namensschild des Syrers von irgendjemandem (nicht von ihm) entfernt wurde.

    Ich bin nun gespannt, ob wir nocheinmal neue Mieter der VB bekommen werden oder ob die demnächst kündigen.
    Für mich steht fest, dass ich weiter vermieten möchte, aber ich suche mir die Mieter selbst aus nur ob ich dabei den richtigen Riecher werde, das wird sich zeigen.

    Grüße
    Geändert von coffeerhyder (12.10.17 um 20:12 Uhr) Grund: Titel mehr Clickbait gemacht!!!

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