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Thema: Was ist Liebe?

  1. #76

    Re: Was ist Liebe?

    Zitat Zitat von MSX Beitrag anzeigen
    Ich persönlich mag Romantik, interessante und neue Dinge zu erleben, mal verrückte Sachen zu machen, Liebe geben zu können und geliebt zu werden, Kinder, sich darauf freuen, dass/wenn man den Partner (wieder)sieht und in den Arm nehmen kann oder was auch immer nettes tun, usw.
    Vielleicht kann man Liebe gar nicht mit einem Satz definieren. Vielleicht ist es Liebe, wenn aus einem Pool an Handlungen & Gedanken ein paar zutreffen oder auch wenige, aber dafür intensiv. Der Wunsch nach Umarmen, gemeinsamen Erleben, sexuelle Anziehung, Kuschelbedürfnis, Erinnerungen teilen, dem anderen nah sein wollen, ihne Vermissen, wenn er länger weg ist. Solche Dinge. Mit Sicherheit spielt sich dabei auch körperlich etwas ab, hormonell z.B.. Und gewiss ist es erstmal auch wichtig, für Nachkommen zu Sorgen. Aber heutzutage eben auch möglich ein Leben lang zusammen zu sein, was ja viele Vorteile auch hat - wenn man es geschickt strikt. So kann man Liebe sogar steuern & sie kommt nicht von irgendwoher zugeflogen. In einer guten Beziehung ist Liebe eher möglich als in einer schlechten.

  2. #77
    Bot #0384479 Avatar von BurnerR
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    Re: Was ist Liebe?

    Im DSM heißt es ja auch meist "Mindestens fünf der folgenden Kriterien müssen erfüllt sein, wenn von einer solchen Störung gesprochen wird: [...]" .
    Geändert von BurnerR (07.02.16 um 13:31 Uhr) Grund: broken link fixed

  3. #78

    Re: Was ist Liebe?

    Was ist das DSM?

  4. #79
    Mit Glied

    (Threadstarter)

    Avatar von Narrentum
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    Re: Was ist Liebe?

    Zitat Zitat von o0Julia0o Beitrag anzeigen
    Was ist das DSM?
    Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders

  5. #80
    Mit Glied

    (Threadstarter)

    Avatar von Narrentum
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    Re: Was ist Liebe?

    Hallo noch mal an alle. Nach über einem Jahr melde ich mich mal zum Thema zurück, um neue Gedanken mitzuteilen.

    Ich befinde mich nun, zusammengenommen, in einer 2jährigen Beziehung mit einer Partnerin, der ich meine emotionale Haltung gegenüber nie richtig einordnen konnte. Was ich beobachtet habe ist, dass Gefühle wie Zuneigung, Wohlwollen und Nähebedürfnis zwar Schwankungen unterlagen, insgesamt aber stärker wurden. Obwohl es viele Unterschiede gibt in wichtigen Lebensfragen, und teilweise heftige Auseinandersetzungen über Nichtigkeiten, die mich nicht daran glauben lassen, dass das eine Zukunft hat, sind diese Zweifel dann doch meistens wie weggewischt, wenn ich mit ihr zusammen bin. Das alles spricht -vermutlich- für eine Bindungsebene, die dem "lieb haben" entspricht. Und das ist gut so - für die Gegenwart. Für die Zukunft halte ich es für möglich, dass sich die Beziehung emotional zu Liebe und rational zu langfristiger Tragfähigkeit entwickeln kann, ähnlich wie ein keimender Steckling ein Baum werden kann. Ebenso möglich ist aber auch, dass unsere Differenzen zu groß sind, als dass das langfristiges Potenzial haben kann. Die Frage ist dann eben, wie lange man warten möchte, um sich da zu entscheiden. Möchte man sich nicht festlegen und/oder kann man den Trennungsschritt nicht durchziehen, dann hat man entweder seine emotionale Haltung der Partnerin gegenüber unterschätzt, ist abhängig, oder eben an sich zu gleichgültig dem Leben gegenüber, um Gedankenspiele in Taten umzusetzen.

    Ich sehe mich beinahe im letzteren Szenario - ich mag sie und fühle mich mit ihr wohl, es kann so bleiben. Es ist nicht perfekt und muss es auch nicht sein, aber wenn es endet, geht für mich die Welt nicht unter, neue Türen werden sich öffnen. Wie es auch ist oder kommt, ich werde gutes darin sehen. Ich denke, gerade weil ich auf die Beziehung aus genau dieser Perspektive sehen kann, liebe ich sie wahrscheinlich (noch?) nicht.

    Denn ich habe auch einen Vergleich. In jüngeren (naiveren) Jahren habe ich einmal eine Frau kennen gelernt, die ich für die Frau meines Lebens hielt, doch es kam anders. Während ich meinte geliebt zu haben, warf sie mir Besessenheit vor, und unsere Beziehung ging über Jahre den Bach runter, bis der Kontakt vollends verloren ging. Ich habe nie aufgehört an sie zu denken und hatte nie daran gezweifelt, dass es eine Zukunft hätte geben können. Daran hat sich auch durch hässliche Streits und auch durch völligen Kontaktabbruch nichts geändert - bis heute. Ein wesentlicher Bestandteil von Liebe als Bindungsgefühl scheint mir darum möglicherweise zu sein, dass sie über Zweifel und Schmerz erhaben ist und keine Bestätigung braucht. Aber auch zu besagter Frau habe ich dieses Gefühl nicht sofort gehabt, sondern über Zeit entwickelt (schneller als in 2 Jahren allerdings). Kann sein, dass sich das durch Abhärtung nicht mehr so schnell aufbaut. Man kann jetzt einwerfen, dass, wenn mir diese Frau noch so präsent ist, das mit meiner jetzigen Partnerin keinen Sinn macht. Ich halte dem entgegen, dass ich davon ausgehe, dass 1. Liebe sich womöglich jedes Mal anders anfühlt, 2. ein wirklich geliebter Mensch ein Leben lang präsent sein wird, und sei es in der Erinnerung, und 3. dass sich die Gefühle meiner jetzigen Freundin und jener Frau gegenüber nicht notwendigerweise im Weg stehen.

    Wenn jemand diese Gedanken für diskussionswürdig hält, freue ich mich über neuen Austausch. Fand ich bisher sehr anregend und unterhaltsam.

    Gruß
    Narrentum

  6. #81
    Vereinsheimer Avatar von Laui
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    Re: Was ist Liebe?

    Liebe ist etwas rein menschliches, in der Tierwelt gibts das nicht, von daher alles Kopfsache
    aka Steev

  7. #82
    ♪♪♫♪♫♫♪ Avatar von KaPiTN
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    Re: Was ist Liebe?

    Wieso sollte es das da nicht geben?
    J'irai pisser sur votre bombes
    You can educate a fool, but you cannot make him think

  8. #83

    Re: Was ist Liebe?

    Zitat Zitat von Narrentum Beitrag anzeigen
    3. dass sich die Gefühle meiner jetzigen Freundin und jener Frau gegenüber nicht notwendigerweise im Weg stehen.
    Jo, das muss nicht sein. Ist ja eh geregelt bei euch, da du keinen Kontakt mehr zu deiner 1. Liebe hast. Und man kann bestimmt 2 Personen lieben. Sollte man dann natürlich gut & deutlich regeln. Man erinnert sich an die 1. Liebe halt immer. Also viel eher an das 1. Mal Angst oder das 1. Mal Lachen. Man ist ja dann wohlmöglich schon älter.

    Gewiss eher ein Vorteil, länger mit der Partnerin zusammenzubleiben, da man durch Streits etc. ja auch das Zusammenleben verbessert hat. Die Zeit war ja nicht umsonst investiert. Und die Lebenzeit ist ja - wie allgemein bekannt - begrentzt. Aber etwas neues ist zu Beginn natürlich auch immer schön.

    Zitat Zitat von KaPiTN Beitrag anzeigen
    Wieso sollte es das da nicht geben?
    Die Wissenschaft wird wohl nie das Gegenteil beweisen können Das Verhalten von manchen Tieren ist denen von liebenden Menschen aber ähnlich. Tiere haben ja auch Köpfe. Ich denke auch, dass Tiere genauso liebe empfinden wie Menschen auch. Wohlmöglich nicht der Einzeller von nebenan.
    Für diesen Beitrag bedankt sich Narrentum

  9. #84
    ♪♪♫♪♫♫♪ Avatar von KaPiTN
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    Re: Was ist Liebe?

    Zu mindest- wirkt es so, als könnten Hunde trauern. Wenn sie z.B. auf dem Grab ihres Besitzers liegen.

    Und Trauer ist ja verwandt zur Liebe.

    Bei Trauer hat man einen Verlust erlitten.

    Bei Liebe hat man Verlustängste und ist man bemüht, den Verlust zu vermeiden.
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  10. #85
    A.C.I.D

    Veteran

    Avatar von Seedy
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    Re: Was ist Liebe?

    um zu wissen ob Tiere "liebe" empfinden müsste man erstmal wissen was das ist.
    Elitär, bourgeois und amoralisch

  11. #86

    Re: Was ist Liebe?

    Auch interessant, voller Artikel imho lesenswert. Ein kleiner Auszug:


    Verliebtheit ist ein evolutionärer Ausnahmezustand, der mit Kampf, Angst, Achterbahnfahren oder Kokainkonsum gleichzusetzen ist. Es kommt zu Aktivitäten in der Stammhirnregion. Adrenalin und Dopamin werden ausgeschüttet. Das sind sogenannte laute Botenstoffe, die ordentlich in unser Körperempfinden reinknallen. Verliebtheit lässt sich nicht auf Dauer haben, weil der Körper das runterreguliert. Liebe ist das, was folgt: im Großhirn, im Vorderlappen. Passend zu dem Gefühl von "Ankommen" und "Sich-sicher-Fühlen" werden Serotonin, das Bindungshormon Oxytocin und auch das Glückshormon Endorphin ausgeschüttet und das sind leise Botenstoffe, die wir körperlich kaum bemerken. Das sind zwei völlig verschiedene Zustände. Wir haben die Unterscheidung einfach vergessen.


    Demnach wäre es ja normal, dass Liebe ein unspektakuläres Gefühl ist, wenn man die "konventionellen" Medien als Maßstab nimmt, oder auch klassische Literatur. Liebe ist kein eigenständiges Gefühl sondern ein Begriff um das gleichzeitige Empfinden von "Sich sicher fühlen" und "ankommen" zu beschreiben. "Liebe" wird zudem mehr als im eigentlichen Sinne benutzt, um Verliebtsein zu beschreiben. Um allen zu zeigen: nein, es ist nicht "nur" flüchtiges Verliebtsein, es ist das superkrasse... blafasel.
    Für diesen Beitrag bedankt sich Flashbert

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