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Thema: [Review] Lenovo ThinkPad L450

  1. #1
    Cenosillicaphobiker

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    Avatar von Fhynn
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    [Review] Lenovo ThinkPad L450



    Moin Moin,

    nach 7 Jahren war es mal Zeit für einen Austausch des Dell XPS1530. Ich benutzte das Gerät zwar maximal um Medieninhalte auf den TV zu streamen, mein Mann braucht das Gerät allerdings beruflich. Er pendelt jeden Tag 20km mit dem Fahrrad (Satteltaschen, kein Rucksack) und demnach sollte die neue Anschaffung etwas robuster sein - und selbstverständlich auch technisch auf einem halbwegs aktuellen Stand.

    Bisschen Recherche und ein paar Standardanforderungen (besseres Display / Full HD, geringes Gewicht, keine dedizierte Grafikeinheit, 4-8GB RAM, kein Betriebssystem, nicht übermäßig teuer) war klar das es ein L450 wird, allerdings "gepimpt". Campuspoint bot das Gerät mit einer 256GB Crucial MX100 SSD an und einem Upgrade auf 8GB RAM für 699€ (nachweispflichtig, aber das ist Jobbedingt kein Problem) und ohne OS.

    Gerätespezifikation:

    • 35.6 cm (14") Full-HD IPS LED matt (1920x1080)
    • Intel® Core™ i3-5005U (2.00GHz, 3MB)
    • 8GB DDR3L-1600 (2x 4GB)
    • Crucial MX100 2.5" SSD 256GB
    • Intel® HD 5500 Grafik shared • 3x USB 3.0 (1xpowered) / GBit LAN/ Intel® Wireless-N 7265 (802.11b/g/n) / Bluetooth™ 4.0 / WWAN ready (optional nachrüstbar)
    • Mini-DisplayPort
    • 720p HD Webcam (0.9 Mpixel)
    • 4-in-1 Kartenleser (MMC, SD, SDHC, SDXC)
    • ohne Betriebssystem*
    • Li-Ionen-Akku (6-Zellen) • ab 1.93kg
    • 12 Monate Bring-In Herstellergarantie (12 Monate Akku)

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    Bestellt, per Paypal bezahlt (+Sleeve als Schutz), gebetet dass DHL hier ausliefert und das Gerät war am nächsten Tag da.

    Die Softwarewünsche meines Mannes waren recht unspektakulär: Windows 10 (wird gestellt), Office, Photoshop und Lightroom und diverser Kleinkram. Nichts besonderes also. Allerdings besteht immer die Option das er mit 1-2 virtuellen Maschinen parallel arbeiten muss, je nach dem wo er eingesetzt wird - und es sollte zwingend ein Neugerät sein.

    Der Aufpreis zum i5 war mir mit knapp 200€ zu teuer, daher nur der kleine i3, aber das passt schon. Mit dem T7250 des Dell lief es ja auch und der leistet nur die Hälfte.

    Mangels Vergleichsobjekte muss sich das Gerät halt mit dem alten Dell messen. Technisch gehe ich da nicht wirklich drauf ein, eher was Haptik und Co angeht, alles andere wäre ja stark unfair. Das Gerät ist jetzt seit ca. 6 Monaten im Einsatz und ich bin gelinde gesagt enttäuscht. Dazu später mehr.

    Ich habe vom verpackten Zustand keine Fotos gemacht, aber egal, Beschreibung wird schon reichen.

    Das Gerät kommt wie man es erwartet im Pappkarton, welcher zweigeteilt ist. Auf der rechten Seite ist das Netzteil (locker in einer typischen Plastikfolie) und der Akku in Luftpolsterfolie positioniert, auf der linken das Notebook. An Ort und Stelle gehalten wird es mittels Plastik (und nicht von Styropor, wie ich es zugegeben gewohnt bin). Anbei liegt nur noch Garantiekram, der Rechnung und dem Sleeve (in Folie eingeschweisst) - spartanisch. Benutzerhandbücher oder so gibt es nicht, aber die liest eh niemand.

    Windows Installation über USB Stick, da kein Laufwerk vorhanden, aber das ist ja heute sowieso Standard. Gar kein Problem, also 8.1 aufgespielt, gängige Software drauf, läuft alles problemlos. Erster richtiger Einsatz war im Handgepäck von Deutschland auf die Kanaren, kein Problem. Er arbeitet zwar gut wenn man 900 RAW Dateien in Lightroom importieren will, aber das war zu erwarten. Ansonsten läuft alles flüssig. Bootet schnell, ist leise, wird nicht übermäßig laut.

    Es ist keine Wartungsklappe vorhanden, was allgemein ja schon mal ein Punktabzug bedeutet, aber damit konnte ich mich eigentlich arrangieren. Anschlusstechnisch ist das ganze überschaubar: 1x VGA, 1x Mini-Displayport (kein HDMI), 3x USB 3.0, 1x Audio, 1x SD Kartenleser, 1x GBit-LAN, 1x Stromanschluss. Auf den fehlenden HDMI Port habe ich gar nicht geachtet, aber entsprechende Kabel sind ja glücklicherweise nicht übermäßig teuer. 3 USB Anschlüsse sind gerade genug, ein weiterer hätte sicher nicht geschadet.

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    Die Tastatur ist vollkommen in Ordnung für eine Notebooktastatur - die vom Dell war schlimmer, da um einiges schwammiger. Das Trackpad funktioniert zufriedenstellend, der Trackpoint auch, wobei das absolut nicht mein Ding ist. Aber gut, ich muss ja auch nur selten damit arbeiten, insofern hat man was das angeht wenig zu meckern.

    Härteeinsatz dann im Berufsalltag - sauber verpackt und praktisch "festgeklemmt" zwischen Aktenordnern wird das Gerät in einer Office Satteltasche transportiert - so wie der Dell auch 7 Jahre lang ... tja und dann die Ernüchterung. Das Gerät ist nicht transportgeeignet für alles was über Autofahren hinaus geht. Der Akku wird mittels eines kleinen Plastikhakens in der Halterung gehalten - und genau dieser Haken ist das Problem. Der ist so fragil, dass er bei der kleinsten Erschütterung bricht. Ein Ersatzakku war ebenfalls innerhalb von 3 Tagen nicht mehr wirklich zu gebrauchen. Man muss es sich aktuell halt so vorstellen, dass der Akku nur noch zu 50% befestigt ist. Verrutscht man das Gerät unglücklich im Akkubetrieb und der löst sich, ist der Laptop aus. Und für dieses verrutschen reicht es ab und an den Laptop nur minimal zu bewegen.

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    Wie gesagt, ich bin enttäuscht. Diese Lösung ist von vornerein ein Reinfall und absolut nicht Transporttauglich - da tröstet auch nicht das Campuspoint ohne murren sofort einen Ersatz geschickt hat (der nun ebenfalls defekt ist) - die Konstruktion ist absolut für den Hintern und hat mit Robustheit nichts zu tun. Es ist auch nicht sonderlich robust gegenüber Kratzern, leider.

    Wer das Gerät regelmäßig holpriger transportiert (was bei einem Transport per Rad nun mal nicht auszuschließen ist) und dafür nicht gerade eine robuste Schaumstoffumkleidung bauen möchte - Finger weg, egal wie gut es technisch gesehen ist. Leider keine Kaufempfehlung. Ärgere mich jetzt umso mehr das ich nicht doch darauf plädiert habe den XPS13 zu kaufen, auch wenn er um einiges teurer gewesen wäre.

    Weitere Eindrücke
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    Lg,
    Geändert von Fhynn (28.12.15 um 23:09 Uhr) Grund: Kleinere Korrekturen am Text.

    Ich wurde so geboren, Ich werde so bleiben bis ich sterb,
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  2. #2
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    Re: [Review] Lenovo ThinkPad L450

    Ich habe übrigens seit Anschaffung des Gerätes ein weiteres, eher unerfreuliches Problem - Anwendungen/Fenster brennen sich (temporär) in das Display ein. Nach einem Reboot bzw. abkühlen lassen ist das dann wieder weg. Äußert sich z.B. so das ich Word öffne, bisschen rumtippe, Word schließe, auf den Desktop wechsle und verstärkt im Bereich oben Links noch die ganzen Word Buttons etc. sehe ... das legt sich dann natürlich auch über den Browser.

    Mir ist es so halbwegs gelungen ein schlechtes Handyfoto davon zu machen:



    Das graue oben ist der Rahmen und eigentlich ist das die normale Desktop Ansicht (und Word ist zu).

    Imho ein Reklamationsgrund, ist nur gerade etwas schlecht wenn man das Gerät täglich braucht

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  3. #3

    Re: [Review] Lenovo ThinkPad L450

    Einen Test unter einem Linux Livesystem hast du ja sicher schon durchgeführt.
    Nicht, dass es doch nur an Windows liegt.

    Gruß Matte
    Mit Trollen kann man nicht diskutieren.


  4. #4

    Re: [Review] Lenovo ThinkPad L450

    @Fhynn:

    Kannst du irgendwie herausbekommen, ob in dem Teil eventuell ein Panel von LG verbaut ist? Wenn ja, "Glückwunsch". Das ist ein bekanntes Problem. Bei den Geräten der Yoga-Reihe tritt dies z. B. verstärkt auf. Die, die das Display tauschen haben lassen (und wieder eines von LG erwischt haben), hatten das Problem oft nach 3 bis 4 Monaten wieder.
    Für diesen Beitrag bedankt sich Matte
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  5. #5
    Cenosillicaphobiker

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    Re: [Review] Lenovo ThinkPad L450

    Ein LG, tatsächlich.



    Wenn ich das Panel google finde ich aber primär nur Verkaufsangebote, wo hast du den über Probleme mit den LG Panels gelesen? Hatte da von Zeit zu Zeit immer mal geguckt, aber vmtl. einfach die falschen Suchbegriffe genutzt.

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  6. #6

    Re: [Review] Lenovo ThinkPad L450

    @Fhynn:

    Such mal nach lenovo ghosting. Einige der Treffer beziehen sich auch auf das L450.
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  7. #7
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    Re: [Review] Lenovo ThinkPad L450

    wir nutzen von den Dingern hier glaube ich 10 Stück, das mit dem Akku ist aber bei keinen aufgetreten.
    Wie wurde eures denn transportiert?
    Tasche? Neoprenhülle?
    Das mit dem Display haben aber auch einige.
    Kann gut sein, dass die die es nicht haben kein LG Panel haben. Müsste man mal checken.

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