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Thema: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

  1. #1651
    A.C.I.D

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    Avatar von Seedy
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    Re: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

    @NoName1954:
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  2. #1652
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    Re: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

    Hier nicht im Fun Du bist, mein junger Padawan. Nur weil etwas verstehen Du nicht kannst, nicht anderen Schuld geben Du musst.
    Sagen sie später nicht, sie hätten von nichts gewusst.

  3. #1653
    Mitglied Avatar von mr_transistor
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    Re: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

    Ich fand die wichtigste Szene, wo der MRA gesagt hat, dass es am Besten wäre, wenn es gar keine derartigen Gruppierungen gäbe.

    Schopenhauer sagte bezüglich des Nationalismus:
    "Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein.Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen."

    Um wieviel erbärmlicher ist also das Geschlecht als identitätsstiftendes Merkmal heranzuziehen.
    Und wenn der Feminismus für alle Menschen sprechen würde, hieße er Humanismus.

    Das meiste ist ja eigentlich total offensichtlich, wenn man nicht biologistische Scheuklappen aufhatt.
    Männer leben bedeutend weniger lange. Haben weniger von der Rente, zahlen netto mehr ein.
    Haben mehr tödliche Arbeitsunfälle, sind unter Obdachlosen und Gefängnisinsassen häufiger vertreten.
    Sind häufiger Opfer von Gewalt und Tötungsdelikten.
    Da kann man ja noch irgendwie sagen, dass das "genetisch" bedingt ist. Und wenn man der Geschlechterapartheid anhängt, kann man sagen, "selber Schuld" - weil auch bei den "Tätern" die Männer häufiger vertreten sind.
    Allerdings kann man auch einwenden, dass die gesellschaftlichen Ansprüche und der ausgeübte Druck auf Männer auch höher ist als auf Frauen.
    Es gibt ja diverse Studien, dass wenn Frauen Kinder misshandeln, dies durch Beobachter als weniger gravierend eingestuft wird, als wenn die selben Handlungen von Männern ausgeführt werden.
    Die Sache mit den Gefängnisstrafen bei gleichen Straftatbestand wird ja im Film auch erwähnt.

    Beispiele gibt es viele. Es gibt anscheinend so etwas, wie einen biologischen Bias, was Männer und Frauen angeht.
    Wenn man männliche Kinder genitalverstümmelt (religiöse Beschneidung): gesellschaftlich akzeptiert und toleriert
    Bei weiblichen, ein entsetzliches Verbrechen.
    Wenn man Zwangsdienste in der Gesellschaft für Männer etabliert (Wehrdienst, Zivildienst), Jahrzehntelang akzeptiert und toleriert.
    Obdachlosigkeit: Männer machen Probleme, Frauen haben Probleme.
    Man braucht keine "Red Pill", man muss die Sachverhalte einfach nur mal neutral und nüchtern betrachten.
    Oder wie es Max Goldt mal sagte: Vom Leben und den gesellschaftlichen Bedingungen leiden nicht nur Frauen und Kinder am meisten,
    sondern eben die, die vom Leben und den Bedingungen am negativsten betroffen sind.
    In der österreichischen "Klosterstudie" sah man übrigens, dass sich die Lebenserwartung von Männern und Frauen angleicht, wenn sie unter gleichen Bedingungen Leben (Mönche, Nonnen).
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  4. #1654
    Cloogshicer®

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    Avatar von dexter
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    Re: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

    überwiegend ack aber:
    Zitat Zitat von mr_transistor Beitrag anzeigen
    Männer leben bedeutend weniger lange. Haben weniger von der Rente, zahlen netto mehr ein.
    Verheiratete Männer haben davon schon etwas, nämlich zeitlebens die Gewissheit, dass im Todesfall ihre PartnerInnen über Witwenrente halbwegs abgesichert sind. (Ja, teilweise gilt das auch andersrum)
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  5. #1655
    Mitglied Avatar von mr_transistor
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    Re: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

    Zitat Zitat von dexter Beitrag anzeigen
    überwiegend ack aber:

    Verheiratete Männer haben davon schon etwas, nämlich zeitlebens die Gewissheit, dass im Todesfall ihre PartnerInnen über Witwenrente halbwegs abgesichert sind. (Ja, teilweise gilt das auch andersrum)
    Ja.
    Und steuerlich ist heiraten meist auch günstig. Zumindest finanziell. Ansonsten kauft man sich halt über die Steuer frei.
    Letztlich ist es ja quasi eine Jungesellensteuer. Und die gestzliche Krankenkasse bietet Familienversicherungen an, wo Ehepartner und Kinder mit versorgt sind.

  6. #1656
    ♪♪♫♪♫♫♪ Avatar von KaPiTN
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    Re: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

    Zeitlebens würde ich bei jungen Männern nicht unterschreiben, da die Witwenrente nicht zu einer "postpatriarchalischen" Arbeitswelt mit Umlagesystem paßt und durchaus mal auf den Prüfstand kommen könnte.

    Interessant, wie männliche Küken und ihr Leben mehr öffentliche Aufmerksamkeit bekommen, als Männer und Jungs.
    Bei Red Pill wurde erklärt, daß man sich bei den entführten Mädchen von Poco Haram weltweit Sorgen macht und nach 5 fünf Jahre nach Entführung von Chibok ist der Fall immer noch in den Medien.
    Laut dem Film haben Jungen nicht das "Glück" entführt zu werden, weil sie stattdessen getötet werden, auch aus dem Wissen heraus, daß sie international keine Aufmerksamkeit erlangen würden.
    Wie weit das stimmt, kann ich derzeit nicht sagen, aber auch wenn sie nicht alle getötet werden, so ist nach Angabe von Human Rights Watch die Zahl entführter Jungen deutlich höher, als die von Mädchen.

    Nur zählen sie nicht.

    Das Narativ, daß Poco Haram Frauen Bildung verwehren will, ist i.ü. auch falsch, also exklusiv. Vielmehr geht es der Terrororganisation um die Einfürung der Scharia und Verbot sämtlicher westlicher Bildung.
    Das aber wohl nur in der theoretischen Form von Büchern, die Früchte der Bildung wie Waffen, sonstige Technik und Werkzeuge nehmen die Wilden dagegen gerne in Anspruch.
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  7. #1657
    Mitglied Avatar von mr_transistor
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    Re: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

    Zitat Zitat von KaPiTN Beitrag anzeigen
    Zeitlebens würde ich bei jungen Männern nicht unterschreiben, da die Witwenrente nicht zu einer "postpatriarchalischen" Arbeitswelt mit Umlagesystem paßt und durchaus mal auf den Prüfstand kommen könnte.

    Interessant, wie männliche Küken und ihr Leben mehr öffentliche Aufmerksamkeit bekommen, als Männer und Jungs.
    Bei Red Pill wurde erklärt, daß man sich bei den entführten Mädchen von Poco Haram weltweit Sorgen macht und nach 5 fünf Jahre nach Entführung von Chibok ist der Fall immer noch in den Medien.
    Laut dem Film haben Jungen nicht das "Glück" entführt zu werden, weil sie stattdessen getötet werden, auch aus dem Wissen heraus, daß sie international keine Aufmerksamkeit erlangen würden.
    Wie weit das stimmt, kann ich derzeit nicht sagen, aber auch wenn sie nicht alle getötet werden, so ist nach Angabe von Human Rights Watch die Zahl entführter Jungen deutlich höher, als die von Mädchen.

    Nur zählen sie nicht.

    Das Narativ, daß Poco Haram Frauen Bildung verwehren will, ist i.ü. auch falsch, also exklusiv. Vielmehr geht es der Terrororganisation um die Einfürung der Scharia und Verbot sämtlicher westlicher Bildung.
    Das aber wohl nur in der theoretischen Form von Büchern, die Früchte der Bildung wie Waffen, sonstige Technik und Werkzeuge nehmen die Wilden dagegen gerne in Anspruch.
    Es gibt sowas wie einen "natürlichen" bias. Ich persönlich finde Frauen auch sympathischer als Männer und wenn ich zum Arzt muss, lasse ich mich auch lieber von Ärztin als Arzt behandeln etc.

    Obdachlose sind auch keine Sympathieträger und vor die Wahl gestellt, ob man Männer oder Frauen opfert, werden die meisten sicherlich lieber die Männer über den Jordan jagen.
    Das kann man sogar sehr schön in den Studien zum autonomen Fahren sehen. Die Franzosen, auf die Frage wenn der Algorithmus zwischen Mann oder Frau ausweichen entscheiden muss, überfahren dann lieber den Mann.
    In andern Ländern möchte man in solchen Situationen den Zufall entscheiden lassen.

    Trotzdem unterliegt das vermutlich dem Prinzip, dass man mit 10 Frauen und einem Mann, 10 Kinder im Jahr produzieren kann aber mit 10 Männern und einer Frau nur eins. Aus archaischer Sichtweise sind für die Gesellschaft Frauen also überlebenswichtiger und Männer entbehrlicher.
    Desweiteren stabilisieren Frauen die Gesellschaft, es geht weniger die Gefahr von ihnen aus, bestehende Regeln in Frage zu stellen oder einen Wertewandel herbeizuführen.
    Das könnte Einfluss darauf haben wie unterschiedlich Poco Harams Handlungen bei den Geschlechtern ausfallen und auch wie sie in der westlichen Welt bewertet werden.
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  8. #1658
    ♪♪♫♪♫♫♪ Avatar von KaPiTN
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    Re: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

    Warum Männer denken, sie hätten ein Recht auf Zuneigung.

    Ich bin immer wieder erstaunt über dieses Womansplaining. Als würde sich diese Zunft mit ihren "Studien" seit 40 Jahren geistig selbst befruchten und wenn man das als "normaler" und außenstehender Mensch von den "Erkenntnissen" liest, ist das oft so, als bekäme man erklärt, man habe, auch wenn man davon nichts merken würde, unter der Haut noch eine weitere aus Echsenhaut.
    Das ist so weit weg von dem, was ich für meine Realität halte.
    Ich renne nicht den ganzen Tag mit Gewaltphantasien herum oder habe Gewalt als innere Antriebsfeder. Ich erwarte nicht ständig Sex haben zu können und "nehme" mir nicht entweder welchen oder verprügel ersatzweise andere Menschen, vorzugsweise Frauen.

    Aber sicher gibt es da auch eine passende Erklärung für. Patriachatgesellschaftliche Gehirnwäsche o.ä..
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  9. #1659
    A.C.I.D

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    Avatar von Seedy
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    Re: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

    @KaPiTN:

    Ich geh davon aus, dass die halt noch nie einen echten Mann getroffen haben.
    und NEIN, ich mein das nicht im "Feministen müssten nur mal richtig genagelt werden" Sinn, sondern im "Elfenbeinturm schreibt über die Indianer" Sinn.

    Die meisten von diesen Abhandlungen sind auch nicht wissenschaftlich, sondern philosophisch und Philosophie ist die Wissenschaft der faulen und überheblichen, die glauben es zu wissen und daher nicht mehr nachgucken müssen.
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  10. #1660
    Feiner Herr Avatar von Ungesund
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    Re: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

    @KaPiTN: Hatte ich auch gelesen heute Nachmittag. Ein großes sich wälzen in der eigenen Geisteskrankheit, anders kann man das nicht nennen. Wissenschaft im Umkehrschluss. Geht von einer These aus und sieht jegliches Material zu dem Thema in einem speziellen Licht, immer ready den "So sind eben alle Männer" Twist anzuwenden, und so alles in die eigenen Weltsicht einzubauen wie es eben Passt. Exakt das gleiche findet man bei Rassisten, Flat-Earthern usw. ...

    Allein die Eingangsfrage: "Wann wurden Sie zuletzt im Internet angefeindet, weil Sie eine Frau sind?" ist fantastisch. Natürlich feindet man die Frau nur an weil sie eben eine Frau ist. Nicht etwa weil sie absolut unhaltbare Thesen vertritt die jeden Menschen mit Verstand zutiefst beleidigen.

    Dann ihre Andeutungen, man solle nicht immer versuchen Amokläufer wie Elliot Rodgers psychologisch zu verstehen und so zu entschuldigen. Stattdessen wäre das ein politisches Problem, ein Gesellschaftlich geprägtes agressions-Grundrauschen das jedem Mann innewohnt. Wahnsinn.

    Aber ja, wie Seedy sagt, das sind alles gesponnene Thesen ohne Bezug zur Realität. Im Interview werden sie jedoch als Fakt behandelt. Trägt alles dazu bei diese völlig verquerte Weltsicht weiter als Wahrheit zu etablieren.
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  11. #1661
    Cloogshicer®

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    Re: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

    Ohne Deine sonstigen Äusserungen in Frage zu ziehen:
    Zitat Zitat von Ungesund Beitrag anzeigen
    Ein großes sich wälzen in der eigenen Geisteskrankheit, anders kann man das nicht nennen.
    Passiert hier im Thread viel anderes? Um bei dem Paradebeispiel zu bleiben: man(n) ist sich einig, dass die gute Frau dummen Nöl sabbelt, aber inhaltlich sehe ICH nicht viel Diskussion, (obwohl ich die Position weitgehend teile).
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  12. #1662
    ♪♪♫♪♫♫♪ Avatar von KaPiTN
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    Re: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

    @dexter:

    Wobei die Frage besteht, welche reale Chance man da hat.

    Bei Semireligösen, wie Flateartherm, 9/11 hat man ja noch eine theoretische Chance, weil diese wenigstens etwas mit-/vorbringen, was man dann widerlegen kann.

    Bei Globulisten, derartigen Femististen und überall sonst, wo es um Religion geht, hat man keine Chance. Man kann ziemlich unmöglich die Nichtexistenz von etwas lediglich Erdachtem beweisen.


    Um ehrlich zu sein, hast Du vollkommen Recht. Ich denke, wenn ich in diesen Thread schreibe, währenddessen auch immer, daß ich hier nur Druck ablasse.
    Das ist therapeutisch auch nicht zu verachten, aber eine Diskussion fände ich natürlich auch viel spannender.

    Hier wird sich im ngb keine(r) verlaufen.

    EIne Andere Möglichkeit würde ich vielleicht sogar in Erwägung ziehen, allerdings fürchte ich, es dürfte schwierig werden echte Kontahenten zu finde und dies auf einem Feld, wo man nicht von ihnen geblockt wird.
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  13. #1663
    Feiner Herr Avatar von Ungesund
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    Re: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

    @dexter: Ja, aber dafür gibt es Gründe. Mal abgesehen das auch dieser Thread eine Echokammer ist, da wir hier relativ wenige Members haben die eine gegenteilige Meinung vertreten. Das ist bei dem Thema eben nicht so verwunderlich, denn je irrwitziger die geäußerten Thesen unter dem Label "Feminismus" werden, desto mehr Menschen denken darüber nach ob es noch ein so nobles ist.
    Ich selbst habe gewisse Thesen ebenfalls zu Anfang verteidigt, nachzulesen in den Anfängen dieses Threads. Da war ich allerdings auch noch recht unbefleckt was das Thema angeht. Ich glaube, je mehr man sich dazu anschaut desto unhaltbarer wird diese Weltsicht.
    Und es wird einem als Mann eben auch nicht sehr leicht gemacht, wenn man IRL versucht alle Menschen gleich zu behandeln und nicht völlig blind durch den täglichen Dschungel sozialer Interaktionen zu stolpern, dann jedoch aus allen Ecken vorgehalten bekommt was für ein von Geburt an schlechter, überprivilegierter Aggrobatzen man ist, und man das ändern muss. Weil es falsch ist wie man lebt. Weil Mann falsch ist, böse ist, ein von Grund auf animalisches Wesen mit Gewalt als Grundwesenszug, geboren um andere zu unterdrücken. Unter anderem wird mir das erzählt von Gamingjournalisten, Rasierer-Herstellern, Zeitschriften, Dokumentationen, Serien, Hollywood Filmen, usw... Da kommt bei jedem der nicht einfach buckelt und jegliche Beleidigung stumm hin nimmt ganz natürlich Trotz auf.

    Man könnte sich auf die Thesen dieser Frau inhaltlich einlassen. Aber das will ich nach all den Vorwürfen gar nicht. Das mag von ihrer Seite auch kalkuliert sein. Ich zumindest habe jedoch wenig Lust durch diesen Sumpf stranger Ideen zu waten und die Hydra zu bekämpfen die am Ende wartet.
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  14. #1664
    Mitglied Avatar von Chogall
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    Re: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

    Eine Frau, die einen gesunden Menschenverstand hat und sich bewusst darüber ist, was sie zu leisten vermag und was nicht, braucht keinen Feminismus und keine falschverstandene Emanzipation, um sich zu behaupten.

  15. #1665
    Bot #0384479 Avatar von BurnerR
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    Re: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

    warum Männer zwar als Machos auftreten [...]
    Es lohnt sich Aussagen mal auf das andere Geschlecht zu beziehen:
    "Warum Frauen zwar still und zurückhaltend sind [...]"
    Da würde zu recht geschrien werden: Verallgemeinerung, kann man so nicht sagen, liegt man Patriachat etc.
    Aber beim Mann - und das ist die übliche Argumentationslinie - 'der ist nunmal so', 'der ist selber Schuld'.

    Wenn meine Glaubwürdigkeit in Frage gestellt wird, lade ich ein, meinen akademischen Lebenslauf zu sichten.
    'Ich hab Ahnung weil schau Lebenslauf' danach klingt das ein wenig. Aber es ist allzu unkonkret alles.

    Nur, wenn Trolle extrem hartnäckig sind. Die höfliche Korrektur macht die meisten übrigens aggressiver als das Ausblenden. Aber ich gehe damit auch nicht ihretwegen so offen um, sondern um anderen Frauen zu zeigen, dass es möglich ist, diesem Bullshit - um mal einen, nun, Fachausdruck zu nutzen - öffentlich etwas entgegenzusetzen: Es ist möglich, sich zu wehren und gleichzeitig mit den eigenen Botschaften und Projekten weiterzumachen.
    Löblich. Das einzige was mir zuweilen fehlt ist die Erkenntniss, dass es zu jedem Themen diskutierende gibt, trollende gibt, Hassredner gibt, das ist kein spezifisch feministisches Problem.

    In meinem Buch beschreibe ich eine grundlegende moralische Asymmetrie zwischen Männern und Frauen. Es herrscht die Erwartung, dass eine Frau Bestimmtes bereitstellt: emotionale Güter wie Liebe, Aufmerksamkeit, Zuneigung, aber auch etwa Haus- oder Erziehungsarbeit. Gleichzeitig fühlen Männer sich moralisch berechtigt, diese Dinge zu beanspruchen und sie sich sogar einfach zu nehmen. Weil dieses Arrangement unfair ist, fühlt sich diese Dynamik für Frauen wie eine Pflicht an, für ihn aber wie ein moralisch berechtigter Anspruch
    Blendet komplett aus, dass es an Männer ebenso Erwartungen gibt. Man denke z.B. an die Versorgerrolle. Hier zeigt sich wieder mal, dass eine Grundthese des Feminismus falsch bzw. schlecht ist: Nämlich, dass es sinnvoll sei, sich auf die Probleme von Frauen zu fokussieren und die andere Seite weitesgehend auszublenden und zu einem 'whataboutism' zu degradieren. Man kann 'die Rolle der Frau' aber nicht denken ohen 'die Rolle des Mannes' und man kann nicht eines sinnvoll einzeln problematisieren.

    Dieses patriarchalische Arrangement macht Männer hochgradig abhängig von Frauen, ja - er ist ein man-child: dominant und bedürftig zugleich.
    Bemerkenswerte Aussagen für eine Szene die ja gerne kontern mit 'DEN Feminismus gibt es doch gar nicht', aber von 'die Männer' darf man offenbar sprechen.
    Beispielhaft ein umgedrehter Satz: "Dieses Arrangement macht Frauen hochgradig abhängig von Männern, ja sie sind Prinzessinnen: zurückhaltend und aufreizend zugleich"

    dass aus dieser männlichen Fragilität Gewalt entstehen kann, mein Beispiel dafür ist immer der Massenmörder Elliot Rodger
    Nennt mich pingelig, aber wenn wir erst von Männern und dann von Massenmördern sprechen hielte ich ein 'extremes Beispiel' als Formulierung mindestens angebracht.
    Eine Couch ist ein Beispiel für ein Möbelstück und ein Massenmörder ist ein Beispiel für die typische männliche Fragilität. Interessant.

    wie quälend es für ihn war, dass Frauen ihm keine Liebe und Sex "schenkten" und ankündigt, jede einzelne "blonde Schlampe" umzubringen - und im Anschluss sechs Menschen ermordete. Er nahm es nicht nur als Enttäuschung wahr, dass keiner mit ihm zusammen sein wollte, er hatte das Gefühl, ihm würde etwas vorenthalten, das ihm zustehe.
    Das hat nur bedingt damit zu tun, dass er ein Mann ist, sondern liegt vielmehr einer Narzistischen Persönlichkeitsstörung zugrunde Und ist also eher ein Beispiel für stark ausgeprägten Narzismus + X und weniger für typisches männliches Denken.

    Außerdem ist doch real das Mitgefühl für Männer, und selbst für Massenmörder, extrem ausgeprägt.
    Im Gegenteil ist Mitgefühl für gewaltätige Frauen deutlich ausgeprägter. Gewalt von Frauen ausgehend wird als weniger schlimm wahrgenommen bzw. als gerechtfertigt

    weil sich aus dieser Perspektive der Fokus auf die Opfer verschiebt, es dann darum geht, womit Frauen umgehen müssen und weniger darum, was Männer fühlen. Es ist schwierig, genau herauszufinden, ob jemand wirklich in einem tiefsten Inneren hasserfüllt ist oder nur unsicher - für das Opfer, das mit den Konsequenzen leben muss, ist es aber auch nicht relevant.
    Diese Perspektive würde ich mir Donna Hylton wünschen, eine bekannte Feministin, Rednerin auf dem Woman's March 2017 und verurteilte Vergewaltigerin und Gewalttäterin.
    Da habe ich nämlich ganz ausführliche Interviews schon gelesen, wie das ganze denn passieren konnte, warum sie ja gar nicht so richtig beteiligt gewesen sein will und dass das ja an ihrer Vergangenheit (= an bösen Männern) auch lag etc.etc.

    [...] beides kann ja aber durchaus auch Ergebnis seines Handelns sein, seines eigenen Scheiterns.
    Das finde ich sehr spannend. Und etwas traurig. Das Feministen Männer gerne mal in eine zutiefst kapitalistische 'Verlierer'-Schublade stecken. Bei Männern gebe es natürlich keine Probleme, keine Erwartungshaltungen, keine Gesellschaft und keinen gesellschaftlichen Druck deswegen sind die 100% selber verantwortlich und ggf. dann halt Verlierer. Frauen können keine Verlierer sein, nur Opfer vom System.
    Dazu kommt, dass genau diese 'sei kein Verlierer' Erwartungshaltung an Männer solche Taten wie die Rodgers noch befeuert. Der kriegt keine Frau ab? Was für ein ein Verlierer.

    Jordan Peterson, einem Psychologieprofessor und YouTube-Star, der mit seinen Thesen sexistischen Ideologien in die Hände spielt.
    Wird einfach mal als Prämisse hergenommen. Journalist als neutrale Instanz? Nur geheuchelt, aber hier ja nichtmal mehr. Das nennt sich nicht Journalismus, sondern 'Platform bieten'.

    seine Trolle auf Twitter kamen trotzdem. Gar nicht mal so sehr mit Beschimpfungen
    Schon doof, wenn selbst die sogenannten 'Trolle' (= Menschen mit anderer Meinung) nichtmal richtig feindselig sind. Aber mal sehen was sie aufgefahren haben:

    viele versuchten, mir mangelnde Expertise nachzuweisen, indem sie etwa die Anzahl von Petersons und meinen Publikationen verglichen. Naja, er ist 20 Jahre älter als ich und hat natürlich mehr gearbeitet - wenn man das denn überhaupt gelten lassen will als valides Vergleichsmittel.
    Moment mal...:
    Wenn meine Glaubwürdigkeit in Frage gestellt wird, lade ich ein, meinen akademischen Lebenslauf zu sichten.
    Also für eines muss man sich dann doch entscheiden. Wenn man als Glaubwürdigkeitskriterium den eigenen Lebenslauf heran zieht muss man damit leben, dass andere das auch machen.



    War viel zu einfach zu zerpflücken, deswegen wollte ich es eigentlich lassen. Aber da ja indirekt Bedarf bekundet wurde... ;-)
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  16. #1666

    Re: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

    Wieso heisst es eigentlich Feminismus, wenn die sich eigentlich die ganze Zeit mit dem Thema Männer zu beschäftigen scheinen?

  17. #1667
    Mitglied Avatar von Amixor33
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    Re: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

    @BurnerR:
    Danke, diese Widersprüche sind mir auch ins Auge gefallen, zwar zugegeben nicht alle - aber ich hatte mir auch schon überlegt ob ich diese einander gegenüber stelle um nicht nur über mein Geschlecht sondern über den Inhalt zu diskuttieren.

    Auch bei Aussagen wie...
    Normalerweise retweete ich Hasskommentare und weise auf einen Rechtschreib- [...]
    ... höre ich genau hier schon auf weiter zu lesen oder den Gegenüber ernst zu nehmen, unabhängig davon was er/sie/es ist.

    Fehler sind menschlich, wer sich aber daran aufhängt will inhaltlich ja gar nicht überzeugen oder diskuttieren.
    ... dann fangen wir halt nochmal von vorne an ...

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