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Thema: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

  1. #26
    Badass No. 1

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    Avatar von Nerephes
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    Re: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

    @BurnerR:

    Klar die 8% sind die statistisch erhobene maximale Differenz. Das können nachher auch 7% oder auch nur 6% sein.

    Aber das eine Differenz da ist, ist unbestritten.

    Zudem sind alle weiteren Punkte eher weitere, schwer zu beziffernde Auswirkungen einer Diskriminierung als Indikatoren die gegen eine solche sprechen würden.

    Was meiner Ansicht nach stets zum Nachteil der Frauen gereicht, ist die teilweise harte Verhandlungskultur in den Unternehmen.

    Du musst immer massiv und teilweise agressiv für dich einstehen - und da das etwas ist wo sich Männer deutlich leichter tun als Frauen, bleiben diese hier öfters auf der Strecke.

    Die Lösung dieses Problems liegt imho aber in der weiteren Verbreitung von Tarifverträgen.
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  2. #27
    Board-Paladin Avatar von Hector
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    Re: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

    Zitat Zitat von Neo Beitrag anzeigen
    Allerdings sind Frauen bei der BW seltenst im Kampfeinsatz.
    Stimmt so nicht. Um als Frau zum Bund zu gehen, musst du dich (wie heute ja jeder) verpflichten. Quasi mindestens SaZ (Soldat auf Zeit) werden. Und als SaZ bist du verpflichtet mit in den Auslandseinsatz zu gehen. Und wenns dort knallt, dann knallt es (und das tut es öfter, als es die Nachrichten dem Volk mitteilen, glaub mir mal, habe jahrelang an den entsprechenden Stellen gehockt beim Bund...)

    Meiner Erfahrung nach war's beim Bund aber so: Entweder waren die Frauen dort absolut heiße Raketen oder die totalen "Mannsweiber" bei denen man teilweise das Geschlecht nicht erkennen konnte Oo Dazwischen gabs selten was...^^
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  3. #28
    Pottblach™ Avatar von Bruder Mad
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    Re: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

    Schon klar mit den Auslandseinsätzen...
    Da dürfte die holde Weiblichkeit allerdings eher in der San-Staffel als im direkten Kampfeinsatz zu finden sein.

    EDIT: Wir hatten eine San-Ausbildungseinheit auf dem Gelände ---> Viele heiße Raketen, nicht nur bei uns "Hawkies"...

  4. #29
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    Avatar von Seedy
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    Re: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

    Wir sollten vllt eher mal die Bordweiblichkeit hier was schreiben lassen.
    Was als diskussionsgrundlage dient.
    Sonst können die Würste hier sich über den Senf den Mund Haarig reden (scnr)
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  5. #30
    Bot #0384479 Avatar von BurnerR
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    Re: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

    Klar die 8% sind die statistisch erhobene maximale Differenz. Das können nachher auch 7% oder auch nur 6% sein.

    Aber das eine Differenz da ist, ist unbestritten.
    8% oder 6% oder 3% oder nicht signifikant oder gar keiner, maximal heißt nicht "kommt so ungefähr" maximal heißt 0%-8%.

    Zudem sind alle weiteren Punkte eher weitere, schwer zu beziffernde Auswirkungen einer Diskriminierung als Indikatoren die gegen eine solche sprechen würden.

    Was meiner Ansicht nach stets zum Nachteil der Frauen gereicht, ist die teilweise harte Verhandlungskultur in den Unternehmen.

    Du musst immer massiv und teilweise agressiv für dich einstehen - und da das etwas ist wo sich Männer deutlich leichter tun als Frauen, bleiben diese hier öfters auf der Strecke.
    Ja, ganz genau. Das ist ja auch ein ganz gut untersuchter Faktor. Der eben auch nichts mit Diskriminierung zu tun hat.

    Ich bin darüber hinaus geneigt da eine Brücke zu schlagen, ist die selbe Fähigkeit nicht auch zentral in den gehobenen Positionen wo es sehr viel um Ellebogen geht?
    Sind Frauen vielleicht einfach empathischer, netter, kooperativer und deswegen seltener in Arschlochpositionen?


    Was als diskussionsgrundlage dient.
    Sonst können die Würste hier sich über den Senf den Mund Haarig reden (scnr)
    Es geht hier um gesamtgesellschaftliche Perspektiven. Erfahrungen von Einzelnen sind dabei wenig aussagekräftig, wir sehen ja das es sich selbst statistisch kaum erfassen lässt.

  6. #31
    KU ♪ RO ♪ MI ♪ (shy) Avatar von kuromi
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    Re: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

    Zitat Zitat von Nerephes Beitrag anzeigen
    Was meiner Ansicht nach stets zum Nachteil der Frauen gereicht, ist die teilweise harte Verhandlungskultur in den Unternehmen.

    Du musst immer massiv und teilweise agressiv für dich einstehen - und da das etwas ist wo sich Männer deutlich leichter tun als Frauen, bleiben diese hier öfters auf der Strecke.
    Das ist meiner Ansicht nach ein reines Erziehungsproblem. Ich denke Frauen können um einiges kälter und berechnender agieren als Männer. Wenn man ihnen das Selbstbewusstsein mitgibt, wie es Männer haben, die wissen, dass sie (noch) diverse Vorteile in der Geschäftswelt haben, schon allein weil sie Männer sind, dann würdest du dich vermutlich umgucken. Aber ob du diese Tür wirklich öffnen möchtest.
    Was Frauen zu einem Teil an Muskelkraft einbüßen, machen sie durch psychische Stärke wieder wett. Ich denke da sind sie den Männern gegenüber wieder im Vorteil. Unterm Strich sind sie also beide stark - nur auf jeweils anderen Gebieten.
    Und eigentlich wäre die Stärke der Frau für Gehaltsverhandlungen sogar vorteilhafter, als die der Männer.
    Da sie aber meines Erachtens durch Erziehung idR. kleingehalten wird, weil kein Mann mag eine großmäulige Frau, die überall auf den Tisch haut und auf ihr Recht pocht , bleibt hier ihr Vorteil völlig ungenutzt.
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  7. #32

    Re: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

    Ich finde Gleichberechtigung gut, wenn sie wirklich von allen Seiten gleich gelebt wird und man auf gewisse Vorzüge der vermeintlichen Ungerechtigkeit verzichtet. Ich halte es ebenfalls für wichtig, dass Leistung gerecht und unabhängig der personellen Eigenschaften entlohnt wird.

    Diese politische Überkorrektheit in der Sprache finde ich hingegen vollkommen albern, das ist wirklich typisch deutsch. Es gibt in der deutschen Sprache nunmal männliche, weibliche und neutrale Artikel. Unter Umständen ändert sich das in Zukunft nochmal, aber auf Teufel komm raus die Sprache umkrempeln ist einfach nur unsinnig und eine Verschwendung von Nerven und Ressourcen.

    Das Argument der vermeintlichen Gleichheit von Männern und Frauen finde ich ebenfalls immer recht amüsant. Es wird oft nicht differenziert genug dargestellt, wenn überhaupt. Ein Mann kann, schon von der reinen Biologie her, auf dem Bau mehr leisten als eine Frau, in aller Regel, so als Beispiel.

    Die Unterdrückung des Mannes wurde zum Glück schon angesprochen, das scheint in einigen Köpfen nämlich gekonnt ignoriert zu werden. Dem Mann wird genauso viel, wenn nicht bereits sogar wesentlich mehr abverlangt als der Frau. Was solls, hey, es ist der Mann. Der ist groß und stark. Der steckt das schon weg.
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  8. #33
    Bot #0384479 Avatar von BurnerR
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    Re: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

    Diese politische Überkorrektheit in der Sprache finde ich hingegen vollkommen albern, das ist wirklich typisch deutsch.
    Nicht direkt. Das ist die postmoderne Bewegung, einerseits stark verkopft, andererseits ideologisch-emotional aufgeladen, akademisch, gut vernetzt, politisch aktiv, global. Mit dem falschen Shirt im TV aufgetreten und du läuft Gefahr Opfer eines globalen cybermobbings zu werden.

    Man siehe sich einmal diesen Link zum dynamischen Unterstrich an.
    Wenn es nach obiger Bewegung ginge würden wir (Beispiel dem Link entnommen) alle korrekterweise so schreiben:
    We_lche Mita_rbeiterin will denn i_hre nächste Fortbildung zu antidiskriminierender Lehre machen? Sie_r soll sich melden. Der Kurs ist bald voll.
    Man könnte es ausführlicher darstellen, aber ich sag einfach mal, die sind in Wahrheit schon längst fernab jeglicher Vernunft angekommen.
    Alleine schon Formulierungen wie "Feministisch Sprachhandeln" oder "Dynamische Sprache gegen Herrschaft und Diskriminierung" belegen das.
    Das sind übrigens nicht irgendwelche Spontangedanken von irgendwelchen Querschlägern, sondern zum Teil Menschen die an Universiäten für genau sowas bezahlt werden.


    Als weiteren Bonus fordert die Chefin von dieser "Equal pay day" veranstaltung, das doch bitte Berufe, in denen viele Frauen arbeiten, besser entlohnt werden sollen. Man denke nur mal kurz an die Implikationen. sollen Unternehmen dazu gezwungen werden? Soll das von Steuergeldern finanziert werden? Hat das noch was mit Marktwirtschaft zu tun? Was ist mit den Männern in diesen berufen? etcetc.
    Geändert von BurnerR (24.02.15 um 15:22 Uhr) Grund: added quoting

  9. #34
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    Re: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

    Zitat Zitat von kuromi Beitrag anzeigen
    Was Frauen zu einem Teil an Muskelkraft einbüßen, machen sie durch psychische Stärke wieder wett. Ich denke da sind sie den Männern gegenüber wieder im Vorteil. Unterm Strich sind sie also beide stark - nur auf jeweils anderen Gebieten.
    Und eigentlich wäre die Stärke der Frau für Gehaltsverhandlungen sogar vorteilhafter, als die der Männer.
    Da ist meine Erfahrung eine andere. In Gehaltsverhandlungen fällt meinem Chef spontan ein das ich ja eigentlich wirklich ALLES falsch mache und haut das auch teilweise echt fies raus, obwohl ich 2 Woche vorher noch hoch gelobt wurde.
    Da kamen auch schon Sprüche wie "Seien Sie mal froh, das sie überhaupt hier arbeiten dürfen, bei ihren Leistungen" und Co.
    Wenn man dann massiv gegen hält allá "Ok, dann tu ich uns beiden einen Gefallen und orientiere mich um" wird dann halt doch nachgegeben und zugegeben das ich ja doch ein Gewinn fürs Unternehmen bin.

    Wenn ich an ehemalige Kolleginnen denke, die sich nach solchen Gesprächen beklagt haben, fassen Frauen sowas nicht als Teil der Verhandlungsstrategie auf, sondern nehmen die teilweise aus der Luft gegriffene Kritik auch noch ernst und überlegen zumindest ob da was dran sein könnte.

    Bei Männern schwillt da einfach der Sack an und sie gehen das Risiko ein und drohen auch mal, die zweifeln nicht so sehr an sich selber.
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  10. #35
    Mitglied Avatar von Janosch
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    Re: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

    Zitat Zitat von Localhorst Beitrag anzeigen
    Das Jahrelang Frauen nicht gleich behandelt wurden ist mir auch klar. Doch langsam habe ich das Gefühl, dass diese Art und Weise der "Gleichberechtigung" zu große Ausmaßen annimmt.
    , den zweiten Satz muss man sich echt auf der Zunge zergehen lassen und richtig geniessen, so drollig ist der! Das ist ja süss! Wird dir also alles zuviel mit der Gleichberechtigung. Verstehe du armer..
    Das ist so als würde man Gerechtigkeit grundsätzlich befürworten, aber sobald es dann doch zuviel wird und dir auf die Nerven geht oder dich vermeintlich einschränkt, dann bitte nicht zuviel davon!

    Sprach der Mann und Prost!


    Zitat Zitat von Localhorst Beitrag anzeigen
    Ich meine, sehen wir und doch mal Stellenausschreibungen an, überall ist es nötig, jeden Berufstitel sowohl in Männlicher Form, als auch in Weiblicher Form darzustellen. Das sind so eine der Sache, wo ich mich einfach nur frage: WTF, warum das?
    Nee versteh ich ehrlich gesagt nicht, wo da der WTF Moment sein sollte, außer du denkst dir bei zum Beispiel "KFZ-Mechanikerin": WTF, Frauen verstehen doch nichts von Autos! Das weiss doch jeder!
    Das wäre dann aber plumper Sexismus. Geht es darum, oder was meinst du überhaupt?


    Zitat Zitat von Localhorst Beitrag anzeigen
    Ich habe eine Vorgesetzin und sollte eine Excel Tabelle erstellen, in der unter anderem auch der Titel (Herr / Frau / Prof. etc) genannt werden sollte. Als ich diese fertig hatte, fügte ich drei Beispieldatensätze ein, einen Herr, eine Frau und einen Herr Dr. Das erste was meine Vorgesetzin sagte: "Sie wissen schon, dass es auch Frau Dr. gibt?". Das ich über diese Aussage leicht überrascht war kann man sich denken.
    Abermals, keine Ahnung wovon du redest bzw. was für merkwürdige Gedanken du hast?
    Stellst du dich nur künstlich dumm oder worum geht es dir? War deine Vorgesetzte (so heisst das korrekt, und nicht Vorgesetztin) so schwer als Frau zu identifizieren, oder was? Kann ich kaum glauben.. selbst wenn bekommt man doch auf der Arbeit durch ihren Namen und die Anreden anderer nach kürzester Zeit mit, ob es sich um eine Frau handelt oder einen Mann.

    Warst du erste wenige Minuten dort angestellt oder wie?


    Zitat Zitat von Localhorst Beitrag anzeigen
    Über weitere Sachen bzgl. Nennung in Männlicher und Weiblicher Form viel es mir vorallem im Studienbuch meiner Freundin auf. Diese musste in einem Fach ein spezielles Buch lesen bzgl. Kindererziehung und dort wurde jeder Begriff der sich nur irgendwie auf ein Berufsbild etc. bezogen hat sowohl in Männlicher als auch Weiblicher Form abgedruckt. Ihr könnt euch vorstellen, wie Kirre meine bessere Hälfte wurde, wenn sie in einem Satz 2 mal Erzieher / Erzieherin las. Wenn sich sowas im ganzen Buch streckt, na dann gute Nacht
    Kann ich mir ehrlich kaum vorstellen, dass es in dieser Form durchgängig geschrieben war. Das müsste dann ein Unfallexemplar aus irgendeiner Übergangszeit im Diskurs sein.
    Normalerweise wird das verkürzt auf ErzieherIn oder Erzieher/-in, dann ist das Lesen gar nicht so nervig. Vielleicht beim ersten mal etwas ungewohnt, aber nach einer Weile liest sich das ganz normal.
    So kenne ich das aus aktueller wissenschaftlicher Literatur. Das was deine Freudin da hatte ist sicher kein gutes Beispiel, aber meiner Wahrnehmung nach auch die absolute Ausnahme.


    Zitat Zitat von Localhorst Beitrag anzeigen
    Was mich aber noch an diesem Thema stört (deshalb auch der Threadtitel) Ich hab immer und immer mehr das Gefühl, dass versucht wird die Männer zu unterdrücken. Versteht mich nicht falsch, ich bin jemand der für Gleichberechtigung steht.
    Jaja dieses diffuse Gefühl, untermauert mit ein paar aberwitzigen Beispielen. Schon merkwürdig wie das genügt männliche Selbsicherheit anzugreifen. Aber hauptsache du hast deine Freundin noch im Griff oder? Meinungsmässig mein ich das bezüglich dem nervigen Feminismus.


    Zitat Zitat von Localhorst Beitrag anzeigen
    Da fällt mir z. B. die "Gleichstellungsbeauftragtin" ein. Diese soll dafür Sorgen, dass Frauen und Männer gleich behandelt werden, bei Ausschreibungen eine entsprechende Quote eingehalten wird usw. Aber warum darf diese Beauftragtin nur weibliches Geschlecht sein und wieso haben nur Frauen ein Stimmrecht? Jeder Mitarbeiter darf sich natürlich an sie wenden, aber nur Frauen dürfen entscheiden wer das ist? Wieso werden nicht zwei Beauftragte dafür dann vorgesehen, eine Frau und ein Mann?
    Machst du das eigentlich aus Absicht oder Ahnungslosigkeit? Gleichstellungsbeauftragtin? Hab ich noch nie gehört in der Form..

    Grundsätzlich werden da Frauen bevorzugt, weil man ihnen unterstellt, dass sie diese Position nicht zur Aufrechterhaltung des Patriarchats missbrauchen werden.
    Das kann im Einzelfall aber total anders sein, denn Ideen und Vorstellungen über Gleichheit und Gerechtigkeit sidn natürlich nicht biologisch determiniert und schon gar nicht durch das Geschlecht.
    Es gibt auch vielerorts Männer in dieser Position, es ist nicht so als ob das verboten wäre. Männer müssen sich nur vorher ensprechend ausgezeichnet haben durch Publikationen zu dem Thema oder dergleichen, während man leider von Frauen fälschlicherweise per se denkt, dass sie natürlich im Sinne von Gleichstellung handeln, allein weil sie auch Frauen sind und es ja in ihrem Interesse sein müsste.
    So einfach ist es aber nicht.
    Wahrscheinlich gibt es den Job auch manchenorts als Doppelspitze, aber das ist wohl dann auch eine Kostenfrage.

    Soweit ich weiss gibt es halt kein Gesetz, dass dies genau regelt, sondern nur allgemeine Vorgaben und Richtlinien.


    Zitat Zitat von Localhorst Beitrag anzeigen
    Ich glaube das ist schon einiges an Grundlage für eine Diskussion, oder nicht? Ich möchte halt einfach mal wissen (sowohl von Frauen, als auch von Männern) wie ihr zu diesem Thema steht. Ist soetwas wie Gleichberechtigung überhaupt möglich? Die entsprechenden Vorurteile werden doch immer da sein (Behauptet eine Frau, sie wurde sexuell genötigt, wird der Mann sofort entlassen. Behauptet das ein Mann über eine Frau, wird er ausgelacht).
    Eigentlich ist die Grundlage ziemlich dürftig.., aber eine Diskussion zu dem Thema ist total ok.

    Zu deinen Fragen: Ja ich denke es ist möglich. Und nein, die Vorurteile oder genauer gesagt die Meinungen darüber was eine Frau könne und was nicht, oder was sie zu sein habe.. diese sind dermassen im Fluss wie zu keiner Zeit zuvor.
    Die Menschen wachsen nicht im Vakuum auf. Was ein Mann über Frauen im Allgemeinen denkt und welche Vorurteile er hat, ist zutiefst von seiner Erziehung und Sozialisation abhängig. Und das kann sich mit der Generation massiv verändern.

  11. #36
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    Re: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

    @Nerephes: Dann hast du nicht richtig gelesen. Ich schrieb das ist Erziehungssache. Ich würde jetzt mal ganz mutig behaupten eine Frau verhält sich in Gehaltsverhandlungen einer Frau gegenüber anders als einem Mann gegenüber.
    Und zwar deshalb, weil es nicht daran liegt, dass sie zu "schwach" wäre, sondern weil sie zur Zurückhaltung einem Mann gegenüber erzogen wurde. Das muss nicht mal bewusst geschehen sein, das kommt zum Teil auch durch die Erwartungshaltung der Gesellschaft, die einen Menschen ja ebenfalls formt.

    Grundsätzlich sehe ich Frauen als das aggressivere Geschlecht an. Sie werden aber in die andere Richtung erzogen.
    Für diesen Beitrag bedanken sich psychomuffin, Janosch
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  12. #37
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    Re: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

    Oha, ich kenne einige Frauen, die ganz sicher nicht zur Zurückhaltung erzogen wurden... Jetzt von Unterschieden der Geschlechter zu sprechen halte ich für falsch. Ist meiner Meinung nach alles Erziehungssache - und da kann man eh nichts dran ändern.

  13. #38
    Keks-Verteiler

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    Re: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

    @Janosch: Hättest deinen Post nicht anders Formulieren können? Irgendwie fühl ich mich gerade ziemlich als Depp hier und Frauenverachter, aber ok

    Zitat Zitat von Janosch Beitrag anzeigen
    , den zweiten Satz muss man sich echt auf der Zunge zergehen lassen und richtig geniessen, so drollig ist der! Das ist ja süss! Wird dir also alles zuviel mit der Gleichberechtigung. Verstehe du armer..
    Das ist so als würde man Gerechtigkeit grundsätzlich befürworten, aber sobald es dann doch zuviel wird und dir auf die Nerven geht oder dich vermeintlich einschränkt, dann bitte nicht zuviel davon!

    Sprach der Mann und Prost!
    Das Gegenlesen eines Beitrages sollte ich mir echt angewöhnen, nicht nur bei den News. Ja, der Satz ist unsauber formuliert und suggeriert, dass ich nicht für Gleichberechtigung bin, dies wollte ich aber nicht so darstellen. Entsprechend deinem zweiten Absatz:

    Zitat Zitat von Janosch Beitrag anzeigen
    Nee versteh ich ehrlich gesagt nicht, wo da der WTF Moment sein sollte, außer du denkst dir bei zum Beispiel "KFZ-Mechanikerin": WTF, Frauen verstehen doch nichts von Autos! Das weiss doch jeder!
    Das wäre dann aber plumper Sexismus. Geht es darum, oder was meinst du überhaupt?
    Ich meinte nicht damit, dass irgendwelcher Sexismus hier eine rolle spielt, natürlich kann eine Frau eine Super Mechanikerin sein, wahrscheinlich besser als manch anderer Kerl, doch diese zwangliche Änderung der Sprache, wie es ja bereits schon oft angesprochen wurde hier, finde ich einfach bescheuert. Warum muss für jeden Begriff, der in Ansatzweise Maskulin klingt gleichzeitig ein Femininer erfunden werden?

    Zitat Zitat von Janosch Beitrag anzeigen
    Abermals, keine Ahnung wovon du redest bzw. was für merkwürdige Gedanken du hast?
    Stellst du dich nur künstlich dumm oder worum geht es dir? War deine Vorgesetzte (so heisst das korrekt, und nicht Vorgesetztin) so schwer als Frau zu identifizieren, oder was? Kann ich kaum glauben.. selbst wenn bekommt man doch auf der Arbeit durch ihren Namen und die Anreden anderer nach kürzester Zeit mit, ob es sich um eine Frau handelt oder einen Mann.

    Warst du erste wenige Minuten dort angestellt oder wie?
    Ich redete doch in keinerlei Hinsicht darüber, das Geschlecht meines Cheffen NICHT zu identifizieren! Der Gedankengang war der, dass ihr als Frau sofort aufgefallen ist, dass ich bei den drei Beispielen der Excel Liste zwei mal den Männertitel schrieb, und dem Mann auch noch den akademischen Grad. Dass dann ein Hinweis kommt "Es gibt auch Frau Doktor" zeigte mir, dass anscheinend gedacht wurde, ich sei im typischen Rollen Bild und würde einer Frau keine Akademische Leistungen zutrauen.


    Zitat Zitat von Janosch Beitrag anzeigen
    Kann ich mir ehrlich kaum vorstellen, dass es in dieser Form durchgängig geschrieben war. Das müsste dann ein Unfallexemplar aus irgendeiner Übergangszeit im Diskurs sein.
    Normalerweise wird das verkürzt auf ErzieherIn oder Erzieher/-in, dann ist das Lesen gar nicht so nervig. Vielleicht beim ersten mal etwas ungewohnt, aber nach einer Weile liest sich das ganz normal.
    So kenne ich das aus aktueller wissenschaftlicher Literatur. Das was deine Freudin da hatte ist sicher kein gutes Beispiel, aber meiner Wahrnehmung nach auch die absolute Ausnahme.
    Dem kann ich mich anschließen, ich selber hatte sowas auch noch nicht gesehen

    Zitat Zitat von Janosch Beitrag anzeigen
    Jaja dieses diffuse Gefühl, untermauert mit ein paar aberwitzigen Beispielen. Schon merkwürdig wie das genügt männliche Selbsicherheit anzugreifen. Aber hauptsache du hast deine Freundin noch im Griff oder? Meinungsmässig mein ich das bezüglich dem nervigen Feminismus.
    Entschuldige bitte meine Meinung

    Zitat Zitat von Janosch Beitrag anzeigen
    Machst du das eigentlich aus Absicht oder Ahnungslosigkeit? Gleichstellungsbeauftragtin? Hab ich noch nie gehört in der Form..

    Grundsätzlich werden da Frauen bevorzugt, weil man ihnen unterstellt, dass sie diese Position nicht zur Aufrechterhaltung des Patriarchats missbrauchen werden.
    Das kann im Einzelfall aber total anders sein, denn Ideen und Vorstellungen über Gleichheit und Gerechtigkeit sind natürlich nicht biologisch determiniert und schon gar nicht durch das Geschlecht.
    Es gibt auch vielerorts Männer in dieser Position, es ist nicht so als ob das verboten wäre. Männer müssen sich nur vorher ensprechend ausgezeichnet haben durch Publikationen zu dem Thema oder dergleichen, während man leider von Frauen fälschlicherweise per se denkt, dass sie natürlich im Sinne von Gleichstellung handeln, allein weil sie auch Frauen sind und es ja in ihrem Interesse sein müsste.
    So einfach ist es aber nicht.
    Wahrscheinlich gibt es den Job auch manchenorts als Doppelspitze, aber das ist wohl dann auch eine Kostenfrage.

    Soweit ich weiss gibt es halt kein Gesetz, dass dies genau regelt, sondern nur allgemeine Vorgaben und Richtlinien.
    Wieso sollte ich mich dumm stellen? Ich selber arbeite im öffentlichen Dienst und erlebe das doch selber. Wie ich bereits in Post #9 sagte, im öffentlichen Dienst ist dies geregelt! Und genau dort wird auch vorgeschrieben dass eine Frau diese Position haben soll und auch nur Frauen berechtigt sind zu wählen. Entschuldige bitte das ich bei Gleichberechtigung verstehe, dass auch jeder gleich behandelt wird. Was ist denn nun mit einem Männlichen Mitarbeiter, der aufgrund diverser vergangenen Erlebnisse Probleme hat sich gegenüber Frauen zu öffnen, aber einer Frau als Gleichstellungsbeauftragte erklären muss, dass er belästigt wurde? Da wäre doch der männliche Ansprechpartner eher die richtige Wahl!


    Zitat Zitat von Janosch Beitrag anzeigen
    Eigentlich ist die Grundlage ziemlich dürftig.., aber eine Diskussion zu dem Thema ist total ok.

    Zu deinen Fragen: Ja ich denke es ist möglich. Und nein, die Vorurteile oder genauer gesagt die Meinungen darüber was eine Frau könne und was nicht, oder was sie zu sein habe.. diese sind dermassen im Fluss wie zu keiner Zeit zuvor.
    Die Menschen wachsen nicht im Vakuum auf. Was ein Mann über Frauen im Allgemeinen denkt und welche Vorurteile er hat, ist zutiefst von seiner Erziehung und Sozialisation abhängig. Und das kann sich mit der Generation massiv verändern.
    Schön auch von dir noch eine Meinung zu lesen
    Für diesen Beitrag bedankt sich Janosch
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    Verteiler von leckeren Keksen!
    Und Nürnberg ist eine so sichere Stadt, da kann der Autoschlüssel stecken bleiben :D

  14. #39
    KU ♪ RO ♪ MI ♪ (shy) Avatar von kuromi
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    Re: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

    @War-10-ck: Muss ich präzisieren: Wenn ich von der Frau spreche spreche ich vom Durchschnitt bzw. der Masse. Keineswegs von allen. Es gibt und gab immer Frauen die sich durchgesetzt haben - teilweise sogar ungeachtet ihrer Erziehung. Und es wird sie auch immer geben. Ebenso wie es bei den Männern jene gibt, die sich überhaupt nicht durchsetzen können.

    Es gab da irgendwie mal ganz interessante Statistiken zu Verbrechen und wie sie verübt wurden. Aufgeschlüsselt nach Geschlecht.
    Frauen tendieren demnach grundsätzlich dazu Verbrechen zu planen. Mitunter nehmen sie sich dafür viele Jahre Zeit und warten auf den passenden Moment oder bauen sogar extra dafür eine "Scheinwelt" auf. Männer tendieren zu Affekthandlungen, spontane Verbrechen, meist geleitet von Emotionen wie Eifersucht, Wut, Hass, etc.

    Bei diesem Punkt z.B. bezweifle ich (lass mich da aber gern aufklären), dass das reine Erziehungssache ist, wie eine Frau auf ein zu lösendes Problem reagiert. Daher halte ich Frauen aktuell für das aggressivere Geschlecht. Ich denke einfach, dass Frauen neben ihrer nachgesagten Güte und Empathie auch das andere Extrem ausgezeichnet beherrschen und mitunter, wenn nötig, auch ausleben.

    Schwer zu beschreiben. Sagen wir so: Ich hätte vor einer verärgerten Frau weit mehr äh ... Respekt, um nicht zu sagen Angst, als vor einem verärgerten Mann. Bin da aber vllt. auch voreingenommen, da von psychopathischen Frauen umgeben.

    Feminismus betrachte ich daher auch skeptisch. Ich finde Gleichberechtigung sehr wichtig. Aber aktuell wandelt sich dieses Ziel Gleichberechtigung immer mehr zu einem Abraffen von Vorteilen schön versteckt unter dem Mäntelchen der Gleichberechtigung. Teilweise wird es sogar absurd, wenn ich da an die Diskussion mit den Legomännchen denke, wo man einfach den Kopf eines Mannes auf den Körper einer Frau stecken könnte - Zack Legoweibchen mit kurzen Haaren (und von mir aus auch Bart) oder umgekehrt - Frau Doktor und flach wie ein Brett. Gibt es ja alles. Gibt doch auch bestimmt schon Debatten zum Mädchenei von Kinderüberraschung.
    Und ja - wenn die Männer nicht aufpassen, sind sie bald die, die um ihre Rechte kämpfen müssen.

    Wenn die Frau etwas will ist sie stark.
    Wenn sie etwas nicht will, ist sie schwach.

    Wenn der Mann etwas will ist er stark.
    Wenn er schwach ist, will ihn keiner.
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  15. #40
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    Re: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

    @kuromi:

    Blödes Weib, widersprich mir nicht dauernd!



    Ne, kann schon sein, wobei mich das doch wundert, da Männer doch das Testosteron haben, das ja nachweislich für gesteigerte Aggressivität sorgt.

    Naja zumindest sind die Mädels, wenn nicht agressiver dann doch zickiger
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    "Moderator-Man ist gekommen um uns zu retten! HAIL MODERATOR-MAN!" - Fhynn

  16. #41
    Mitglied Avatar von Janosch
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    Re: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

    Zitat Zitat von Localhorst Beitrag anzeigen
    @Janosch: Hättest deinen Post nicht anders Formulieren können? Irgendwie fühl ich mich gerade ziemlich als Depp hier und Frauenverachter, aber ok
    Sorry das sollte nicht das Ziel sein! Ich hab nur teilweise extrem viele ??? vor der Stirn gehabt bei deinem Startpost. Für Formulierungen die dich vielleicht verletzt haben, entschuldige ich mich hiermit.

    Zur Sprache:

    Zitat Zitat von Localhorst Beitrag anzeigen
    @Janosch:
    Ich meinte nicht damit, dass irgendwelcher Sexismus hier eine rolle spielt, natürlich kann eine Frau eine Super Mechanikerin sein, wahrscheinlich besser als manch anderer Kerl, doch diese zwangliche Änderung der Sprache, wie es ja bereits schon oft angesprochen wurde hier, finde ich einfach bescheuert. Warum muss für jeden Begriff, der in Ansatzweise Maskulin klingt gleichzeitig ein Femininer erfunden werden?
    Zitat Zitat von Kaesereibe Beitrag anzeigen
    Das Gender-neutrale Schreiben oder Sprechen1 ist ja ein vieldiskutiertes Thema. Die "Aufreger" darüber kann ich in vielen Fällen nachvollziehen. Ich bin aber unsicher darüber, inwiefern da nur etwas aufgebauscht wird, was gar nicht "so ernst" genommen wird. Mir ist kein Fall bekannt, in dem bspw. ein Student notentechnisch dafür belangt wurde, solche sprachlichen Kniffe komplett zu ignorieren. An sich funktioniert das Ganze auch ziemlich gut - über die Thematik wird diskutiert. Man erreicht Personen, die sich sonst vielleicht nicht für Gleichstellungs- oder Gender-Thematik interessieren würden geschweige denn mal ihre eigene Geschlechterposition reflektieren würden.
    Zitat Zitat von BurnerR Beitrag anzeigen
    Weil man sich leider bei der Kausalität vertan hat.

    Das Argument
    ist ja: Die Sprache formt unser denken. Deswegen sollten wir eine von ungewollten Werten befreite Sprache wählen.
    Das ist soweit auch richtig und man kann beliebig viele Studien dazu produzieren.
    Aber Sprache existiert immer im gesellschaftlichen Kontext.
    Schau dir mal das Wort "Fußgängerzone" an. Das ist auch nicht geschlechtsneutral, es müsste ja eigentlich "FußgängerInnenZone" heißen. Dem obigen Argument folgend würde man nun ja vermuten können, dass Frauen weniger shoppen gehen als Männer oder weniger in Fußgängerzonen shoppen gehen als anderswo, etcetc.
    Das ist - unterstelle ich grad mal - aber nicht der Fall schrägstrich absurd. Denn in der Realität ist es anders herum als behauptet: Unser Denken bestimmt formt unsere Sprache in dem Sinne, als das der Bedeutungsumfang und die Konnotation über diesen festgelegt wird. Das ist der primäre Mechanismus den man in der Realität vorfindet.
    Die große Ironie besteht nun darin, das Feministen die gesellschaft derart sensibilisiert haben für das Thema, also unser Denken so lenken, dass sie immer mehr tatsächlich recht haben.
    Man löst ein Problem, das man selber erzeugt hat. Das hat aber mit dem eigentlichen Problem gar nichts zu tun, nämlich wer alles mitgedacht wird bei dem begriff "Bauarbeiter" oder "Lehramtsstudenten".
    Also ich hab da kein leichtes Urteil. Es ist eben eine komplizierte Thematik.
    Aber erstmal: Diese Diskussion abzuqualifizieren, nur weil sie einem diffus albern erscheint, finde ich auch falsch. Und es geht ja nicht um einen maskulinen Klang/Ton, oder um die Erfindung neuer Wörter, sondern einfach auch um simple Grammatik und deren Anwendung.
    Erzieher klingt nicht nur männlich, es ist einfach auch die männliche Form. Erzieherin ist die weibliche Form und die gab es schon immer (nichts neu erfunden). Die Diskussion bezieht sich auf die Anwendung in der Praxis und in welcher Form das leicht möglich ist durch eine neue Kombination, wie ErzieherIn, wenn beide Geschlechter gemeint sind.

    Käsereibe würde ich insofern zustimmen, als es insofern funktioniert hat das feministische Thema zur Diskussion zu machen. Aber in dieser Diskussion hat genau diese Sprachthematik leider auch den Effekt gehabt, das ganze Anliegen ins Lächerliche zu ziehen bzw. hat es Feminismus-Gegnern leicht gemacht dies zu tun, weil sich eben leider viele Leute wie Localhorst nur denken "WTF, wie albern" und sich dann selten oder nur ungenügend mit der Thematik selbst beschäftigen. Gut Localhorst hat das wenigstens irgendwie versucht.

    Burner hat das ganz gut dargestellt und die sachliche Kritik daran aufgezeigt. Ich bin mir dennoch nicht sicher, ob ich zustimmen würde, oder ob nicht doch Sprache unsere Welt mehr formt, als wir denken oder es verstehen.
    Das Fußgängerzonen Beispiel fand ich da schlecht gewählt, weil das keiner wahrnimmt. Niemand steht ja vor dem Schild und denkt darüber nach, was für eine Zone er da grad betritt. Natürlich bleibt Frau da nicht stehen und denkt sich "oops hier nur für Männer".
    Bei Stellenanzeige kann das aber schon ganz anders sein. Ich zumindest würde nicht pauschal behaupten, dass ich mich in eine Frau hineinfühlen kann. Mag sein, dass auch hier viele Frauen das gar nicht wahrnehmen und sich dennoch bewerben würden. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass bei männlich konnotierten Berufen, eine männliche Bezeichnung das ganze nochmal verstärkt und eine Frau den Eindruck hat: Hier sollen sich nur Männer bewerben.
    In gewissem Sinne hat Burner aber recht, sobald sich die Thematik und die Kenntnis derer verbreitet hat, kann "Mechaniker" als Begriff kaum noch eine Frau inkludieren, weil die sich heutzutage denken würde: "Heute schreiben die das doch überall gendermässig und wenn da jetzt wirklich Mechaniker steht, dann meinen die jetzt tatsächlich nur Männer". In diesem Sinne erfüllt sich dann auch die Prophezeiung.
    Aber wenn sich jeder dran hält, gäbe es kein Problem.

    Auf einer theoretischen Ebene scheiden sich hier eben die Geister, ob Sprache für jede gesellschaftliche Veränderung die Voraussetzung ist oder Sprache nur nachzieht und sich bereits vollzogenen Veränderungen anpasst bzw. von uns angepasst wird. Für beides gibt es irgendwie gute Argumente.



    Zitat Zitat von Localhorst Beitrag anzeigen
    @Janosch:
    Ich redete doch in keinerlei Hinsicht darüber, das Geschlecht meines Cheffen NICHT zu identifizieren! Der Gedankengang war der, dass ihr als Frau sofort aufgefallen ist, dass ich bei den drei Beispielen der Excel Liste zwei mal den Männertitel schrieb, und dem Mann auch noch den akademischen Grad. Dass dann ein Hinweis kommt "Es gibt auch Frau Doktor" zeigte mir, dass anscheinend gedacht wurde, ich sei im typischen Rollen Bild und würde einer Frau keine Akademische Leistungen zutrauen.
    Ok, das hab ich wohl missverstanden. Also ging es gar nicht um sie, sondern um eine dritte Person, die du gar nicht kanntest? Und deren Name sollte da rein.. verstehe.
    Trotzdem verstehe ich nicht, wieso du dann Herr und Frau schreibst, dann aber zusätzlich nur Herr Dr. und nicht noch Frau Dr. Da verstehe ich den Kommentar deiner Vorgesetzten dann eigentlich ziemlich gut. Wenn du nur Dr. oder Prof. geschrieben hättest wäre es was anderes.

    Also kurzum versteh ich nicht was man anderes denken sollte? Vielleicht, dass du grad zu faul warst jetzt noch Frau Dr. zu schreiben. Aber du warst ja nicht zu faul vorher Frau zu schreiben. Insofern versteh ich die Interpretation deiner Vorgesetzten und wär bei mir als Mann auch genauso gewesen.


    Zitat Zitat von Localhorst Beitrag anzeigen
    @Janosch:
    Wieso sollte ich mich dumm stellen? Ich selber arbeite im öffentlichen Dienst und erlebe das doch selber. Wie ich bereits in Post #9 sagte, im öffentlichen Dienst ist dies geregelt! Und genau dort wird auch vorgeschrieben dass eine Frau diese Position haben soll und auch nur Frauen berechtigt sind zu wählen. Entschuldige bitte das ich bei Gleichberechtigung verstehe, dass auch jeder gleich behandelt wird. Was ist denn nun mit einem Männlichen Mitarbeiter, der aufgrund diverser vergangenen Erlebnisse Probleme hat sich gegenüber Frauen zu öffnen, aber einer Frau als Gleichstellungsbeauftragte erklären muss, dass er belästigt wurde? Da wäre doch der männliche Ansprechpartner eher die richtige Wahl!
    Dafür brauchst du dich nicht entschuldigen. Ich wusste nur nicht, dass es wirklich so geregelt ist.
    Wenn das so ist, stimme ich in dem Punkt sogar zu und finde das selbst fragwürdig. Meiner Meinung nach ist das eben keine Thematik, die grundsätzlich nicht auch ein Mann vertreten könnte und wenn er das ganz pauschal nicht darf, finde ich das natürlich genauso ungerecht und ungleich.
    Ich kann es halt menschlich verstehen, wie diese Annahme zustande kommt, aber wenn das wirklich gesetzlich so strikt geregelt ist, ist das auch Unsinn.
    Für diesen Beitrag bedanken sich Kaesereibe, Localhorst

  17. #42
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    Re: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

    @Nerephes: Kannst doch auch auf andere Weise aggressiv handeln. Werde dir immer widersprechen, ist mein einziger Lebensinhalt. Besser du verärgerst mich nicht.
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  18. #43
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    Re: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

    Zitat Zitat von Janosch Beitrag anzeigen
    Sorry das sollte nicht das Ziel sein! Ich hab nur teilweise extrem viele ??? vor der Stirn gehabt bei deinem Startpost. Für Formulierungen die dich vielleicht verletzt haben, entschuldige ich mich hiermit.
    Ist Okay Bei meinen Formulierungen muss man eben meistens nachfragen, da ich oft unverständlich schreibe. Außerdem sind wir hier im P&G, da muss man ein etwas dickeres Fell haben

    Zitat Zitat von Janosch Beitrag anzeigen
    Ok, das hab ich wohl missverstanden. Also ging es gar nicht um sie, sondern um eine dritte Person, die du gar nicht kanntest? Und deren Name sollte da rein.. verstehe.
    Trotzdem verstehe ich nicht, wieso du dann Herr und Frau schreibst, dann aber zusätzlich nur Herr Dr. und nicht noch Frau Dr. Da verstehe ich den Kommentar deiner Vorgesetzten dann eigentlich ziemlich gut. Wenn du nur Dr. oder Prof. geschrieben hättest wäre es was anderes.

    Also kurzum versteh ich nicht was man anderes denken sollte? Vielleicht, dass du grad zu faul warst jetzt noch Frau Dr. zu schreiben. Aber du warst ja nicht zu faul vorher Frau zu schreiben. Insofern versteh ich die Interpretation deiner Vorgesetzten und wär bei mir als Mann auch genauso gewesen.
    So ungefähr. Ich habe diese Liste einfach mit Beispielen Gefüllt. Herr Max Mustermann, Frau Janine Musterfrau und Herr Dr. Albert Zweistein. Ich dachte mir eben drei Beispieldatensätze reichen und es waren halt eben aus Zufall dieser Zusammenstellung.

    Zitat Zitat von Janosch Beitrag anzeigen
    Dafür brauchst du dich nicht entschuldigen. Ich wusste nur nicht, dass es wirklich so geregelt ist.
    Wenn das so ist, stimme ich in dem Punkt sogar zu und finde das selbst fragwürdig. Meiner Meinung nach ist das eben keine Thematik, die grundsätzlich nicht auch ein Mann vertreten könnte und wenn er das ganz pauschal nicht darf, finde ich das natürlich genauso ungerecht und ungleich.
    Ich kann es halt menschlich verstehen, wie diese Annahme zustande kommt, aber wenn das wirklich gesetzlich so strikt geregelt ist, ist das auch Unsinn.
    Der Meinung bin ich auch, gerade wenn man sieht wann das Gesetz erlassen wurde. Nach Wikipedia (jetzt in der Schnellsuche) wurde das Gesetzt erstmalig im Jahr 2001 erlassen und die letzte Änderung fand 2009 statt. Ja, die Idee warum dies so gestaltet wurde kann man sich denken, aber diese Umsetzung spiegelt halt genau meine Frage wieder: Warum nur Frauen? Das Zweiteam wäre da "gerechter"
    Für diesen Beitrag bedankt sich Janosch
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  19. #44
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    Re: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

    Zitat Zitat von kuromi Beitrag anzeigen
    Grundsätzlich sehe ich Frauen als das aggressivere Geschlecht an.
    Männer sind aggressiver, das liegt am Testosteron. Männer sind deshalb psychisch instabiler, viel häufiger an Verbrechen beteiligt, Hooligans usw.

    Grundsätzlich bringen uns weder Feminismus noch Misogynie wirklich weiter. Die Biologie hat uns zur Zweigeschlechtlichkeit verurteilt und wir sollten das Beste draus machen. Es hat ja auch sein Gutes. Was nötig ist, ist mehr Toleranz und ein Blick für die Bedürfnisse der Anderen. Beispielsweise dafür, dass den Frauen für den Aufwand des Kinderkriegens gesellschaftlicher Ausgleich zusteht (nicht Entschädigung, Kinder sind kein Schaden).
    Für diesen Beitrag bedankt sich BurnerR

  20. #45
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    Re: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

    Zitat Zitat von joschi Beitrag anzeigen
    Männer sind aggressiver, das liegt am Testosteron. Männer sind deshalb psychisch instabiler, viel häufiger an Verbrechen beteiligt, Hooligans usw.
    Naja, ich bin da der Meinung, dass Frauen diese "Aggressivität" anders äußern! Generell ist mir aber aufgefallen, dass Frauen oft nicht loslassen können. Selbst nach mehreren Monaten wird oft noch an bestimmte Situationen gedacht und ist nachtragend der Entsprechenden Person. Das sehe ich an meiner aktuellen Freundin: Selbst nach über einem Jahr Funkstille ihrer damals besten Freundin (über 10 Jahre), wo meine Freundin den Kontakt abgebrochen hat da sich die werte Dame so einiges geleistet hat, sieht sich meine bessere Hälfte regelmäßig die Facebookseite der ehemaligen Freundin an und berichtet mir darüber. So ein Verhalten sah ich auch an meiner Ex-Freundin. Sobald irgendjemand irgendetwas schlechtes ihr gegenüber getan hat kam er auf eine "Schwarze Liste" und man wollte mit dieser Person nichts mehr zu tun haben und nur das schlechte Wünschen. So ein Verhalten sah ich noch nie an einem Mann.

    Wenn mir jemand blöd gekommen ist, mich derbe verarscht nach (gleichem Level wie Freundin ausspannen) mach ich da einfach folgendes: Meinung sagen und dann nichts mehr von ihm wissen. Noch Monate danach auf seine öffentliche Facebookseite lesen, ihm jegliches schlechte wünschen, selbst wenn ich wollte hätte ich nicht die Energie mich jedesmal darüber aufzuregen. Frauen anscheinend schon Das ist aber wieder ein anderes Thema.
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  21. #46
    Bot #0384479 Avatar von BurnerR
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    Re: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

    Das Fußgängerzonen Beispiel fand ich da schlecht gewählt, weil das keiner wahrnimmt. Niemand steht ja vor dem Schild und denkt darüber nach, was für eine Zone er da grad betritt. Natürlich bleibt Frau da nicht stehen und denkt sich "oops hier nur für Männer".
    Der Mechanismus ist sowieso meistens subbewusst, darum geht es im Prinzip ja auch. Alles andere sind eher Randfälle. Das mit den Stellenanzeigen fällt eher in den Bereich der sozialen Normen.

    Erzieher klingt nicht nur männlich, es ist einfach auch die männliche Form. Erzieherin ist die weibliche Form und die gab es schon immer (nichts neu erfunden).
    Das ist nur die grammatikalische Form, die wir zufällig männlich nennen. Auch "Die Tür" oder "Die Sonne" sind in dem Sinne männlich und "Der Stock" männlich.
    Und diese grammatikalische Form umfasst alle biologischen Geschlechter, alles andere wurde nur gesellschaftlich konstruiert. Insofern fehlt in Wahrheit eine Form die nur die Männer anspricht.
    Für diesen Beitrag bedankt sich Janosch

  22. #47
    KU ♪ RO ♪ MI ♪ (shy) Avatar von kuromi
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    Re: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

    @joschi: Localhorst beschreibt das schon ganz gut. Es gibt mehrere Wege aggressiv zu reagieren. Das würde ich nicht alleine aufs Testosteron schieben. Mit aggressiv beziehe ich mich nicht ausschließlich auf z.B. Wutausbrüche oder körperliche Gewalt. Ich meinte damit eher so passiv-aggressives Verhalten, wie man so schön sagt, wo sich die Gewalt dann eher auf psychischer Ebene zeigt. Und ich halte Frauen da einfach für gnadenloser.
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  23. #48
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    Re: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

    Ich verstehe diesen modernen Feminismus überhaupt nicht. Eine Alice Schwarzer basht eine Verona Pooth dafür, dass sie sich sexy anzieht und sich als "Objekt" darstellt und andere Feministinnen, bashen Leute, die Frauen wegen ihrem Outfit runtermachen als sogenanntes "Slutwalk". Häh!?

    Dann wollen viele von ihnen Gleichberechtigung, aber auch gleichzeitig Sonderrechte. Gleiche Bezahlung, aber der Mann soll die Tür aufhalten und das Essen bezahlen und dir Geschenke kaufen.

  24. #49
    Mitglied Avatar von Janosch
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    Re: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

    Zitat Zitat von BurnerR Beitrag anzeigen
    Der Mechanismus ist sowieso meistens subbewusst, darum geht es im Prinzip ja auch. Alles andere sind eher Randfälle. Das mit den Stellenanzeigen fällt eher in den Bereich der sozialen Normen.
    Ob das nun unterbewusst oder gedanklich abläuft ändert ja leider nichts am Resultat?

    Es sei denn man glaubt wirklich das wäre irgendwie biologisch bedingt. Aber die Berufswahl ist natürlich am stärksten kulturell beeinflusst und das schliesst eben auch die Sprache mit ein. Wenn ein Beruf als männlich dargestellt wird und dann auch noch grammatikalisch so bezeichnet wird, dann wird dieser kulturell manifestierte Mechanismus ausgelöst oder zumindest verstärkt.


    Zitat Zitat von BurnerR Beitrag anzeigen
    Und diese grammatikalische Form umfasst alle biologischen Geschlechter, alles andere wurde nur gesellschaftlich konstruiert. Insofern fehlt in Wahrheit eine Form die nur die Männer anspricht.
    Nein. Hat denn Gott die grammatikalische Formen erfunden? Die ist doch genauso gesellschaftlich konstruiert. Die männliche Form war natürlich schon immer da. Zu behaupten da wären Frauen immer schon mitgedacht worden scheint mir sehr abstrus. Die Geschichte zeigt doch das Gegenteil. Sogar mit "der Mensch", meinte man früher nur den Mann.
    Ich sag ja nicht, dass es unmöglich wäre die männliche Form zu einer Form zu machen, die allgemein anerkannt beide Geschlechter einschliesst. Fragt sich aber inwiefern das Sinn machen sollte, denn natürlich braucht man sprachlich M/W, genauso wie ein MW (das beide Geschlechter bezeichnende). Da ist schon sinnvoller als MW einen Mischbegriff aus weiblicher und männlicher Form zu etablieren.

    Aus männlicher Sicht ist es halt leicht zu behaupten, dass die weibliche Form in gleicher Anerkennung gemeint wäre. Aber tatsächlich wird es doch nicht allgemein so empfunden. Sonst hätte sich dieser Gendersprache-Diskurs ja niemals etablieren können.

  25. #50

    Re: Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

    Zitat Zitat von Janosch Beitrag anzeigen
    Sogar mit "der Mensch", meinte man früher nur den Mann.
    Gibts dafür ein Beispiel? Das habe ich nämlich noch nie gehört. Bedeutet das heutzutage hieße es korrekt "Menschin"?

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