Seite 93 von 95 ErsteErste ... 438389909192939495 LetzteLetzte
Ergebnis 2.301 bis 2.325 von 2357

Thema: Drogenpolitik

  1. #2301
    gesperrt
    Registriert seit
    Feb 2017
    Ort
    Ostberlin
    Beiträge
    843

    Re: Drogenpolitik

    Zitat Zitat von saddy Beitrag anzeigen
    @Meta: Dass du null auf mich eingehst, lässt mich Denken dass du nur trollen willst.
    Und- ist nun jemand auf dich eingegangen? Nein? Interessiert sich wohl keiner für.

  2. #2302
    Brillenschlange Avatar von Kenobi van Gin
    Registriert seit
    Jul 2013
    Ort
    .\
    Beiträge
    2.462
    ngb:news Artikel
    1

    Re: Drogenpolitik

    Zitat Zitat von Meta Beitrag anzeigen
    Und- ist nun jemand auf dich eingegangen? Nein?
    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	Eingang.png 
Hits:	14 
Größe:	63,7 KB 
ID:	49055

    Es sind sehr wohl Leute auf seinen Beitrag eingegangen. Sollen jetzt alle, die das ähnlich sehen, ihre Meinung nochmal komplett darlegen? So wie früher in der Schule? "Das wollte ich auch sagen!"
    Ist doch Quatsch. Viel interessanter wäre es doch, jetzt jemanden mit einer anderen Position zu hören, der die Argumente bewertet, entkräftet, vielleicht auch bestätigt, eigene Argumente bringt, ... Wie so eine Diskussion eben funktioniert
    Für diesen Beitrag bedankt sich saddy

  3. #2303
    gesperrt
    Registriert seit
    Feb 2017
    Ort
    Ostberlin
    Beiträge
    843

    Re: Drogenpolitik

    @Kenobi van Gin: Blätter mal bissl zurück, da findest du meine Beiträge. Wenns nicht zu viel Mühe macht, natürlich.

  4. #2304
    ♪♪♫♪♫♫♪ Avatar von KaPiTN
    Registriert seit
    Jul 2013
    Beiträge
    7.815
    ngb:news Artikel
    6

    Re: Drogenpolitik

    Zitat Zitat von Meta Beitrag anzeigen
    Blätter mal bissl zurück, da findest du meine Beiträge.

    Das mußte jetzt extra von Dir erwähnt werden?
    Hat sich wohl keiner für interessiert.
    J'irai pisser sur votre bombes
    You can educate a fool, but you cannot make him think

  5. #2305
    A.C.I.D

    Veteran

    Avatar von Seedy
    Registriert seit
    Jul 2013
    Beiträge
    6.688
    ngb:news Artikel
    5

    Re: Drogenpolitik

    Da wir jetzt festgestellt haben, dass sich hier niemand für niemanden interessiert:

    Wollen wir zurück zum Thema Drogenpolitik?
    Niemand hat bock sich 300 Seiten zu lesen, daher kann man bestimmte Argumente wohl auch an geeigneter Stelle noch mal bringen.

    Zuletzt waren wir irgendwie dabei ob vergleichende Argumente sinnvoll sind, oder nicht:

    Jester meinte, sie sollten zwingend erfolgen um eine Relation herzustellen.
    Ich meinte, sie sind es nicht, da es sehr ambivalente und dadurch schwache Argumente sind.

    Das letzte von Meta war:
    Meine Idee wäre, Tabak, Spirituosen und Cannabisprodukte nur noch in lizensierten Geschäften abzugeben, die eine Kundenkartei führen müssen und nur an 18- bzw. 21-jährige verkaufen dürfen. Diese Kundenkarteien müssen- ähnlich wie bei Spielbanken- europaweit vernetzt sein.
    Meine Frage dazu:
    Warum eine europaweite Kundenkartei? Was wäre das Ziel dieses?
    Elitär, bourgeois und amoralisch

  6. #2306
    Mitglied

    (Threadstarter)


    Registriert seit
    Jul 2013
    Ort
    Weinberge :)
    Beiträge
    827

    Re: Drogenpolitik

    Das Getrolle übergehe ich mal, danke trotzdem für euren Rückenwind

    Was das o.g. angeht sind Meta und ich sogar fast einer Meinung, ich wär auch dafür Alkohol und Tabak, (Ausnahme Kippenautomaten oder 24/7 Läden) nur in der Gastronomie und in lizenzierten Fachgeschäften verkaufen zu dürfen.
    Kundekartei halte ich für gefährlichen Überwachungsfetischquatsch.
    Soziale Kontrolle funktioniert bei legalen Drogen doch ganz gut.

    Bei illegalen wieder weniger, weil der Konsum da in der Regel heimlich statt findet.

  7. #2307
    Pottblach™ Avatar von Bruder Mad
    Registriert seit
    Jul 2013
    Ort
    Mitten im Pott!
    Beiträge
    3.043

    Re: Drogenpolitik

    Kundenkartei? Lizensierte Fachgeschäfte?
    Und was macht ihr mit Schreibwarenläden (Klebstoff), Gärtnereien (Engelstrompete), Zoohandlungen (Bufo-Kröten) und Wald und Feld allgemein (lustige Pilze)?
    Ist doch alles Blödsinn.

  8. #2308
    A.C.I.D

    Veteran

    Avatar von Seedy
    Registriert seit
    Jul 2013
    Beiträge
    6.688
    ngb:news Artikel
    5

    Re: Drogenpolitik

    @saddy:
    Deswegen ja die Frage nach dem Sinn dieser Kartei.

    Ein Ziel der Legalisierung ist ja das überführen des Schwarzmarktes in einen überwachten Weißmarkt.
    Damit verbunden auch die Einhaltung des Jugendschutzes.

    Der ließe sich durch lizenzierte Läden auch für Alkohol und Kippen verbessern.
    Für diesen Beitrag bedanken sich saddy, AN00BIS
    Elitär, bourgeois und amoralisch

  9. #2309
    Traceur Avatar von AN00BIS
    Registriert seit
    Feb 2015
    Ort
    Auf den Dächern
    Beiträge
    125
    ngb:news Artikel
    3

    Re: Drogenpolitik

    Ich sehe allgemein keinen Grund für das Verbot von Drogen. Meiner Meinung nach sollte jeder selber entscheiden was er sich da reinpfeifft, solange er damit nur sich selber schadet.

    Der Schwarzmarkt ist in meinen Augen das grösste Problem und dieser würde mit einer Legalisierung eingehen.
    Ich finde der Staat sollte den Drogenhandel überwachen und regulieren, so wie das in bisherigen Posts (Auch von Meta) bereits vorgeschlagen wurde. Kartei halte ich ebenfalls für Quatsch.
    Vernünftige Altersbeschränkungen wären dann natürlich besonders wichtig. Mein Vorschlag wäre spontan:

    • Alkohol: 16/18
    • Cannabis, Tabak: 18
    • LSD, MDMA, Pilze: 21
    • Heroin, Kokain, Opioide, etc. : 25


    Dabei sollte ausserdem auf Vernünftige Aufklärung gesetzt werden. Wenn ich an meine Schulzeit zurückdenke hat diese da komplett gefehlt
    Für diesen Beitrag bedanken sich saddy, Bruder Mad
    Arguing that you don't care about the right to privacy because you have nothing to hide is no different than saying you don't care about free speech because you have nothing to say.
    No matter where you go, everybody's connected. ~Lain

  10. #2310
    Pottblach™ Avatar von Bruder Mad
    Registriert seit
    Jul 2013
    Ort
    Mitten im Pott!
    Beiträge
    3.043

    Re: Drogenpolitik

    Zitat Zitat von AN00BIS Beitrag anzeigen
    Meiner Meinung nach sollte jeder selber entscheiden was er sich da reinpfeifft, solange er damit nur sich selber schadet.
    Tja, das wird aber nicht funktionieren. Stichwort: Autofahrer, Arbeiter an gefährlichen Arbeitsplätzen etc.

    Vernünftige Altersbeschränkungen wären dann natürlich besonders wichtig.
    Auch das wird nicht klappen. Wie viele Jugendliche rennen mit Alk bzw. Kippen rum? Kauft eben ein Älterer...

  11. #2311
    Traceur Avatar von AN00BIS
    Registriert seit
    Feb 2015
    Ort
    Auf den Dächern
    Beiträge
    125
    ngb:news Artikel
    3

    Re: Drogenpolitik

    @Bruder Mad: Beschränkungen fürs Autofahren sollen ja nicht aufgehoben werden.
    Nur sollte man sein Führerschein nicht mehr abgeben müssen, nur weil man noch THC Rückstände von vor einer Woche im Blut hat.

    Ich denke wenn es staatlich kontrollierte Abgabestellen gibt, an welchem man seinen Pass vorzeigen muss und auch nur eine gewisse Menge kaufen darf, würde die Abgabe an Jugendliche eher zurückgehen als beim jetzigen System.
    Aber ich stimme dir zu, dass Jugendliche immer einen Weg finden werden, um an Grass/Kippen/Alk heranzukommen. Ich finde aber nicht, dass das ein Grund gegen eine Legalisierung ist.
    Arguing that you don't care about the right to privacy because you have nothing to hide is no different than saying you don't care about free speech because you have nothing to say.
    No matter where you go, everybody's connected. ~Lain

  12. #2312
    Pottblach™ Avatar von Bruder Mad
    Registriert seit
    Jul 2013
    Ort
    Mitten im Pott!
    Beiträge
    3.043

    Re: Drogenpolitik

    Nur sollte man sein Führerschein nicht mehr abgeben müssen, nur weil man noch THC Rückstände von vor einer Woche im Blut hat.
    Da stimme ich dir zu! Allerdings meinte ich das bezogen auf die Gefährdung anderer, wenn man z.B. unter THC-Einfluss Auto fährt.

  13. #2313
    Traceur Avatar von AN00BIS
    Registriert seit
    Feb 2015
    Ort
    Auf den Dächern
    Beiträge
    125
    ngb:news Artikel
    3

    Re: Drogenpolitik

    @Bruder Mad: Das ist mir schon klar Aber wie bereits erwähnt bin ich ja nicht dafür, dass man jetzt auf Drogen Auto fahren darf.
    Oder bist du der Meinung, dass durch eine Legalisierung plötzlich mehr Menschen unter dem Einfluss von Drogen durch die Gegend heizen?

    Im Strassenverkehrsgesetz braucht es bei THC klar eine Anpassung. Bei anderen Drogen kenne ich mich mit den Rückständen zu wenig aus. Ich denke aber gerade bei härteren Drogen würde eine Null-Toleranz-Regelung weiterhin Sinn machen.
    Arguing that you don't care about the right to privacy because you have nothing to hide is no different than saying you don't care about free speech because you have nothing to say.
    No matter where you go, everybody's connected. ~Lain

  14. #2314
    Pottblach™ Avatar von Bruder Mad
    Registriert seit
    Jul 2013
    Ort
    Mitten im Pott!
    Beiträge
    3.043

    Re: Drogenpolitik

    Oder bist du der Meinung, dass durch eine Legalisierung plötzlich mehr Menschen unter dem Einfluss von Drogen durch die Gegend heizen?
    Nee, das sicherlich nicht. Ich denke nur, dass zu viele Menschen nicht in der Lage sind zu entscheiden, ob sie andere gefährden, wenn sie sich was reinpfeifen.

  15. #2315
    A.C.I.D

    Veteran

    Avatar von Seedy
    Registriert seit
    Jul 2013
    Beiträge
    6.688
    ngb:news Artikel
    5

    Re: Drogenpolitik

    @Bruder Mad:
    Das stimmt natürlich, ist ja grade bei Alkohol jetzt schon ein Problem.

    Medikamente/Drogen und Autos sind aber generell ein ekliges Thema.
    Für diesen Beitrag bedanken sich Jester, Bruder Mad
    Elitär, bourgeois und amoralisch

  16. #2316
    ★★★★☆ (Kasparski) Avatar von Jester
    Registriert seit
    Dec 2014
    Ort
    Code Azure
    Beiträge
    692
    ngb:news Artikel
    2

    Re: Drogenpolitik

    @Seedy: Als ich schrieb, dass man den Vergleich zwischen Alk und Gras durchaus ziehen sollte, meinte ich ausschließlich den Status der Illegalität. Angesichts der Legalität von Alkohol und Tabak ist meiner Meinung nach das Verbot von Cannabis doppelt und dreifach Bullshit.

    @Straßenverkehr: witzig, dass 0,1 ng/ml im Blut reichen, um sofort den Führerschein zu entziehen plus MPU, dass aber medizinische Cannabis-Patienten nur fahrtüchtig nach eigener Einschätzung sein müssen. Im Ernst, es muss eine sinnvolle Grenze für aktives THC im Blut geben, die darf aber nicht aus der Luft gegriffen sein (~5ng vom Vorabend). Rauschmittel haben am Steuer nix verloren. Full Ack @Mad dbzgl.

    @grundsätzliche Legalisierung von Drogen: selten so einen Schwachsinn gelesen, sry für den Rant. Es gibt Substanzen, die das Potential einer nahezu sicheren Suchterkrankung beim ersten Konsum mitbringen, die dürfen auf gar keinen Fall legalisiert werden, im Gegenteil, hier greift der Schutzauftrag des Staats. Straffreiheit für Konsumenten ok, Dealer bis zum Sankt Nimmerleinstag in den Bau. Andere Substanzen können unter Umständen den Konsumenten derartig psychisch verwirren, dass die Folgen nicht absehbar sind, auch Fremdgefährdung. Die sollten ganz bestimmt nicht legalisiert werden.

    @Kriminalität: wir haben es aus der Ami-Prohibition gelernt - der einzige Profiteur eines Verbots ist die (O)K. Wenn Cannabis staatlich kontrolliert & besteuert abgegeben wird, entfällt sofort das wirtschaftliche Interesse der (O)K. Erste Analysen aus Amiland seit der Legalisierung besagen genau das, sobald es sich nicht mehr lohnt und am Ende die Quali beim Staat fürs gleiche Geld besser ist, ziehen sich die D3al0rz zurück.

    @Einstiegsdroge: völliger Quark. Die Gefahr besteht weitestgehend nur wegen der Illegalität von Gras. Der nicht-altruistische Grasdealer hat halt unter Umständen noch andere Angebote.

    @Jugendschutz: wenn Pot hier staatlich verkauft würde (ab 18, ab 21, wayne, Erwachsene halt), gäbe es zwar immer noch einen Reststrom zu Jugendlichen wie aktuell auch, aber a) ist die Qualität gewährleistet und b) ist das illegale Umfeld nicht mehr gegeben. Der Gedanke, vollständig verhindern zu können, dass Jugendliche an den Shtoff gelangen, ist ähnlich süß wie der, dass die Prohibition funktionieren könnte.

    @Staatsinteresse: würde Cannabis legalisiert und eine entsprechende Industrie etabliert, würden x Mrd Verfahrenskosten eingespart, es könnten x Mrd zusätzliche Steuern erwirtschaftet werden (die man wunderbar zum Jugendschutz und zur Prävention einsetzen könnte, bestimmt blieben auch noch önn paar Juros für die schwarze Null übrig), es würden x Tsd neue Arbeitsplätze geschaffen, Rentenkassen gepushed. Der OK würde ein fetter Zahn gezogen, wenn nicht der Fetteste überhaupt.

    @Gesundheitsgefährdung: davon ausgehend, dass man isst/trinkt/verdampft statt zu rauchen gibt es kaum eine.


    Noch was?
    Für diesen Beitrag bedanken sich MSX, KingJamez, Pleitgengeier, AN00BIS
    Geändert von Jester (13.02.18 um 16:48 Uhr) Grund: Coshmetique
    Die Welt ist grau. Und bunt!

  17. #2317
    A.C.I.D

    Veteran

    Avatar von Seedy
    Registriert seit
    Jul 2013
    Beiträge
    6.688
    ngb:news Artikel
    5

    Re: Drogenpolitik

    Zitat Zitat von Jester Beitrag anzeigen
    @Seedy: Als ich schrieb, dass man den Vergleich zwischen Alk und Gras durchaus ziehen sollte, meinte ich ausschließlich den Status der Illegalität. Angesichts der Legalität von Alkohol und Tabak ist meiner Meinung nach das Verbot von Cannabis doppelt und dreifach Bullshit.
    Egal wie rum man das Argument dreht, es klingt immer beschissen und lässt mich gleichen Argument, nur umgedreht, kontern.
    Als ich schrieb, dass man den Vergleich zwischen Alk und Gras durchaus ziehen sollte, meinte ich ausschließlich den Status der Legalität. Angesichts der Illegalität von Cannabis ist meiner Meinung nach das erlaubt sein von Alkohol und Tabak doppelt und dreifach Bullshit.
    Das meinte ich damit.
    Der vergleich funktioniert in beide Richtungen.
    Deswegen ist imo als Argument disqualifiziert.
    Elitär, bourgeois und amoralisch

  18. #2318
    Traceur Avatar von AN00BIS
    Registriert seit
    Feb 2015
    Ort
    Auf den Dächern
    Beiträge
    125
    ngb:news Artikel
    3

    Re: Drogenpolitik

    @Jester: Ich teile deine Meinung grösstenteils, möchte aber noch einmal das Thema komplette Legalisierung aufgreifen.
    Ich möchte mich dabei ausschliesslich auf die Drogen in der Grafik, welche saddy gepostet hat beziehen. Ich bin kein Mediziner und sollte es noch schädlichere Drogen geben, welche wie du bereits erwähnt hast
    ...das Potential einer nahezu sicheren Suchterkrankung beim ersten Konsum mitbringen,...
    kann ich nicht ausschliessen, dass ein totales Verbot da nicht sinnvoll wäre.
    Ich greife mir hier einfach mal Heroin heraus, da es auch deutlich an der Spitze liegt.
    Heroin ist grundsätzlich für den menschlichen Körper nicht wirklich schädlich. Es hat allerdings ein so hohes Abhängigkeitspotential, dass dieses deutlich gefährlicher ist als die Droge selbst. Wer nämlich erst einmal süchtig ist, möchte den Stoff meist möglichst schnell und billig beschaffen und missachtet dabei die tatsächlichen Schädlichkeiten (Verunreinigte Spritzen, Streckmittel, Verlieren des Anschluss zu Freunden/Familie).

    Hätte man nun zum Beispiel Abgabestellen, welche wie Entzugskliniken in der Schweiz funktionieren (Betreuung, begrenzte Mengen, saubere Spritzen, medizinisches Heroin), wäre das in meinen Augen sinnvoller, als Heroin grundsätzlich zu verbieten und die Konsumenten von der Gesellschaft auszuschliessen.

    Ich will damit nicht sagen, man soll Heroin bewerben, so nach dem Motto: "Hey. Wir bieten euch nun legale Abgabestellen an. Ihr habt hier also keine Risiken zu befürchten!"
    Man sollte auch nicht einfach so an eine Erlaubnis für den Konsum von Hero herankommen, sondern sich erst einmal medizinisch testen lassen müssen (Abhängigkeitspotential, gesundheitliche Risiken, Verträglichkeit, etc.). Das sollte meiner Meinung nach der bereits genannte Schutzauftrag des Staates sein.


    Genommen wird der Stoff trotzdem. Mir stellt sich einfach die Frage, ob man einfach wegsieht und weitermacht wie bisher (ziemlich erfolglos ) oder endlich eine bessere Lösung findet (Welche ja nicht zwingend meinem Vorschlag entsprechen muss).
    Arguing that you don't care about the right to privacy because you have nothing to hide is no different than saying you don't care about free speech because you have nothing to say.
    No matter where you go, everybody's connected. ~Lain

  19. #2319
    ★★★★☆ (Kasparski) Avatar von Jester
    Registriert seit
    Dec 2014
    Ort
    Code Azure
    Beiträge
    692
    ngb:news Artikel
    2

    Re: Drogenpolitik

    @Seedy: Jap, bin völlig bei Dir. Ich versuche wohl den zu erwartenden Aufschrei der "Trinker"-Gemeinde für meine Zwecke auszunutzen Legalize it! Tatsächlich wäre ein Verbot auch von Alkohol und Nikotin rein inhaltlich betrachtet und im Sinne der Volksgesundheit ziemlich sinnvoll. Nur eben nicht besonders spaßig oder für mich persönlich ^^


    @AN00BIS: Die körperliche (mehr oder minder) Unschädlichkeit von Heroin ist mir bewusst. Das Problem damit ist doch, dass sich das Leben eines Konsumenten selbst unter idealen Bedingungen (genug Geld bzw. kostenfreie Abgabe, reiner Wirkstoff und dauerhaft verfügbar) recht schnell nur noch darum drehen würde - nach dem Rausch ist vor dem Rausch, Heroin lässt einem da nicht allzu viele Freiheiten. Für bereits Süchtige mit schlechter Therapieprognose ist das m. E. völlig ok und sinnvoll, aber ich denke, dass man die Noch-nicht-Konsumenten genau wie die noch Therapierbaren vor einer solchen Art eines "Lebens" mit aller Kraft beschützen muss, denn einmal darin gefangen, gibt es kaum einen Ausweg.

    Gleiches muss sicherlich für Drogen gelten, die den Körper und/oder den Geist zerstören, Meth z. B. Oder für Drogen mit zu hohem Katastrophenpotential, LSD etc.

    In meinen Augen kann es eine Legalisierung von psychoaktiven Substanzen nur geben, wenn eine Sucht bei verantwortungsvollem Umgang damit (wie z. B. bei Alkohol) weitestgehend ausgeschlossen werden kann und sich die typischen Lebensumstände durch den Konsum nicht nennenswert zum Schlechten verändern. Daher denke ich, dass die meisten Drogen nicht legalisiert werden können - Cannabis aber schon. Das ist ja auch nicht nur meine Meinung, sondern belegbar durch die Erfahrungen seit 40+ Jahren in Holland und auch seit einiger Zeit in Amerika.

    Kleiner Einschub: ich selbst bin seit -zig Jahren kein Konsument (mehr), ich vertrete lediglich meinen mir sinnvoll erscheinenden Standpunkt, der sich im Laufe vieler Jahre als meist verantwortungsvoller Konsument, aber auch viele Jahre als Nicht-Konsument gebildet hat.

    (...)

    Eigentlich ist doch die Frage, warum Menschen überhaupt das Bedürfnis verspüren, Drogen zu konsumieren. Darin steckt schon fast die Antwort: viele Menschen haben mitunter ein Bedürfnis nach Rausch, nach einem spirituellen/schamanischen Erlebnis, nach einer subjektiven Bewusstseinserweiterung. Warum zur Hölle soll man sich diesem Grundbedürfnis nicht offen stellen? Genau dieses Pharisäertum durften wir doch schon bei der US-Prohibition beobachten - ist ein Bedürfnis da, wird es immer die Tendenz zur Befriedigung geben. Wird es verboten, entsteht Kriminalität, die sich dieses Verfügbarkeitsdelta zu Nutze macht, mit den bekannten Folgen. Ein Verbot, das die Menschen inhaltlich nicht nachvollziehen können, ist sinnlos.

    Drogen allerdings, die eine Sucht verursachen, erzeugen alleine dadurch und meist gegen die Ursprungsintention ihrer Konsumenten das dauerhafte Bedürfnis zum Konsum, alleine schon dadurch sind sie in meinen Augen völlig disqualifiziert, Konsum wie Legalisierung betreffend. Die meisten Menschen dürften das ähnlich sehen, vermute ich.
    Geändert von Jester (14.02.18 um 15:13 Uhr)
    Die Welt ist grau. Und bunt!

  20. #2320

    Re: Drogenpolitik

    ie körperliche (mehr oder minder) Unschädlichkeit von Heroin ist mir bewusst. Das Problem damit ist doch, dass sich das Leben eines Konsumenten selbst unter idealen Bedingungen (genug Geld bzw. kostenfreie Abgabe, reiner Wirkstoff und dauerhaft verfügbar) recht schnell nur noch darum drehen würde
    Das wurde in der Realität aber bereits widerlegt, und das seit 25 Jahren immer und immer wieder (Schweiz, kontrollierte Abgabe).
    Wenn der Nachschub gesichert ist, und der Süchtige eben keine "Angst haben muss" heute abend an seinen Schuss zu kommen, denkt er auch nicht den ganzen Tag drüber nach wie er zu seinem Schuss kommen kann.

    Oder für Drogen mit zu hohem Katastrophenpotential, LSD etc.
    Sorry, da klingst Du gerade wie die freundliche Dame, die uns vor 30 Jahren in der Schule erklärte, wie gefährlich Hasch ist wenn man es sich spritzt.
    Gruß
    braegler

  21. #2321
    ★★★★☆ (Kasparski) Avatar von Jester
    Registriert seit
    Dec 2014
    Ort
    Code Azure
    Beiträge
    692
    ngb:news Artikel
    2

    Re: Drogenpolitik

    @braegler: Yup, ist mir bekannt. Wenn ein Konsument aber die Droge zum Unterdrücken von Entzugserscheinungen braucht, reden wir doch eher von Medikamentierung einer Krankheit, als von Genusskonsum, oder? Das hat doch nichts mehr mit gewolltem Spaß zu tun... ich sagte ja auch, ich finde die Abgabe an Untherapierbare völlig ok und angebracht.

    @LSD: Whoa... das habe ich dann falsch ausgedrückt. Ich habe selber in meiner Jugend einige viele Erfahrungen mit LSD gehabt und die waren alle durchweg positiv. Nichts desto trotz denke ich, dass nicht alle Menschen in der Lage sind, die Wirkung zu verkraften oder auch nur vorher adäquat einzuschätzen. Ich rede nicht von einem Horrortrip, das geht vorbei und man vergisst es bestimmt nie mehr. Ich rede davon, dass durchaus jemand auf Acid von ner Brücke springen oder vor ein Auto laufen kann, wenn er nicht sachkundig begleitet wird - oder in ein Auto steigt und unabsichtlich irgendwo reinfährt.

    Außerdem gibt es mit Sicherheit zahlreiche psychische Gründe, warum ein Teil der Menschen kein LSD nehmen sollte. Oder auch bestimmte andere Drogen.
    Geändert von Jester (14.02.18 um 17:19 Uhr)
    Die Welt ist grau. Und bunt!

  22. #2322
    A.C.I.D

    Veteran

    Avatar von Seedy
    Registriert seit
    Jul 2013
    Beiträge
    6.688
    ngb:news Artikel
    5

    Re: Drogenpolitik

    Da sind wir wieder bei dem alten Problem:

    Darf man den Leuten ihren Trip verwehren, weil es potentiell schädlich ist.
    Wie schädlich muss es sein, bis man das Recht hat es zu verbieten.

    Darf man eventuell einen Vergleich zwischen LSD und Fallschirmspringen ziehen?

    Muss ich überhaupt einen Grund liefern damit es erlaubt ist, oder sollte man lieber gute Gründe nennen um damit es verboten ist?
    Elitär, bourgeois und amoralisch

  23. #2323

    Re: Drogenpolitik

    Nichts desto trotz denke ich, dass nicht alle Menschen in der Lage sind, die Wirkung zu verkraften oder auch nur vorher adäquat einzuschätzen. Ich rede nicht von einem Horrortrip, das geht vorbei und man vergisst es bestimmt nie mehr. Ich rede davon, dass durchaus jemand auf Acid von ner Brücke springen oder vor ein Auto laufen kann, wenn er nicht sachkundig begleitet wird - oder in ein Auto steigt und unabsichtlich irgendwo reinfährt.
    Da reiht sich das gute alte Mutterkornalkaloid aber zusammen mit fast allen psychotropen Stoffen ein.
    Ich kenne einen Holländer, der nach 2 Zügen am Jay dumm wie Brot ist. Also jetzt nicht gutes Brot, sondern eher so das American-Style Brot. Der ist zu wirklich gar nichts mehr zu gebrauchen. Nada, nix, Gemüse.
    Auf der anderen Seite, hat Lachgas ihn aggro gemacht und zwar nicht nur für ein paar Sekunden. Natürlich ist er da eine Ausnahme.

    Aber prinzipiell stelle ich die Frage, ob die Problematik der schlechten Dosierbarkeit und die der Verunreinigung, wie bei Hanf nicht genauso bei härteren Drogen zu stellen ist: Stellt das Verbot wirklich ein Mehrwert für die Gesellschaft dar?
    Und das nicht nur mt Blick auf den derzeitigen Konsumenten. Ein Blick gen Osten auf den ganzen Krokodil-Spass kann doch durchaus auch so interpretiert werden:
    Die Leute wollen Partydrogen. Früher gab es MDMA und Co. Alles recht aufwenig zu laborieren. Die Vorläufersubstanzen sind stark reguliert.
    Nun kann man aber relativ einfach auf Basis von Codein (was ja ein verbreiteter Wirkstoff ist) Desomorphin (Krokodil) herstellen.
    Um das zu machen braucht man so gut wie keine chemischen Kenntnisse (ganz im Gegenteil zum Eugenol->MDMA Weg).
    Das Zeug selbst ist ja "nur" stark abhängig machen, aber die Nebenprodukte sind halt hoch toxisch.
    Ähnlicher Werdegang bei CM.
    Hat nun das Verbot der Partydrogen wirklich einen Nutzen gebracht?
    Fakt ist nunmal: Die Leute schmeissen sich Drogen ein, egal wie hart dies bestraft wird. Selbst in Ländern mit Todesstrafe auf Drogenbesitz wird das Zeug eingebaut.

    Wäre es da, im Sinne der Volksgesundheit, nicht besser, man würde ordentliche Partydrogen professionell unter GMP herstellen und vermarkten?

    Spoiler: 


    Zu dieser prinzipiellen Überlegung, ob nicht alle Drogen legalisiert werden sollten, brachte mich einst die nette Amtsärztin, bei der ich 3mal in den Becher pinkeln durfte.
    Gruß
    braegler

  24. #2324
    ★★★★☆ (Kasparski) Avatar von Jester
    Registriert seit
    Dec 2014
    Ort
    Code Azure
    Beiträge
    692
    ngb:news Artikel
    2

    Re: Drogenpolitik

    Zitat Zitat von Seedy Beitrag anzeigen
    Da sind wir wieder bei dem alten Problem:
    Darf man den Leuten ihren Trip verwehren, weil es potentiell schädlich ist.
    Ja, natürlich. Kommt auf das Potential hinsichtlich des Grades des zu erwartenden Kontrollverlusts bzw. der Eigen- und Fremdschädigung an.

    Wie schädlich muss es sein, bis man das Recht hat es zu verbieten.
    Echt schwierig. Was die Schädlichkeit für den Konsumenten selbst betrifft, sollte die Entscheidung ihm überlassen werden, so lange nicht Schäden für die Gesellschaft zu erwarten sind. Bei möglicher Fremdschädigung darf der Konsumen(d|t) die Entscheidung nicht selbst treffen dürfen.

    Darf man eventuell einen Vergleich zwischen LSD und Fallschirmspringen ziehen?
    Auf den ersten Blick gesehen gar nicht so doof gefragt, aber es wäre ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen: da hier nur eine Eigenschädigung im Raum steht (wenn der Springer niemandem den Möllemann auf den Kopf macht) und die daraus möglicherweise resultierenden Schäden für die Gesellschaft durch Versicherungen abgedeckt sein dürften, ist das des Springers Sache.

    Muss ich überhaupt einen Grund liefern damit es erlaubt ist, oder sollte man lieber gute Gründe nennen um damit es verboten ist?
    Beides. Beispiel Alkohol: es birgt Gefahren, wird aber bei verantwortungsvollem Umgang damit keine Probleme machen und macht den Leuten Spaß. Also erlaubt ab einer gewissen Altersstufe/Reifegrad. Beispiel Gras: es birgt deutlich weniger Risiken auch bei weniger verantwortungsvollem Umgang damit, ist aber verboten, weil es eben verboten ist. Also verboten. Weil verboten eben.

    Mowl jetzt! Prost!




    Wie ich schon vorher irgendwann schrieb: ein nicht nachvollziehbares Verbot ist Unsinn und kann gar nicht funktionieren. Also sachlich nicht nachvollziehbar, nicht wegen entsprechender Beschränkungen des Empfängers.
    Geändert von Jester (14.02.18 um 17:26 Uhr)
    Die Welt ist grau. Und bunt!

  25. #2325

    Re: Drogenpolitik

    Zitat Zitat von braegler Beitrag anzeigen
    Hat nun das Verbot der Partydrogen wirklich einen Nutzen gebracht?
    Fakt ist nunmal: Die Leute schmeissen sich Drogen ein, egal wie hart dies bestraft wird. Selbst in Ländern mit Todesstrafe auf Drogenbesitz wird das Zeug eingebaut.

    Wäre es da, im Sinne der Volksgesundheit, nicht besser, man würde ordentliche Partydrogen professionell unter GMP herstellen und vermarkten?
    Hier muß ich mich mal einmischen, dass schöne wie auch negative bei Partydrogen, ist ja der Kick als solches. Zum Beispiel eine veränderte Wahrnehmung, überschwängliches Empfinden, gesteigerte Kommunikation - fallen mir spontan ein, respektiv bei Ecstasy/LSD.

    Das klingt furchtbar positiv, wäre es zum Teil auch, aber wenn jemand sich derartig "dopen" muß um überhaupt Freude, Glück und andere Dinge "empfinden" oder "ausüben" zu können - da liegt das Problem an ganz anderer Stelle. Die Stoffe bieten schöne Zeitfenster, aber danach wird man als Konsument auf Dauer in ein Loch der "einöde" fallen - alles was ohne diese Zusätze an Stoffen nicht mehr oder nur marginal empfunden wird, also viel flacher und nicht bunt und schillernd, wie mit.

    Daher würde ich mal die Frage in den Raum stellen, wäre es sinnvoll Partydrogen (kommerziell im großen Stil) zu vermarkten, die Gesellschaft nur noch Freude durch Partyknaller erleben zu lassen?
    Oder liegt das Problem an anderer Stelle, wo man eingreifen könnte bzw. innerhalb der Gesellschaft/des erleben des Einzelnen, eben damit nicht die Notwendigkeit einer bewusstseinserweiternden, psychoaktiven, Substanz aufkommt?

    Und als keine Anmerkung:
    Ich will mich da selbst als Alkoholkonsument nicht raus halten aus dem Gedankengang, aber ich könnte mir, für mich, vorstellen, wäre ich generell als Mensch "glücklicher" oder zufriedener, würde ich selbst vielleicht weniger oder im besten Fall vielleicht sogar gar nicht zu Alkohol greifen. Im Grunde ist es doch eine Form der Kompensation für andere Missstände oder ungutes Empfinden/Wahrnehmung oder erleben/nicht erleben, "Lückenfüller" oder ähnlichem.
    Gruß theSplit
    @ I'm the whisper in the wind, the tear on the land, the scream in the sky - the blood youve shed @
    +++ Aktuelle IT-Talents Code Competion 2018 +++ NGB-Statistik Opt-Out/Anonymisierung +++ KISS Ebook Starter [Linux] +++ Browser Add-on: Flag cookies +++ weitere Projekte auf Github +++

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •