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Thema: Neue Deckenlampe

  1. #1
    Suchtspielmacher (ehm.) Avatar von werner
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    Neue Deckenlampe

    Moin moin,

    ich würde gerne im Esszimmer eine neue Deckenlampe montieren. Die jetzige ist so eine billige Ikea-Lampe, und ist auch viel zu dunkel für den Raum, trotz heller Birne.
    Die Decke scheint nicht so sonderlich stabil, eher so Gipsplatten-mäßig. Auf jeden Fall hört man beim Klopfen gegen die Decke ein hohles Geräusch. Die Wohnung ist Altbau, und enstprechend ist der Zustand. Hier ein Bild der tollen Lampeninstallation:
    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	deckenlampe.jpg 
Hits:	61 
Größe:	1,05 MB 
ID:	59324

    Nun meine Frage(n): Muss ich auf etwas achten, zB. besondere Dübel/Schrauben verwenden? Gibt es eine Gewichtsbegrenzung? Ich habe noch nie eine Deckenlampe installiert, aber das sollte ja grundsätzlich nicht allzu besonders schwierig sein im Normalfall..

    VG
    werner


  2. #2
    Mitglied Avatar von Sibi
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    Re: Neue Deckenlampe

    Versuch 1: Direkt Schrauben ohne Vorbohren und hoffen, dass du Holz triffst
    Versuch 2: Fischer Duopower
    Alternativ: -> Fischer Duoblade

    worst case: Hohlraum Metalldübel, da kannst dann aber auch 100kg dran aufhängen.

    Alle Möglichkeiten reichen aus vom Gewicht um eine Lampe zu montieren.

    Ich weiß.
    Fischer, Fischer, Fischer,...aber die taugen eben und ersparen einem viel Zeit
    „Nichts wird die Gesundheit der Menschen und die Chance auf ein Überleben auf der Erde so steigern wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung.”
    ~Albert Einstein~

  3. #3

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    Re: Neue Deckenlampe

    Je nachdem wie dick das Rigips ist, lässt sich das auch mit 6er Dübel (Fischer, bin da auch für) problemlos machen. Ich bohre bei sowas immer erst mit einem 5er Bohrer vor.
    Was ist mit dem Loch dort bei deiner Lampe, ist das nicht schon ein Dübel und wenn ja, welche Größe hat der?

    Edith: hab's Bild rangezoomt, scheint nur ein Loch zu sein.
    @ It is my own will, away with it, never again @

  4. #4

    Re: Neue Deckenlampe

    Ist die ganze Decke hohl oder nur ein paar Zentimeter rund um das Loch wo die Kabel rauskommen? Würde mich nicht wundern wenn unter der Tapete eine breite Plastikblende steckt die nur gut verspachtelt wurde.

  5. #5
    SYS64738

    Moderator

    Avatar von thom53281
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    Re: Neue Deckenlampe

    Wenn das Rigips ist, könnte man im Prinzip sein Glück auch mit Gipskartondübeln versuchen. Viel halten muss es ja nicht.

    Beachte bitte auch unbedingt, dass diese Lampe zweiadrig installiert wurde - zumindest sehe ich keinen dritten Draht. Dort kommt also entweder die klassische Nullung zum Einsatz (wenn nie umgerüstet wurde) oder es ist schlicht gar kein Schutzleiter vorhanden (wenn der Raum schon über RCD abgesichert ist). Bei ersterem könnte man grundsätzlich auch eine Lampe mit Metallgehäuse installieren (wenn man es richtig macht, ggf. Elektriker zu Rate ziehen), ich würde aber tunlichst gleich eine schutzisolierte Lampe montieren.

    Den Raum unbedingt aussichern bei der Montage, da im Altbau ggf. auch eine Hamburger Schaltung zum Einsatz kommen kann, die zwar heutzutage verboten ist, aber es keine Nachrüstverpflichtung gibt.

  6. #6
    Mitglied Avatar von Sibi
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    Re: Neue Deckenlampe

    Zitat Zitat von thom53281 Beitrag anzeigen
    Den Raum unbedingt aussichern bei der Montage, da im Altbau ggf. auch eine Hamburger Schaltung zum Einsatz kommen kann, die zwar heutzutage verboten ist, aber es keine Nachrüstverpflichtung gibt.
    Hatten diese damals in der Ausbildung besprochen und noch nie in der Praxis gesehen.

    War dann echt stolz, als ich sie dann doch mal vorfand und wieder erkannte
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    ~Albert Einstein~

  7. #7
    Feiner Herr Avatar von Ungesund
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    Re: Neue Deckenlampe

    Und schau mal in dem Zusammenhang nach nem Baldachin-Set. Die "Rohe Verlegekabel aus der Wand" Ästhetik erinnert doch eher an Ghetto und Sozialen Wohnungsbau.
    Non omnibus unum est quod placet.

  8. #8

    Re: Neue Deckenlampe

    Da muss ich @ungesund recht geben, ein baldachin macht es schöner, nimm den von der IKEA Lampe, notfalls.

  9. #9

    Re: Neue Deckenlampe

    Da gibt es nur zwei Dinge auf die man achten muss.

    1. Muss einem selbst gefallen.
    2. LED

    Wenn die Decke wirklich hohl ist: Hohlraumdübel rein und gut ist.

    Btw. wird das dritte Kabel wahrscheinlich, wie früher üblich, in der Decke stecken. Das Erdungskabel hat man gerne einfach zurück ins Loch geschoben, weil es nicht gebraucht wurde. Braucht man meiner Ansicht nach bei Deckenlampen auch heute nicht. Es sei denn man ist 3 Meter groß oder die Decke nur 2 Meter hoch. Sofern vorhanden sollte man es natürlich dennoch anklemmen.

  10. #10
    SYS64738

    Moderator

    Avatar von thom53281
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    Re: Neue Deckenlampe

    Da wird Dir aber jeder Elektriker was husten, wenn an einer Lampe mit Metallgehäuse kein Schutzleiter angeschlossen ist.

    Gerade die Farben, die aus der Decke kommen, deuten für mich darauf hin, dass man da keine gelb-grüne Ader finden wird. Entweder es ist von vornherein nur ein zweiadriges Kabel (gerade in der DDR mit Mangelwirtschaft nicht ungewöhnlich) oder es ist dreiadrig und hat die Farben schwarz-grau-rot (Westdeutschland).

    Dabei hatten diese Kabel früher in der Regel die folgende Belegung (war aber nicht verbindlich!):
    Schwarz - Phase
    Grau - Nullleiter oder PEN-Leiter
    Rot - Schutzleiter oder geschalteter Draht

    Wie man sieht, ist es bereits in der Theorie eine ziemliche Lotterie, welche Funktion ein bestimmter Draht aufgrund seiner Farbe darstellt. Hier scheint vermutlich grau der Neutralleiter und rot der geschaltete Draht zu sein. Wenn man eine weitere Ader findet, dann ist diese schwarz. Welche Funktion hat der Draht?

    Wohl kaum wird dieser ein Schutzleiter sein. Daher auf keinen Fall anschließen! Im besten Fall hängt der Draht auf der anderen Seite in der Luft. Im schlimmsten Fall ist auf dem Leiter eine Phase oben (z. B. weil mal ein Deckenventillator dort war) und man klemmt diese direkt auf das Gehäuse. Das ist gemeingefährlich!

    Wie schon gesagt, ich würde tunlichst zu einer schutzisolierten Lampe raten.
    Geändert von Chegwidden (14.08.21 um 11:07 Uhr) Grund: Grün: Stromschlag->Leitersturz->Klinik->Pandemie->Blöd!

  11. #11
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    Re: Neue Deckenlampe

    Zitat Zitat von thom53281 Beitrag anzeigen
    Entweder es ist von vornherein nur ein zweiadriges Kabel (gerade in der DDR mit Mangelwirtschaft nicht ungewöhnlich) oder es ist dreiadrig und hat die Farben schwarz-grau-rot (Westdeutschland).
    Auch in westdeutschen Altbauten sind nur 2 Adern verlegt.

    D.h. stimmt nicht ganz. Als ich vorgestern die Lampe angeschlossen hab, war:
    - grüngelb: Rückleister
    - blau: Phase Lampe 1
    - schwarz: Phase Lampe 2

    Bei allen anderen Lampen hier gab's nur 2 Adern.

  12. #12
    SYS64738

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    Avatar von thom53281
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    Re: Neue Deckenlampe

    Eine derartige Verwendung des 3x1,5² war in Westdeutschland nicht unumstritten und ist, sofern nicht ganz besondere Gegebenheiten herrschen, auch in etlichen Fällen unzulässig.

    https://de.wikipedia.org/wiki/PEN-Leiter

    PEN-Leiter müssen in den D-A-CH-Ländern für Neuanlagen mit der Farbkombination Grün-Gelb über die gesamte Länge und zusätzlich mit blauer Markierung an den Leiterenden gekennzeichnet sein. Für bestehende PEN-Leiter (mit ausreichendem Querschnitt) ist auch eine Farbkennzeichnung in blauer Farbe über die gesamte Länge zulässig, wenn sie an den Leiterenden mit grün-gelber Markierung versehen werden.[8] Der PEN-Leiter wird vereinbarungsgemäß nicht als aktiver Leiter bezeichnet.
    In Ordnung gewesen wäre bei klassischer Nullung: Grün-Gelben Leiter vorne und hinten zusätzlich blau kennzeichnen, als PEN-Leiter zu verwenden und schwarz als Außenleiter verwenden. Auch in Ordnung gewesen wäre nach den alten Normen, den blauen Draht als PEN zu verwenden und schwarz als Außenleiter. Der jeweils andere Draht bleibt in der Luft hängen. So vollkommen zulässig und bei zweiadriger Installation auch meist so installiert (auch beim dreiadrigen Kabel mit alten Farben).

    Nimmt man also den schwarzen als L für die eine Lampe und den gelb-grünen als PEN, so wäre es in der Tat zulässig gewesen, den blauen Draht als weiteren geschalteten L zu verwenden. Voraussetzung dafür ist, dass eine Verwechslung mit dem echten N bzw. PEN ausgeschlossen ist und dass die Anlage vor 1973 installiert wurde. Wurde es danach so installiert oder gar die Anlage auf einen RCD umgerüstet, so ist diese Art der Verdrahtung in jeder Hinsicht unzulässig. Eine Umrüstung auf RCD ist daher auch nicht so ohne weiteres an diesen Lampen möglich - vor allem bei der zweifach geschalteten. Danach kann man nämlich dort, wenn man es korrekt verdrahtet, nur noch eine Lampe anschließen. Der grün-gelbe Draht darf nämlich einzig und alleine als Schutzleiter verwendet werden. Man "verliert" daher mit der Umrüstung auf RCD den N-Leiter weil er vorher ja als PEN kombiniert war. Wenn man extremen Murks eingehen möchte, so verwendet man dann grün-gelb als N (Verboten!) und lässt den PE weg. Dann gilt auch hier -> schutzisolierte Lampe (sowie an allen zweiadrig installierten Lampen, wenn auf RCD umgerüstet wurde).


    Wenn man sich zu Tode sparen wollte, so konnte man in der Tat auch im Westen bis 1973 theoretisch zweiadrig installieren. Wurde in der Praxis aber eher selten so gemacht, da man dann letztendlich dann drei oder vier verschiedene Kabeltypen auf der Baustelle vorrätig haben musste.

  13. #13
    Suchtspielmacher (ehm.)

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    Avatar von werner
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    Re: Neue Deckenlampe

    So, vielen Dank an alle, die geholfen haben Ich habs endlich durchgezogen und eine Deckenlampe installiert. Habe Hohlraumdübel verwendet; die Richtung des Stromkabels konnte ich durch das Loch sehen. Hat alles geklappt und es ist jetzt im Wohnzimmer schön hell
    Für diesen Beitrag bedanken sich Sibi, Chegwidden

  14. #14
    offizielles GEZ-Haustier Avatar von Pleitgengeier
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    Re: Neue Deckenlampe

    Zitat Zitat von thom53281 Beitrag anzeigen
    Wenn man sich zu Tode sparen wollte, so konnte man in der Tat auch im Westen bis 1973 theoretisch zweiadrig installieren.
    Warum nach 73 nicht mehr, so lange eine schutzisolierte Lampe angeschlossen wird und man die richtigen Farben verwendet?
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  15. #15
    SYS64738

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    Avatar von thom53281
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    Re: Neue Deckenlampe

    Ok, in dem Punkt hast Du durchaus Recht. Ich zielte in der Aussage eher auf die allgemeine komplette Hausinstallation ab. Da wäre es bis 1973 erlaubt gewesen, das komplette Haus zweiadrig zu installieren. So wie es in dieser Grafik zu sehen ist, die schon in diversen Threads im Netz zu Altbau-Elektrik zu finden ist. Natürlich hätte ein Lichtschalter mit geschaltetem Draht dann mindestens ein dreiadriges Kabel gebraucht. Ab 1973 war dann gefordert, dass der PEN so früh wie möglich zu einem separaten PE und N aufzutrennen ist, sofern er nicht mindestens 16mm² stark ist.



    Mit einer schutzisolierten Lampe wäre auch nach 1973 ein zweiadriges Kabel in Ordnung gewesen. Von der Zukunftssicherheit allerdings unter aller Kanone, weil man dann immer darauf angewiesen ist, dort eine schutzisolierte Lampe zu montieren. Zumindest ein Fachbetrieb hätte das damals sehr wahrscheinlich nicht mehr so gebaut, vor allem weil man sonst für alles ja trotzdem mindestens dreiadrige Kabel braucht.

  16. #16
    offizielles GEZ-Haustier Avatar von Pleitgengeier
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    Re: Neue Deckenlampe

    Ich sagte ja auch nicht dass das sinnvoll ist - wollte nur wissen ob ich da Vorschriften nicht kenne
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  17. #17
    SYS64738

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    Avatar von thom53281
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    Re: Neue Deckenlampe

    Naja, bei den historisch gewachsenem Wust an Vorschriften mach ich jetzt keinem einen Vorwurf, der mir jetzt nicht aus dem Stegreif z. B. die gültige Version von 1982 aufzählen kann - weil da tu ich mich selber auch schwer. Nur denen, die eben jene Regeln damals und auch heute eher kreativ auslegen.

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