[Wissenschaft] Ungefährer Todeszeitpunkt bestimmbar

grave-2036220_640.jpg Forschern aus den Niederlanden ist es gelungen, anhand von 14 Substanzen im Blut den ungefähren Todeszeitpunkt eines Menschen zu bestimmen. Insgesamt wurden im Rahmen einer Studie die Gesundheitsdaten von 44.168 Menschen im Alter von 18 bis 109 Jahren untersucht.

Das Forscherteam untersuchte das Blut der Teilnehmer auf 226 Substanzen. Nach Angaben der Forscher ist es ihnen möglich, aus 14 Aubatanzen davon den ungefähren Todeszeitpunkt eines Menschen zu bestimmen. Getestet wurde das Verfahren anschließend mit Daten von 7.603 Finnen. Diese stammten aus dem Jahr 1997. In 83 Prozent der Fälle konnte mittels des Verfahren vorausgesagt werden, wer innerhalb von fünf bis zehn Jahren gestorben ist. Bei Personen, die bereits über 60 Jahre alt waren, lag die Genauigkeit allerdings nur noch bei 72 Prozent.



Bild:
Quelle:
 
Irgendwie eine sehr gruselige Wissenschaft und da kommt bei mir die Frage auf: "Will oder sollte man das wissen?", "Und was fängt man dann damit an?"

Vor Jahrzehnten gab es "Spaßprogramme" bei der man ein paar Fragen durchgerattert hat und das Programm das "mögliche, erreichbare, Alter" ausgegeben hat. Sicherlich nicht so wissenschaftlich fundiert, aber ich bin mir sicher das es nicht nur bei uns für Aufregung gesorgt hat, je nachdem wie fest man daran glaubte, aber auch etwas andere Zeiten.

Ansonsten, wenn die mir sagen ich sterbe morgen, dreh ich dann auf oder leg ich mich gleich ins Bett? :o
 
Zuletzt bearbeitet:
Man sollte allzeit vorbereitet sein.

[video=picflash;liveeverydayasifItwerehislastmp4NF59CD.webm]https://www.picflash.org/picture.php?key=NF59CD&action=show[/video]
 
Split Was du sagst empfinde ich auch so. Kann man ein Science-Fiction raus spinnen mit dem Titel "Der Tod ist definiert". Nö will ich nicht wissen.
 
Natürlich, "lebe jeden Tag/Moment", "als ob es dein letzter ist." - schön und gut, trifft aber nicht den Kern der Frage, wie man mit dem Wissen umgeht nur noch eine, eventuell stark begrenzte, Dauer leben zu werden.

Ich spreche da nicht von alten Leuten, die 80 Jahre und älter werden bzw. geworden sind, die sich damit auf einer anderen Ebene auseinandersetzen können bzw. "in Ordnung sind" und die auch gelebt haben, das macht das Ende dann zwar auch nicht leicht, aber vermutlich leichter. Aber stell dir vor da wäre ein (mitte) 20 jähriger und man sagt diesem, dank der Vorhersage, er hätte nur noch ein paar Jährchen oder gar nur noch Wochen zu leben. Und da stellst sich mir die Frage: ist man dann dafür, um das Wissen, bereit? Oder wäre es doch besser nicht darum zu wissen?
 
Zu wissen das dur morgen einen Herzinfarkt hast steigert deine Chance den zu überleben ganz immens.

Ist das schon zu abstrakt? Der Text ist absurd vereinfacht.

Nur mit diesem einene Beispiel "Herzinfarkt". Nach einem kann man locker noch ein paar sehr gute Jahre haben. Wenn man allerdings irgendwo umfällt wo einen keiner sieht ist in ein paar Minuten das Licht permanent aus.

Tod und sterben sind umgangsprachlich einfach zu schwammig definiert. Selbst 2 Zeilen MtG flavour Text erklärens besser:
„Wir begegnen dem Tod nicht plötzlich, sondern bewegen uns langsam auf ihn zu; wir sterben an jedem Tag."
 


Wie jetzt? Ein Cartoon kann das nicht beantworten?

Im Ernst. Ich denke, kaum jemand möchte wissen, wie alt er wird.
Btw, alt werden wollen die meisten, alt sein die wenigsten.

Aber das wird auch weiterhin keiner wissen.

Forschern aus den Niederlanden ist es gelungen, anhand von 14 Substanzen im Blut den ungefähren Todeszeitpunkt eines Menschen zu bestimmen.

Nach meinem Verständnis ist das Unsinn.Die haben nicht einmal vorhergesagt, wer jetzt sterben wird. Nicht einmal eine konkrete Wahrscheinlichkeit

Die könnte man z.B. angeben, wenn bei einem Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert wird. Da kann man dann wohl sagen, Du bist mit einer Wahrscheinlichkeit von 90% in 5 Jahren tot. Das ist dann ,wenn ich das richtig sehe,die Letalität, also Bezugsgruppe ist die der gleichartig Erkrankten.

Bei der Studie geht es aber wohl um die Mortalität, das Sterberisiko als die Wahrscheinlichkeit gegenüber der Gesamtbevölkerung in einem bestimmten Zeitraum zu sterben. Das hat es auch vorher gegeben, mit Biomarkern, wie es sie bei es bei einem Blutbild, was jeder kennt, gibt.
Hier wurden jetzt schwerer nachweisbare Marker durch Kernspinverfahren gemessen und die Vorhersagegenauigkeit ist besser.

Jetzt mal die hypothetische Möglichkeit, ich könnte in Erfahrung bringen, ob ich in 10 Jahren noch dabei bin.
Ich würde es nicht wissen wollen.
Erst recht nicht noch genauere Prognosen.
Man würde doch zunehmend anfangen sich selber zu analysieren, in einem Ausmaß, wo Hypochondrie wie ein harmloser Spleen wirken würde.
Oder wenn es eine Prophezeiung, keine gesundheitliche Einschätzung, wäre, dann würde Paranoia Dein 2. Vorname.

Tausend mal schlimmer wären Informationen über geliebte Personen. Das muß nicht einmal ein Zeitpunkt sein.
Alleine die Vorstellung, mir würde versichert, ich würde ein Kind überleben, läßt bei mir alles zusammenkrampfen.
 
Leben auf unserem verseuchten, sterbenden Platenen wird eh irgendwie überbewertet
 
In der Kriminalistik wäre sowas schon wichtig, z.B. bei Aufklärungen von Mordfällen.
 
Eher umgekehrt:
Natürlicher Tod ist quasi ausgeschlossen auch wenn es so aussieht.

Wer sowas vorhat wird kein Polizist, wems nur ums Geld get geht tendenziell eher woanders hin mit weniger Stress und einem weniger beschissenem Schichtsystem. Klar gibts auch Scheisscops, aber das ist eine auffällige Minderheit.
 
Zurück
Oben