Der Congress ging zu Ende

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Gestern ging der viertägige 34c3 in Leipzig zu Ende. 15.000 Besucher kamen dieses Jahr zum Congress des CCCs, der zum ersten Mal auf dem Leipziger Messegelände stattfand. Das Motto tuwat bezieht sich auf einen von Wau Holland geschalteten Aufruf tuwat.txt an Komputerinteressierte (sic!), die nach dem deutschen Herbst 1981 einen Neustart der Gesellschaft versuchten. Damals ging es um Themen wie Bildschirmtext und PC, aber auch schon um Daten- und Urheberrecht.
Der Aufruf ist heute genauso aktuell wie damals. Der Phasenprüfer, das Logo des Congresses, ist das Sinnbild des Unterfangens. Das Motto wurde von den zahllosen Engeln (freiwillige Helfer in den unterschiedlichen Bereichen des Congresses, des CCC dazu) ernst genommen, denn ohne sie wäre der Congress gar nicht möglich gewesen. Einen herzlichen Dank an die fleißigen Helfer an dieser Stelle! Die Besucher konnten direkt in der Assembly erfahren, wie sie das Motto selbst umsetzen können.

Neben Club Mate, einem Longdrink namens Tschunk (Rum, Mate, Limette), veganem Essen und vielen Gesprächen mit der Community, ging es in den über 100 Vorträgen und Workshops auch inhaltlich hoch her. Für alle daheimgebliebenen und die Besucher, die es vor lauter Fachgesprächen nicht schafften, sich Vorträge anzuhören, gibt es wie immer die Streams unter . So ging es u.a. über die Un-Sicherheit von Banking-Apps, Sicherheitsprobleme bei Stromtankstellen für E-Autos, Internet in Kuba oder Staubsaugroboter.

Ein paar Highlights aus den Talks:
 
Der Beitrag von Peter Schaar über die Sicherheit ist interessant und traurig.

sagt er, die False Positives von 0.3% entsprächen 480 Fehlalarme pro Tag – aber sind das nicht die Fehlalarme der Erkennungen und nicht aller Scans? Oder ist die Erkennungsrate insgesamt auch auf diese 160.000 Personen zu beziehen?
 
@phre4k: Es sind false positives, also Alarme, die für Unschuldige generiert werden. Die Erkennungsrate war glaub bei 70-80%, d. h. 20-30% false negatives.
 
Jedes Antivirenprogramm mit so einer Erkennungsrate würde durchfallen, oder? Danke für die Erläuterung, aber die Frage war eigentlich auf welche absolute Zahl sich die prozentualen Angaben beziehen. Die hast du aber indirekt auch beantwortet :)
 
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  • #5
Beim Talk über die Staubsaugroboter war ich überrascht, wie gut der Robo abgesichert war. Ok, einige Probleme inklusive der Cloud-Verbindung sind schon vorhanden, aber besser als ich dachte.

Schreibtisch-Hooligans ist auch noch eine Empfehlung von mir.
 
Ich hab mich mal durch die ganze "Überschriften"-Liste der Talks durchgescrollt, und es interessert mich 0 bzw. ist es so, als ob man Fackeln durchs Land trägt.

Weltfremd, ein wenig. Gibt es auch Talks die irgendwas mit der "Realität" zu tun haben?
Wo man sich als "Mensch" was abholen kann?

/PS: Das bemängelte ich, die Überschriften, schon an anderer Stelle... ;)
 
Du wirst lachen... habe ich zum Teil, oder mehr und minder, sogar - aber es liest sich wie Panikmache... und es werden Bugs aufgedeckt, scheinbar, wo ich keinen Bezug zu habe. Hauptsache was gefunden..... und das scheint sich so durchzuziehen..... wo sind die Dinge aus dem alltäglichen Leben?

Für mich, als Outsider, wirkt es Weltfremd.
 
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  • #13
Aus dem alltäglichen Leben?
Elektroautos sind nur Erfindung, IoT steht uns erst in ferner Zukunft bevor, Software wird nicht entwickelt, sondern entsteht aus dem Nix durch Feenstaub,...
 
Naja, so meine ich es nicht, ich sollte mir halt mal selbst ein paar Talks ansehen, wenn sie schon für umsonst im Netz stehen....

Aber kann mal jemand die Überschriften "Menschlich" relevant machen? :p
 
wenn dich da nichts interessiert, schau dir Vorträge halt nicht. Es gibt definitiv genug Themen - auch für "menschliche" Zuschauer - die nichts mit irgendwelchen Bugs zu tun haben.
 
Es geht nicht um die Themen selbst, die können ja spannend sein, ohne Frage - aber sowas wie "Rfid hacking" (oder was auch immer......) sagt mir erstmal nix, vor allem wenn ich nicht in dem Thema bin.... ich bin ein Mensch und atme Luft - und gelegentlich trinke ich Wasser....

Aber dann so das ein Nutzen klar wird, 90% Beiträge sind über Bugs, die mich "erstmal" nicht interessieren....... total "spannend" - weil ich auch "im Thema bin" - hat dass noch Relitätsbezug? ;)

Und ich als halbanständiger Coder sage das, es "könnte" interessant sein... aber so wird mir das nicht klar.

Also eine, in meinen Augen, beschissene Aufbereitung, selbst wenn die Themen weltwichtig sind.
 
@theSplit: Manchmal glaub ich echt, du hast einen an der Waffel. Die Talks haben also nix mit der Realität zu tun? Stimmt, das Parlamentarische Kongrollgremium ist eine Erfindung der Lügenpresse, die AfD existiert nicht, Überwachung würde auch niemand wagen... Ich weiß gar nicht, was diese ganzen Panikmacher so haben, diese Snowdens und Ströbeles und Schaars. Wer sind die denn bitteschön, kennt die irgendeiner?

Das Zeug, das du dir einschmeißt, muss ja echt hart prellen...
 
Entspann dich mal bitte, ich stelle nur die "Darstellung" in Frage, nicht die Talks als solches... da kann ja jede Menge gewinnbringendes Drinstecken - aber wenn das ganze mit "Kubanische Zigarren im Einzelhandel - eine Marionette" betitelt ist, schau ich es mir nicht an, warum auch? - Soll ich, muß ich? Ist das "relevant" - hab ich die Zeit dafür, mir, genau das, anzusehen?

Und mehr beklage ich auch nicht. Nicht die Talks als solches oder deren Inhalte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn's um Kubanische Zigarren im Einzelhandel geht?

Keine Ahnung, was da nun dein Problem ist.

Wenn du in den Themen nun keine Relevanz für dein Leben siehst, schau die Vorträge halt nicht. Das hat doch aber nichts mit der "Darstellung" zu tun, wenn du die Themen als uninteressant erachtest.
 
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