Verbraucherschützer warnen: Alexa reagiert nicht nur auf Signalwörter

echo-dot-2937627_960_720.jpg Das hat mit Hilfe eines Reaktions-Check-Tests herausgefunden, dass Amazons Alexa nicht nur, wie eigentlich vorgesehen, durch die sprachliche Äußerung des vorab eingestellten Signalwortes aktiviert werden kann. In vielen Fällen reagiert die digitale Sprachassistentin auch auf ähnlich klingende Wörter.



Der Marktwächter Digitale Welt bezeichnet sich als ein Frühwarnsystem, mit dem der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und die Verbraucherzentralen den digitalen Markt aus Perspektive der Verbraucher beobachten und analysieren. Grundlage für diese Arbeit sind Verbraucherbeschwerden, empirische Untersuchungen und ein interaktives Onlineportal. So können mit dem Marktwächter Digitale Welt auch solche Aufsichts- und Regulierungsbehörden bei ihrer Arbeit unterstützt werden, wie die Bundesnetzagentur (BNetzA).



Besitzer eines Amazon Echo können zwischen vier Signalwörtern zum Start von Alexa wählen: “Alexa”, “Amazon”, “Echo” und “Computer”. Sobald das festgelegte Signalwort ausgesprochen wird, hört Echo zu und überträgt die Worte an den Amazon-Server. Die Assistentin hört dementsprechend immer mit, jedoch erst nach dem Signalwort beginnt die Aufzeichnung und die dazugehörige Übertragung auf die Server, meint dazu Amazon.

Nun fand die heraus, dass Amazons digitale Sprachassistentin Alexa auch dann mithört, wenn sie nicht mit dem exakten Aktivierungswort angesprochen wurde und somit viel öfter zuhört als sie eigentlich sollte, wobei “zuhören” bei vernetzten Lautsprechern nicht nur bedeutet, dass der Sprachassistent ein Gespräch aufnimmt. Der Inhalt des belauschten Gesprächs wird über das Internet an den Server des Herstellers übertragen und dort weiterverarbeitet. In der Folge ist es dann auch möglich, dass vom Nutzer ungewollt Ausschnitte aus Alltagsunterhaltungen aufgezeichnet und an Anbieterserver übertragen werden.

Die Verbraucherschützer führten den Test mit zwei Personen durch und prüften dabei, ob Alexa die gesprochenen Worte mit den festgelegten Signalwörtern verwechseln kann. Das voreingestellte Signalwort wurde im Original und in abgewandelter bzw. erweiterter Form genannt. Das vorbereitete Textmaterial sprachen zwei Sprecher separat ein, jeder Testsatz wurde pro Sprecher zehn Mal geäußert. Dabei stellten sie fest, dass Alexa in einigen Fällen auch aktiviert wurde, sobald der Nutzer ein ähnlich klingendes Wort verwendet hat.

So soll Echo “Alexander” mit “Alexa” verwechselt haben, wenn „Alexander“ am Satzanfang vorkam. Aber auch mitten im Satz verwendete ähnlich klingende Worte lösten den Aufzeichnungsmodus aus: “Ich möchte unbedingt Urlaub am Amazonas machen” identifizierte Alexa offensichtlich als das Signalwort „Amazon“ – und Echo schaltete daraufhin die Mikrofone ein. Sogar “komm Peter” wurde von Alexa mit dem Signalwort “Computer” verwechselt.

Dr. Ayten Öksüz vom Marktwächter-Team der Verbraucherzentrale NRW sieht das sehr kritisch, „denn durch das ungewollte Aufzeichnen von Gesprächen kann Amazon Einblick in die Privatsphäre nehmen, ohne dass der Nutzer dies möchte – im Zweifel bekommt er es nicht einmal mit.“ Laut Amazons eigenen Angaben werden die gespeicherten Daten unter anderem zur Verbesserung seiner Dienste genutzt. „Dies ist aber nur vage und konkretisiert nicht die genaue Datenverwendung. Somit können neben dem Alexa-Sprachservice auch alle anderen Amazon-Dienste darunter fallen, die die Informationen unter Umständen auch für die Nutzerprofilierung einsetzen könnten.“, stellt Öksüz fest.

Mit verschiedenen Tipps zeigt die , wie man sich vor derartigen Vorfällen schützen kann, indem man verhindert, dass durch die ungewollte Aufzeichnung zu viele persönliche Daten an Amazon weitergegeben werden:

So sollten die Nutzer nicht „Alexa“ als Signalwort verwenden, wenn ein Familienmitglied beziehungsweise Freund den Namen „Alexander“ trägt. Generell wird auch abgeraten von der Verwendung „Computer“ als Signalwort, da dieses Wort zu häufig im alltäglichen Sprachgebrauch vorkommt und ungewollte Einblicke in Alltagsgespräche möglich wären. Zudem sollte in den Einstellungen ein Ton aktiviert werden, der genau dann abgespielt wird, sobald Alexa gestartet wurde. Eine weitere Toneinstellung (“Endton”) ist möglich, die das Ende der Aufzeichnung angibt. Man sollte auch Besucher darauf hinweisen, dass man Amazon Echo/Alexa nutzt. Wer im Nachhinein prüfen möchte, was Alexa aufgezeichnet hat, kann das ebenfalls über die App machen und gegebenenfalls die gespeicherten Audiodaten löschen. Wenn man den Sprachservice einige Zeit nicht nutzen möchten, kann man die Mikrofontaste am Lautsprecher drücken. Sobald diese rot leuchtet, ist das Mikrofon ausgeschaltet.

Bildquelle: HeikoAL, thx! (CC0 Public Domain)




Autor: Antonia
 
Eh ihr seid auchvdie BILD Zeitung des "Underground" geworden oder? Das Amazon reagiert wenn man ALEXAnder sagt sollte doch wohl klar.

Und wenn der Echo genuscheltes versteht, ist es doch umso besser.

Und da ihr ratet den Besuchern bescheid zu geben, rste ich euch: Informieren!

Wird Alexa aktiv, leuchtet der Echo / Echo Dot.
 
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Jetzt fehlt noch die Erkenntnis, dass Wasser nass und Schnee kalt ist, dann sind wir endlich wieder an der Spitze der Wissenschaftsnationen der Welt... :o
 
Kann mir EINER einen Grund nennen WOZU die Dinger gut sein sollen ?????
Nein - nicht die Antwort der NSA "für unsere Überwachung" !
 
zB für die Heimautomatisierung ........ ein fauler Mensch kann damit das Licht und sonstige Verbraucher steuern. Vorrausetzung der freakige Mensch frickelt stundenlang umher um passende Skills auf die Hardware anzupassen.
 
In Verbindung mit deiner Signatur ist das echt erheiternd :D :T

Mir kommen fremde Frauen, die meine geheimsten Flüche mithören und weiterplaudern nicht ins Haus!
Genauso wenig wie unterbezahlte Paketboten, die einen Schlüssel haben, um meine Wimperntusche abzugeben ;)

Es gibt andere, spannendere Spielereien, die ein must-have sind. Und verschwiegen dazu auch noch.
 
Meiner Meinung nach muß man, wie im Videobereich, Besucher vor der Überwachung der Kommunikation durch „Alexa‟ warnen. Mit einem hinreichend großen Schild. Es kann von niemandem erwartet werden, sich mit Leuchtdioden einer elektronischen Maschine auseinanderzusetzen. Es muß dem Besucher freigestellt werden, den so überwachten Bereich nicht zu betreten.
 
@Meta: Da könnte der Staat ruhig mal eingreifen und regulieren! Alle Echo oder Google Home Besitzer müssen ein Warnschild an der Tür anbringen :D
 
Da täte mir gut gefallen :T

Nur weil irgendwelche verstrahlten, aber unfähigen Leute Zuhause nahezu alles mitlauschen lassen, möchte ich da nicht mitspielen,
wenn ich mal auf nen Kaffee da bin.
 
Das Amazon reagiert wenn man ALEXAnder sagt sollte doch wohl klar.

Das ist ja das lustige an der ganzen Sache. Alle Medien treten das breit und überall zeigen Selbsttests von Leuten, die so ein Teil besitzen, dass eben genau das NICHT passiert. Zumindest wenn überhaupt, dann sehr selten und Alexa geht dann sofort wieder "schlafen".
 
Das Amazon reagiert wenn man ALEXAnder sagt sollte doch wohl klar.

Ich verstehe jetzt auch nicht, was daran klar sei soll.
Es sollte den Programmierern bewußt sein, daß die dt. Sprache nicht die Fanobedingung erfüllt und nicht präfixfrei ist.
 
"Schatzi, sag doch mal exakt, wann wir morgen los müssen."
Klar, dass das Teil anspringt. ;)
 
Es ist doch ebenso klar, daß eine Nachttischlampe weder unordentlich noch unmoralisch ist, wie es klar ist, das so ein Alexa/Siri/weißNichtWas-Ding das macht, was sein Programm bestimmt.
Solange man das Programm nicht kennt, ist also gar nichts klar.
 
Anders rum könnte man aber doch auch unliebsame Verwandte effektiv loswerden ...

Beim Besuch bei denen zuhaus einfach mal sagen ... "wie kommst Du mit Deinen IS Kontakten voran", "hast Du Deine Chemikalien alle schon zusammen...", "man Du hast ja Kinderpornos auf dem Laptop" ...

Lol
 
"Schatzi, sag doch mal exakt, wann wir morgen los müssen."
Klar, dass das Teil anspringt. ;)

Erstens wäre es dämlich, wenn Echo anspringt, zweitens passiert das in der Praxis nicht, wie ich schon schrieb. Man muss sich sehr viel Mühe geben um Echo bei sowas anspringen zu lassen. Das ist reines Medienpushen.
 
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