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27.04.2017, 09:50 von Tarnkappe.info

Tarnkappe Was sich für KinoX-Nutzer nach dem EuGH-Urteil ändert

Was sich für KinoX-Nutzer nach dem EuGH-Urteil ändert

Gestern hatte der EuGH einen von der niederländischen Anti-Piracyorganisation BREIN angestoßenen Fall zu entscheiden. Laut dem EuGH-Urteil ist Streaming grundsätzlich dann illegal, sofern die Webseite für die Nutzer offensichtlich rechtswidrig aussieht. Das ist bei Branchenriesen wie KinoX.to, Movie4k oder Tata.to bei dem Angebot an aktuellen Kinofilmen stets der Fall.
BREIN ging es im Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) eigentlich um die Unterlassung der Filmspeler BV, die eine gleichnamige Webseite betreibt und eine eigene Windows-Software verkauft, die in Verbindung mit dem Mediaplayer X9 V2 die Streams auch am heimischen Fernsehgerät anzeigen kann.

Doch das gestrige Urteil hat Auswirkungen auf alle Nutzer illegaler Streaming-Webseiten. Laut Urteil verhalten sich alle Surfer immer dann jenseits der Legalität, sofern die Webseiten schon nach außen hin rechtswidrig wirken. Wenn ein Portal wie KinoX oder Tata.to alle aktuellen Kinofilme kostenlos anbietet, muss auch der weniger technikaffine Nutzer davon ausgehen, dass hier nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Nun handelt man als Konsument eines solchen Streams rechtswidrig und könnte rein theoretisch abgemahnt werden, das war bis gestern nicht der Fall.

In der Praxis kann man aber nur die Anschlussinhaber abmahnen, deren IP-Adressen auch wirklich ermittelt werden können. Die IP-Adressen der Besucher sind aber nur den Betreibern der Streaming-Portale selbst bekannt. Die Kanzleien der Rechteinhaber könnten lediglich versuchen, den Weg des Geldes der Abnehmer eines Premium-Accounts eines der Streaming-Hoster zu verfolgen, um diese abzumahnen. Das Abo an sich ist aber legal, man müsste dem Käufer schon den Konsum der Filme nachweisen. Da beim Stream im Gegensatz zu P2P-Transfers keine Werke an Dritte verteilt werden, würden sich die Abmahnkosten auf 150 Euro belaufen. Sofern nachweisbar, würde sich der Schadenersatz pro illegal konsumierten Film auf rund 10 Euro belaufen. Dem Rechteinhaber ging nur der Wert einer Kinokarte oder der Kaufpreis einer DVD oder Blu-Ray verloren, mehr könnte er in der Abmahnung nicht an Schadenersatz veranschlagen. Im Gegensatz zu den drei- bis vierstelligen Abmahnungen der Tauschbörsennutzer, die die Filme an 1.000 Personen und mehr verteilt haben, ist dies ein Klacks.

Außerdem wurde durch das EuGH-Urteil bestätigt, dass der Verkauf eines multimedialen Mediaplayers wie dieser eine „öffentliche Wiedergabe“ im Sinne der Richtlinie 2001/29/EG darstellt. Dadurch soll ein hohes Schutzniveau zum Wohl der Urheber erreicht werden. In der Vergangenheit wurde bereits entschieden, dass aktive Links zu urheberrechtlich geschützten Werken eine Veröffentlichung dieser darstellen. Gleiches gilt für das Angebot bzw. die eBay-Links zum Mediaplayer X9 V2 auf der Webseite der verklagten Firma Filmspeler BV.

Was ändert sich für die Nutzer durch das EuGH-Urteil?


Eigentlich gar nichts. Doch wer ganz auf der sicheren Seite sein will, muss über den Einsatz eines VPN nachdenken. Weder die Abmahnkanzleien noch Polizei oder GVU haben die Möglichkeit, an die IP-Adressen der Besucher von Tata.to, KinoX & Co. zu gelangen. Außer man würde diese hochnehmen und somit die physische Kontrolle über die Server erhalten. Und selbst dann wären nur die IP-Adressen der letzten 7 Tage auswertbar. Die Internet-Anbieter müssen die Daten der Anschlussinhaber nicht preisgeben, sofern diese älter als eine Woche sind. Dazu kommt: Bei einem Gesamtwert von 150 Euro werden Anwälte wie Clemens Rasch oder Björn Frommer sicher keinen einzigen Finger rühren. Abmahnungen in dieser Höhe lohnen den Aufwand nicht.

Bildquelle: Tina Rataj-Berard, thx! (CC0 1.0)

Autor: Lars "Ghandy" Sobiraj
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26.04.2017, 10:30 von Tarnkappe.info

Tarnkappe Fast 5 Millionen Briten nutzen illegale Streaming-Dienste

Fast 5 Millionen Briten nutzen illegale Streaming-Dienste

Laut einer aktuellen Studie von YouGov nutzen fast fünf Millionen Briten illegale Streaming-Angebote. Die meisten wollen sich Sportevents oder Spielfilme der Pay-TV-Sender lieber kostenlos anschauen. 2.6 Millionen Briten wollen dies auch bald tun, mehr als 800.000 haben deswegen schon ihr kostenpflichtiges Abo bei einem legalen Anbieter gekündigt. Der Anteil der britischen Streaming-Piraten beläuft sich somit auf zehn Prozent.
Die neue Studie von YouGov kalkuliert einen Anteil von zehn Prozent Erwachsener, die in Großbritannien Zugriff auf illegal modifizierte Kodiboxen, veränderte Amazon Fire TV Sticks oder illegale Streaming-Apps haben. 17% der Abonnenten legaler Dienste haben bereits gekündigt, um sich ihre Sendungen künftig kostenlos anzuschauen. Die britische Medienindustrie ist in den letzten 12 Monaten durch die Konkurrenz aus dem Graubereich erheblich unter Druck geraten. Laut der Studie soll sich fast ein Drittel der zahlenden Kunden überlegen, ihr Abo bei einem Pay-TV-Sender ebenfalls zu kündigen. Über 63% der Briten wollen dieses Verhalten sogar ihren Freunden und/oder Familienmitgliedern mitteilen, damit sie es ihnen gleich tun.

Die Befragten gaben an, seit Anfang ihres Abos rund 212 Britische Pfund (umgerechnet etwa 248 Euro) für ihren Fernsehkonsum ausgegeben zu haben. Die meisten Nutzer illegaler Angebote sind zwischen 18 und 34 Jahren alt. YouGov geht davon aus, dass es schwer wird, diese Piraten künftig zu zahlenden Kunden zu machen. Von daher wird sich das Problem für die Medienbranche in den nächsten Jahren noch weiter verschärfen.

Ein Großteil der Befragten will den Film- und Fernsehunternehmen grundsätzlich nicht schaden. Sie glauben, dass sich ihr Konsum schlichtweg nicht sonderlich stark auf die Umsätze der Firmen auswirkt. Viele Teilnehmer der Studie gaben an, dass ihnen die Preise für Sport-Veranstaltungen einfach zu hoch seien. Sie sehen die Flucht in die Illegalität als logische Folge der hohen Preise und glauben, dies sei gerechtfertigt. Andere Teilnehmer der Studie hatten hingegen Bedenken, ihre Weigerung zu zahlen führe für die legalen Abnehmer zu noch höheren Preisen.

Bildquelle: Jens Kreuter, thx! (CC0 1.0)

Autor: Lars "Ghandy" Sobiraj
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26.04.2017, 09:10 von Tarnkappe.info

Tarnkappe DHT-BiTtOr – neue Magnet-Suchmaschine gestartet

DHT-BiTtOr – neue Magnet-Suchmaschine gestartet

Das sCRiPTz-TEAM hat kürzlich eine neue Suchmaschine für Magnet-Links erstellt, die sich bei den unterschiedlichsten Quellen im Netz bedient. Der DHT-BiTtOr wurde von den Machern als der schnellste Vertreter seiner Art vorgestellt. Dafür sieht die Seite auch extrem minimalistisch aus.
Kurz notiert: DHT-BiTtOr mit Schweizer Domain ging erst vor wenigen Tagen ans Netz. Diese Suchmaschine für Magnet-Links, die mit dem Distributed Hash Table (DHT) anstatt mit regulären BitTorrent-Servern läuft, will die schnellste im Netz sein.

Die Schattenseite: Die Vorgehensweise für Downloader ist etwas unbequem, denn es gibt keine Magnet-Links, die man sich von dort herunterladen könnte. Die Suchmaschine wirft lediglich den Bittorrent Info Hash beginnend mit magnet:?xt=urn:btih: aus, den man in den P2P Client seiner Wahl einfügen muss, um den Transfer zu starten.

Das sCRiPTz-TEAM, das häufig kommerzielle Scripts illegal im Internet veröffentlicht (nulled), will mit diesem Umweg wahrscheinlich juristischen Problemen aus dem Weg gehen. Ansonsten wäre die gleiche gesetzliche Grundlage gegeben, wie bei The Pirate Bay oder einem der anderen Indexseiten für Filesharer. Derzeit wird die Webseite täglich für durchschnittlich rund 10.000 Suchanfragen genutzt. Das ist viel für eine neue Seite und so gut wie gar nichts im Vergleich zu den Branchenriesen KAT oder TPB. Dafür ist die Seite frei von Werbung und soll es auch dauerhaft bleiben.

Hinweis: Deutsche Surfer sollten grundsätzlich keine BitTorrent-Transfers ohne die Nutzung eines VPN durchführen. Noch immer werden jeden Tag von verschiedenen Kanzleien unzählige Abmahnungen an Filesharer verschickt, die nachweislich die Urheberrechte von Plattenfirmen, Spiele- und Softwareherstellern oder Porno- und Filmstudios verletzt haben. Für den Wert einer einzigen Abmahnung könnte man sich einige Jahre lang einen VPN-Zugang leisten.

Autor: Lars "Ghandy" Sobiraj
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25.04.2017, 12:10 von Tarnkappe.info

Tarnkappe Warum war Instagram gestern down?

Warum war Instagram gestern down?

Um 19:30 Uhr am gestrigen Montagabend gingen beim US-Amerikanischen Fotonetzwerk Instagram für eine Stunde mit dem 5xx Server-Error die Lichter aus. Die Aufregung im Netz war groß. Wir haben versucht, das Problem zu analysieren.
Vielleicht hast Du/ haben Sie es auch bemerkt: Gestern Abend am 24. April 2017 war das Fotonetzwerk Instagram plötzlich weltweit nicht mehr erreichbar. Wenige Minuten später gingen auf allen Social Media-Kanälen die Meldungen los. Hinterfragt wurde unter anderem, ob bei diesem Ausfall möglicherweise die Accounts einiger Nutzer gesperrt wurden. Doch was ist gestern tatsächlich passiert?

Vorweg: Auch nach dem Vorfall gab es weder von Instagram direkt, noch von einem Pressesprecher einen Kommentar, was im Detail geschehen ist. Wir werden jedoch den Artikel aktualisieren, sobald eine Erklärung des Online-Unternehmens veröffentlicht wurde.

Was bleibt, ist das Zitat eines jetzt gelöschten Tweets, eine ungenaue Fehlermeldung und tausende empörte Nutzer.

“We know some Instagrammers are experiencing issues with the app. We’re working on a fix,” the tweet read before it was removed.“
Unter dem Hashtag #Instagram und #Instagramdown haben sich Nutzer auf der ganzen Welt ausgetauscht, ob sie nicht alleine mit dem Problem sind. Einige Anwender haben hingegen einfach nur Panik geschoben.

#Instagram is down! Don’t Panic! I’m sure it’s an #AlternativeFact! It’ll be back soon? Right? Riiiiiiight?!?! #InstagramDown pic.twitter.com/H5fxpuxJH9
— Brad Everett Young (@BradEYoung) 24. April 2017

Doch was bedeutet nun die Fehlermeldung, die eine gute Stunde den 600 Millionen aktiven Nutzern angezeigt wurde?

Die oben gezeigte Fehlermeldung gehört zu den HTTP Status Codes, wobei die 5 hier für einen Fehler auf der Seite des Servers steht, und dieser darüber Bescheid weiß, aber nicht mehr dazu sagen kann oder will. Das xx merkt nur an, dass der Fehler in einer der 6 Hauptgruppen besteht, diese setzen sich aus „500 – Internal Server Error“, „501 – Not Implemented“, „502 – Bad Gateway“, „503 – Service Unavailable“, „504 – Gateway Timeout“ und „505 – HTTP Version Not Supported“ zusammen.

Bei allen Meldungen läuft es darauf hinaus, dass der zuständige Server die Übermittlung der Website nicht zustande bringt. Naheliegend ist der Fehler 500, wenn eine Funktion der Website oder des Webservers so eingebaut oder verändert wurde, dass es nicht mehr möglich ist, den gefragten Inhalt an den Nutzer weiterzugeben.

Ähnlich ist es mit 502, wenn sich ein vorgeschalteter Server mit den Proxy Server zum verwendeten Protokoll für den Datenaustausch nicht einig ist, beide also höchstwahrscheinlich Fehler in der Konfiguration der Server vorliegen.

503 ist die typische Meldung während eines DDoS (Distributed Denial of Service) Angriffes, was bei einem großen Netzwerk wie Instagram höchst unwahrscheinlich ist, da diese gegen große Mengen an Anfragen geschützt sind.

Denkbar wäre auch noch der 504 Gateway Timeout, diesmal mit dem Unterschied zu 502, dass der Proxy beziehungsweise Gateway Server einfach nicht erreichbar und somit die maximale Zeit der Antwortmöglichkeit abgelaufen ist.

Bis es keine Antwort direkt vom Unternehmen gibt, können wir jedoch leider auch nur mutmaßen, was gestern wirklich passiert ist.

Aus reiner Verzweiflung kleben schon viele ihre ausgedruckten Selfies an ihre Fenster.
Das Leben ist auch echt ungerecht. #instagramdown
— DjBonsai (@DjBonsai) 24. April 2017

Wenn du weitergehend über die neuesten Technik-Nachrichten informiert werden möchtest, kannst du dem Autor dieser News gerne auf Twitter folgen!

Bildquelle: typographyimages & 3dman_eu, thx! (CC0 1.0)

Autor: Christopher Kardas
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