Das Argument, dass Wikileaks über den Punkt von reinem Veröffentlichung geleakter Inhalte hinaus gegangen ist, in dem es die Entscheidung ob es veröffentlicht wird und wann es veröffentlicht wird unter die Abhängigkeit politischen Opportunismus gestellt hat ist und bleibt ein valides Argument und ein valider Kritikpunkt.
Ebenso die Drohung von Veröffentlichungen bei Nichterfüllung bestimmter Forderungen.
mmn. Unterminiert es das ganze Konzept von Wikileaks, denn statt jemanden der für Informationsfreiheit einsteht, sind sie nur eine weitere Instanz die entscheidet wann wir was zu sehen bekommen.
Sie sind damit nicht mehr eine Macht, die versucht das Konzept von Desinformation und Geheimhaltung zu Unterminieren, sondern eine aktive Spielfigur in eben jenem System.
Das ist aber Kritik an Wikileaks und ändert nichts daran was Assange als Person angetan wurde.
Eine fadenscheinige Anklage als Nebelkerze zum Durchsetzen eines amerikanischen "verschind im Guantanamo für weiße" befehl, welcher ihn über ein halbes Jahrzehnt in ein Botschaftsgebäude eingesperrt hat.
Sowas ist hinterfotzige korrupte Verschwörung, nicht mehr und nicht weniger und ist keinem Rechtsstaat würdig. Es ist traurig das GB und Schweden da so lange mitgespielt haben.