Mittels Amazon Key kommen die Bestellungen direkt in die Wohnung

amazon-2183855_960_720.jpg Zu einem Preis ab 250 Dollar (rund 212 Euro) wird für Prime-Mitglieder künftig bei Amazon, zunächst in 37 Metropolregionen der USA, ein neuer Dienst verfügbar sein: Am Mittwoch (25.10.2017) präsentierte Amazon in den USA ihr . Das soll ab 08.11.2017 dem Paketdienst direkten Zugang in die Wohnung seiner Kunden ermöglichen.



Amazon Key besteht aus einem smarten Türschloss der Hersteller Yale oder Kwikset inklusive Montage und einer Überwachungskamera, der Cloud Cam von Amazon. Die Türschlösser erlauben es Paketboten, Türen zu entriegeln, um Lieferungen direkt in der Wohnung des Kunden abzugeben. Dabei verspricht Amazon hohe Sicherheit, denn es würde nur bestimmten Personen für genau definierte Zeiträume der Zugang gewährleistet. Einlass sollen auch Freunde, Familienmitglieder und Anbieter von Dienstleistungen bekommen können – zu festgelegten Zeiten.



So sollen die Kunden noch enger an den Konzern gebunden werden. Gerade für Vielbesteller könnte das elektronische Türschloss ein weiterer Grund sein, ausschließlich bei Amazon zu bestellen. Prime-Kunden wählen einfach die Lieferoption „In-Home“ und schon nach kurzer Zeit danach stellt der Bote das Paket in der Wohnung ab. In einer Mitteilung des Konzerns wirbt Amazon-Manager Peter Larsen: „Amazon Key bringt den Kunden Seelenfrieden, denn sie wissen, dass ihre Bestellungen sicher in ihr Heim geliefert werden und auf sie warten, wenn sie über die Türschwelle treten.“

Nach erfolgter In-House-Bestellung, werden die Kunden am Liefertag darüber informiert, in welchem Vier-Stunden-Zeitfenster die Lieferung erfolgt. Unmittelbar vor der Auslieferung gibt es dann noch einen weiteren Hinweis. Durch die im Lieferumfang von Amazon Key enthaltene Kamera, kann der Kunde prüfen, ob die Zustellung reibungslos abläuft. Sie zeichnet den Liefervorgang auf und überträgt das Geschehen live an das Smartphone des Kunden.

Der Lieferant prüft zunächst, ob nicht doch jemand zu Hause anzutreffen ist, indem er klingelt. Wenn keiner öffnet, so fordert er über einen verschlüsselten Authentifizierungsprozess den Zugang bei Amazon an. Amazon prüft nun, ob es sich um die richtige Adresse zur geplanten Zeit handelt. Sobald die Tür geöffnet wird, beginnt die Sicherheitskamera mit der Aufnahme und der Bote hat die Anweisung, die Tür nur minimal zu öffnen und das Paket gleich in der Nähe abzustellen. Nach Möglichkeit sollen die Boten die Wohnung gar nicht erst betreten. Danach sind die Lieferanten angewiesen, die Tür wieder zu verschließen. Der Kunde wird dann noch über die Lieferung informiert, muss aber letztlich drauf vertrauen, dass alles reibungslos abläuft. Missbrauch sei allerdings bei den Tests kein Problem gewesen, treten dennoch Probleme auf, gebe es den .

Bildquelle: , thx! (CC0 Public Domain)






Autor: Antonia
 
Ich sehe hier eigentlich gar kein Problem.
Es gilt das gleiche, wie bei allen "Smart-Schlössern". No fucking way. Problem gelöst.

Wie sagte die FDP? "Digitalisierung first, Bedenken second?" My ass. Und die Versicherung wird da auch ein Wörtchen mitreden wollen, wenn da so ein Schloss dran ist und Leute in der Bude rumlaufen. Kamera hin oder her.
 
Die Versicherung wird sich da raushalten:
Tür war nicht verschlossen -> Versicherung zahlt nicht. Wie sonst auch.
Zu recht irgendwie. Wenn der Bürger meint "wird schon gutgehen" dann auch selber verantworten.
 
Wen man die letzten Beiträge hier liest, könnte man meinen, Amazon hätte gerade die Erfindung des elektronischen Türschlosses bekannt gegeben.

Solche Systeme gibt es aber bereits zuhauf. Auch eine Übertragung der Türkamera aufs Handy und ein Öffnen der Tür von selbigem.

Das Thema ist also kaum Amazon.

Andererseits ist natürlich die Frage berechtigt, wie viel IT will ich meinem Alttag haben und wie sicher fühle ich mich dabei.
Allerdings sollte man dabei nicht die Relationen verlieren.

Wenn man die statistische Fehlerhäufigkeit selbst in gut getesteter Software und die Sicherheitsaspekte bedenkt, dann könnte man sich wundern, wie sehr einen die Sicherheit der eigenen Wohnung beschäftigt, man aber auf der anderen Seite ohne großes Nachdenken sein Leben modernen Autos und ihren IT-Systemen anvertraut.
 
Durch Amazon wird es halt ein Massenphänomen.

Wenn man die statistische Fehlerhäufigkeit selbst in gut getesteter Software und die Sicherheitsaspekte bedenkt, dann könnte man sich wundern, wie sehr einen die Sicherheit der eigenen Wohnung beschäftigt, man aber auf der anderen Seite ohne großes Nachdenken sein Leben modernen Autos und ihren IT-Systemen anvertraut.
Uncle Bob Martin:
"Modern cars in average have 2 million lines of codes... this should scare the shit out of you!"
 
@BurnerR:
Das ist ein Bullshitargument.

Ich selber bin ein großer Fürsprecher von Automatisierung, wie man aus den Threads zu Autonomen Zügen/Flugzeugen/Autos raus lesen kann.
Das Problem hier ist jedoch etwas komplett anderes.

Das die Schlösser richtig funktionieren, davon gehe ich aus.
Ich zweifele nur an der Vertrauenswürdigkeit der Leute denen ich Zugang gewähre.

Mein altes Auto konnte ich mit nem stück Draht in unter 10 Sekunden öffnen.
Dies stellt allerdings kein Problem da, da es noch eine zusätzliche Wegfahrsperre hatte und ich selten Wertsachen im Auto lasse.

Was kann allerdings ein Zusteller in deiner Wohnung alles tun?
Das ist viel mehr als du denkst.


Ebenso sind die Dienste in Autos nicht Cloudbasiert.
Da wird nicht mal so eben irgendjemanden Zugriff auf die internen Systeme deines Autos gewährt, vorallem nicht mit Absicht.
In den Fällen wo so etwas möglich wäre, ist auch das Interesse sehr gering.

Bei einer Wohnung ist das etwas anders.


Wer mit dem Gedanken spielt so etwas zu tun, sollte sich überlegen ob er Amazon auch einen normalen Schlüssel geben würde, denn genau das tut er in diesem Moment.
 
Ich denke du liest da ein Argument heraus, dass ich gar nicht angeführt habe. Schwer zu sagen, da du einfach nur 'ist bullshit' schreibst.

Das die Schlösser richtig funktionieren, davon gehe ich aus.
Weil IT Systeme dafür bekannt seien keine Fehler und Schwachstellen zu haben oder warum tust du das?
 
@BurnerR:
Ich habe durchaus mehr geschrieben, musst in den Zeilen unter der ersten schauen.
Auch war es nicht direkt an dich, sondern an das von dir Zitierte gerichtet, aber ich kann das gerne nochmal ausführen.


KaPiTN schrieb das es bereits jetzt elektronische Schlösser gebe und dies nichts neues sei.
Du zitiertest KaPiTN und Uncle Bob Martin

Ich habe dazu gesagt das beide Argumente Blödsinn sind, da es nicht um die Elektrifizierung der Türschlösser geht, sondern darum wem man wie die den Schlüssel gibt.

Warum ich davon ausgehe das die Schlösser funktionieren?
Wenn Amazon nicht ganz dämlich ist, wird sie eine der bereits vorhanden Techniken benutzten die seit Jahren im Wirkbetrieb sind.

Daher ist beides von dir Zitierte Bullshit.
Das Problem liegt hier an einer ganz anderen Stelle:

Dem Liefersklaven.

(Oder eben potentieller Dämlichkeit von Amazon)
 
Ok. Also.
Wen man die letzten Beiträge hier liest, könnte man meinen, Amazon hätte gerade die Erfindung des elektronischen Türschlosses bekannt gegeben.

Solche Systeme gibt es aber bereits zuhauf. Auch eine Übertragung der Türkamera aufs Handy und ein Öffnen der Tür von selbigem.

Das Thema ist also kaum Amazon.
Mein Argument ist, dass es jetzt durchaus etwas neues ist, wenn das ganze auf Mainstream Ebene gehieft wird, auch wenn es die Technologie so natürlich auch vorher gab.

Dem anderen Teil was Kapitän da schrieb stimme ich zu:
Wenn man die statistische Fehlerhäufigkeit selbst in gut getesteter Software und die Sicherheitsaspekte bedenkt, dann könnte man sich wundern, wie sehr einen die Sicherheit der eigenen Wohnung beschäftigt, man aber auf der anderen Seite ohne großes Nachdenken sein Leben modernen Autos und ihren IT-Systemen anvertraut.

Warum ich davon ausgehe das die Schlösser funktionieren?
Wenn Amazon nicht ganz dämlich ist, wird sie eine der bereits vorhanden Techniken benutzten die seit Jahren im Wirkbetrieb sind.
Ja hoffen wir, dass sie schlauer sind als z.B. Equifax, yahoo, sony, infineon und 2000 andere große Unternehmen oder das die verwendeten libs und technologien und co. zuverlässiger sind als openssl, wifi oder bluetooth, denn überall hat man mit der Zeit gravierende Fehler entdeckt, bei der Hälfte der genannten allein in diesem Jahr.
 
Der "Liefersklave" macht sich aber bereits verdächtigt, wenn er nach 10 Sekunden die Tür nicht wieder zugezogen hat und wird dabei noch gefilmt.

Da habe ich mehr Sorge bei ambulanter Pflege mit hoher Personalfluktuation.
 
Und trotzdem haben fast alle tödlichen Unfälle ihre Ursache auf Layer 8...

Autonome Fahrzeuge sind eine Chance, tausende Verkehrstote gegen eine einstellige Zahl oder im besten Fall keine zu tauschen.
Computer saufen nicht, schlafen nicht ein,...

Hier opfert man aber die Sicherheit seiner Wohnung für ein wenig mehr Bequemlichkeit
 


Oder es ist die Chance für viel mehr Verkehrstote wenn die bösen Angreifer alle gegen die Wand fahren lassen.

Im Endeffekt auch nur Bequemlichkeit denn man könnte auch selber fahren, sofern man denn fahrtauglich ist.

Ich bezweifel dass jeder "Liefersklave" sich hier an jeder Wohnung vergehen wird, zumal er genau weiß dass er dabei überwacht wird. Rein theoretisch weiß man direkt wer es war und mit welchem Auto er unterwegs ist.
 


Oder ist ein elektronisches Schloß mit Kamera vielleicht sogar sicherer als ein einfaches Zylinderschloß?
 
Wer sich nun die Frage stellt, wie findet man denn lohnenswerte Ziele, die man ausräumen kann, dem sei gesagt - das geht nun auch von zuhause aus.

Spähangriff per Saugroboter

Eigentlich ist die eingebaute Kamera im HomBot von LG dafür gedacht, dass Nutzer überprüfen können, ob daheim alles in Ordnung ist. Mit einer App können Käufer den Saugroboter fernsteuern, dazu bekommen sie Live-Kamerabilder aus seiner Sicht auf ihr Smartphone-Display. Hackern eines Sicherheitskonzerns ist es nun aber gelungen, den HomBot als Spionagewerkzeug zu missbrauchen - als Möglichkeit, fremden Wohnungen auszuspähen.


Aber versprochen, so ein "Internetschloß" ist und bleibt sicher. Ich schwörs beim Leben der Entwickler.
 
@U.S.C.H.:
zu Kurz gedacht.
Sicher ist der nicht so doof einfach einfach da rein zu gehen und Dinge zu klauen.
Es gibt noch andere Möglichkeiten, musst nur kreativ werden.


Bei Autos ist das was völlig anderes.
Da ist es sicherer.
Bei ein Haustür gewinnst du keine Sicherheit, du fügst eine neue Unsicherheit hinzu.
 
Auf ist dazu auch ein recht interessanter Artikel.
(Witziger Kommentar eines Lesers: Wenn das Mielke noch erlebt hätte.)

Bei uns Zuhause werden wir das ganz bestimmt nicht machen. Kein Fremder kommt unaufbesichtigt in die Bude.
Zumal wir ja auch zusätzlich noch mechanische Aufhebelsicherungen haben.
Erst die Bude ordentlich absichern und dann alle Sicherungen aufheben, nur damit wildfremde, unterbezahlte und unter Zeitdruck stehende Leute verdödschte Pakete
reinstellen und/oder pfiffige Hacker sich persönlich eine All-you-can-shop-Tour bei unseren Sachen gönnen.

Auch ein nettes Szenario: man setzt sich einfach in einem gut besiedelten Gebiet ins Auto und wartet, bis ein smartkey-Amazonbote irgendwo reingeht.
Klemmt sich an seine Fersen, wartet bis er die Tür aufhat und lacht ihn freudestrahlend an:
*Ach, das ist ja toll, dass mein Paket schon kommt. Sie sind ja richtig flott. Vielen, vielen Dank. Soll ich kurz unterschreiben? Warten Sie, ich nehme Ihnen das
schon mal ab. Und einen schönen Tag und frühen Feierabend wünsche ich Ihnen*
Bote rauscht glücklich ob der freundlichen Bewohner ab und vermeintlich Bewohner sind ohne Aufwand in die Bude gekommen :cool:
 
Wie lange hats gedauert?
Nicht einmal eine Woche.

Amazon Key lässt Lieferanten in Wohnung – und wurde gehackt

Lieferanten können mit einem bestimmten, einmal gültigen Code die Wohnung des Kunden aufsperren. Eine Kamera zeichnet dann auf, wie sich der Lieferant verhält. So sollen die Bewohner sicherstellen können, dass dieser nur das Paket abstellt, aber nicht durch die Wohnung spaziert. Das Rhino Security Lab schaffte es jedoch, die Kamera lahmzulegen. Hacker, die Zugriff auf dasselbe WLAN wie die Amazon Cloud Cam haben, können diese abschalten. Sie zeigt dann den letzten Frame, anstatt einen Alarm auszuschicken.

Aber beim nächsten mal ist alles bombensicher. :D
 
Ist es schlimm, dass ich Schadenfreude empfinde? Wobei alleine der Begriff Schadenfreude hier schon ein Wortspiel ist :cool:

Wenn ich nur schon drüber nachdenke, wieviele richtig gute Experten wir hier im Forum haben und dass einige von *unseren* Leuten auch im CCC sind,
die Regierung in D es nicht mal geschafft hat, die Wahlcomputer nach Anmerkung des CCC sicher zu machen, der das dann selbst machte:
neeee, ein Paketbote kommt mir nicht ins Haus :D
 
Ein Fehler im System kennzeichnet nicht das System als Fehler. :coffee:
 
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