Wie viel Leistung durch welchen Kabel-/Litzenquerschnitt?

sia

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Hi Leute,

Wie viel Watt bekomme ich denn durch welchen Querschnitt?

Nehmen wir mal an, ich hätte Kupferkabel und Kupferlitze. habe ich folgende Formel gefunden:

Querschnittsfläche A = ( I · ρ · 2 · L ) / Uv

I = Maximale Stromstärke in Ampere
ρ = Spezifischer Widerstand von Kupfer 0,0172 Ω mm2 / m
2·L = Benötigte Kabellänge (zweiadrig - hin und zurück)
Uv = Angenommener zulässiger Spannungsverlust z. B. 0,5 V.
(zulässig zwischen 3 % bis 5 %, Angabe in Volt); Uv = R · I
Der Stromverbrauch ist der Quotient aus der Leistung P und der
Spannung U.
I = P / (U · cos φ); angenommen cos φ = 1

Soll heißen mit 3520W bei 220V und 16A auf 10m bräuchte ich A = (( 16 · 0,0172 · 2 · 10 ) / 8,8) mm² = 0,625mm².

Gilt das jetzt nur für Drähte oder auch für Litzen?
Letztere dürften ja durch Brüche und Biegung einen höheren Widerstand haben, oder?
 
0,625mm² kann irgendwie nicht ganz sein.

So grob gesagt, halten sich die Elektriker an folgendes:

Bei:

  • 230V
  • max. 18m
  • 16A
-> 3x1,5mm²

Gib mir mal deine Werte die du benötigst und ich rechne dir das dann mal aus.
 
Die Formel ist kacke.

Ganz wichtig ist auch Kabelart, Umgebungstemperatur und Verlegungsart.
Der Elektriker nimmt in der Regel Pi x Daumen + Reserve und dann passt es. man muss nur wissen was du vorhast.
 
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  • #4
Du kannst mir auch einfach die Formel geben und ich rechne selbst ;)

Brauche 3000W bei 220V über max. 20m sowie 60W bei 12V über max. 5m.

Wenn ich den Spannungsabfall auf 2% statt 4% beschränke, komme ich auf 1,25mm². Das würde dann ja eher passen.

Kabelart für die 220V: PUR-Schlauchleitung, mittlere mechanische Beanspruchung. Kabelart für die 12V: Zwillingslitze, leichte mechanische Beanspruchung.

Pi mal Daumen kann ich für sowas nicht gebrauchen.
 
Ohne Gewähr:
wenn ich mich richtig erinnere ist nur der Strom ausschlaggebend und nicht die Leistung.
Berechnen ist da eher Unsinn.
Einfach in einer gängigen Tabelle nachschlagen.

Oder du schaust dir die DIN VDE 0298 Teil 4 und DIN VDE 0100 an.
 
Ohne Gewähr:
wenn ich mich richtig erinnere ist nur der Strom ausschlaggebend und nicht die Leistung.
Berechnen ist da eher Unsinn.
Jain, die Anzahl der stromführenden Leiter ist auch noch ausschlaggebend. Wenn ich mir so die Tabelle ansehe ........120mm² und dann die max Belastbarkeit von 292A ansehe kommen mir Zweifel. Wenn ich so recht überlege war bei 120mm² dreiphasig Auslastung bei 186A die max. Belastbarkeit.
 
Du kannst mir auch einfach die Formel geben und ich rechne selbst ;)

Brauche 3000W bei 220V über max. 20m sowie 60W bei 12V über max. 5m.

Wenn ich den Spannungsabfall auf 2% statt 4% beschränke, komme ich auf 1,25mm².

Solltest du lieber lassen mit dem rechnen, wenn du rechnen könntest, wäre dir sogar ohne Taschenrechner aufgefallen, dass bei 220V und 3000W fast 3 mal so viel Strom fließt, wie bei 12V und 60W. Trotzdem kommst du pauschal auf 1,25mm²
Abgesehen davon, dass wir eine Netzspannung von 230V haben, gibt es 1,25mm² nicht.


Ganz wichtig ist auch Kabelart, Umgebungstemperatur und Verlegungsart.

Wird stumpf ignoriert.

Pi mal Daumen kann ich für sowas nicht gebrauchen.

Nein, du willst den Querschnitt anscheinend auf 2 Stellen nach dem Komma ausrechnen und speziell anfertigen lassen.
Der Spaß dürfte ca. 10.000€ kosten.

Ohne Gewähr:
wenn ich mich richtig erinnere ist nur der Strom ausschlaggebend und nicht die Leistung.

Mein Held, P ist immer noch UxI, ist also gehopst wie gesprungen.
Kannst vielleicht mit nem Lötkolben umgehen aber Fachkenntnisse sind nicht vorhanden. Was man dir aber hoch anrechnen kann, dass du schon sagst "Ohne Gewähr"

Dafür kannst du ein flexibles 0,75mm² Zwillings-Litzenkabel nehmen. Hab mit so einem Kabel zwei 27 Watt Leuchtröhren über ~4 Meter zusammengeschalten die mit 220 Volt laufen.

Dass für eine feste Verlegung aber mindesten 1,5mm² zwingend vorgeschrieben ist, lassen wir ganz einfach beiseite, wird schon nix passieren.


phre4k, für mich bist du ein Hobbybastler der von sich selbst so überzeugt ist, dass du unbedingt Aderendhülsen unter Spannung quetschen willst.
Mir sträuben sich da echt die Nackenhaare.

Sibi hat dir doch ein nettes Angebot gemacht, sag ihn doch was du willst und er sagt dir was du brauchst, ich verstehe nicht wieso du da ein Problem mit hast.
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #9
bis jetzt ist von dir außer Anfeindungen gegen so ziemlich jeden und "3,14 mal Daumen" in diesem Thread aber auch kein Fachwissen rumgekommen.

Wenn die Formel, die ich gefunden habe, so falsch ist, gib mir doch die richtige. Oder eine passende Tabelle. Oder sag mir, worauf es ankommt.

Leider habe ich in "Physik für Naturwissenschaftler" von Tipler und Mosca sowie in "Physik für Dummies" keine Formel dazu gefunden. Auch die Elektrotechnik-Lehrgänge, die ich hinter mir habe, haben den Querschnitt nicht behandelt. Bin eben von meiner Ausbildung ausgehend kein Praktiker, bis vor kurzem. Ich bitte um Nachsicht.

Und nein, ich lasse mir kein Kabel anfertigen, ich möchte nur nichts abfackeln und wissen, was ich tue. Daher recherchiere ich vorher.
 
@phre4k: Das sind für mich keine Anfeindungen, ich habe nur festgestellt, dass so einiges am Müll geschrieben wurde.

Wenn ich sage, dass man nicht unter Spannung arbeitet, man keine 0,75mm² für feste Verlegung nimmt, wir in Deutschland schon seit sehr vielen Jahren eine Netzspannung von 230V haben, dann gebe ich schon Fachwissen von mir und keine Vermutungen.

Ebenfalls ist es Fachwissen wenn man so einige Tabellen im Kopf hat und ohne nachzuschauen übern Daumen peilen kann was man für Querschnitte für gängige Ströme nimmt.

Nicht zu vergessen, wäre die Aussage, dass Verlegungsart sehr wichtig ist. Es ist nämlich entscheidend zu wissen ob du es als provisorische Verlängerung quer durchs Wohnzimmer legst, an die Wand nageln willst, in Leerrohr verlegen, im Kabelkanal verlegen, unter Putz verlegst, im Garten verbuddeln, alleine oder im Bund mit anderen Kabeln usw usf.

Du willst ne Tabelle, wie du siehst, gibst es dafür sehr viele Tabellen. Du weigerst dich aber standhaft uns zu erzählen was du willst, da kann man dir eben keine passende Tabelle geben, so einfach ist das.
 


Hier gelb markiert die Formeln die du brauchst. Einmal AC, oder 3x AC

Hier noch Nebenwissen (ist aber auch zusammengehörig eigentlich):
Dann haste hier die Verlegeart die du Auswählst. Hier musst du den Buchstaben merken.


Hier zu deinem ausgewählten Buchstabe den Nennquerschnitt passend zur Schutzeinrichtung (bei 25°C)
 
Mein damaliges Buch zur Ausbildung.

Europa Lehrmittel, Tabellenbuch Elektrotechnik
Europa-Nr.:30103
ISBN 978-3-8085-3220-1
 
Mein Held, P ist immer noch UxI, ist also gehopst wie gesprungen.
Kannst vielleicht mit nem Lötkolben umgehen aber Fachkenntnisse sind nicht vorhanden. Was man dir aber hoch anrechnen kann, dass du schon sagst "Ohne Gewähr"

das ist aber böse.
Und so unsinnig noch dazu.
Fakt ist, es kommt auf den Stromfluß im Leiter an und nicht auf die Leistung.
Daher brauchst du auch für 100A bei 1V Spannung einen größeren Querschnitt als bei 100V und 1A.
Obwohl beides gleich viel Leistung ist.

Was soll die Raterei und Schätzerei?

Es gibt dafür Tabellen und die von mir genannten Normen.
Und auch dort sieht man das es nur auf den Strom ankommt.

Ich kann viel dummes Gelaber und persönliche Anfeindungen und das Ausleben deiner persönlichen Differenzen ertragen.
Aber fachlich dumm daher zu reden geht gar nicht.

Bitte belege deine Aussagen in Bezug auf 0,75mm² mit Quellen.
Es geht hierbei ja nicht um 230V Leitungen.
Oder verlegst du Klingeldraht auch mit min 1,5mm²? Ich glaube du hast keine Ahnung.

Ebenso belege deine Aussage das es nicht nur auf den Strom und die Anzahl der stromführenden Leiter ankommt.
In allen Tabellen die ich kenne spielt die Spannung und die Leistung keine Rolle.
Oder besser, halte dich raus wenn du keinen Plan hast.
 
So grob gesagt, halten sich die Elektriker an folgendes:

Bei:

  • 230V
  • max. 18m
  • 16A
-> 3x1,5mm²

Gib mir mal deine Werte die du benötigst und ich rechne dir das dann mal aus.
Gibt es da nicht auch eine Regel die es wieder Aushebelt? So habe ich mal gelernt :wenn bekannt ist daß der Anschluß mit mehr als 2KW Dauerlast gebraucht wird ist generell 2,5mm² zu verlegen.
 
Ist von Firma zu Firma unterschiedlich. Aber die 18m gelten auch für Leitungen unter "Dauerlast". Im Idealfall kannste n 3x1,5mm² sogar mit 20A belasten was man aber eigentlich nicht machen sollte.

Manche legen ja zu ner Steckdose mittlerweile grundsätzlich immer nur noch 2,5mm².
Andere verwenden für Lichtstromkreise 13A Sicherungen.

Mittlerweile geht man schon verdammt auf Nummer sicher.
 
das ist aber böse.
Und so unsinnig noch dazu.
Fakt ist, es kommt auf den Stromfluß im Leiter an und nicht auf die Leistung.
Daher brauchst du auch für 100A bei 1V Spannung einen größeren Querschnitt als bei 100V und 1A.
Obwohl beides gleich viel Leistung ist.

Was soll die Raterei und Schätzerei?

Ja, ich bin böse und dumm, dafür kann ich aber, im Gegensatz zu dir, lesen.

Es standen die Angaben 3000W und 220V im Raum Strom war nicht gegeben.
Da ich rechnen kann, weiß ich, dass über 13A fließen. Bei einer Länge von ca, 20m weiß ich aus Erfahrung und ohne Tabelle, dass ich mit 1,5² so ziemlich an der Grenze bin. Folglich gehe ich auf Nummer sicher und nehme 2,5²
Ganz ohne raten und schätzen.


Bitte belege deine Aussagen in Bezug auf 0,75mm² mit Quellen.
Es geht hierbei ja nicht um 230V Leitungen.
Oder verlegst du Klingeldraht auch mit min 1,5mm²? Ich glaube du hast keine Ahnung.

Völlig richtig, ich habe immer noch keine Ahnung, kann aber immer noch lesen.
Das bezog sich auf die Aussage von The_Emperor.
Dafür kannst du ein flexibles 0,75mm² Zwillings-Litzenkabel nehmen. Hab mit so einem Kabel zwei 27 Watt Leuchtröhren über ~4 Meter zusammengeschalten die mit 220 Volt laufen.
Ich lese da, im Gegensatz zu dir, 0,75² und 220V

Und nu wird es lustig, man achte darauf von wem es kommt :D

Oder du schaust dir die DIN VDE 0298 Teil 4 und DIN VDE 0100 an.

Seite 30 (damit du, wie immer, nicht alles lesen musst)


Oder besser, halte dich raus wenn du keinen Plan hast.

Sollte ich, als gelernter Bäckerbursche ohne Plan, auch wirklich tun.
 
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